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Frust-Ablass-Thread für das Real Life
Henningway:
Ich möchte persönlich in diese Kerbe nicht hauen. Ich habe Leute <25 Jahren im Team, die das exakte Gegenteil darstellen. Am Ende ist unsere Betrachtungsmenge einfach zu klein, um verlässliche Aussagen treffen zu können. Was mir allerdings auffällt, ist, dass die Gehaltsvorstellungen allgemein ins Bodenlose steigen. Da kommen kaufmännische Angestellte mit Hauptschulabschluss und einem Jahr Berufserfahrung und verlangen einen Apothekergehalt (und nicht nur einmal). Es kommen Bewerber:innen, die dreist meinen, sie wollen das, was ich als Inhaber bekomme, denn sie würden ja die gleiche Verantwortung tragen. Es gibt Leute, die sich aktiv bewerben, einen unfassbaren Lohn fordern und wenn sie dann tatsächlich die Aussicht auf eine Stelle bekommen, sagen sie jede Arbeitsschicht ab.
kn0xv1lle:
--- Zitat von: Henningway am 24.Juli 2024, 07:54:23 ---Ich möchte persönlich in diese Kerbe nicht hauen. Ich habe Leute <25 Jahren im Team, die das exakte Gegenteil darstellen. Am Ende ist unsere Betrachtungsmenge einfach zu klein, um verlässliche Aussagen treffen zu können. Was mir allerdings auffällt, ist, dass die Gehaltsvorstellungen allgemein ins Bodenlose steigen. Da kommen kaufmännische Angestellte mit Hauptschulabschluss und einem Jahr Berufserfahrung und verlangen einen Apothekergehalt (und nicht nur einmal). Es kommen Bewerber:innen, die dreist meinen, sie wollen das, was ich als Inhaber bekomme, denn sie würden ja die gleiche Verantwortung tragen. Es gibt Leute, die sich aktiv bewerben, einen unfassbaren Lohn fordern und wenn sie dann tatsächlich die Aussicht auf eine Stelle bekommen, sagen sie jede Arbeitsschicht ab.
--- Ende Zitat ---
Das ist halt der Einfluss von Social Media und der öffentlichen Panikmache das wir einen Fachkräftemangel haben. Es ist nicht wegzudiskutieren das die Gesellschaft älter wird und es sicherlich einen Mangel an Arbeitskräften in bestimmten Bereichen gibt. Aber deswegen zahlt dir niemand ein Mondgehalt für einen Job mit geringen Anforderungen. Allgemein brauchen viele halt diesen Realitätscheck erstmal bis sie dann vielleicht merken oh das funktioniert nicht. Traurig aber wahr. ::)
Evtl. solltest du die Gehaltsforderungen vorher festmachen ? Dann sparst du dir evtl. die bösen Überraschungen. Ist ja gang und gebe das man bei Bewerbungen seine gehaltsforderungen mit angibt.
Veilchen blühen ewig:
Ich glaube nicht, dass das der Einfluß der sozialen Medien ist, vielleicht ein bisschen, es sind einfach die gewaltig gestiegenen Lebenskosten.
Kein Plan wie es in Deutschland ist, aber in Wien bekommt man keine Single Wohnung mehr unter 1,3k kalt, Strom und Heizkosten sind gewaltig gestiegen, und von den Lebensmittel fang ich erst gar nicht an.
Ich verstehe ja die AG, welche die Lohnvorstellungen als übertrieben empfinden, aber man geht doch nicht arbeiten, um am Hungertuch zu nagen.
Wir wohnen seit knapp über 20 Jahren in einer 85 m² Wohnung um jetzt mittlerweile 600€ kalt, und wir haben bei 350€ begonnen. Ein Mieter der neulich eingezogen ist, zahlt für die selbe Wohnung 1,8k. Irre.
GameCrasher:
--- Zitat von: Veichen blühen ewig am 24.Juli 2024, 19:17:10 ---Ich glaube nicht, dass das der Einfluß der sozialen Medien ist, vielleicht ein bisschen, es sind einfach die gewaltig gestiegenen Lebenskosten.
Kein Plan wie es in Deutschland ist, aber in Wien bekommt man keine Single Wohnung mehr unter 1,3k kalt, Strom und Heizkosten sind gewaltig gestiegen, und von den Lebensmittel fang ich erst gar nicht an.
Ich verstehe ja die AG, welche die Lohnvorstellungen als übertrieben empfinden, aber man geht doch nicht arbeiten, um am Hungertuch zu nagen.
Wir wohnen seit knapp über 20 Jahren in einer 85 m² Wohnung um jetzt mittlerweile 600€ kalt, und wir haben bei 350€ begonnen. Ein Mieter der neulich eingezogen ist, zahlt für die selbe Wohnung 1,8k. Irre.
--- Ende Zitat ---
Sehe das genau wie du.
Der Anstieg der Lebenserhaltungskosten ist seit Jahren deutlich höher, als der der Löhne/Gehälter.
Das hat auch mitunter dazu beigetragen, dass viel mehr Arbeitnehmer des Geldes wegen ihren Job wechseln und dafür Randfaktoren in Kauf nehmen, die vorher eher nicht zu diesem Wechsel geführt hätten. Ich beobachte da auch eine höhere Fluktuation, was Personal angeht. Mitunter trägt dies alles offenbar dazu bei, dass man auch deutlich schneller bereit ist zu wechseln, als das noch vor 10 Jahren der Fall gewesen wäre.
UPDATE:
Was ich noch ergänzen wollte...
Leider wird selbst meine Generation nichts mehr von der Rente sehen. Insofern ist es leider auch zwingend nötig sein Geld in jüngeren Jahren zu scheffeln, damit man später überhaupt noch etwas hat. Private Altersvorsorge ist kein Bonus mehr wie früher, sondern für alle abseits des öffentlichen Dienstes eine zwingende Notwendigkeit. Auch dafür braucht es erheblich Rücklagen.
Ein Pflegeheimplatz kostet knapp 2.800€ Selbstbeteiligung pro Monat(!!!). Das hab ich aus erster Hand so erfahren dürfen.
Veilchen blühen ewig:
--- Zitat von: GameCrasher am 24.Juli 2024, 19:34:17 ---
--- Zitat von: Veichen blühen ewig am 24.Juli 2024, 19:17:10 ---Ich glaube nicht, dass das der Einfluß der sozialen Medien ist, vielleicht ein bisschen, es sind einfach die gewaltig gestiegenen Lebenskosten.
Kein Plan wie es in Deutschland ist, aber in Wien bekommt man keine Single Wohnung mehr unter 1,3k kalt, Strom und Heizkosten sind gewaltig gestiegen, und von den Lebensmittel fang ich erst gar nicht an.
Ich verstehe ja die AG, welche die Lohnvorstellungen als übertrieben empfinden, aber man geht doch nicht arbeiten, um am Hungertuch zu nagen.
Wir wohnen seit knapp über 20 Jahren in einer 85 m² Wohnung um jetzt mittlerweile 600€ kalt, und wir haben bei 350€ begonnen. Ein Mieter der neulich eingezogen ist, zahlt für die selbe Wohnung 1,8k. Irre.
--- Ende Zitat ---
Sehe das genau wie du.
Der Anstieg der Lebenserhaltungskosten ist seit Jahren deutlich höher, als der der Löhne/Gehälter.
Das hat auch mitunter dazu beigetragen, dass viel mehr Arbeitnehmer des Geldes wegen ihren Job wechseln und dafür Randfaktoren in Kauf nehmen, die vorher eher nicht zu diesem Wechsel geführt hätten. Ich beobachte da auch eine höhere Fluktuation, was Personal angeht. Mitunter trägt dies alles offenbar dazu bei, dass man auch deutlich schneller bereit ist zu wechseln, als das noch vor 10 Jahren der Fall gewesen wäre.
--- Ende Zitat ---
Klar, jeder muss schauen wie er sein Leben finanziert. Schuld ist nicht der AG o. AN, sondern die Politik.
Welche wieviel verdienen, oder nach wieviel Jahren X Pension bekommen, und nicht mal irgendeine fundierte Ausbildung für ihren Job haben?
Ich könnte so kotzen.
Edit: Nur meine Meinung. Aber Putin ist der Böse, dafür müssen wir alle Opfer bringen. Aber dass die Amis 2014 einen Putsch in der Ukraine iniziert haben, und dort danach 7 Jahre Bürgerkrieg war, blendet man total aus. Klar, die Russen stehen ja total auf ein Nato Mitglied an ihrer Grenze.
Ich möchte hier niemanden verteidigen, aber wir als EU sind doch total dämlich.