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Autor Thema: [FM21] Vom Amateur zur Legende  (Gelesen 577 mal)

pixilla

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[FM21] Vom Amateur zur Legende
« am: 09.Januar 2021, 18:44:00 »

Football Manager 2021

Führungsstil

Training

Offensive: 1
Defensive: 1
Athletik: 1
Torwart - Spielaufbau: 1
Torwart - Bälle halten: 1
Torwart - Schüsse abwehren: 1
Taktik: 1
Techniken: 1
Mentales: 2
Nachwuchsarbeit: 1

Mentales

Anpassungsfähigkeit: 4
Zielstrebigkeit: 1
Spielerkenntnis: 1
Kenntnis junger Spieler: 1
Disziplin: 2
Führungsqualitäten: 2
Motivationsfähigkeit: 1

Regeln
  • Alle Entscheidungen würde ich genauso in der Realität treffen.
  • Ich darf keine Mitarbeiter sowie Spieler einstellen, entlassen oder Verträge verhandeln.
  • Spieler können nur durch Scouts gefunden werden.
  • Es sind nur vom Spiel vorgegebene taktische Einstellungen und Formationen erlaubt. Eigene Anpassungen dürfen nicht vorgenommen werden.

Saison 1 - Tobermore United FC - Nordirland

Meine Karriere startete in Nordirland. Dieses Land ist im Football Manager 2021 mit drei Ligen vertreten. Selbst in der höchsten Spielklasse herrschen teilweise keine Profibedingungen. Das Training findet an zwei Tagen pro Woche statt. Um sicher zu sein, dass ich unter möglichst erschwerten Bedingungen beginne, suchte ich den Verein selbst aus. Der Tobermore United FC scheint dafür genau richtig zu sein. Der Verein aus einer Gemeinde mit 578 Einwohnern (laut Wikipedia), spielt in der untersten Liga des Landes. Das Stadion hat eine Kapazität von 1.500 Plätzen, wobei von Stadion eigentlich keine Rede sein kann. Es ist eher eine umzäunte Dorfwiese. Immerhin gibt es einen überdachten Unterstand für die Zuschauer. Alle Einrichtungen haben maximal zwei Punkte.

Erschrocken blickte ich auf die Mannschaft. Lediglich fünfzehn Spieler standen im Kader. In der Jugend sowie Reserve war keiner anzutreffen. Meine Hoffnung, die würden sich alle noch in den Ferien befinden, erfüllte sich nicht. Der Vorstandsvorsitzende teilte mir mit, dass vor Januar auch keine weiteren Spieler kommen. Er selbst entscheidet darüber, welche Mitarbeiter eingestellt oder entlassen und ob gegebenenfalls Verträge verlängert werden. Bezüglich der Spieler lasteten alle Entscheidungen auf dem Co-Trainer. Ich darf mich um die taktische Ausrichtung, Formation sowie Aufstellung kümmern. Das allgemeine Training übergab ich dem Co-Trainer, während ich das individuelle Training selbst übernahm.

Als taktischen Stil wählte ich Gegenpressing mit einer 4-2-3-1 Breit Formation. Des weiteren eine 4-3-3 DM Breit Formation, die jedoch hauptsächlich nur dann zum Einsatz kommen soll, wenn während des Spiels neue Impulse notwendig sind.

Zu Beginn schaue ich mir jeden Spieler an und platziere diesen auf einer Position. Natürlich sind immer wieder Anpassungen nötig, damit überhaupt alle Positionen besetzt werden können. Normalerweise versuche ich immer alle Positionen doppelt zu besetzen. Das ist hier jedoch nicht möglich. Im zweiten Schritt erhält jeder Spieler einen individuellen Trainingsplan für seine Position und Aufgabe. Ziel ist, die taktische Vertrautheit möglichst schnell bei hundert Prozent zu haben (volle grüne Balken).

Zu meinem Erstaunen liefen die sieben Testspiele wirklich gut. Sechs Siege und ein Unentschieden, der Alltag in der Liga konnte beginnen. Zu Beachten hatte ich, dass die Mannschaft in drei Pokalwettbewerben antreten musste. Aufgrund der dünnen Personaldecke waren längere Pausen für die Spieler nicht möglich. Ich versuchte durch erschöpfungsbedingte Auswechslungen alle möglichst fit zu halten. Auch in der Liga lief es überraschend gut. Vier Siege, dazu jeweils ein Sieg im NIFL Cup und im Irish Intermediate Cup. Dann die erste Niederlage. In der zweiten Runde vom Irish Intermediate Cup trafen wir auf die Crusaders, ein Erstligist gegen den ohnehin kein Sieg realistisch war. Es folgten weitere Siege in der Liga und in den beiden anderen Pokalwettbewerben. Unterdessen war dem Vorstandsvorsitzenden die Arbeit rund um das Personal scheinbar zu anstrengend geworden. Er verpflichtete einen Sportdirektor und übergab diesem die komplette Entscheidungsgewalt in Personalfragen.

Die erste Niederlage in der Liga, setzte es im Heimspiel gegen die Lisburn Distillery am 19. Dezember 2020. Es folgten zwei Unentschieden in den Auswärtsspielen bei Banbridge Town und Limavady United. Trotzdem blieben wir auf dem ersten Tabellenplatz. Das Wintertransferfenster war nun offen und ich hoffte auf zahlreiche Neuverpflichtungen. Was mir erst jetzt auffiel, zwei Feldspieler hatten scheinbar schon im Sommer bei einem anderen Klub unterschrieben und waren nun weg. Leider beschränkte sich der Sportdirektor auf die Suche nach einem Torwart, wurde fündig und verpflichtete diesen. Ein weiterer Torwart wurde ausgeliehen und dem nicht genug, stolz teilte er mir mit, dass er bereits an einem vierten und fünften Torwart dran wäre. Beide unterschrieben zum Glück bei einem anderen Verein. Ohnehin war bereits klar, dass die beiden neuen Torleute nicht an das Leistungsvermögen der Nummer eins ran kommen und auf der Bank sitzen würden. Immerhin, kurz vor Ende der Transferphase saß ein neuer Rechtsverteidiger in der Kabine. Sportlich lief es trotzdem überraschend gut. Erst im Februar verloren wir zwei Spiele und schafften gegen PSNI lediglich ein Unentschieden. Ich nutze die Gelegenheit, um den Vorstand nach einem Trainerlehrgang zu fragen. Im August wurde meine Anfrage abgelehnt. Es gab Bedenken, ich könne mit dem neu erlernten Wissen zu einem anderen Verein wechseln. Auch jetzt lehnte der Vorstand meine Anfrage erneut ab, stimmte nach langer Diskussion dann aber doch zu. Das Viertelfinale im Irish Cup gegen Portstewart konnte gewonnen werden, ebenso das Auswärtsspiel bei der Lisburn Distillery. Ich unterschrieb einen neuen Vertrag bis zum Ende der folgenden Saison. Eine Überraschung gab es im Halbfinale vom Irish Cup. Wir gewannen mit 1:0 gegen den Larne FC aus der höchsten Spielklasse. Gegen Banbridge Town reichte es lediglich zu einem Unentschieden, doch der Aufstieg war ohnehin schon sicher. Das Finale im Irish Cup stand an. Auf neutralem Platz führten wir gegen Warrenpoint Town, ebenfalls ein Erstligist, bis zur 75. Minute mit 2:0. Crooks erhielt die zweite gelbe Karte und so mussten wir die restlichen Minuten in Unterzahl bestehen. Vergeblich, der Favorit erzielte zwei Tore. In der Verlängerung erhielten wir einen Elfmeter, den Jordan Thompson verwandelte. In der restlichen Spielzeit passierte nichts aufregendes, so dass wir am Ende den Pokal in unseren Händen hielten.

Die Aufstellung bis zum Januar: Bednarz, Mulgrew - Kearns - Kane - Dunlop, Devine - Spratt, Winton - Whiteside - Rowe, Thompson. Auf der Bank: Talbot, P. Keane, G. Keane, Crooks.

Saison 2 - Tobermore United FC - Nordirland

Wenige Tage nach dem Pokalsieg hatte der Sportdirektor endlich einen Scout an Land gezogen. So konnte nun nach potentiellen Neuverpflichtungen geschaut werden. Begeistert von der erfolgreichen Saison, bewarben sich etliche Jugendliche darum, ihre Karriere als Fußballer bei Tobermore United beginnen zu dürfen. Einige von ihnen beförderte ich direkt in die erste Mannschaft, wies ihnen eine Position zu und gab einen individuellen Trainingsplan mit auf den Weg. Unser Sportdirektor war im Sommer fleißig, er holte endlich die lang ersehnten zusätzlichen Spieler. Darunter vier kommende Leistungsträger zur Leihe. Ich war glücklich, denn jetzt konnte ich jede Position doppelt besetzen. Weniger erfolgreich verliefen das Hin- und Rückspiel in der 1. Quali-Runde zum UEFA-Cup. Gegen den FH Hafnarfjördur verloren wir 1:5 und 0:1. Auch die folgenden beiden Test- sowie Ligaspiele holten uns auf den Boden der Realität. Gegen Institute, ein Absteiger aus der ersten Liga, lagen wir bereits zur Pause mit 2:5 zurück. In der Pause sagte ich den Spielern, das sie ihr Leistungsvermögen noch nicht erreich haben. Damit wollten wir in der zweiten Halbzeit beginnen. Einige Zuschauer hatten sich schon auf den Heimweg begeben und hörten aus der Ferne die Jubelschreie. Vier Tore gelangen uns im zweiten Durchgang und somit stand der erste Saisonsieg im Spielbericht. Das anschließende Pokalspiel ging zwar verloren, doch in der Liga gelangen drei weitere Siege. Auswärts in Ards verloren wir mit 1:2. Der Vorsitzende von Ards lud mich trotzdem zu einem Vorstellungsgespräch ein. Ich lehnte dankend ab und nutzte die Gunst der Stunde, um meinen Vorstand nach einem weiteren Trainerlehrgang zur Nationalen B-Lizenz zu fragen. Wie erwartet wurde die Anfrage abgelehnt, doch nach einem erneut hitzigen Gespräch, stimmten sie schließlich zu. Genau richtig, denn jetzt begann eine sehr schwere Saisonphase. In den folgenden Spielen gelangen zwei Siege, sechs Unentschieden und drei Niederlagen. Interessant war, dass wir trotz dieser Leistungen auf dem dritten Tabellenplatz standen. Der Abstand zur Abstiegszone betrug jedoch nur zwei Punkte. Es war sozusagen sehr eng. Dem nicht genug, Teile der Mannschaft beschwerten sich über die schlechte Stimmung. Ich konnte sie davon überzeugen, dass wir nur gewinnen müssen, damit die Atmosphäre bald wieder besser wird. Im Irish Cup stellte ich das komplette B-Team auf und gewann mit 4:0 gegen Belfast Celtic. Plötzlich konnte auch in der Liga wieder gejubelt werden. Im Dezember und Januar holten wir vier Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Kurz bevor das Transferfenster schließen sollte, überraschte uns der Sportdirektor mit einem defensiven Mittelfeldspieler und einem Leihspieler auf der Positionen des rechten Flügelverteidigers. Beide sollten sofort einen Stammplatz bekommen. Derweil äußerten schon vorher einige altgediente Spieler ihren Unmut über fehlende Einsatzzeiten. Doch was sollte ich machen, wenn auf deren Position wesentlich bessere Leihspieler mit einer teilweise mehr als doppelten Fähigkeitsbewertung, für die unerwarteten Erfolge sorgten. Die Liga wurde jetzt geteilt. Die ersten sechs und die unteren sechs spielten jeweils in einer eigenen Gruppe. Wir gingen als dritter der Tabelle in die Meisterrunde. Dort setzte es gegen Dergview und die Ballyclare Comrades eine Niederlage. Es folgte ein Unentschieden, ein Sieg, zwei weitere Unentschieden und wieder eine Niederlage. Erst gegen den Tabellenführer gelang ein 2:1 Sieg, gefolgt von einer weiteren Niederlage und zum Abschluss ein 5:0 Erfolg gegen die Darrick Rangers. Zu meinem Erschrecken standen wir noch immer auf dem dritten Tabellenplatz und kämpften somit weiter um den Aufstieg. Ehrlich gesagt, wäre ich über eine schlechtere Platzierung nicht unglücklich gewesen, denn wie sollten wir in der höchsten Spielklasse, ohne die fünf Leihspieler, überhaupt konkurrenzfähig sein. Glücklich hielt ich den B-Trainerschein in der Hand und dem nicht genug, der Vorstand legte einen neuen Vertrag vor, den ich natürlich unterschrieb. Zu meiner Überraschung wurde auch die Anfrage für einen weiteren Trainerlehrgang genehmigt. Das Hinspiel in der Aufstiegsrunde gewannen wir auswärts bei den Ballyclare Comrades mit 3:0. Der Vorsprung war auch dringend nötig, denn dadurch waren wir trotz der 3:4 Niederlage im Rückspiel eine Runde weiter. Zum Abschluss wartete die Mannschaft von Warrenpoint Town, ausgerechnet unser Gegner vom Pokalfinale der letzten Saison. Mit 60% zu 40% Ballbesitz und 2,50 zu 0,63 xG waren wir zwar überlegen, kamen jedoch nicht über ein 2:2 hinaus. Ähnlich war die Situation im Rückspiel, wo wir ab der 58. Minute in Unterzahl auskommen mussten. Ich nahm, wie so oft bei einer roten Karte, den vorgeschobenen Spielmacher vom Feld und besetzte die Lücke. Es half nichts, Warrenpoint Town erzielte die Führung zum 2:1 und zerstörte damit all unsere Aufstiegsträume. Noch drei Minuten sollten zu spielen sein, mit Verlängerung vielleicht etwas mehr, als ein Pfiff über den Platz hallte. Der Schiedsrichter hatte ein Handspiel gesehen und sprach uns einen Elfmeter zu. Jordan Thompson schoss platziert und glich aus. Alles wieder offen. Unsere Verteidigung hielt bis zur 120. Minute den gegnerischen Angriffsbemühungen stand. Ich wechselte zweimal aus und hoffte auf ein Wunder, dass im Elfmeterschießen tatsächlich eintrat. Wir stiegen in die höchste Spielklasse auf.
« Letzte Änderung: 09.Januar 2021, 20:05:10 von pixilla »
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Re: [FM21] Vom Amateur zur Legende
« Antwort #1 am: 12.Januar 2021, 11:05:00 »

Saison 3 - Tobermore United FC - Nordirland

Wie schon im Vorjahr besetzte ich Positionen, die durch Abgänge frei geworden waren, mit Spielern aus dem Nachwuchs. Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass bald wirkliche Verstärkungen kommen werden, die uns im Kampf um den Klassenerhalt in der höchsten Liga des Landes helfen. Leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht in vollem Umfang. Verpflichtet wurde ein neuer Torwart, der Lukasz Bednarz, unsere bisherige Nummer eins ablöste. Problematisch daran war lediglich, dass Lukasz auch die Kapitänsbinde trug. Um Ärger zu vermeiden, hielt ich an ihm als Kapitän fest, auch wenn er von nun an auf der Bank sitzen sollte. Ablösefrei kam ebenso ein ballerobernder Mittelfeldspieler. Dieser Transfer wäre nicht nötig gewesen, da sich bereits ein Spieler mit ähnlicher Stärke auf der gleichen Position befand und nicht nur das, aus dem eigenen Nachwuchs hatte ich bereits zwei weitere Spieler als Ersatz vorgesehen. Einer von den beiden, unser bis dahin größtes Talent, sollte den Verein einige Monate später ohne Ablöse verlassen. Sinnvoll dagegen erschien mir die Verpflichtung von einem vorgeschobenen Spielmacher, sowie die Leihen eines pressenden Stürmers und zweier Flügelverteidiger. Nichts desto trotz blieben weitere Baustellen, da die Kaderzusammensetzung äußerst ungleich wirkte. Auf der Position des Box-to-Box-Mittelfeldspielers gab es lediglich zwei infrage kommende Spieler, die vom Co-Trainer mit jeweils einem halben Stern bewertet worden waren. Eine ähnliche Situation ergab sich auf dem rechten offensiven Flügel und auch der ballspielende Verteidiger sollte unseren Ansprüchen nicht gerecht werden. Unter diesen Voraussetzungen wurde es wie befürchtet eine äußerst schwierige und eintönige Saison, mit der frühen Erkenntnis, dass der Klassenerhalt nicht möglich sein sollte. Zweiunddreißig Niederlagen, sieben Unentschieden und ein Sieg standen am Saisonende zu Buche. Neben dem bereits erwähnten Nachwuchsspieler verließen uns im Winter zwei weitere Jungs, die ihre Karriere aus Altersgründen beendeten. Neu verpflichtet wurden zwei Innen- und ein Außenverteidiger. Für den linken offensiven Flügel vereinbarte unser Sportdirektor ein Leihgeschäft, über dass sich der Vorstand aus finanziellen Gründen weniger erfreut zeigte. Sportlich gesehen war der geliehene Spieler zwar stärker als unsere anderen inversen Außenstürmer, doch in Anbetracht dessen, dass der Klassenerhalt zu diesem Zeitpunkt nicht mehr realistisch schien, machte dieser Neuzugang keinen Sinn. Ich selbst nutze die Saison um mich als Trainer weiterzubilden und die internationale B-Lizenz abzuschließen. Erstaunt war ich schon, dass der Vorstand meinen Bitten ohne Diskussion zustimmte. Wahrscheinlich weil ich zuvor Gerüchte über einen Wechsel dementierte und sogar die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ablehnt hatte. Über dieses Bekenntnis zum Verein, war der Vorstandsvorsitzende überaus glücklich. Auch mein Trainerstuhl wackelte trotz negativer Resultate zu keinem Zeitpunkt. Beunruhig war ich zum Saisonende dennoch, denn da der Verein meinen aktuellen Trainerlehrgang zur A-Lizenz finanzierte, hätte ich gern ein weiteres Jahr als Trainer vom Tobermore United FC drangehangen. Weil mir bis in den Mai kein neuer Vertrag vorgelegt wurde, fragte ich selbst danach. Ohne zu zögern bot mir der Vorstand eine Verlängerung an und so darf ich auch zukünftig in der kleinen nordirischen Gemeinde arbeiten.
« Letzte Änderung: 12.Januar 2021, 11:08:52 von pixilla »
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Re: [FM21] Vom Amateur zur Legende
« Antwort #2 am: 13.Januar 2021, 18:42:35 »

Saison 4 - Tobermore United FC - Nordirland

Vor dem Start meiner vierten Saison in Tobermore, verließen zahlreiche Mitarbeiter den Verein. Darunter der komplette Trainerstab und die medizinische Abteilung. Nur Sportdirektor Gregory Kennedy sowie Chefscout Marc Harkness waren noch da. Auf einen neuen Co-Trainer sollte ich bis in den Mai des folgenden Jahres vergeblich warten. Beim allgemeinen Training half mir der später eingestellte Jugendabteilungsleiter. Froh war ich, dass durch entsprechende Neuzugänge, die Baustellen der vorhergehenden Saison geschlossen wurden. Leider belehrte mich der Alltag dann doch wieder eines besseren. Kurz vor Saisonstart verließ Stuart McKibbin den Verein, welcher eigentlich fest als ballspielender Verteidiger eingeplant war. Unser Sportdirektor stimmte dem Transfer zu, weil Stuart´s Vertrag im folgenden Jahr ausgelaufen wäre. Allerdings verließ uns dieser Spieler ohne Ablöse, weshalb ich den Abgang weder sportlich noch finanziell für sinnvoll hielt. Doch sei es drum, eine Lösung musste her. Fortan spielte der siebzehnjährige Robert Hamilton auf dieser Position, der sich im Laufe der Saison zu einem unserer besten Spieler entwickeln sollte. Noch zu Saisonbeginn wurde er mit lediglich einem Stern bewertet. Am Ende der Spielzeit gehörte er mit dreieinhalb Sternen zu den Leistungsträgern. Generell legen die verantwortlichen Personen beim Tobermore United FC sehr viel Wert auf die Ausbildung von jungen Spielern, doch bedauerlicherweise wechseln diese Spieler nach ein paar Jahren zur sportlichen Konkurrenz, ohne dass Tobermore finanziell entschädigt wird. Geld welches dringend in die Infrastruktur investiert werden müsste, um den nächsten Schritt gehen zu können. Ohnehin sind die finanziellen Mittel ständig knapp, was auch der Grund für zwei offene Trainerstellen sein dürfte. Im November erhielt ich die Nachricht, dass der Vorstand vierzigtausend Euro zur Deckung der laufenden Kosten, in den Verein gepumpt hat. Sportlich lief es dagegen gut. Hauptsächlich weil wir von längeren verletzungsbedingten Ausfällen verschont blieben und somit fast immer mit der bestmöglichen Aufstellung antreten konnten. Natürlich gefiel das nicht jedem im Verein. Durch die fehlende Rotation waren besonders frühere Stammspieler wegen fehlender Spielpraxis unzufrieden, deren Leistungsvermögen jedoch bei weitem unter dem der ersten Elf lag. Im Prinzip zeichnete sich schon in der Vorsaison ab, dass sie zukünftig nicht mehr auf die ehemals versprochenen Einsatzzeiten kommen. Um so merkwürdiger fand ich, dass genannte Spieler dann nicht schon im Sommer einen Wechsel angestrebt hatten. Im November erhielt ich selbst eine Einladung zum Vorstellungsgespräch beim Crusaders FC und überlegte wirklich sehr lange, ob ich diesen Schritt wage. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich die Saison hier zu Ende bringen sollte, weshalb ich diese genannte Einladung ablehnte. Trotzdem wird das die letzte Saison beim Tobermore United FC sein. Ich setzte den Vorstand zum Jahreswechsel über meine Pläne in Kenntnis und hoffte, dass sich die Bekanntgabe meiner Entscheidung nicht negativ auf die Mannschaft auswirkt. Glücklicherweise zogen die Jungs weiterhin gut mit. Im Kampf um Platz drei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt, verloren wir zwar gegen den direkten Konkurrenten mit 5:6 (0:6 zur Halbzeit), doch dank eines nicht eingeplanten Sieges gegen den Tabellenführer am vorletzten Spieltag, war unser Ziel erreicht. In der Aufstiegsrelegation warteten die Dungannon Swifts. Wir verloren das Hinspiel mit 0:3 und verpassten im Rückspiel knapp mit 2:0 die mögliche Verlängerung. Wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn wir nicht abermals in einem Entscheidungsspiel eine rote Karte bekommen hätten. Objektiv betrachtet scheinen die Vorraussetzungen für die höchste Spielklasse zu fehlen, weshalb es wahrscheinlich sinnvoller ist, wenn sich die Mannschaft vorerst weiter in der zweiten Liga etabliert. Für mich geht eine spannende Zeit in Tobermore zu Ende und ich hoffe, meine Trainerkarriere bei einem professionellen Verein fortsetzen zu können.
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Eulenspiegel

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Re: [FM21] Vom Amateur zur Legende
« Antwort #3 am: 14.Januar 2021, 10:52:11 »

sowas liebe ich ja .... von unten nach oben sich hoch arbeiten ... .

Allerdings sich selbst so tief mit den eigenen Fähigkeiten anzusiedeln, habe ich noch nicht gemacht.  ich beobachte gerne weiter!
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Ich bin der Geist, der stets verarscht

pixilla

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Re: [FM21] Vom Amateur zur Legende
« Antwort #4 am: 15.Januar 2021, 12:27:42 »

Saison 5 - VfL Sportfreunde Lotte - Deutschland

Sollte ich den Umzugskarton packen und Nordirland verlassen, oder erst einmal abwarten, ob in der Nachbarschaft eine Trainerstelle zu vergeben ist? Natürlich gab es den Moment, an dem ich bereute, die Einladung zum Vorstellungsgespräch bei dem Crusaders FC im letzten Jahr nicht angenommen zu haben. Aufmerksam beobachtete ich in den folgenden Wochen ebenfalls die sportliche Entwicklung in Larne, beim Glentoran FC und Linfield FC. Allesamt Vereine, bei denen unter professionellen Bedingungen gearbeitet wird, was bedeutet, dass ein tägliches Training möglich ist, da die Spieler ihr Geld ausschließlich mit Fußball verdienen. Obwohl es beim aktuellen Meister, dem Glentoran FC in der Liga nicht wie erwartet lief, saß der dortige Trainer weiter fest im Sattel. Die anderen genannten Drei bewegten sich zwischen dem ersten und vierten Tabellenplatz. Während ich mir in der arbeitsfreien Zeit verschiedene Spiele ansah, beobachtete meine Assistentin Lena Müller das Trainerkarussell in den anderen europäischen Ligen. Bis auf Mannschaften aus der zweiten nordirischen Liga, hatte sie keine Vorschläge für mich. Fast schon unterhaltsam waren die vielen Interviewanfragen, in denen ich mich zu der sportlichen Situation bei verschiedenen europäischen Schwergewichten äußern sollte. So wurde ich als Nachfolger von Steffen Baumgart beim VfB Stuttgart, Zinedine Zidane bei Juventus Turin und Jürgen Klopp beim FC Liverpool gehandelt. Im Herbst schlug mir Lena eine freie Stelle bei 1860 München vor, doch ich hatte Bedenken, ob die Sechziger nicht doch noch eine Nummer zu groß für mich wären. Warum sollten sie einen Trainer einstellen, der erst vier Jahre in diesem Beruf gearbeitet hatte, davon lediglich eine Saison in der höchsten Spielklasse in Nordirland und dort letztendlich wieder abgestiegen war. Welchen Wert haben die beiden Aufstiege und der Pokalsieg? Ich schickte die Bewerbung niemals ab. Langsam ging mir jedoch das Geld aus, mit der Miete war ich bereits im Rückstand und so nahm ich mir vor, die nächste Gelegenheit zu nutzen. Ende November wurden die Trainer beim SSV Jahn Regensburg, der zweiten Mannschaft von Hertha BSC und den Sportfreunden aus Lotte entlassen. Meine Assistentin machte mir Mut, dass eine Bewerbung nichts schaden könne und so bewarb ich mich schließlich in Lotte. Nach zwei Wochen, ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, lag eine Einladung zum Vorstellungsgespräch im Postkasten. Aufgeregt begab ich mich auf die Reise nach Deutschland und saß schließlich dem Vorstandsvorsitzenden Steven Dillmann gegenüber. Er hatte Recht, die Trainerposition bei seinem Verein wäre ein großer Schritt für mich. Wie sich herausstellte allerdings weniger aufgrund meiner fachlichen Qualifikation, sondern weil ich zuvor noch nie in Deutschland gearbeitet hatte. Ich konnte seine Bedenken zerstreuen und so kamen wir sehr schnell zu den Erwartungen. Der VfL Sportfreunde Lotte stand auf dem achtzehnten Tabellenplatz der dritten Liga, mit einem Abstand von fünf Punkten zum rettenden Ufer. Der Klassenerhalt schien machbar und auch für das gewünschte positive Verhältnis zu den Anhängern sollte ich sorgen können. Ich verabschiedete mich mit einem guten Gefühl und hoffte auf die Zusage. Einige Tage später, gerade als ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch beim VfL Wolfsburg in meinem Postkasten fand, kam die Zusage aus Lotte. Voller Vorfreude packte ich meine Sachen, zahlte die Schulden beim Vermieter, verabschiedete mich von lieb gewonnenen Menschen in Nordirland und fuhr erneut nach Deutschland. Nach einer kurzen Begrüßung lernte ich das Vereinsgelände und die restlichen Mitarbeiter kennen. Ich erfuhr, dass viele Stellen rund um die Profimannschaft unbesetzt waren. Es gab lediglich einen Torwarttrainer, Chefscout und Chefphysiotherapeut. In meiner ersten Amtshandlung übergab ich, wie schon beim Tobermore United FC, die komplette Verantwortung über das Personal an den Vorstandsvorsitzenden. Zumindest so lange, wie hier kein technischer Leiter oder Sportdirektor erscheint. Für Transferverhandlungen und Spielerverträge sollte ebenfalls der Vorstandsvorsitzende verantwortlich sein. Ich würde mich wieder mit dem individuellen Training und der Mannschaftsaufstellung beschäftigen. Als taktischen Stil wählte ich erneut mein geliebtes Gegenpressing, in der Hoffnung, dass die Spieler konditionell in der Lage sind, dieses umzusetzen. Die Formation würde auch hier ein 4-2-3-1 Breit mit den beiden inversen Außenstürmern sein. Nur bei der zweiten Formation entschied ich mich nicht mehr für das 4-3-3 DM Breit, sondern für 4-2-4 Breit mit zwei Flügelspielern, einem Stoßstürmer und einer hängenden Spitze, die auf Flanken wartet. Es hatte sich schon in Nordirland gezeigt, dass ich mit der Hauptformation, dem 4-2-3-1 Breit gelegentlich Probleme bekomme, wenn der Gegner im Zentrum kompakt steht. So hoffte ich jetzt, über die Außenbahnen mit Flanken zum Torerfolg zu kommen. Sechsunddreißig Spieler saßen am ersten Trainingstag in der Mannschaftskabine, viel zu viele. Die Jugendarbeit wurde dagegen offensichtlich vernachlässigt. Nur zwei siebzehnjährige waren anzutreffen, leider nicht auf dem Platz, sondern im Vereinsheim am Tischkicker. Ich beorderte sie sofort zu den Profis, um ihrer sportlichen Entwicklung auf die Sprünge zu helfen. Gerade als die erste Trainingseinheit absolviert war, überrasche mich der Vorsitzende mit einem neuen Sportdirektor. Mario Kallnik, viele Jahre maßgeblich für die positive Entwicklung beim 1. FC Magdeburg mitverantwortlich, sollte jetzt mit mir gemeinsam die Sportfreunde Lotte auf Kurs bringen. Mario machte sich sofort ans Werk und zauberte binnen weniger Tage zwei Co-Trainer aus dem Hut. Meine Prämiere auf dem Trainerstuhl im Stadion am Lotter Kreuz hatte ich gegen Energie Cottbus. Zwei Gegentore im ersten Durchgang, besiegelten die Niederlage. Zahlreiche Torchancen in der zweiten Halbzeit, stimmten mich jedoch zuversichtlich. Die Spieler gingen anschließend in die Winterpause und ich erhielt ausreichend Zeit, mich mit den statistischen Werten meiner Jungs auseinanderzusetzen. Den einzigsten Test im Januar absolvierten wir gegen den VfL Bochum. Trotz Weihnachtsspeck auf den Rippen, fegten wir die Gäste aus dem Ruhrgebiet mit 2:0 vom Platz. Das erste Punktspiel im neuen Jahr konnte kommen. Ein frühes Tor beim KFC Uerdingen 05 brachte uns auf die Siegerstraße, es folgten drei Unentschieden und eine Niederlage gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. An unserer Tabellensituation hatte sich seit meinem Amtsantritt nichts geändert und zu allem Unglück fiel jetzt mit Julian Kalski auch noch unser bester Mittelfeldspieler für fünf Wochen aus. Dank einer Umstellung im offensiven Mittelfeld sollte es gegen den SV Wehen Wiesbaden trotzdem zum 2:1 Heimsieg reichen. Auswärts bei Viktoria Köln erkämpften wir ein Unentschieden und gegen die SG Dynamo Dresden, konnten wir dank des entscheidenden Treffers in der zweiundneunzigsten Minute, erneut einen Heimsieg feiern. So ging es jetzt weiter, Unentschieden, Heimsieg, Unentschieden, Heimsieg, Unentschieden. Der Spielplan half kräftig mit, denn wir durften größtenteils gegen Mannschaften aus unserer Tabellenregion antreten. Spannend wurde es noch einmal nach der Niederlage in Halle, doch die Konkurrenten strauchelten ebenfalls und so war der Klassenerhalt bereits am vorletzten Spieltag erreicht. Möglicherweise half uns zu diesem Erfolg das Verletzungspech. Nahezu zehn Spieler fielen regelmäßig aus, weshalb ich die Aufstellung immer wieder Verändern musste und sich der Gegner nur schwer auf uns einstellen konnte. Auch ständige Wechsel waren immer wieder nötig, da viele Spieler offensichtlich nicht mit dem körperlich anspruchsvollen Gegenpressing klar kamen und spätestens ab der siebzigsten Minute vom Feld genommen werden wollten. Ich hoffe, der neue Athletiktrainer, den Mario Kallnik vor wenigen Tagen eingestellt hat, kann uns bezüglich der Fitness weiterhelfen. Vermutlich werden Ausdauer und Eingespieltheit zwei wesentliche Bausteine für den erneuten Abstiegskampf in der Folgesaison sein.
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