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Autor Thema: [FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers  (Gelesen 332051 mal)

knufschu

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Wow! Muller und Yilmazer sind nicht nur schnell, deren Flanken finden vermutlich häufig ihr Ziel.
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Karagounis

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Da hattest du Glück, dass Panathinaikos das Ding nicht ganz gedreht hat...  ;)

Noergelgnom

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Der Februar hält für unsere zwangsweise auf etlichen Positionen veränderte Mannschaft "lediglich" fünf Pflichtspiele bereit - eine fast schon ungewohnte Situation nach den permanenten englischen Wochen im Herbst.
Irgendwie hat das Team allerdings ein bißchen Schwierigkeiten, sich daran anzupassen - entweder das oder die weiter anhaltenden permanenten Wechselgerüchte um die halbe Mannschaft (sowie der Verlust mehrerer essentieller Stammspieler) wirken sich doch verheerender für die Mannschaft aus als gedacht.
Jedenfalls starten wir mit zwei unbefriedigenden Ergebnissen in den Monat:
Erst schaffen wir es bei Cercle Brugge nicht, eine Zwei-Tore-Führung über die Zeit zu bringen, dann geben wir auch gegen KRC Genk zwei Führungen aus der Hand und müssen am Ende frohsein, nicht noch zu verlieren.
Nicht schön!

Eine hitzige Teamsitzung später hat sich das Team zumindest weit genug zusammengerauft, um bei Standard Liege durch ein frühes Schneiger-Tor zu gewinnen.
Die taktische Umstellung auf ein 4411 mit zurückgezogenem Zentrum und Schneiger als Tiefenläufer hinter Sturmzentrum Kearney gibt dem Team offenbar defensiv auch dringend benötigte Sicherheit.

Zuhause gegen RFC Liege und auswärts bei Charleroi stehen wir erneut hinter kompakt und beenden den Monat daher doch noch erfolgreich mit 11 Punkten aus 5 Partien.

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März.
Nur vier Pflichtspiele, aber alle ziemlich entscheidend.
Zum einen die letzten beiden Vorrundenspiele in der Liga - und so eng, wie das ander Tabellenspitze zugeht, brauchen wir unbedingt sechs Punkt, damit wir nicht wie letztes Jahr kurz vor Ultimo eine bessere Ausgangslage aus der Hand geben.

Und zum anderen fordert uns Roter Stern Belgrad heraus und möchte uns den Weg in Richtung Viertelfinale der Europa Conference League versperren.

Den Anfang macht RS Belgrad - und wenn das Spiel ein Gradmesser für den Rest der Saison ist, können wir uns auf eine herbe Enttäuschung gefaßt machen:
In 98 Minuten schaffen wir es ein einziges Mal aufs Tor zu schießen, ein zweiter Schuß wäre wohl drei Meter am Gehäuse vorbeigetrudelt, wird jedoch von Innenverteidiger Nastic derart unglücklich abgefälscht, dass wir per Kullertor das völlig unverdiente Anschlußtor zum 1:2 erzielen, welches auch den Endstand darstellt.
Über ein 1:5 oder Schlimmeres hätten wir uns aber nicht beschweren brauchen.
Wir finden nie in dieses so wichtige Spiel und sind nur deswegen nicht schon vor dem Rückspiel sicher ausgeschieden, weil Keeper Legrand hält, was zu halten ist.

Drei Tage später holen wir uns gegen Kortrijk ein bißchen verlorenes Selbstbewußtsein zurück - ein sehr frühes Tor von Camara, ein sehr spätes durch Schneiger ... und dazwischen etliche gute Spielzüge, aber eine grottige Chancenverwertung.
Nicht überragend, aber zumindest sicher gewonnen.

Wiederum nur vier Tage später gehen wir mit dem Ziel "Wiedergutmachung!" ins ECL-Rückspiel.
Und zeigen uns auch hier deutlich verbessert.
Die Gäste haben zwar zunächste die besseren Chancen, aber wir schwimmen uns noch in der ersten Halbzeit freei, können durch einen Sonntagsschuß von Tchami (der exakt vom linken Strafraumeck in den rechten Winkel trifft) in Führung gehen und haben das Spiel danach absolut sicher im Griff.
Einziges Manko ist erneut die Torausbeute.
Dank Schneigers Abstauber nach einer Stunde reicht es aber glücklicherweise dennoch (knapp oder nicht interessiert ja eh niemanden in der Endabrechnung).
Viertelfinale!

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Nur zwei (!) Tage später folgt das letzte Märzpflichtspiel und da die meisten Stammspieler nach dem kräftezehrenden ECL-Spiel noch nicht wieder einsatzfähig sind, müssen wir mit einer besseren B-Elf in Brugge antreten.
Und da ist es dann auch kein Wunder, dass wir zwar ganz nett mitspielen, aber am Ende dennoch 0:2 verlieren.

Dieses Ergebnis ist eine kleinere "Katastrophe", denn durch ein 1:1 In Gent überholt uns am letzten Spieltag OH Leuven (!!!) noch und geht als Erster in die Meisterrunde.

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Ein willkommener Anlaß für die Damen Meyssen und Stevens, um die Geister der letzten Saison zu beschwören und dem "wohl doch zu unerfahrenen und taktisch zu limitierten Chefcoach Lavayeux" zu unterstellen, dass er auch diesmal wieder ohne Zählbares aus der Saison gehen wird.
(Was ich schon ein bißchen frech finde - der Vorstand siehts aber ausweislich eines eigens anberaumten Meetings mit Eloïse und mir ähnlich und gibt uns mit auf den Weg, "gefälligst nicht wieder zu versagen, weil wir uns sonst ernsthafte Gedanken über die weitere Zusammenarbeit machen müssen". Ich mag euch auch...)




Mit einem offenbar sehr ungeduldigen Vorstand im Nacken beginnen wir den April, in dem als erste Nachricht die Auslosungen unseres Viertel- und eventuell Halbfinalgegners warten.
Wir sind uns intern - als ganz intern: Sportdirektorin, Trainerstab und Mannschaft - einig, dass bereits dieses Viertelfinale ein riesiger Erolf ist und wir alles, was jetzt noch kommt, einfach genießen und unser bestes geben wollen.

Die Auslosung läßt uns dann allerdings noch etwas schlucken.
Im Viertelfinale wartet der letztjährige Europa-League-Halbfinale Dinamo Zagreb.
Und sollten wir die wider Erwarten schlagen ....

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Puh!
"Leicht" geht anders.
Aber egal, nach dem ersten Schrecken sind wir uns schnell einig, dass wir mal mindestens das Heimspiel gegen Zagreb gewinnen wollen und dann schauen wir weiter.

Zwei Tage danach spielen die U17-Jungspunde vor, die für nächste Saison auf einen Platz in der U19 hoffen.
Und auch wenn wir etliche Hoffnungen zerstören müssen - am Ende bleiben immerhin 5 Spieler übrig, die unser Jugendteam demnächst verstärken werden.

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Der unbestrittene "Star" dieses Jahrgangs ist Stürmer Pieterjan de Smedt, der zwar noch viel zu lernen hat, aber definitiv großes Potential besitzt.

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Und dann beginnt auch schon die Meisterrunde der Jupiler ProLeague.
Der Spielplan meint es je nach Sichtweise extrem gut oder extrem schlecht mit uns - denn in der "Hinrunde" spielen wir 4x auswärts, dafür finden dann von unseren letzten 5 Partien vier im Bosuil statt.
Mal sehen, ob das ein Vorteil ist oder ob wir dann schon so hoffnungslos zurückliegen, dass es egal ist.

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Das erste Spiel der Meisterrunde bestreiten wir in Gent, wo die Gastgeber und wir uns fast vollständig neutralisieren.
"Fast" deswegen, weil der eingewechselte Wagner kurz vor Ende der Partie einmal goldrichtig steht und uns drei wichtige Punkte sichert.
Die erkaufen wir allerdings sehr teuer, denn im Hinspiel des ECL-Viertelfinals werden uns fünf absolute Stammspieler fehlen.
Business as usual im Frühjahr ...

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Außerdem hat die "Antwerp Football Paper" in Person von FLoris Meyssen durch akribische Recherche herausgefunden, dass das nun kommende Spiel meine 600. Pflichtspielpartie als Coach sein wird.
Gutes Vorzeichen?

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Na wie mans nimmt - wir gewinnen zwar 1:0 durch ein Tor von Kearney, allerdings rutscht der bei seinem Abstaubertor derart unglücklich mit dem Becken gegen den Torpfosten, dass er nun ebenfalls ausfällt.
Mist!

Der Ausfall des gesamten Stammsturms macht sich beim zweiten Meisterrundenspiel bei OH Leuven schmerzlich bemerkbar, denn die beiden Vertreter Aylioglu und Vandeputte-Somers sind nicht ansatzweise auf dem Niveau von Kearney/Schneiger und am Ende ergattern wir nur mit Glück einen Punkt beim Tabellenführer.
Immerhin nicht verloren!

Rückspiel in der "Hölle von Zagreb" - so jedenfalls kündigen es die lokalen Zeitungen dort an und prophezeihen, dass Dinamo mit uns Schlitten fahren und keinerlei Gnade zeigen wird.
Schon das Hinspiel sei nur mit viel Glück zu unseren Gunsten ausgegangen (stimmt), jetzt seien wir aber fällig und werden wohl deutlich verlieren.
Na das wollen wir doch mal sehen.

Eine Viertelstunde vor Schluss sehen wir allerdings nur eins: ein 0:2 auf der Anzeigetafel, das auch ein 0:4 sein könnte, lediglich Ersatzkeeper Yenoussi hält uns bis dahin noch im Spiel.
Ich bringe Linksaußen Wagner und Vandeputte-Somers.
Letzterer ordnet sich hinter der neuen einzigen Spitze Aylioglu als Tiefenstürmer ein, der aus dem offensiven Mittelfeld in die Lücken stoßen soll, die Aylioglu ihm reißt.
Die Umstellung fruchtet sichtbar - außerdem haben die Gastgeber defensiv gewechselt und wollen angesichts eines auch in ihrer Liga engen Zeitplans Kärfte sparen. Sie stehen tiefer, laufen nicht mehr so konsequent an und dadurch eröffnet sich uns einerseits Platz im Mittelfeld, andererseits wirds im gegnerischen Drittel jetzt meist derart eng, dass an ein Durchkommen kaum zu denken ist.

Die Zeit läuft uns davon und ich bringe voller Verzweiflung das 16jährige Talent Luc Paquay für die Offensivsechs. Der "Kleene" ist zwar seit 2 Tagen wieder im Mannschaftstraining, aber an einen Startelfeinsatz war noch nicht zu denken.
Für 10 Minuten (oder vielleicht auch 40, so wir uns denn in die Verlängerung retten könnten) wird es hoffentlich reichen.

Mit seiner Hereinnahme ändert sich die Statik des Spieles erneut zu unseren Gunsten, denn Paquay ist nicht nur wendig, sondern auch extrem passicher.
Die Kroaten haben sichtlich Mühe, seinen Aktionsradius einzugrenzen und ihr Trainer stellt nach wenigen Minuten einen Sonderbewacher für Paquay ab.

84. Minute.
Ecke von links, Boulanger bringt sie herein, die Kroaten köpfen sie raus, Paquay startet Richtung Ball, sein Bewacher folgt ihm, Wagner erkennt die Lücke, die sich dadurch öffnet, Paquay spitzelt das Leder einen Sekundenbruchteil vor dem Verteidiger in eben jene Lücke, Wagner zieht sofort ab .... Anschlusstreffer!
Wenns so bleibt, gehts in die Verlängerung!

Anstoß Zagreb, die wirken geschockt. Schlechter Offensivpaß, Paquay ist sofort dazwischen, Paß nach links raus zu McClelland, der will Tempo aufnehmen, wird aber sofort umgegrätscht.
Klare Sache, Freistoß an der Seitenlinie.
Die Zagreber diskutieren noch, dass das kein Foul gewesen sei Boulanger führt währenddessen schonmal den Freistoß aus. Viel Platz vor dem Tor, Aylioglu legt per Kopf auf den heranstürmenden Paquay ab, der zieht aus knapp 20 Metern zentral vor dem Tor ab...
... und auch wenn der Keeper noch leicht dran ist, den Einschlag kann er nicht mehr verhindern.
Ausgleich!!!

Innerhalb von nichtmal 2 Minuten sind wir von "fast sicher ausgeschieden" zu "fast sicher weiter" gewechselt.
Und sechs Minuten später ist es dann auch Gewißheit:
Wir stehen im Halbfinale der Conference League!

Und wir sind nicht der einzige belgische Vertreter, der das geschafft hat, denn die KAA Gent hat nach einem 2:1 zuhause mit dem gleichen Ergebnis auch in Cambuur gewonnen und die favorisierten Niederländer damit ausgeschaltet.
Zwei belgische Vertreter im Europacup-Halbfinale - das kann sich allemal sehenlassen.

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Diue erfolgreiche Aufholjagd in Zagreb gibt der Mannschaft merklich Auftrieb und Selbstbewußtsein, das merken wir im Training genauso wie es die nächsten beiden Ligagegner Brugge und Genk merken, die wir beide verdient mit 1:0 schlagen.
Direkt danach treten wir gleich zum Rückspiel in Genk an (der Spielplan ist wirklich etwas seltsam erstellt!) und holen auch dort einen Punkt.
Was der am Ende bringt, muß man sehen.

Jetzt gilt es erstmal wieder auf internationalem Parkett - und zwar gegen einen extrem attraktiven, weil berühmten Gegner.
Erstaunlicherweise sind wir für die Buchmacher zwar der Underdog, werden aber beileibe nicht als chancenlos angesehen.
Mal schauen, ob wir den Vorschusslorbeeren auf dem Platz gerecht werden können.

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Eine Frage, die wir nach dem Spiel in Birmingham getrost mit "najaaaaa" beantworten können.
Wir verlieren zwar "nur" mit 1:0, aber das liegt nicht an uns (Keeper Yenoussi mal ausgeklammert, der wird nicht umsonst zum Spieler des Spiel gekürt).
Villa scheitert alleine FÜNF mal an Pfosten oder Latte!
Wenn wir im Rückspiel nicht irgendwie noch zwei, drei zusätzliche Gänge finden, die wir einlegen können, wars das mit der Europareise.

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Im Mai haben wir zunächst die KAA Gent vor der Brust. Im Duell der ECL-Überraschungsteams reicht uns eine furiose Anfangsphase samt 3:0-Führung für einen sicheren, nie gefährdeten 3:1-Sieg.

Die bärenstarke Leistung gibt uns ein bißchen Hoffnung für das Rückspiel gegen Aston Villa.
Aber ums kurz zu machen - auch wenn wir wirklich gut im Spiel sind, scheint Villas Weiterkommen dennoch eigentlich nur während einer sehr kurzen Phase gefährdet.
Nach der frühen kalten Dusche (0:1 in der 11. Minute) drehen Vanheusden und Schneiger die Partie innerhalb von 6 Minuten und versetzen das ausverkaufte Stadion in Ekstase.
Der Ausgleich kurz vor der Pause versetzt uns dann einen Knacks, das rasche 2:3 nach der Pause bricht die Moral der weiterhin ersatzgeschwächten Mannschaft, die auch körperlich nach werweißwievielen englischen Wochen auf dem Zahnfleisch kriecht.
Am Ende heißt es in der Gesamtbetrachtung 2:4 und wir sind damit raus.
Dass der Gästetrainer nach dem Spiel vom "bisher schwersten ECL-Gegner dieser Saison" spriocht, ist sehr nett, aber eigentlich auch egal.
Auch Gent muß die Segel streichen - im Gegensatz zu uns schnuppern sie aber an der Sensation gegen den eindeutigen Turnierfavoriten.
Nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Atletico Madrid gehen die Genter in Madrid bereits in der 3. Minute in Führung, haben dann sowohl in der regulären Spielzeit als auch der Verlängerung eigentlich alles im Griff, schaffen es allerdings nicht, das entscheidende zweite Tor zu erzielen.
Und im Elfmeterschießen sind die Spanier dann einfach erfahrener und abgezockter.

Das Finale der ECL lautet also "Erster gegen Zweiter der Buchmachertabelle", Atletico Madrid gegen Aston Villa.

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Für uns dagegen stehen nun noch vier Meisterschaftsspiele an, in denen wir weiterhin um die Meisterschaft mitspielen.
Und da sich langsam auch das Lazarett lichtet und im Team der Stolz auf das europäisch Erreichte nochmal neue Kräfte freisetzt, legen wir entgegen der Untergangsszenarien des Antwerpener Boulevards einen Schlußspurt auf den Rasen, der sich gewaschen hat.
In den letzten 4 Meisterschaftsspielen erzielen wir sagenhafte 7:0 Tore, geben nur auswärts beim 0:0 in Anderlecht nochmal Punkte ab ...


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« Letzte Änderung: 15.Juni 2025, 21:36:11 von Noergelgnom »
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Ex-Achtelprofi


“Goodness is about what you do.
 Not who you pray to.” (Terry Pratchett)

Karagounis

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Wow wow wow was für ein Update! Zuerst, Gratulation zu den 600 Spielen, wir steuern uns der 1'000er Marke mit grossen Schritten zu! Danach ein sensationeller Intake, so viele Sterne, so viel Talent. Ein überragender Run in Europa, darauf kann man wirklich stolz sein und zum Schluss die Krönung in der Meisterschaft! Herzlichen Glückwunsch!

Bayernfahne

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...und der Teufel schickt uns einen Kuss, wir haben von alledem gewusst!

Sonzee87

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Ich hab es doch gesagt, sind irgendwie nicht gaaaaaaaanz die passenden Worte, aber .... Ich hab es doch gesagt mit dem Halbfinale :D
Saubere Leistung in Europa, wirklich toll abgeliefert und am Ende auch nur knapp gegen ein Team aus der stärksten Liga der Welt verloren, Hut ab.
Für die Zukunft ist auch gesorgt, da sind wirklich tolle Talente bei die du aufnehmen konntest, die könnten wirklich was werden.

Und dann ziehe ich natürlich erst Recht den Hut vor dem Endergebnis, das war ja am Ende einfach überragend wie der Titel eingesackt worden ist. Klasse Leistung. Hoffe nur das Team zerbricht jetzt nicht zu sehr nach so einer Saison. Ich sehe da viele Clubs mit einigen Scheinchen wedeln. Leider.
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Olé, olé, Olé, ola, der FCK ist wieder da,

Olé, olé, Olé, ola, die roten Teufel sind ganz wunderbar

knufschu

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Hartelijk gefeliciteerd! (sofern man in Antwerpen Flämisch/Niederländisch spricht?) National und auch international sehr sehr starke Saison und ein Titel für Lava! Prächtig! Die Meisterschaft beruht - wenngleich man es bei Royal schon kennt - ja immer auf einer beeindruckenden und zumeist stabilen Saison!

Vielleicht sind ja bei den Jugendlichen wirklich ein paar Spieler, die zwangsweise reingeworfen werden müssen, dabei.

Bin voller vorfreudiger Stimmung auf die kommende Spielzeit und die dummen Gesichter bei allen "Feinden" Lavayeuxs.
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Muffi

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Wow, jetzt ist es ja fast schon etwas spät um zu den tollen Neuverpflichtungen zu gratulieren. Überragend finde ich den japanischen DM.

Aber jetzt natürlich Gratulation zur überragenden Leistung in Liga und Conference League! Vor allem in der Liga mit einem derartigen Vorsprung zu gewinnen ist angesichts der Konkurrenz richtig stark!

Ich bin bei meinen Vorrednern, hoffentlich wird die jetzt nicht dein Kader gefleddert. Aber selbst wenn - Eloise hat bestimmt schon Alternativen in der Hinterhand.  ;)
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Elemotion

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Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Nächste Saison seid ihr dann das Team was es zu schlagen gilt, mal sehen wie deine Truppe in Verbindung mit dem obligatorischen Aderlass klar kommt
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FlutLicht1900

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Also wenn mein Herz noch öfter innerhalb von zwei Minuten von „alles vorbei“ zu „alles ist möglich“ wechseln muss, beantrage ich demnächst Belastungsausgleich von die.  ;D
Paquay ist offensichtlich der uneheliche Sohn von Iniesta und einem Schweizer Uhrwerk, was der da aus dem Hut zaubert, ist nicht normal.
Und was Aston Villa da an Aluminiumtestreihe abgeliefert hat, war wohl ein Forschungsauftrag vom TÜV.  :D

Sauber mein Freund, Hut ab tolle Saison "GLÜCKWUNSCH" !!! 👍👍👍
« Letzte Änderung: 20.Juni 2025, 10:42:58 von FlutLicht1900 »
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Noergelgnom

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Ein Sommer in Antwerpen




In den Tagen nach dem Saisonfinale gibt es in Antwerpen und im Rest von Belgien etliche Journalisten, die sich mit einer mehr oder weniger verdienten (und ebenso mehr oder weniger übertriebenen) Lobhudelei der "Überraschungsmeister" von Royal Antwerpen ein schnelles Artikel-Provisiönchen verdienen.

Ein kurzer Abriß der Saison, ein kleiner Hinweis darauf, dass wir mit nunmehr sechs Meistertiteln auf dem geteilten Platz 6 der ewigen Meistertabelle Belgiens stehen - und schon hat man ein paar Euro verdient.
Ist bestimmt auch mal schön, denn ormalerweise liegt das Geld ja für Journalisten auch nicht auf der Straße herum...

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Selbst die Damen Meyssen und Stevens werden vom allgemeinen Belobigungstrend angesteckt und schaffen es, je einen längeren und fast völlig fairen Artikel in ihr jeweiliges Veröffentlichungsmedium zu schreiben.

"Fast" deswegen, weil sie beide unisono der Meinung sind, The Great Old sei zwar durch die unerwarteten Einnahmen aus Ligaplatzierung und Conference League finanziell nun ein bißchen besser aufgestellt, aber noch lange nicht in sicherem Fahrwasser.
Eine Aussage, die sowohl Eloïse als auch mich ziemlich überrascht, haben wir den Kontostand des Vereins in den letzten 24 Monaten doch mal so eben vervierfacht!

Wie sich kurz darauf herausstellt, ist der Kontostand für die Bewertung der Vereinsfinanzen jedoch völlig irrelevant und wird nur von Finanzlaien (also von Eloïse und mir) herangezogen.
Echte Finanzexperten - wie unser Vorstand - stützen sich zur Bewertung auf komplizierte Berechnungen (gemessen am Ergebnis vermute ich, dass dabei irrationale Zahlen, Logarithmen und Wünschelruten eine Rolle spielen) und bestellen uns dann zum Saisonabschlussmeeting ein.

Ein Meeting, das nicht nur der Bewertung der ablaufenden Saison dient, wie sich herausstellt - nein, es geht auch sofort um die Vorbereitung der nächsten Spielzeit.
Grundsätzlich ein löbliches Unterfangen - aber wie bereits angedeutet, mit der einen oder anderen Überraschung für Sportdirektorin und Cheftrainer.

Überbracht werden die Neuigkeiten stilecht vom Finanzdirektor Albert Langevin, der in besagtem Meeting seine wichtigste Miene aufsetzt ("leichte Besorgnis", Grad 3,5 auf der nach oben offenen Heuchelskala) und uns in passend besorgtem Ton mitteilt, dass wir in der nächsten Saison doch bitte erst einmal mindestens 4 Millionen Euro an Transfereinnahmen generieren sollen, bevor wir auch nur daran denken, irgendeinen der schwer verdienten und äußerst knappen Vereinstaler aus dem Fenster (und in Richtung eines anderen Clubs) zu werfen, um einen von deren Kickern zu erstehen.

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Ich schaue meine Sportdirektorin an - völlig perplex, weil ich mit allem möglichen gerechnet hatte, aber nicht damit.
Sie antwortet mir mit einer, wie ich hoffentlich richtig interpretiere, beruhigenden Geste, wendet sich Langevin zu und nickt förmlich.
"Das ist zwar überraschend und aus meiner Sicht nicht nötig, aber..."
The Director of Finance unterbricht seine Untergebene:
"Wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, sind Sie nicht Teil des Vorstandes. Daher ist es Ihre Aufgabe, die Vorgaben umzusetzen, die wir Ihnen machen. Die Bewertung dieser Vorgaben fällt nicht in Ihren Aufgabenbereich."
Was ein arroganter Fatzke!
Eloïse nickt erneut und stellt eine beeindruckende Selbstbeherrschung zur Schau, als sie lapidar antwortet:
"Verstanden, Herr Direktor. Wir werden also entsprechend verfahren. Gibt es weitere Vorgaben?"
The Director of Directoring, Fabio Signorini, nickt würdevoll und sagt in leicht blasiertem Ton:
"Allerdings, Frau Mertens. - Sie werden dafür Sorge tragen, dass der Kader innerhalb der nächsten 24 Monate zunehmend mit Spielern belgischer Nationalität gefüllt wird. Am Ende der übernächsten Saison erwarten wir, mindestens zwei Drittel belgischer Spieler im Team vorzufinden."
Und während wir diese Worte noch verdauen, setzt Langevin mit einem entschieden süffisanten Lächeln hinzu:
"Oh und wir erwarten von der Mannschaft in den nächsten beiden Spielzeiten natürlich sowohl die Qualifikation für den Europapokal als auch das jeweilige Überstehen der europäischen Gruppenphase, um den finanziellen Konsolidierungskurs fortsetzen zu können."

Diesmal kann ich nicht an mich halten.
"Aha. Sie fordern also, dass wir mehr einnehmen als wir ausgeben, zwingen uns aber gleichzeitig zu höheren Transferausgaben, weil die einheimischen Spieler deutlich teurer sind als vergleichbare Kicker aus, sagen wir, Afrika. Die Folge wird sein, dass wir uns nicht adäquat verstärken können, sondern die Abgänge mehrheitlich mit minderjährigen Talenten ersetzen müssen, die Zeit brauchen, bis sie - hoffentlich - auf dem Leistungsniveau ihrer Vorgänger sind. Zeit, die sie nicht bekommen werden, weil sie sofort funktionieren müssen.
Mit anderen Worten: Sie fordern aus mir völlig unerfindlichen Gründen die Quadratur des Kreises."

Langevin blickt mich eine Sekunde lang mit einem sehr distanzierten Blick an und läßt sich dann zu folgender kühler Replik herab:
"Für Sie gilt das gleiche wie für Frau Mertens. Setzen Sie die Vorgaben um, dafür sind Sie schließlich da."

Ich schlucke die scharfe Erwiderung herunter, die mir im Hals sitzt und zucke die Schultern.
"Bitte notieren Sie im Protokoll: das wird gegen die Wand laufen."


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Später, in Eloïses Büro, überlegen wir, wie wir diesen Schlag in die Magengrube auffangen wollen.
"Einerseits", sagt sie, "einerseits ist das gar nicht so eine schlechte Idee. Wir sind in Bezug auf die Registrierungsregeln für die Champions League nicht wirklich gut aufgestellt. Uns fehlen home-grown player aus dem Verein. - Andererseits ist es natürlich echt heftig, erstmal eine solche Summe verdienen zu müssen, bevor wir ans Ausgeben denken dürfen. Zumal wir die auszugebenden Summen ja zusätzlich brauchen!"
"Ja, aber ich kann doch nicht nur mit U18-Spielern in die Champions-League-Saison gehen!"

Wie wir es auch drehen und wenden - das wird eine echt harte Nuss, die wir das zu knacken haben.

Allerdings erst in etwa einer Woche, wenn das Transferfenster wieder öffnet.
Vorher gibts noch die eine oder andere Information zu verarbeiten.

Zum Beispiel, dass sich der RFC Liege auch dank eines frühen und sehr sehenswerten Treffers eines jungen Sturmjuwels namens Patrick Etomba Samba und zweier roter Karten für Beveren knapp und reichlich unverdient im Abstiegs-Playoff durchsetzt und erstklassig bleibt.
Oder dass der Rekordmeister Anderlecht mit genausoviel Dusel sein Europa-Playoff gewinnt und in die Conference League einzieht.

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Die endgültige, finale Abschlußtabelle schmeckt uns jedenfalls:

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Eloïse stellt danach noch ein paar Rankings, Statistiken und Übersichten zusammen, die sie dem Trainerstab präsentiert - zum Beispiel die Stammelf der abgelaufenen Saison, die von den Fanclubs gewählten Spieler und Tore der Saison und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

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Dann gibts noch eine Wahl, die mir persönlich für einen kurzen Moment eine enttäuscht hochgezogene Augenbraue verschafft.
Denn der Titel "Trainer des Jahres" geht nicht etwa an mich, sondern an Karel Geraerts, den Coach des OH Leuven, der sein Team mit knappen Vorsprung auf Platz zwei der Meisterrunde und damit in den Europapokal geführt hat.
Ja klar, OH Leuven war vor der Saison bestenfalls im Mittelfeld erwartet worden, aber ... ich bin Meister geworden und stand im Conference-League-Halbfinale, verdammt!
Naja, am nächsten Tag kann ichs ihm dann doch gönnen.
Ich muß wahrscheinlich die verdammte Champions League gewinnen, damit ich auch mal Trainer des Jahres werde...

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Die Anerkennung, die mir persönlich versagt bleibt, erhält aber immerhin der Club - wir klettern von Platz 348 auf 163!
Na wenn das kein steiler Aufstieg ist.

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Und als die UEFA ihre Koeffizienten nachrechnet, kommts noch besser:
Dank der Höhenflüge von Gent und Antwerpen rückt Belgien in der Fünf-Jahres-Wertung um gleich mal acht Plätze auf Rang 9 vor.
Und das bedeutet nicht nur einen zusätzlichen europäischen Startplatz... nein, wir haben zukünftig sogar einen fixen Gruppenphasenstartplatz in der Champions League!
Das allertollste ist allerdings, dass wir davon auch gleich direkt selbst profitieren - also keine Quali-Spiele in der nächsten Saison, sondern direkt Champions-League-Gruppenphase.
Whoohooo!

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Und damit hat sichs dann gleich wieder mit den guten Nachrichten.
Denn kaum ist das Transferfenster offen, kommt Legia Warschau mit einer 9-Millionen-Euro-Offerte für unser Sturmzentrums-Eigengewächs Robson Schneiger um die Ecke.
Robson ist sofort Feuer und Flamme für einen Wechsel - kein Wunder, sein Salär soll sich angeblich vervierfachen! - und so bleibt Eloïse nur eins übrig: Ablöse hochhandeln und dann Briefmarke auf Schneigers Popo.



Zitat
"Transferschock in Antwerpen!
Lebensversicherung Robson Schneiger geht nach Polen, um bei Legia Warschau für Furore zu sorgen!
Das Antwerpener Eigengewächs mit brasilianischen Wurzeln wurde schon seit anderthalb Jahren permanent mit einem Wechsel in Verbindung gebracht - nun ist es passiert.
Antwerpen darf sich mit einer neuen Rekordablöse von angeblich bis zu 17,5 Millionen Euro trösten.
Wie der Fanliebling und Goalgetter ersetzt werden soll, konnte Sportdirektorin Eloïse Mertens gleichwohl nicht beantworten."

(Floris Meyssen)


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Wie sich heraustellt, war das nicht der einzige schlimme Abgang, denn plötzlich geht es Schlag auf Schlag.
Zwischenzeitlich wird ein Dutzend Spieler aus der erweiterten Stammelf mit einem Wechsel in Verbindung gebracht - und auch wenn nicht alle von ihnen schlußendlich auch wirklich woanders unterschreiben, werden wir hart gebeutelt.



Zitat
"Schlußverkauf bei The Great Old?
Sportdirektorin Mertens mußte schon wieder einen Star ziehen lassen - Abwehrjuwel Gezahegn geht (wie schon Ballermann Schneiger) zu Legia Warschau.
Ungeheuerlich und unverantwortlich!"

(Floris Meyssen)



Zitat
Luca Bönig wechselt zu Al-Jabelin!
Wie Royal Antwerpen soeben bestätigte, wird der defensive Mittelfeldspieler zum saudischen Vizemeister wechseln.
Über die Ablöse wurde Stillschweigen vereinbart, sie soll sich jedoch im Bereich von etwa 2 Millionen Euro (inkl Boni) bewegen.
Sportdirektorin Mertens teilte auf Anfrage mit, dass der Verlust des spielmachenden Sechsers 'hart' sei, dass man jedoch bereits an einer Ersatzlösung arbeite."

(Theo Verhaegen)



Zitat
"Die schlechten Nachrichten für die Royal-Antwerpen-Fangemeinde reißen nicht ab.
Wie heute bekannt wurde, wechselt Linksverteidiger Eric Tchami vom belgischen Überraschungsmeister zu Al-Raed.
Der Aufsteiger in die Saudi ProLeague überweist eine Ablöse in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro nach Antwerpen - eine Summe, die durch Boni noch auf bis zu 5 Millionen Euro ansteigen kann.
Nach dem vor einer Woche fixierten Abgang des Schweden Vinlöf, der die gleiche Position bekleidete, verfügt Royal Antwerpen nun nur noch über einen etatmäßigen Linksverteidiger - Kapitän McClelland. Dass dieser ebenfalls heftig umworben wird und Gerüchten zufolge in naher Zukunft nach England wechseln wird, vereinfacht die Aufgabe für die sportliche Führung keineswegs."

Tobias Bauck



Zitat
"So langsam nimmt die Abwanderungswelle groteske Züge an. Jetzt geht auch noch Innenverteidiger Jelle Vanheusden!
Der baumlange Defensivmann schließt sich Al-Fateh an, Antwerpen bekommt angeblich glatte 10 Millionen Ablöse für ihren Stamminnenverteidiger.
Nach Bönig, Gezahegn, Tchami und Vinlöf ist das nun bereits der fünfte Defensivspieler, den Antwerpen in diesem Transferfenster abgibt!
Will Frau Mertens nicht vielleicht wenigstens mal versuchen, einen Spieler zu halten?"

(Sophie Stevens)



Zitat
"Hand hoch, wer überrascht ist.
Wir sind es jedenfalls nicht - nachdem quasi alle seine Mannschaftskollegen aus dem Defensivverbund das Weite gesucht haben und der Wechsel von Stammtorhüter Diego Legrand nur noch eine Frage von Stunden scheint, hat sich nun auch Abwehrchef Daniel Camara einen neuen Arbeitgeber gesucht und verläßt Royal Antwerpen.
Wer will es ihm verdenken?
Ein Stammspieler nach dem anderen wird abgegeben und stattdessen wird für viel zuviel Geld Durchschnitt und Potential verpflichtet.
Unerträglich für die Fans, unerträglich für uns Journalisten und offenbar auch unerträglich für Daniel Camara.
Sein Vorteil - im Gegensatz zu den leidgeprüften Fans kann er den Verein einfach wechseln...
...herzlichen Dank auch, Frau Mertens!"

(Sophie Stevens)


Auch wenn etliche der Meldungen reißerisch bis über die Grenze des Erträglichen hinaus sind - im Kern haben sie natürlich recht:
Wir verlieren ungeheuer viel Qualität und Führungsstärke.
Theo Verhaegen bringt das mit einer simplen Graphik auf den Punkt:



Die Kehrseite dieser durchaus dramatischen Entwicklung:
Wir haben eine ungeheure Menge an Geld zur Verfügung, um für Ersatz zu sorgen.
Die Einschränkung, dass es idealerweise nur noch belgische Spieler sein sollen, ist zwar alles andere als hilfreich.
Aber wenn man mit dicken Schecks wedeln kann, sind Spieler und Vereine gleichermaßen in den meisten Fällen gern geneigt, zumindest mal zuzuhören.
Und die verfügbaren Schecks werden Anfang Juli sogar noch etwas dicker, als die UEFA die Auslosung der Champions League vornimmt und im gleichen Atemzug die Teilnahmeprämie überweist:

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Die Gegner in der Gruppenphase haben es allerdings echt in sich.
Wenn wir realistisch sind, ist das Aus wohl recht wahrscheinlich.
Um eine Chance auf die Playoffs zu haben, müssen wir in den Spielen gegen Split, Aberdeen und Sofia eigentlich drei Siege holen, denn in den anderen fünf Partien wird es möglicherweise was auf die Mütze geben.

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Die Frage, mit welchem Kader wir in diese europäischen (und auch die nationalen) Spiele gehen wollen, beantwortet unsere Transferabteilung in den Wochen vor dem Deadline Day nach und nach mit etlichen Zugängen.
Und nicht alle davon sind "Durchschnitt", wie die Boulevard-Grazien nicht müde werden zu betonen.
Aber es sind auch längst nicht alle auf einem Level, wo wir sie ohne Bauchschmerzen in Topspielen einsetzen können.
Gleichzeitig wissen wir, dass genau das wohl unvermeidlich passieren wird...

Aus der U19 ziehen wir vorerst nur zwei Spieler hoch:
Matteo Paquay (nicht verwandt mit dem drei Jahre jüngeren Luc Paquay) soll unsere linke Abwehrseite beackern, ist hinter McClelland aber eindeutig nur Backup - ein Platz, um den er sich über kurz oder lang mit einem weiteren Talent namens Memedi streiten "darf".

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Für sein Pendant auf der rechten Abwehrseite, den 18jährigen Spanier Alejandro Gomez, gilt (fast) das gleiche. Hinter Boulanger, Seghers und Vermeulen ist er eindeutig dritter bis vierter Sieger.
Allerdings haben beide die Aussicht auf reichlich Spielzeit, weil auch in dieser Saison wieder etliche Wochen mit Spielen im Drei-Tages-Takt angefüllt sind.

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Der nächste Zugang, Gerard Vallejo, wurde eigentlich nur geholt, weil es zwischenzeitlich so aussah, als ob auch Seghers noch wechseln würde.
Nun sind wir immerhin schonmal auf einen möglichen Winterwechsel vorbereitet.
Oder auf die traditionelle herbstliche Außenverteidigerseuche...

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Alec Coosemans kommt für stattliche 3 Millionen Euro (wir habens ja!) von Club Brugge und soll perspektivisch Daniel Camara beerben.
Dessen Level hat er noch (lange) nicht, aber er ist immerhin Belgier.
Whoohoo!

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Fred Mavinga ist der nächste Nottransfer - also einer derjenigen, bei denen ich Meyssen in ihrer Bewertung "Durchschnitt" recht geben muß.
Bei Lichte betrachtet, ist er nichtmal das.
Körperlich gut, mental okay, über die Technik reden wir lieber nicht.
Zum Glück ist er jung und konstant, vielleicht entwickelt er sich ja noch...

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Kevin Brouwers' Transfer hat vor allem den Grund, dass wir einen Ersatz für Robson Schneiger brauchten.
Brouwers ist allerdings derart langsam, dass er in unserer Kontertaktik nicht eingesetzt werden kann.
In einem 4231-Ballbesitzsystem auf der 10 könnte das deutlich besser klappen.
Ist erst 18, kann hoffentlich noch home-grown werden.

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Birger Callebaut ist ein Glücksgriff - hoffen wir jedenfalls.
Als sich die Abgangsgerüchte um Stammkeeper Legrand zu verdichten begannen, startete Eloïse ihre "Charmeoffensive" beim einzigen jungen und bezahlbaren belgischen Torhüter, der auch nur annähernd auf Legrands Levels spielt.
Und im Endeffekt haben wir den Callebaut-Kauf mit der Legrand-Ablöse bezahlt und das Gehalt auf der Position sogar noch verringert.
Wir hoffen, dass er sein Potential auf den Platz bringt!

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Für Mohamed Dupont gilt nahezu wortgleich das, was wir auch zu Kevin Brouwers gesagt haben.
Er soll vornehmlich auf der 10 zu seinen Einsätzen kommen.
Wenn wir es schaffen, ihm noch ein bißchen Beine zu machen, könnte er aber vielleicht auch als Spielmacher auf dem Flügel funktionieren...

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Patrick Etomba Samba war uns schon lange vor den Abstiegs-Playoffs ein Begriff - aber seine Leistung in diesem Spiel war natürlich ein starkes Argument, um ihn nach Antwerpen zu holen.
Wenn er an seiner Schnelligkeit, Sprungkraft und Konstanz noch ein bißchen feilt, könnte er ein richtig guter zentraler Stürmer werden.
Das Potential ist allemal da.

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Noah Mercier sieht sich selbst zwar eher auf der 8 oder gar 10, wir wollen ihn aber in Richtung Defensives Mittelfeld entwickeln, um dort einen spielstarken Ersatz für den abgewanderten Bönig zu haben.

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Gilles Vermeulen hat vor allem drei Vorteile, die ihn für uns interessant machten: variabel, schnell ... und unglaublich billig.
Er wird sich mit Seghers um den Platz hinten rechts duellieren, aber falls uns irgendwo in der Defensive der Schuh drückt, haben wir in ihm eine gute Alternative - ob LV, IV, AV oder DM.

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Celestin Houben ist verpflichtet worden, weil uns unseer dritter Torhüter verlassen hat.
Diese Position füllt der Neue nun aus, Einsätze wird er nur dann bekommen, wenn sowohl Callebaut als auch Yenoussi verletzt sind.
Und genaugenommen würde ich ihm dann sogar noch Joao Bogalho aus der U19 vorziehen...

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Nachdem sich kurz vor Toresschluß auch noch der Camara-Abgang abzeichnete und wir in der Innenverteidigung dadurch mit Sergio und Coosemans nur noch zwei erstligataugliche Spieler hatten, wurde spontan Leopold Roose geholt.
Ich bin noch nicht sicher, wie zufrieden ich mit dem Neuzugang bin.
Im Training ist er sehr engagiert, auf dem Platz bisher noch ein bißchen unglücklich.
Grundsätzlich bin ich aber davon überzeugt, dass er in die angedachte Rolle als IV Nummer 3 reinwachsen kann, nicht zuletzt aufgrund seiner mentalen Stärke.

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Uke Okechukwu wurde eigentlich für den (erweiterten) Erstligakader geholt - nachdem wir am Deadline Day jedoch noch Mattia Loi ergatterten (siehe unten), ist er zwecks regelmäßiger Spielpraxis erstmal in die U19 gerutscht.
Ich erwarte ihn aber zur nächsten Saison in der ersten Mannschaft.

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Aus der Abteilung "unverhofft kommt oft" stammt Mattia Loi.
Der wurde mir püntklich am Deadline Day von meinem Chefscout vorgeschlagen und vom Fleck weg verpflichtet.
Schnellschuß?
Na aber hallo!
Der Italiener hat allerdings seinen Marktwert allein durch die Unterschrift in Antwerpen bereits auf 7,5 Millionen Euro gesteigert, so dass wir ihn bei Nichteignung wohl ohne großen Verlust weiterverkaufen können.
Aktuell sieht es allerdings überhaupt nicht danach aus, als könnte das nötig werden.

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Alles in allem hat sich das Gesicht des Kades erneut komplett gewandelt und wir haben keine Ahnung, wo genau wir eigentlich stehen.
Fest steht eigentlich nur eins: wir gehen bunt zusammengewürfelt und kein Stück eingespielt in die neue Saison.
"Dat kann ja heiter werden!", würden die Leute in Essen jetzt wohl sagen...

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Der traditionelle "Wer landet wo?"-Fragebogen für die belgischen Journalisten sieht uns irgendwo zwischen Platz 7 und dem Abstiegskampf.
Anhand unserer Position in der Gehaltstabelle sollten wir uns aber schon eher Richtugn Meisterrunde einorden.
Und wenns nach den Vorständen geht, sowieso!

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Wie wir den veränderten Kader auf dem Platz einsetzen wollen, wissen wir ehrlich gesagt nur in Grundzügen.
Fest steht, dass ein Zweiermittelfeld durch den Abgang von Bönig nicht mehr stark genug ist und wir demzufolge entweder auf 433- oder auf 4231-Formationen umschwenken müssen, weil uns für eine Dreierkette in der Abwehr wiederum nicht genügend Innenverteidiger zur Verfügung stehen.
Am Ende entscheiden wir uns wegen der Zehnerposition für die 4231-Formation und beschließen, mal ganz unvoreingenommen Richtung Ballbesitz zu schielen.
Ich hab zwar keine Ahnung, ob ich das überhaupt kann, immerhin bin ich der "442-Konter-Lava" ... aber man soll ja für Neues offen sein hab ich mir sagen lassen...

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« Letzte Änderung: 02.November 2025, 21:23:27 von Noergelgnom »
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Also wenn der Vorstand noch einmal das Wort „Finanzkonsolidierung“ sagt, krieg ich Ausschlag. Und das in einer Saison, in der halb Belgien in Royal-Antwerpen-Bettwäsche schläft!
Der Umbruch liest sich wie das Transferäquivalent eines Tornados – und trotzdem bastelt ihr aus dem chaotischen Flickenteppich ernsthaft eine 4-2-3-1-Ballbesitz-Taktik?
Mutig. Ich meine: richtig mutig.
Aber wenn jemand aus einem Haufen verlorener Socken ein Ensemble näht, das in der Champions League mittanzt, dann bist das wohl du (oder Eloïse – da bin ich mir manchmal nicht ganz sicher).
Ich bleib dran. Wenn’s schiefgeht, dann wenigstens stilvoll. Wenn’s klappt: Statue vor’m Bosuil!
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Hm, negatives Transferbudget zum Start weg?! Hatte ich im FM bisher noch nie, wenn ich "länger" bei einem Verein war. Klar, manchmal übernimmt man ja bei einem Club und dann ist beides rot und maßlos überzogen, aber so? Vor allem mit einem Titel im Rucksack?!

Jedenfalls, ganz schön heftiger Transfersommer mit Stammspielern, die gehen und einigen blutjungen Talenten, die nachkommen.

Coosemans finde ich als IV eigentlich ganz gut und dem Callebaut traue ich den Stammkeeper zu.
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Sonzee87

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Uff was ein Sommer. Da brauchte man ja ne Drehtür um da mitzukommen wer alles kommt und geht. Das der Verein trotz all der Erfolge so viel Geld durch Transfers einnehmen musste, das ist schon fragwürdig. Wer weiß wo die Herren das Geld hinstecken, wahrscheinlich in ihre eigenen Taschen. Das die ganzen Stars gehen war ja leider irgendwie zu erwarten, denn es ist ja schon schwierig Spieler zu halten wenn man nicht das ganz große Team ist. Aber ich muss sagen die Teams die die Angebote gemacht haben sind schon interessant. Die Hälfte natürlich aus Saudi-Arabien, aber das gerade Legia Warschau knapp 20 Mio für 2 Spieler ausgibt überrascht mich. Aber man weiß ja auch nicht wie sich die anderen Ligen so entwickeln.

Ich bin sehr gespannt wie das neue Team sich einspielen wird, ich hoffe das beste das es natürlich wieder ein Spiel um den Titel gehen kann, aber es kann auch sein das das Team an den zu unrecht aufgebürdeten Erwartungen zerbricht. Das hoffe ich natürlich nicht, aber Toi Toi Toi!
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Olé, olé, Olé, ola, der FCK ist wieder da,

Olé, olé, Olé, ola, die roten Teufel sind ganz wunderbar

Noergelgnom

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Wow was war das für ein Transfersommer, heftiger Umbruch. Spannend wird es auf jeden Fall, ich hoffe die hohen Erwartungen bremsen das Ganze nicht...

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Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Alles egal, Europapokaaaal!
Wie es nun weitergeht, mal sehen, ich glaube aber, Ballbesitz ist die richtige Entscheidung. Bei deinen Neuzugängen habe ich gerade auf den offensiven Positionen ein ziemliches Tempo-Defizit festgestellt. Da bleibt wirklich nur Ballbesitzfußball. Und eben Standards  ;)

Und natürlich ist Paquay eine Maschine! He's so good, they named him twice!  :D
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...und der Teufel schickt uns einen Kuss, wir haben von alledem gewusst!

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Zu dem Feature im FM - das kannte ich noch gar nicht. Soll heißen, ich bin da noch bei keinem meiner gemanagten Vereine drauf gestossen. Aber was es nicht alles gibt. Bietest du dann deine Spieler aktiv an oder wartest du auf Angebote? Und Hut ab, dass du das so konsequent durchgezogen hast, du hattest das Ziel nach dem Schneiger-Transfer eigentlich schon erreicht ...

Zu den Transfer selbst, da sind einige echt gute Kicker dabei, bei 1-2 anderen dachte ich so, "okay, wahrscheinlich können sie immerhin geradeaus laufen ..."  :D
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Re: [FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers
« Antwort #1098 am: 02.August 2025, 22:09:27 »

Er traut sich nach Belgien! Ich dachte schon meine Erklärung des „Ligensystems“ hätte dich nachhaltig abgeschreckt. Stattdessen lese ich, nach längerer Abwesenheit nun die Story nach und muss sagen: Hut ab und Glückwunsch zum Titel!
Höchst unterhaltsam, trotzdem wünsche ich Lava mal irgendwie eine Station in Harmonie. Für uns Leser natürlich etwas langweilig, aber naja.
Bis hierhin: hau rein und rocke Belgien weiter! Gutes Gelingen.
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Re: [FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers
« Antwort #1099 am: 02.November 2025, 15:42:59 »

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"Ich weiß, was Du letztes Jahr getan hast..."


(Sommer 2039, vormittags, Büro des Präsidenten)


"Ist das Ihr Ernst?? - Dann gestatten Sie mir eine Frage: ist das eigentlich noch verstecktes Sportdirektorinnen-Mobbing oder schon offene Vereinssabotage, was Sie hier betreiben?!"

Ich habe diese Worte kaum ausgesprochen, da bereue ich sie schon.

Die anderen Anwesenden schauen mich mich mit einer Mischung aus Unglaube und Verärgerung an.
Präsident Petrocheilos schnappt nach Luft und gewinnt in Sekundenbruchteilen eine eher ungesunde Gesichtsfarbe, Finanzdirektor Signorini erstarrt mitten in der lässigen Kaubewegung, mit der er in den vergangenen Minuten einen hilflosen Kaugummi gequält hat, der Technische Direktor Langevin schaut mich an, als hätte ich gerade die Hose heruntergelassen und auf den Tisch uriniert ... Werbefuzzi Dubois reißt in wortlosem Entsetzen die Augen auf ...

... und meine Sportdirektorin Eloïse zuckt leicht zusammen und wirft mir einen Blick zu, der mir sehr deutlich macht, für wie dämlich sie diese Unbeherrschtheit meinerseits hält.

Und ich?
Ich halte ob der Reaktion (und weil ich auch selbst ein bißchen erschrocken über meine Worte bin), erstmal den Mund.

Mein wunderbarer Präsident holt ein, zwei Mal tief Luft und sagt dann, sich offensichtlich mühsamst beherrschend:

"Ich bin ja inzwischen eine Menge Unverschämtheiten von Ihnen gewöhnt, Lavayeux - aber das ist selbst für Ihre Verhältnisse unglaublich! Wie kommen Sie dazu, eine solch ungeheuerliche Unterstellung zu äußern?"

'Jetzt hab ich das Fass einmal aufgemacht,' denk ich mir so, 'jetzt muß ich auch dazu stehen.'
Ich antworte also - in einem, wie ich hoffe, ruhigen Ton:
"Nun, es ist einfach nicht zu verstehen, dass Sie - nachdem wir in der abgelaufenen Saison durch sportlichen Erfolg und durch eine herausragende Transferpolitik von Frau Mertens über 50 Millionen Nettogewinn erwirtschaftet haben und nachdem Sie gerade vor 5 Minuten das Gehaltsbudget für die neue Saison von 11 auf 35 Millionen angehoben haben - dass Sie unter diesen Umständen erneut einen Transferüberschuß von mehreren Millionen Euro fordern, zum dritten Mal in 12 Monaten ... ungeachtet der Tatsache, dass wir in den letzten drei Jahren insgesamt bereits über 50 Millionen Euro allein an Transfergewinnen erwirtschaftet haben und dass wir erneut für die Gruppenphase der Champions League qualifizert sind und allein dadurch über ..."

Langevin unterbricht mich lautstark.
"Das mag ja alles sein, aber die Finanzen unseres Clubs sehen dennoch nicht gut aus!"

"Ach wirklich? Welchen Teil von '80 Millionen Euro auf dem Konto und ein prognostizierter Saisongewinn von 25 Millionen Euro' ist es denn, den Sie als so ungünstig empfinden? Ja, Überraschung: ich hab Ihren Finanzbericht gelesen!"
Mein Ton ist in Sekundenschnelle von 'ruhig zu' 'ätzend sarkastisch' gewechselt - gar keine gute Idee, wie mir gleich darauf klar wird.

Petrocheilos übernimmt wieder:
"Sie scheinen zu glauben, Ihre zugebebenermaßen ordentlichen Saisonergebnisse berechtigen Sie zu..."

"ORDENTLICH?!", ereifere ich mich. "Sie nennen die zweite überlegene Meisterschaft in Folge 'ordentlich'?! Was hätte ich denn besser machen sollen? Die verdammte Champions League gewinnen vielleicht?!"

El Presidente erhebt nun auch die Stimme - und das trifft mich absolut unvorbereitet, macht er nämlich eigentlich nie.
"JETZT REICHTS ABER!", blafft er mich an.

Ich bin derart erschrocken, dass ich unwillkürlich Haltung annehme (im Sitzen, versteht sich).
"Sie sind Angestellter dieses Vereins und als solcher dürfen Sie zwar sehr gern Vorschläge einbringen und auch eine Meinung zu den Entscheidungen der Verantwortlichen haben - aber das wars dann auch!
Und wenn Herr Dr. Langevin Ihnen mitteilt, dass Sie einen Transferüberschuß in einer bestimmten Höhe zu erwirtschaften haben, bevor Sie an weitere Verpflichtungen oder die Erhöhung der Erfolgsprämien für die Spieler auch nur denken dürfen - dann ist das so und dann setzen Sie das gefälligst um ... habe ich mich klar ausgedrückt?!!"


Ich beschließe, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und nicke.
"Ja."

Petrocheilos beruhigt sich daraufhin ebenfalls wieder ein wenig und knurrt nur noch:
"Gut - Ihnen ist wahrscheinlich gerade klargeworden, dass solche Frechheiten Ihre Chancen auf eine Vertragsverlängerung nicht gerade steigern... und IHRe übrigens auch nicht, Sie haben uns diesen renitenten Menschen schließlich angeschleppt!", setzt er mit Blick auf Eloïse hinzu.

Ich sage dazu nichts, soll er doch ruhig noch eine Weile glauben, dass ich hier verlängere!
Auch ohne diesen erneuten Budget-Tiefschlag habe ich längst beschlossen, dass die kommende Saison - meine vierte in Antwerpen - meine letzte wird. Soviel Spaß die Arbeit mit der Mannschaft auch macht und so großartig ich den Verein insgesamt finde ... die Rahmenbedingungen sind einfach nur zum Kotzen.
Und zu wissen, dass es dabei einfach nur darum geht, Eloïse eine reinzuwürgen, machts noch schlimmer.
Wenn der Verein wirklich am Hungertuch nagte, wär ich der Letzte, der sich in irgendeiner Form gegen einen Konsolidierungskurs sperrt.
Aber so?!

Als ich hier anfing, stand der Verein ja bereits auf einer relativ sicheren Grundlage.
Und in den letzten 3 Jahren hat unsere gute Arbeit dafür gesorgt, dass wir kurz davor stehen, eine neustellige Summe auf dem Festgeldkonto liegen zu haben.
Zwei komplette Saisons sind also selbst dann durchfinanziert, wenn wir nicht einen einzigen Cent einnehmen.
(Was völlig unrealistisch ist, denn allein die bereits sicheren Einnahmen in der Champions League belaufen sich auf etwa 17 Millionen Euro, dazu kommen mindestens 3 Millionen Euro aus Dauerkarten und mindestens 5 Millionen Euro Sponsorengelder sowie 2 Millionen Euro TV-Gelder für die Liga.
Und dann haben wir immer noch nicht eine einzige Prämie aus den verschiedenen Wettbewerben eingerechnet, keine Kartenverkäufe an der Tageskasse ... und natürlich auch keine Spielerverkäufe, die auch in dieser Saison wieder so sicher wie das Amen in der Kirche kommen werden.
Denn noch bevor die neue Saison auch nur am Horizonz zu sehen war, hatten wir ja schon wieder ein Dutzend Anfragen für unsere Senkrechtstarter des letzten Jahres.

Wie ich es auch drehe und wende, rein wirtschaftlich und auch sportlich betrachtet macht der finanzielle Hemmschuh, den uns Langevion da anzieht, überhaupt keinen Sinn.
Aber darum geht es ja auch gar nicht, wie alle Teilnehmer dieses Meetings nur allzugenau wissen - auch wenn wir weiterhin alle in jedem Meeting so tun, als hätten wir keine Ahnung.

Petrocheilos schaut sich in der kleinen Runde um und beginnt dann mit der "kurzen Zusammenfassung", die er jedesmal zum besten gibt - selbst wenn sich die Anwesenden nur darüber verständigt haben sollten, wer nächste Woche den Kaffee mitbringt.
Während unser oberster Leithammel also zu einem voraussichtlich halbstündigen Monolog ansetzt, merke ich, wie meine Gedanken abschweifen ... mein ganz privater Rückblick auf eine Saison, die etwas anders lief als von mir erwartet...





Also die Saison 2038/39 angepfiffen wird, hat sich unser Kader gezwungenermaßen von vorne bis hinten runderneuert.
Die Abgänge aus der Stammelf waren so zahlreich, dass keiner so genau weiß, wo "The Great Old" sich stärkemäßig einordnen wird.
Nicht zuletzt aufgrund der Nebengeräusche, die den einen oder anderen Wechsel begleiteten, herrscht außerdem eine gewisse Unruhe im Verein und im Umfeld.

Eine klassische "Der Saisonbeginn wird zeigen, wohin die Reise diesmal geht"-Situation!
Und eine Reise, die mit einem echten Knaller beginnt - mit dem Supercup zwischen Royal Antwerpen und KRC Genk nämlich.

Auf dem Papier eins der schwersten Spiele der Saison, ist die Partie aber schnell zusammengefaßt:
Wir haben den Kontrahenten nahezu komplett im Griff, das geduldige 4231 erweist sich als defensiv ziemlich sicher - und vorne schlagen wir dreimal genau in den richtigen Momenten zu.

In die erste Drangphase Genks hinein erzielt Linksaußen Wagner von der Strafraumkante eine schön anzusehende Führung, als der Druck unseres Gegners nach etwa einer Stunde wieder zunimmt, veredelt Sturmspitze Holiqov eine Muller-Ecke zum 2:0 - und als Genk gegen Ende der Partie alles nach vorn wirft, zuletzt mit 4 nominellen Stürmern auf dem Platz gegen unser Bollwerk anläuft  und kurz vor Ende der regulären Spielzeit sogar den Anschluß erzielt ... da macht sich der für Wagner eingewechselte Sarp Yilmazer bei einem Konter auf eine sehr einsame Schnellreise, die mit der Entscheidung in Form des 3:1 endet.
Eine Minute später preift der Schiedsrichter ab und Royal Antwerpen hat im ersten Pflichtspiel gleich den ersten Titel geholt.
Darf so weitergehen!

Geht es allerdings leider nicht - denn im ersten Ligaspiel der Saison kassieren wir einen kleinen Dämpfer.
Beim RSC Anderlecht sind wir nämlich die gesamte Spielzeit hindurch zwar defensiv relativ gefestigt - kassieren allerdings durch einen unglaublichen Sololauf ihres Zehners dennoch das 0:1 kurz vor der Pause - finden allerdings offensiv überhaupt kein Mittel gegen die Gastgeberdefensive.

Erst mit der allerletzten Aktion des Spiels kann Abwehrhüne Daniel Camara in einem seiner letzten Spiele für Antwerpen völlig überraschend und leidlich unverdient ausgleichen.
Punkt der Moral, klar - aber die 93 Minuten vorher waren ein reichlich ernüchternder Realitätscheck.
Das muß besser werden!

Wird es im nächsten Spiel auch - wobei der Beginn dieses zweiten Ligaspiels gegen die KV Mechelen auch ein ziemlich zähes Gewürge ist.
Wir geraten sogar erneut in Rückstand, weil wir bei einer Ecke nicht dicht genug an den Gegenspielern sind.
Zum Glück können wir relativ schnell mit einer der wenigen gelungenen Aktionen des ersten Durchgangs ausgleichen.
In der Halbzeitpause geben wir unseren Zehner Vandeputte-Somers alle Freiheiten und weisen die Mannschaft an, die ganze Breite des Spielfeldes zu nutzen - denn auch wenn das gegnerische 442 nominell gut für die Flügelabdeckung geeignet ist - beide Außenverteidiger der Gäste sind nur durch Verletzungen der etatmäßigen Spieler ins Team gerutscht und einfach ein bißchen schwächer (vor allem langsamer) als unsere Außenspieler.
Funktioniert klasse - kurz nach dem Wiederanpfiff erzielt Vandeputte-Somers nach Muller-Flanke die Führung.
Und spätestens nach Kearneys Doppelschlag nach einer Stunde sind die Messen hier gelesen.

Guter Saisonbeginn.


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Der August erweist sich dann etwas zu speckig (lies: durchwachsen) für unseren Geschmack.
Auf souveräne Vorstellungen wie die Ligaspiele bei Lommen und bei Zulte Waregem folgen Durchhänger wie bei CLub Brugge ... oder das letzte Spiel des Monats zuhause gegen KRC Genk.

Am Tag nach dem Spiel dort titelt Meyseen:

"Eine absolute Schande! Muß der Trainer jetzt gehen?"

Und auch wenn das natürlich grundsätzlich auch wieder "tendenziöser Mist" ist - zumindest mit der Bewertung des Spiels hat sie leider recht.
Nach einer halben Stunde liegen wir mit 0:2 hinten, nach einer Stunde mit 0:4.
Und am Ende heißt es, ohne dass wir auch nur eine einzige wirklich klare Torgelegenheit gehabt hätten, 0:5.
NULL ZU FÜNF!
Zuhause!

Ja, Genk ist einfach unglaublich effentiv an diesem Tag - von sechs Schüssen, die aufs Tor kommen, sind fünf drin.
Ja, das liegt nicht zuletzt daran, dass Ersatzkeeper Callebaut (der den leicht angeschlagenen Yenoussi vertritt) vor lauter Nervosität mehrere haltbare Schüsse durchrutschen läßt...

.. und dennoch ist das mein bisher schwärzester Tag hier in Antwerpen und erinnert mich sehr unangenehm an die 0:6-Packung, die ich mit den Bohemians gegen Sparta Prag ertragen mußte.

Der grundsätzlich ordentliche Monat endet also mit einer Totalblamage, die vom Boulevard natürlich genüßlich ausgenutzt wird...

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Zum Glück haben wir danach anderthalb Wochen Zeit, um die bis zum Deadline Day noch weiter durcheinandergewürfelte Mannschaft ein bißchen aufzurichten und den einen doer anderen Automatismus einzuüben - denn das nächste Pflichtspiel ist ein unglaublich wichtiges und zusätzlich eine Partie, die europaweite Aufmerksamkeit auf uns ziehen wird - denn dieses nächste Pflichtspiel lautet "Royal Antwerpen gegen Hajduk Split" und eröffnet unsere Europareise.

Auf dem Papier sind die Mannschaft etwa gleichstark einzuschätzen, befinden die Buchmacher, wir sind aufgrund des Heimspiels jedoch ein bißchen im Vorteil.
Man traut uns ein Unentschieden, eventuell sogar einen knappen Sieg zu.

Und genau so kommt es dann auch.
Wobei sich die Zuschauer möglicherweise gefragt haben, warum sie Geld für 96 Minuten Spiel bezahlen mußten - 4 hätten doch auch gereicht.
In der ersten Halbzeit passiert nämlich exakt nichts - wir neutralisieren uns im Mittelfeld gegenseitig, beiden Abwehrreihen haben beide Sturmreihen komplett im Griff.
Taktisch super - aber eben auch super langweilig.

Die Gäste haben sich - wie schon Mechelen vor einigen Wochen - im flachen 442 einsortiert und wir versuchen daher in der zweiten Halbzeit den gleichen Trick wie "damals".
Und im Endeffekt funktioniert es auch wie gegen Mechelen - zweimal Flanke (einmal durch Yilmazer von links, einmal durch Muller von rechts) und zweimal sagt in der Mitte ein Rotweißer "dankeschön!".
Direkt nach unserer Führung jubeln wir allerdings ein bißchen zu ausgiebig und gestatten Split damit leider einen blitzschnellen Angriff, der zum Ausgleich führt.

Nach diesem drei Toren in 4 Minuten verlegen wir uns wieder auf die konzentrierte Abwehrarbeit aus der ersten Halbzeit, die Gäste finden erneut kein Mittel dagegen und am Ende haben wir die ersten drei Punkte auf dem Weg zu Platz 24 im Sack.
YES!

Gegebn Leuven in der Liga müssen wir ein bißchen umstellen, weil beide Zehner (Vandeputte-Somers und Dhont) mit Blessuren ausfallen.
Das 433 erweist sich als offensivstark, leider allerdings auch als defensivschwach.
Das 3:2 muß als glücklich angesehen werden.

Das gleiche gilt auch für die zweite CL-Partie in Aberdeen, wo wir (im inzwischen relativ ungewohnten 442) aber zumindest defensiv sicherer unterwegs sind als gegen Leuven.

Wir kehren gegn Standard Lüttich zum 433 zurück, haben die Gäste jederzeit im Griff, gewinnen anch grottigster Chancenverwertung jedoch "nur" 2:0.

In der Folgenden Länderspielpause setzen wir daher zwei Freundschaftsspiele gegen unterklassige Gegner an.

Insgesamt ein richtig guter Monat, muß man so sagen - vor allem wenn wir uns den zwischenstand in der Champions League anschauen, kriegen wir das große Grinsen - während in Manchester, Leipzig, Leverkusen, Salzburg oder gar Dortmund wohl jetzt schon der Blues Einzug hält ...

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Die Längerspielpause endet mit zwei klaren, torreichen Siegen für uns - ist also der Knoten jetzt geplatzt?

Nö, natürlich nicht.
In den folgenden drei Pflichtspielen (davon zwei zuhause) erzielen wir insgesamt genau ein Tor - und das ist auch noch ein schmeichelhafter Elfmeter in der Nachspielzeit!

Allerdings - und das ist die gute Nachricht - stehen wir immerhin defensiv sicher.

Und während die so erzielten Unentschieden bei Union Sint-Gilloise und gegen Eendracht Aalst in die Kategorie "Enttäuschuing" gehören, klopfen wir uns nach dem 0:0 in der Chanpions League gegenseitig auf die Schultern.
Null zu Null bei den Tottenham Hotspurs fühlt sich fast wie ein Sieg an.

Es stellt sich heraus, dass die Punkt in London Kräfte freigesetzt hat - denn in den folgenden drei Partien schießen wir 8:2 Tore (inklusive Kearney-Hattrick und Torpremiere von Neuzugang Etomba Samba), kommen damit im Pokal weiter, holen 6 (zugegebenermaßen fest eingeplante) Punkte und setzen uns in der Tabelle endgültig oben fest. Die Meisterschaft läuft bereits jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Vierkampf hinaus.

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Der November beginnt damit, dass der Vorstand verkündet, in die Planungsphase für eine "moderate Stadionerweiterung" eingetreten zu sein.
Etwa 2000 Plätze sollen in der Sommerpause dazukommen.
Die nötigen Mittel - etwa 7,5 Millionen Euro - sollen durch "sorgfältige Finanzplanung freigemacht werden".
Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 35 Millionen ungeplanter Zusatzeinnahmen in dieser Saison zu verzeichnen haben, könnte der neutrale Leser natürlich auf die Idee kommen, diese 7,5 Millionen werden aus eben diesen Zusatzeinnahmen bezahlt.
Eloïse und ich wissen aber jetzt schon, dass die Realität anders aussehen wird...

Fussball spielen wir im elften Monat des Jahres natürlich auch - und unglaublich erfolgreich noch dazu!

Im vierten Champions-League-Gruppenspiel bei RB Leipzig reißt der heute zurückgezogen spielende Rechtsaußen Loïc Muller die Gastgeber spät aus allen Siegesträumen und wir nehmen, gar nicht mal unverdient, einen weiteren Punkt mit.

Gegen Charleroi und in Mechelen spielt Abwehrchef Paulo Sergio zweimal den Dosenöffner, indem er jeweils eine Muller-Ecke ins kurze Eck wuchtet.

Danach fahren wir nach Bulgarien und versalzen CSKA Sofia die Suppe: absolut verdienter 3:1-Auswärtssieg!

Das letzte Highlight dieses fantastischen Monats dürfen die Zuschauer dann wieder in unserem "Wohnzimmer" bejubeln - wir nehmen den RSC Anderlecht beim 4:1 nach allen Regeln der Fussballkunst auseinander.
Zwei frühe Tore durch Luc Paquay (der zweimal von der Strafraumgrenze abzieht) sowie ein später Doppelschlag besiegeln die bisher höchste Anderlechter Saisonniederlage.


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Abgesehen davon sorgen Eloïse und ich dafür, dass der erst vor kurzem aufgestellte Transferrekord (6,5 Millioen für Alphonse Dhont) im Winter gleich wieder Makulatur wird und sichern uns ab der Rückrunde die Dienste eines der größten belgischen Defensivtalente:
der 20jährige Basile Gallez kommt für schlappe 9,5 Millionen Euro vom Rivalen RSC Anderlecht und ist als neuer Abwehrchef vorgesehen.
Insbesondere seine Beidfüßigkeit finden wir super - denn bisher haben wir jedesmal heftig umbauen müssen, wenn Coosemans mal nicht verfügbar war.
Der Neuzugang ist zwar nomineller Sechser, aber dort sehen wir ihn ehrlich gesagt nur im Notfall.
Er mag die dynamischen Läufe nach vorn, die wir von unserer Sechs oft erwarten, nämlich so gar nicht.
Muß er bei uns auch nicht - hinten den Laden dichthalten und vorne ab und zu eine Ecke einköpfen reicht uns völlig!

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Damit sind meine Gedanken bereits im Dezember angelangt und der beginnt traditionell mit einer überschwänglichen Lobeshymne der Jugendabteilung auf die von ihr betreuten Jungspunde.
Traditionen soll man ja bekanntlich gut hegen und pflegen - und deswegen ist die Lobeyhymne auf die Jungspunde auch in diesem Jahr wieder... genau: überschwänglich.
Mal sehen, was am Ende aus der U17 so angehumpelt kommt ....

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Davon abgesehen läßt sich der Dezember sehr kurz folgendermaßen zusammenfassen.

wir schießen in sechs Pflichtspielen 10 Tore, kassieren leider aber auch 5.
Das reicht insgesamt aber erstaunlicherweise dennoch für eine makellose 12-Punkte-Ausbeute in der Liga, für einen weiteren nicht unbedingt eingeplanten Punkt in der Champions League (zuhause gegen Ajax Amsterdam) und fürs Weiterkommen im Pokal, wo wir Genk düpieren und uns (ein bißchen) für das 0:5 rächen.

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Und damit sind wir in der kurzen Winterpause angekommen und die wird von einer weiteren Folge "Neues aus Schilda" eröffnet.
Im Neujahrsmeeting eröffnet uns Präsident Petrocheilos nämlich, dass die bisherigen Saisonziele ("obere Tabellenhälfte in der Liga, CL-gruppenphase erreichen, Pokalviertelfinale") aufgrund unserer guten Performance in der Hinrunde nach oben angepaßt wurden.
Weil die Vorstände sehr großzügige und verständnisvolle Menschen sind, dürfen wir das neue Saisonziel sogar selbst wählen - Titelgewinn in der Liga oder doch nur Top 6 erreichen?
Wir wählen Top 6 - und wie wir daraufhin erfahren, beinhaltet unser gewähltes Saisonzielpaket eine erneute Negativisierung des Transferbudgets!
Bedeutet im Klartext, dass Langevin uns grinsend mitteilt, dass jetzt zusätzlich zu den bisher erwirtschafteteten Millionen weitere knapp 3,6 Millionen Euro an Einnahmen durch Verkäufe erwartet werden.
Oh und idealerweise gern deutlich mehr, der Stadionausbau müsse ja auch noch "restfinanziert" werden.

Während ich noch damit kämpfe, ob ich meinem Ärger Luft mache oder nicht, spüre ich eine leichten Stoß unter dem Meetingtisch und als ich daraufhin leicht verwundert meine wunderbare Sportdirektorin anschaue, sehe ich ein verräterisches Funkeln in ihren ebenso wunderbaren smaragdgrünen Augen und ein genauso verräterisches Zucken um ihre Mundwinkel.

Ich hab zwar keine Ahnung, was los ist, aber ich schlucke meinen Frust herunter, wir stimmen der erneuten Einschränkung zu und einen Petrocheilos-Endlosmonolog namens "kurze Zusammenfassung" später sind wir wieder in Eloïses Büro.

Meine Frage, was denn an diesem erneuten Knüppel des Vorstandes so lustig gewesen sei, quittiert sie mit einem Kichern und klappt ihren Laptop auf.
Mit Verwunderung lese ich dort, fein säuberlich untereinander aufgeführt, welche Vereine in den nächsten zwei Wochen welche Summe für welchen unserer Ex-Spieler zahlen werden.

"Alles bereits in Sack und Tüten, Gerard", lacht Eloïse. "Ich habe so viele Klauseln für die vielen Verkäufe ausgehandelt, dass wir in jeder Transferperiode mit ein bißchen Extrageld rechnen können. Und das Schönste ist - rein bilanziell kommen alle diese Summen erst zum jeweiligen Zahlungszeitpunkt zum tragen.
Das heißt..."

"...das negative Transferbudget wird dadurch ausgeglichen?"
"Besser. Wir sind schon wieder mit etwa 2 Millionen Euro im Plus - noch bevor ich auch nur einen Handschlag gemacht habe. Diverse Weiterverkaufsklauseln werde ich auch noch verkaufen, so dass wir im Winter auch nochmal in die Mannschaft investieren können, wenn das nötig sein sollte."

Jetzt kichere ich auch.

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Das Kichern vergeht uns dann allerdings schnell, denn unser Mittelfeldjuwel Luc Paquay (den immer größere Teile der Anhängerschaft nur noch "Maschine" nennen) wird im Winter nach und nach mit etlichen großen Namen der europäischen Ligen in Verbindung gebracht - inklusive Topadressen wie Bayern München oder Manchester City!

Ein offizielles Angebot haben wir zwar noch nicht erhalten, aber das kann eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein.
Wahrsacheinlich ist es besser, wenn ich schonmal damit anfange, mir eine Taktik zu überlegen, in der er nicht der Mittelfeldanker ist.




Das sich außerdem die Anzeichen verdichten, dass uns Sturmtank Aziz Aylioglu schon wieder verlassen wird, verpflichten wir ein weiteres großes belgisches Talent, diesmal für den Angriff.
Pierre Weibel ist leider nicht ansatzweise auf Aylioglus Leistungslevel - allerdings hätten wir ihn sonst auch nicht vergleichsweise preiswert verpflichten können.

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Der Januar beginnt sportlich gesehen mit drei absoluten Krachern.
Als erstes empfangen wir KAA Gent zum Pokalviertelfinale und setzen uns nach völlig verschlafener Anfangsviertelstunde (samt 0:2-Rückstand) und trotz eines von Luc Paquay verschossenen Elfmeters durchaus verdient mit 3:2 durch.

Als drittes müssen wir uns im Ligaspitzenspiel in Genk mit einem 0:0 begnügen.

Und zwischen diesen beiden Spielen kommt es zum aus meiner Sicht schwierigsten, aber auch aufregendsten Spiel, das wir in dieser Saison zu absolvieren haben:
Wir fahren ins Camp Nou!
Barcelona muss nach einer durchwachsenen Gruppenphase inzwischen sogar Sorge haben, dass es nichtmal für die Playoffs reichts, sie sind gegen uns zum siegen verdammt und wir erwarten sie daher sehr offensiv und druckvoll.
Unser Gegenrezept lautet: massierte Deckung, Doppelsechs aus Paquay und Loi, wobei der eine ausschließlich den Abräumer gibt, der andere (Loi) immer wieder Vorstöße unternehmen und Angriffe einleiten soll (was in Fachkreisen wohl "Segundo Volante" heißt).
Auf den Außenverteidigerpositionen bieten wir unsere defensivstärksten Spieler auf, so dass wir im Endeffekt einen kompakten Verbund aus fünfeinhalb nominellen Verteidigern
 auf den Platz schicken.
Vorne lautet der Plan "lange Bälle auf Muller rechts und Paquay, in diesem Falle Matteo, die ihrerseits Kearney mit Flanken füttern sollen. Außerdem: Ecken rausholen!"
Im Endeffekt würde uns ein Punkt völlig reichen, wenn wir uns die Tabelle so anschauen.

Vor über 98.000 Zuschauern entwickelt sich ein Spiel, in dem wir wie erwartet defensive Schwerstarbeit verrichten müssen.
Gallez ist immer noch angeschlagen, daher stemmen sich Sergio und Coosemans in der Innenverteidigung gegen die ständigen Angriffswellen.
Aber es ist vor allem einem Spieler zu verdanken, dass wir nicht schon nach 10 Minuten hinten liegen: Kwami Yenoussi!
Unser togolesischer Keeper wird an diesem Abend zur Antwerpener Lokallegende und zum katalanischen Alptraum. Er wird danach als Spieler des Spiels geehrt und mit der Note 8,2 bedacht, das sagt wohl alles.
Der finale xG-Wert dieses Spiels liegt bei 2,99 (Barcelona) zu 0,89 (Antwerpen).
Wir haben 28% Ballbesitz und spielen nur 284 Pässe (verglichen mit Barcelonas knapp 600)...

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Auch das vierte Spiel im Januar ist ein echtes Highlight, denn zum Abschluß der Gruppenphase in der Champions League empfangen wir den FC Kopenhagen.
Die Dänen haben sogar noch Chancen auf Platz 1 (!), können mit dem daruas resultierenden Druck jedoch nicht wirklich umgehen und so gewinnen wir dieses Spiel ein bißchen glücklich mit 2:1.

Der 2:0-Auswärtssieg bei OH Leuven komplettiert einen völlig surrealen Monat, der sich in grandios anzuschauenden Tabellenständen niederschlägt.

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Der Februar beginnt mit einigen Wermutstropfen - zum Beispiel dem nach dem Spielverlauf sehr enttäuschenden 3:3 bei Standard Lüttich.
Klar, die sind ne gute truppe, aber wenn man nach 9 Minuten 2:0 und nach einerStunde 3:1 führt, darf man sich eigentlich nicht mehr so amateurhaft die Butter vom Brot nehmen lassen!

Das 1:1 gegen Sint-Gilloise ist womöglich gar noch enttäuschender, wir kommen  nie wirklich in dieser partie an und müssen am Ende über den einen Punkt sogar noch froh sein. Auch eine Niederlage wäre hier nicht unglücklich, sondern folgerichtig gewesen.

Vier Tage später erkämpfen wir uns beim RSC Anderlecht ein 1:1 im Halbfinalhinspiel des Pokals.
Kämpferisch und auch spielerisch eine deutliche Steigerung, ist das Ergebnis natürlich erneut nicht ganz zufriedenstellend.
Aber es gibt ja noch ein Rückspiel bei uns zuhause - "alles noch offen", wie der geneigte self-claimed expert sagt.

Die beiden Ligaspiele in Aalst und gegen Kortrijk sind dann wieder nahezu so souverän, wie ich das von meiner Mannschaft gegen Abstiegskandidaten erwarte.
Wir scheinen gerade rechtzeitig wieder in die Spur zu finden, denn als nächstes folgt das Rückspiel gegen Anderlecht.

In dieser partie sind wir leicht feldüberlegen, aber genausowenig zwingend wie die Gäste - logische Folge: Verlängerung.
Und als die Konzentration dort langsam nachlässt, gestatten wir dem RSC genau die eine Chance, die nötig ist und liegen in der 108. Minute nach einem zugegebenermaßen tollen Spielzug plötzlich mit 0:1 hinten.
Von diesem Rückschlag erholen wir uns leider nicht mehr und scheiden damit im Halbfinale aus.
Mist!

Das 3:1 bei Cercle Brügge zum Monatsabschluß ist da höchstens ein bißchen versöhnlich - zumal es uns auch weiterhin im Meisterrennen hält.
Genaugenommen erklimmen wir mit diesem Sieg sogar wieder die Tabellenspitze.
Immerhin!

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Der März beginnt mit dem Achtelfinale der Champions League.
Dass wir da überhaupt mitspielen, ist natürlich eine große Überraschung - dennoch sind wir nach den beiden Spielen gegen Tottenham vor allem enttäuscht.
Denn obwohl wir eigentlich beide Male ganz gut im Spiel sind, bringen uns individuelle Fehler um den Lohn.
Ein 1:2 in London und auch ein 0:2 zuhause gegen die Hotspurs sind natürlich keine Schande, aber wir werden ein paar Tage lang das Gefühl nicht los, dass wir eine große Chance leichtfertig weggeworfen haben...

Unseren Blues nutzt Charleroi, das ziemlich unverdient einen Punkt aus der Partie mitnimmt.
Da Genk zum Ende der Vorrunde hin allerdings auch ein bißchen schwächelt, gehen wir dennoch als Erster des Tableaus in die Meisterschafts-Playoffs.
Da die Liga unsere einzige verbliebene Titelchance darstellt, schwören sich die Jungs darauf ein, "dann wenigstens diese eine Überraschung zu schaffen und den Meistertitel zu verteidigen!"

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Es gibt im März aber auch gute Nachrichten.
Wir haben Sturmtalent Aguie Anfang der Saison nach Rotterdam verliehen - und der Junge macht dort mit einer Klasseleistung nach der anderen auf sich aufmerksam.
Inzwischen ist er wohl soweit, dass wir ihn nächste Saison für den Herrenkader einplanen können.
Und insbesondere seine Geschwindigkeit wird unserem Sturm bestimmt gut tun!

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"April, April!"
So machen sich die östlichen Nachbarn gern über einen Mitmenschen lustig, dem sie am ersten Tag dieses Monats einen Streich gespielt haben.

Da wir keine Deutschen sind, müssen wir uns natürlich nicht an die Beschränkung "erster Tag" halten - und so kommt es, dass sich unsere fünf Konkurrenten um den Titel wohl im April permanent verar...albert vorkommen.

Denn während wir in den bisherigen Monaten immer mal wieder wenigstens einen Punktverlust irgendwo einstreuten, läuft Royal Antwerpen pünktlich zu Beginn der Meisterrunde zu einer derartiogen Hochform auf, dass den Kontrahenten Hören und Sehen vergeht.

Sechs Spiele, sechs Siege - mit dem Höhepunkt eines 3:0 in Anderlecht - machen die Meisterrunde zu einer sehr schnell spannungsarmen Angelegenheit.

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Und da wir auch im Mai nicht nachlassen, steht nach Spieltag 37 quasi und nach Spieltag 38 auch rechnerisch fest, dass Royal Antwerpen zum zweiten Male nacheinander belgischer Meister ist.
Zusammen mit dem Supercup-Gewinn zu Beginn der Saison feiern wir nach Journalistenmeinung also das "kleine Double".


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Wenn man sich die offizielle Endtablle anschaut, sieht es übrigens fast knapp aus - aber ein Blick auf die Abschlußtabelle der Meisterrunde macht klar, wie unglaublich überlegen Antwerpen diese Titelverteidigung am Ende gestaltet hat.

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Gnaz "nebenbei" krönt sich auch unsere U18 zum belgischen Meister und wird damit die Sorgenfalten der Konkurrenten wohl vertiefen - denn offensichtlich ist auch unser Nachwuchs herausragend.
Vielleicht können wir eventuelle Abgänge in der Ersten sogar ohne externe Neuzugänge auffangen?
Nun, das bleibt abzuwarten.

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In der Saisonnachschau stellen wir dann fest, dass der Kontostand des Vereins auf über 80 Millionen Euro angewachsen ist, das Transferbudget ist binnen eines halben Jahres von minus 3,5 auf 15 Millionen angewachsen, die Sponsorenzahlungen werden sich erhöhen, beim Dauerkartenabsatz wird ein Anstieg von 50% (!) auf dann etwa 18.000 prognostiziert ... es sieht also großartig aus, rein finanziell.

Dachten wir zumindest, bis heute.
Womit meine Gedanken wieder in der Gegenwart angekommen sind, wo Präsident Schwafelinski inzwischen die Steinzeit verlassen hat und in seiner "kurzen Zusammenfassung"gerade zum Ende kommt.


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Zwanzig Minuten später sitze ich mit Eloïse in ihrem Büro und wir rekapitulieren die uns übergeholfene Finanzsituation.

"Also...

Erstens: Wir sind finanziell derart gesund, dass das Gehaltsbudget von 10 auf 35 Millionen angehoben wird, Umverteilung auf beispielsweise Prämienzahlungen für Spieler wurde unter fadenscheinigsten Vorwänden untersagt."


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"Zweitens: Stadionausbau wird deutlich größer und dauert deutlich länger, kostet etwa das Dreifache des bisherigen Plans und wird, warum auch immer, komplett vom Vorstand bezahlt. Wir ziehen für die kommende Saison in ein 40.000-Sitze-Stadion um."

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"Drittens: Transferbudget ist natürlich erneut negativ, diesmal fünf Millionen."

Eloïse grinst ein bißchen gequält.
"Es wird innerhalb der nächsten 2 Wochen wieder deutlich positiv sein. Zum einen wegen verschiedener Klauseln, zum anderen, weil wir leider den Kapitän verlieren..."

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"Abgesehen von irgendwelchen Finanztricks des Vorstands war es natürlich ein herausragendes Jahr.
Und das Wichtigste:
ich muß Dein Gegrummel nicht mehr ertragen, dass Du schon wieder nicht Trainer des Jahres geworden bist."

"Haha, sehr komisch!" - Aber Du hast recht, sportlich war das überragend."

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"Selbst die UEFA hat uns als größte positive Überraschung ausgezeichnet, das muß man auch erstmal schaffen!
Und das hat nicht nur für uns, sondern für die ganze belgische Liga positive Konsequenzen."


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"Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass mein Riecher bezüglich der Basile-Gallez-Verpflichtung goldrichtig war!"
"Jaja, Du bist Diamantauge-Lava. Zufrieden?" *kicher*

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"Und außerdem müssen wir irgendwie einen Weg finden, den U18-Staff trotz eingefrorener Prämien irgendwie zu belohnen. Wir stellen einfach mal ein Drittel der belgischen U21 bei der EM! Wahnsinn!"

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Als wir an dieser Stelle angekommen sind, strecke ich mich, ein bißchen selbstzufrieden.
"Das wars dann für heute, oder?
Alles andere können wir nächste Woche bespre..."


Eloise unterbricht mich mit einer Handbewegung.
"Nein, noch nicht ganz.
Du solltest die drei Mails noch beantworten."

"Welche drei... oh."

Sie hat den Laptop bereits aufgeklappt und mir herübergeschoben.
"Die drei Mails", wie sie das so lapidar ausdrückt, haben wir durchaus ein bißchen Kopfzerbrechen bereitet, denn es handelt sich um drei Vertragsangebote, bei denen ich wirklich überhaupt nicht weiß, was ich machen soll.

Sie schaut mir einen Moment dabei zu, wie ich unschlüssig vor dem Rechner sitze, dann sagt sie in sehr ruhigem, professionellen Ton:

"Wir wissen beide, dass Du diese Angebote Du einfach nicht abschlagen kannst.
Und wir wissen auch beide, welches dieser Angebote Du annehmen wirst."


Ich schaue ein bißchen hilflos zu ihr.
"Aber ich kann doch nicht ..."
"Doch, Du kannst."
"Und was wird mit Dir?"
"Na was wohl? Ich zeige den Herren Vorständen, was eine Harke ist. - Gerard, vor drei Jahren, als ich Dich hierhergelotst habe, wäre ich ohne Dich womöglich mit fliegenden Fahnen untergegangen. Aber inzwischen bin ich fest davon überzeugt, dass ich dieses letzte Vertragsjahr auch ohne Dich meistern werde.
Und danach such ich mir sowieso einen Job, wo man mich mehr zu schätzen weiß!

Es gibt nicht den geringsten Grund, warum Du Dich ebenfalls noch für ein Jahr hier festketten solltest. Dank Deiner Ausstiegsklausel können Sie Dich ja auch nicht festketten."


Ich seufze und schaue zwischen ihr unden drei Angeboten hin und her...



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« Letzte Änderung: 02.November 2025, 21:25:05 von Noergelgnom »
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 Not who you pray to.” (Terry Pratchett)
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