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| [FM 13] Ein Kreuz in Murcia |
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| Hugoal:
Noch ein Blick auf die Kräfteverhältnisse in Spanien: Deutlich wird, dass Atletico wirklich keine Kosten und Mühen scheut, um den Weg nach ganz oben zu finden. In Europa sind sie mittlerweile auch die Nummer 1, was die Reputation angeht. Das finde ich angesichts der fehlenden Erfolge zwar nicht so prall, spiegelt aber die finanzielle Wirklichkeit wider. Für mich gab es noch ein kleines Taschengeld via Transferbeteiligung: 150k sind nicht viel, zumal wenn sie gestreckt werden. Aber trotzdem nehme ich jeden Betrag gerne. Zumal auch in diesem Jahr mein Team wieder die geringsten Ausgaben für Gehälter hat (siehe oben). Das es dennoch zu einer Steigerung von ca. 750k kam liegt vor allem daran, dass ich die Verträger einiger Youngster langfristig verlängert habe. Europa League: Mein Team ist in der dritten Qualifikationsrunde in die EL eingestiegen. Mit Györi hatte man ein Team aus Ungarn gezogen, das kein unüberwindbares Hindernis darstellte: Eigentlich war diese Paarung für mich ideal. Györi war so schwach, dass ich meinen üblichen "Vorbereitungsrhythmus" beibehalten konnte und dem Kader gleichmäßige Spielpraxis gönnen konnte. Das Hinspiel war nur dem Ergebnis nach knapp, das Rückspiel bildete die Kräfteverhältnisse besser ab und Kike hat mit seinen zwei Toren seine Durststrecke von 16 Stunden (!) endlich überwunden. In den Playoffs wartete dann Maritimo Funchal aus Portugal. Zwar ist Funchal fast zwei Klassen besser als Györi, aber mein Team war jetzt schon im Wettbewerbsmodus, eingespielt und hatte keine Probleme mit dem Gegner aus Portugal: Gallo traf zum zweiten Mal in der EL und auch Lozano zeigte mit zwei Toren in den Spielen, dass man mit ihm rechnen muss. Besonders bemerkenswert: Backup Ruiz (RV) macht sein erstes Profitor im Rückspiel. Die Auslosung der Gruppenphase war praktisch ein Deja Vu im Vergleich zur Runde von vor zwei Jahren: Mit ManCity wieder ein klarer Favorit (vor 2 Jahren:Zenit), dann mit Standard Lüttich ein belgischer Konkurrent um Platz 2 (vor 2 Jahren: Genk) und mit Bröndby ein mutmaßlicher Punktelieferant aus dem Norden (vor 2 Jahren: HJK). Der ein oder andere mag sich erinnern, dass Murcia mit 10 Punkten unglücklich dritter wurde, weil Zenit nicht gegen Genk gewinnen konnte. Bei Manchester City habe ich wenig Sorgen, dass sich das wiederholen könnte. Es gilt für mich also das Ziel, Platz 2 in der Gruppe zu holen. Mein Plan sieht so aus: 6 Punkte gegen Bröndby und mindestens vier gegen Standard Lüttich. Dann sollte der zweite Platz sicher sein. Gegen City wird es nix zu holen geben, aber das macht solange nichts, wie auch die anderen nix holen. Tunesien: Ich mach es kurz. Die WM-Quali war schon im Laufen, als ich eingestiegen bin bei den Tunesiern. Sie waren mit souveränen Siegen gestartet und ich habe so weitergemacht. In der Gruppe gab es aus 6 Spielen schließlich 6 Siege. Mit Burundi, Togo und Namibia waren aber auch keine Knaller dabei. Anschließend stehen im Rahmen der Qualifikation der CAF aber noch Playoffspiele um die WM-Tickets. Zwei Spiele, bei denen es um alles geht. Und die Losfee hatte natürlich ein ganz besonderes Los für mich vorgesehen: Jetzt wird sich zeigen, ob der Wechsel von Kamerun zu Tunesien richtig war und ist... Im nächsten Post: Liga, EL und vielleicht auch schon ein Update zum epischen Kampf um die WM-Quali. |
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--- Zitat von: Hugoal am 08.April 2016, 09:15:07 ---Im nächsten Post: Liga, EL und vielleicht auch schon ein Update zum epischen Kampf um die WM-Quali. --- Ende Zitat --- Die Liga muss noch warten. Da ist viel passiert, das einen eigenen Post verdient. Aber jetzt erstmal weiter mit WM-Quali und den Pokalwettbewerben: WM-Qualifikation: In der WM-Quali stand das für mich epische Duell mit Kamerun an. Dort hatte ich hingeschmissen, weil die Mannschaft einfach nicht in der Lage war, meine Idee vom Spiel umzusetzen. Mit Tunesien lief es besser, auch wenn beim Africa-Cup eine unglückliche Niederlage gegen Ghana zu verkraften war. Nun also zwei Spiele um die WM-Teilnahme. Das Losglück hat meinem Team immerhin das Heimrecht im Rückspiel beschert. Im Hinspiel mussten wir in Kamerun aber einen schmerzlichen Ausfall verkraften. Khazri, die unumstrittene Nummer 10 Tunesiens fiel verletzungsbedingt aus. Oberstes Ziel im Hinspiel war es, Kamerun bei Standards gut zu verteidigen. Mit Matip, Kweuke, Song und Bassong sowie N’Djeng sind viele kopfballstarke Leute im Team, die es zu neutralisieren galt. Aus dem Spiel heraus ging bei Kamerun schon unter meiner Führung wenig, deshalb war ich dort optimistisch einen Vorteil zu haben. Und so kam es auch. Ich setzte auf eine kontrollierende Spielweise, die dem Gegner wenig Ballbesitz und Raum geben sollte. Kamerun kam in der ersten Halbzeit nicht einmal vors Tor und mein Team konnte 2-3 gefährliche Nadelstiche setzen. Insgesamt war es aber ein sehr taktisch geprägtes Spiel. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Es waren keine zehn Minuten absolviert, als mein Team einen Angriff endlich konsequent zu Ende spielte. Ben Yedder zeigte keine Nerven und verwandelte aus Nahdistanz zum 0:1. Ein unglaublich wichtiges Auswärtstor! Leider brachte der direkte Gegenstoß die kalte Dusche. Halbfeldflanke von Nyom von rechts und an der Strafraumgrenze ließ Abdennour seinem Gegenspieler N’Djeng zuviel Platz. Das 1:1 war unverdient, aber nicht mehr zu ändern. Allerdings fiel dann auch für mein Team nur 5 Minuten später ein Tor vom Glückslaster. Chemmam hielt aus 30 Metern einfach per direktem Freistoß drauf und traf. Damit war Kameruns Moral gebrochen und wir spielten den Sieg fast problemlos nach Hause. Für das Rückspiel war ich natürlich extrem optimistisch. Khazri war zurück und aus der ersten Elf musste nur der verletzte Torschütze Chemmam (LV) ersetzt werden. Die erste Halbzeit war absolut okay. Mein Team machte nix nach vorne, sondern wartete ab, was die Kameruner anbieten konnten, die ja zwei Tore benötigten. Kamerun konnte nix zeigen und so ging es mit 0:0 in die Halbzeit. Danach allerdings brach mein Team zusammen. Unerklärlich und schauerlich verlief die zweite Hälfte. Kamerun kam nach dem Anpfiff mit Druck aus der Kabine und mein Team verlor schnell die Souveränität. Besonders übel wurde es, als Kom nach 60 Minuten dann eben eine Ecke einköpfte und Kamerun mal wieder zeigte, dass sie eigentlich nur Standards können. Leider schwamm mein Team nach dem 0:1 eine halbe Stunde lang. Auswechslungen, taktische Anpassungen – das alles half nicht. Kamerun kam aus dem Spiel heraus zu 3-4 teilweise sehr guten Chancen, die Kweuke und N’Djeng aber zum Glück liegen ließen. Mit der schlechtesten Halbzeit seit Amtsübernahme hat sich so mein Team gerade so in die WM gerettet. Mir ist selten so ein Stein vom Herzen gefallen als nach diesem Spiel. Ein Scheitern wäre die dritte Pleite bei der dritten Station als Nationalcoach gewesen und das wollte ich wirklich nicht erleben. Die Auslosung für die WM 2018 in Russland sah für Tunesien (Topf 3 dann so aus): Russland Uruguay Tunesien Südkorea Russland habe ich in einem Freundschaftsspiel jüngst auswärts mit 1:2 geschlagen. Uruguays goldene Generation (Suarez, Cavani etc.) macht den letzten Aufgalopp und Südkorea ist immer für eine Überraschung gut. Ich hoffe, die Vorrunde zu überstehen und mit diesem Empfehlungsschreiben mir dann einen Trainerposten bei einem starken europäischen Team zu sichern, um die EURO 2020 aufzumischen. Final muss man echt sagen, dass das schon eine Belohnungsgruppe für die guten Leistungen Tunesiens im letzten Jahr ist. :) Europa League: In der EL ist es fast so gelaufen wie erhofft. Zwei Siege gegen Bröndby, zwei Niederlagen gegen Man City und leider nur zwei Unentschieden gegen Standard Lüttich. Das 1:1 im Hinspiel war okay, im Rückspiel wollte ich dann zu Hause gewinnen. Das 0:0 war letztlich akzeptabel, weil es den direkten Vergleich für mein Team sicherte, der auch zum Weiterkommen reichte. Nun wartet mit dem AC Mailand ein großer Name auf mein Team, der aber bis auf Balotelli nicht wirklich viel Starpower zu bieten hat. Es wird ein Duell auf Augenhöhe, bei dem ich hoffe, noch eine Runde weiterzukommen. Copa Del Rey: Die Copa Del Rey war ein hartes Stück Arbeit. Nach Zweitligist Gijon, der souverän bezwungen wurde, wartete mit Real Madrid gleich ein Kracher. Nach einem epischen 1:2 Auswärtssieg erbunkerte mein Team sich zu Hause mit einem 0:1 das Weiterkommen. Leider gab es keine Belohnung durch das Los, sondern den nächsten Hammer: Atletico Madrid. Ein 0:0 im Hinspiel war eine gute Ausgangsposition, die im Rückspiel leider nicht genutzt werden konnte. Eine gelb-rote Karte spät in der zweiten Halbzeit für RV Ruiz sowie eine Verletzung von Koné ließen mein Team mit 9 Mann auf dem Platz zurück. Das nutzte Mario Götze in der 93. Minute für Atletico und machte den Siegtreffer. Ich war letztlich nicht böse darüber, dem Team die Verlängerung zu ersparen. Mit 9 Mann hätte ich da eh nicht mehr gewonnen und so konnten wenigstens ein paar Körner in der stressigen Zeit der englischen Wochen gespart werden. Finanziell war die Copa wieder hilfreich, da bei Atletico und Real viele Zuschauer zu den Heimspielen kamen. Mit jetzt schon 9 Extra-Heimspielen (2x Quali, 3x Gruppe, 1 KO-Runde in der EL sowie 3 Heimspielen in der Copa) hat der Pokal zur Finanzierung der Saison schon gut etwas beigetragen. Im nächsten Post: die ganze Hinrunde und ein denkwürdiges Transferfenster. |
| Hugoal:
Gleich noch einer hinterher: Die Hinrunde in der Liga: Die Hinrundentabelle sagt alles: wir haben das selbst gesteckte Ziel erreicht und scheinen uns unter den Top 7 der Liga etabliert zu haben. Ich picke mir derzeit ja immer einige „High“- und „Lowlights“ aus der Saison aus und wenn man Mühe hat, „Lowlights“ zu finden, dann sagt das doch schon viel aus. Die Höhepunkte waren mit Sicherheit die Ligasiege über die Madrider Clubs, die ich hier gerne verewige. Bemerkenswert auch, dass man die Hölle in Bilbao selbst nach Rückstand noch erobern konnte. Ärgerlich ist es hingegen, dass Granada sich immer mehr zum Angstgegner entwickelt und man auch in diesem Jahr sogar das Heimspiel gegen die Truppe verliert. Ein unnötiges Unentschieden gegen Zaragoza sowie die Heimniederlage gegen Espanyol (mit der B-Elf) gehört schon zum Schlimmsten. Überraschend ist auch, dass die Stürmerproblematik der letzten Rückrunde komplett verschwunden ist. Joselu hat in der Hinrunde schon 14 Buden gemacht und damit allein in der Hinrunde mehr Tore als je einer meiner Stürmer in einer ganzen BBVA-Saison (Rekordhalter ist Kike mit 12 Saisontoren). Auch Jeronimo Lozano ist jetzt angekommen und hat schon 9 Saisontore auf dem Konto und wird sicher zweistellig treffen. Hingegen bleiben Kike (war lange verletzt, erst 6 Einsätze) und Doreste (bringt sich weiter nicht genug ein, obwohl alle Anlagen da sind) kleine Sorgenkinder, während Bueno durchaus ein verlässlicher Back-Up ist. Entscheidend für diese gute Offensive ist aber auch Moi Gomez. Ich hatte ja schon in der Kaderanalyse angemerkt, dass seine Leistung für das Team große Bedeutung hat und er hat das unterstrichen. Sein finaler Durchbruch ist in der Hinrunde mit 6 Toren und 7 Vorlagen erfolgt. Die Transferarie: Leider hat das auch die Konkurrenz gemerkt. Bereits im Herbst waren Real und ManCity an Moi Gomez dran und ich musste mit Schrecken feststellen, dass seine Klausel nur bei 17 Millionen Euro lag. Ein neuer Vertrag wurde fällig und ich konnte im zweiten Anlauf auch verlängern. Mit 1,5 Mio Euro/Jahr verdiente er auf einmal fast dreimal mehr als der nächste Topverdiener. Das hielt aber City und Real nicht davon ab, weiter um ihn herumzuschleichen. Im Januar wurde es dann sehr akut. Gomez wurde unsicher und City immer dreister. Letztlich gab es ein Angebot, bei dem ich schwach werden musste: 25,5 Mio Euro per sofort und 20 Prozent Beteiligung am nächsten Transfer. Mit dem Geld war Real Murcia saniert, aber auch um das Herzstück des Teams beraubt. Die Ablöse für einen Ersatz hatte ich zwar, aber die Gehaltsvorstellungen der denkbaren Kandidaten hätte ich nie erfüllen können. Also bin ich einen anderen Weg gegangen. Es kam ein 16jähriger Nachwuchsmann, der jetzt zwei Jahre Zeit hat, um Moi Gomez zu beerben. Miguel Garcia ist ein Top-Talent, das gerade von Espanyol zum AS Rom gewechselt ist. Um ihn zu holen, musste ich tief in die Tasche greifen. Mehr als 11 Millionen investiere ich. Aber ich bin sicher, dass es sich langfristig lohnen wird. Kurzfristig aber habe ich ein Loch auf der 10. Dieses soll nun Munoz füllen. Er stand lange im Schatten von Moi Gomez. Aber er scheint seine Chance erkannt zu haben. Just als die Wechselarie ihren Höhenpunkt erreichte hat Munoz ENDLICH im dritten Anlauf die tödlich-kontraproduktive PPM „shoots from distance“ eingestellt. Jetzt wird er auf der 10 alle Minuten bekommen, die ich habe und hoffentlich dazu beitragen, die Qualifikation für die Euro-League sicherzustellen. Den Wechsel von Gomez habe ich soweit rausgeschoben wie es ging, so dass Moi Gomez sich standesgemäß in seinem 100. Ligaspiel für Real Murcia verabschieden konnte und meinem Team noch etwas Puffer für die nun deutlich schwierigere Rückrunde zu verschaffen. Gegen Valencia gelang ihm im 100. Spiel noch ein standesgemäßes Abschiedstor: Damit ist der Vorsprung auf Platz 8 schon 10 Punkte groß, obwohl Murcia noch 2 Spiele weniger hat (siehe Tabelle oben). Das sollte eigentlich reichen. Ein Teil des Geldregens ist auch in die Jugendabteilung geflossen. Es ist der dritte Versuch, diesen Schritt endlich zu gehen. Ich bin aber guter Dinge, dass es jetzt klappt. Schließlich war selbst nach dem Transfer von Garcia noch mehr als die Hälfte der Ablöse von Gomez über. |
| Hugoal:
Die Liga läuft weiter und eigentlich muss man diesen Saisonabschnitt nicht Rückrunde nennen, sondern „ZnMG“ (Zeit nach Moi Gomez). Es ist ein bisschen ein Stochern im Nebel, um herauszufinden, ob die Mannschaft auch ohne ihn stabil Ergebnisse liefern kann. Defensiv habe ich da weniger Sorgen, obwohl Gomez für einen OMF absolut herausragende defensive Werte hatte und auch einiges mitgearbeitet hat. Es ist eher die Offensive, um die ich mich sorge. Schließlich hat diese mich schon in der letzten Rückrunde im Stich gelassen und fast noch die EL gekostet. In diesem Jahr ist der Puffer zu Platz 8 aber schon so groß, dass ich glaube, die Umstellung jetzt vornehmen zu können. Der Start in die Rückrunde ist ernüchternd. Gegen Rückkehrer Alcorcon (mit mir im ersten Jahr aufgestiegen und erst im vorletzten Jahr abgestiegen) gibt es ein 1:1. Das Gegentor fällt in der Nachspielzeit und ist schwer verdient. Mein Team hatte keine Chancen und braucht einen zweifelhaften Elfmeter, den der eingewechselte Neuzugang Garcia rausholt. Anschließend geht es zu Angstgegner Granada, das natürlich sofort in Führung geht. Danach spielt man aber solide mit und kommt durch Kike zum Ausgleich. Kike macht sein erstes (!) Ligator in der Saison und überholt damit Toro Aquino als besten Torschützen in der Geschichte des Vereins mit 69 Toren. Dani Aquino spielt übrigens weiter bei Real Murcia Imperial und um den Aufstieg in die zweite Liga. Falls es da richtig interessant wird, lege ich das aber auch noch einmal detailliert dar. Die nächsten Spiele dienen der Entspannung. Barca und Real müssen innerhalb von 4 Tagen gespielt werden. Gegen Barca gibt es einen überraschenden, aber verdienten Heimsieg. Hinten stehen wir bombensicher und vorne zaubert Joselu. Das 1:0 macht er selbst und das 2:0 von Lozano, der damit endlich seine Torflaute von fast 10 Stunden beendet, bereitet er wunderbar vor. Damit habe ich zum ersten Mal in einer Saison in der Liga mindestens ein Spiel gegen Barca, Real und Atletico gewonnen. Das zeigt, das Team pirscht sich langsam an die Spitze heran, auch wenn es über den Zeitraum einer langen Saison noch nicht durchgehalten werden kann. Gegen Real habe ich hingegen nix zu melden. Real geht früh in Führung und bleibt die gesamte Partie über am Drücker. Das Aus im Pokal und die Niederlage in der Hinrunde hat die Königlichen offenbar richtig motiviert. Das 3:0 ist auch in der Höhe verdient, macht mir aber nicht viel aus. Mit dem Sieg gegen Barcelona hat man wichtige Punkte geholt, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten und so lautet das erste vorsichtige Fazit für die ZnMG: es geht erstmal auch ohne ihn! |
| Hugoal:
Europa League: Mailand, Mailand, Mailand. Der AC war Gegner in der ersten KO-Runde und es war ein enges Kräftemessen, bei dem es allerdings nicht hin und her ging, sondern bei dem man sich taktisch neutralisierte. Im Hinspiel war mein Team klar besser und Mailand schoss in 90 Minuten nur einmal aufs Tor. Erlöst wurde mein Team dann Mitte der zweiten Halbzeit von Lozano, der das wichtige 1:0 machte, das auch den Endstand darstellte. Im Rückspiel blieb es beim 0:0, weil Oliver einen Elfmeter von Balotelli hielt. Der Elfmeter, gepfiffen von Gräfe, war keiner und somit war das Weiterkommen in trockenen Tüchern und auch verdient. Nächster Gegner war Inter Mailand, die mit viel Glück Sporting Lissabon besiegen konnten. Für Inter lief es gar nicht in dieser Saison und Platz 13 ist noch schlechter als das, was Milan so vorzeigen kann (Platz 6). Das Hinspiel in Murcia lief voll nach Plan für mich. Nach 12 Minuten musste Inter mit 10 Mann weitermachen, weil der LV vom Platz flog. Ich war guter Dinge und schob meine AV etwas vor, weil Inter nun mit Dreierkette verteidigte. Anschließend erlebte ich aber mein Waterloo. Verteidigen können die Italiener wohl auch mit 3 Mann und so kam ich nicht durch und im Gegenzug rollte ein Konter nach dem nächsten auf mein Tor zu, obwohl Inter eine komplett biedere Truppe am Start hat. Das 0:1 kurz vor der Pause war verdient und ein absoluter Nackenschlag. Dem folgte noch das 0:2 vor der Pause, weil Oliver einen Riesenpatzer produzierte. 0:2 im Europacup zur Pause daheim in Rückstand. Damit war das Aus schon nach 45 von 180 Minuten fast besiegelt. Ich warf noch einmal alles nach vorne und bekam in der 90. Minute noch das 0:3 per (berechtigtem) Elfmeter. Ein gebrauchter Abend vor peinlicher Kulisse (17000). Im Rückspiel konnten wir noch einen 1:2 Auswärtssieg feiern, aber das war ein Muster ohne Wert. Es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Gegen Inter musste man nicht ausscheiden und schon gar nicht so. Entscheidend könnte meine Idee gewesen sein, die AV weiter vorne zu postieren. Vielleicht wäre es im klassischen System gegen 10 Mann besser für mich ausgegangen... Nationalmannschaft: Dieses Mal geht es nicht um Tunesien, sondern um Spanien. Pep hatte ein Einsehen und endlich den ersten Murcia-Spieler während meiner Amtszeit auf den Platz geschickt, tatsächlich hat er sogar gleich zwei Spielern das Debüt ermöglicht: Mit Santiago Gallo debütierte ein 18jähriger, der wirklich aus der eigenen Jugend kommt. Das ist eine schöne Anerkennung für die Jugendarbeit (auch wenn in diesem Jahr im Intake wieder kein Spieler mit Stammpotenzial dabei war) und sollte Ansporn sein, für die vielen jungen Spieler in meinem Kader. Doreste habe ich geholt als Joselu sich so schwer verletzt hatte. Mit 4,5 Mio Euro war er teuer und hat diese Erwartungen eigentlich noch nicht erfüllt. Im Verein war Lozano deutlich stärker, aber Pep ist halt Pep. Dass Doreste beim Debüt gegen Paraguay gleich netzt, spricht ja letztlich auch für das Auge von Guardiola. Ich freue mich, wenn Doreste das jetzt auch auf die Liga überträgt! Primera Division: Moi wer? Die Rückrunde läuft wirklich sehr gut: Lediglich ein Unentschieden gegen Villareal ist nicht optimal, das wird aber durch einen schönen Sieg über Atletico wieder ausgeglichen. Das weitere Unentschieden gegen Bilbao wäre auch so okay gewesen. Da sich dort aber DMF Monton noch in HZ 1 mit gelb-rot verabschiedete, ist es sogar ein gewonnener Punkt. Erfreulich ist dabei auch, dass der zweite Anzug passt. Aufgrund der EL-Belastung haben oft Spieler aus der zweiten Reihe in der Liga viel Spielzeit gesehen und es überzeugend gelöst. Das wird zum Problem für einige Stammspieler. Ich glaube etwa nicht, dass Dani Toribio in der nächsten Saison noch die wichtigen Spiele machen wird. Ihm wird gerade der Rang abgelaufen. Die Tabelle zeigt: wir werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder EL spielen. Nach 30 Spielen haben wir 15 Punkte Vorsprung auf Platz 8. Da geht nix mehr schief. Ohne die Doppelbelastung mit EL haben wir jetzt aber auch die Möglichkeit nach oben zu gucken. Real Madrid hat bei einem Spiel mehr nur 5 Punkte Vorsprung auf Rang drei und Granada liegt mit nur 3 Punkten Vorsprung und einem Spiel mehr auf dem vierten Platz absolut in unserer Reichweite. Wir haben schon alle Top-Teams gespielt. Granada ist eigentlich nicht stärker als mein Team, aber irgendwie haben die eine Zauberformel und machen aus dem Spielermaterial immer das Beste. Trotzdem will ich alles versuchen, schon in diesem Jahr Rang 4 zu erreichen. Denn das Geld aus der CL könnte ich sehr gut gebrauchen. Noch immer kommen zu den Spielen im Schnitt nur 20.000 Leute. Das ist sehr frustrierend, denn mit nur 60prozentiger Auslastung bin ich mit Abstand Schlusslicht in der BBVA (der Zweitletzte kommt immer noch auf über 70 Prozent!). Ich habe so langsam keine Ahnung mehr, was ich noch anbieten muss, um mehr Zuschauer zu erreichen. Atletico, Barca und Real werde ich jedenfalls auf absehbare Zeit kaum regelmäßig hinter mir lassen können... |
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