Stories und Onlinespiel > Stories, Lets Plays und Challenges
[FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers
Elemotion:
Juhuu die längste Story(s) des MTF geht wieder weiter. Das freut mich.
Ich hoffe dein Privatleben ist demnächst wieder ruhiger.
Noergelgnom:
(click to show/hide)@Bayernfahne:
Danke danke!
Und ja, Du hattest mit Deiner Vorhersage völlig recht, geb ich gerne zu. (Wir hatten aber auch ein bißchen Glück mit den Auslosungen - und vor allem durchgängig sattgrüne Moral. ^^)
Ob Deine neue Vorhersage eintrifft? Wer weiß das schon? ;)
@Elemotion:
Auch Dir vielen Dank! Und auch bei Dir doppelt.^^
Wer zu spät kommt .... (2043/2044, Hinrunde)
"Was soll das heißen, 'das geht leider nicht'? Und wer ist Pablo?"
"Das soll heißen", antwortet Eloïse mit einem Gesichtsausdruck, den ich in Ermangelung anderer Strohhalme zum Dran-Festhalten als 'bedauernd' interpretiere, "dass ich nicht mit Dir zu dieser Silvesterparty gehen kann, weil ich bereits mit Pablo hingehe. - Und Pablo ist - wie Du wüßtest, wenn Du mir ab und zu mal zuhören würdest! - der Bruder unserer Chefphysiotherapeutin Alejandra! "
Ich stelle spontan zwei Dinge fest:
erstens, dass Strohhalme auch nicht mehr das sind, was sie mal waren und zweitens, dass Eloïse mächtig angefressen klingt.
"Warum bist Du denn so sauer auf mich? Was hab ich Dir getan?", frage ich.
"Was Du get...." - sie bricht ab, um empört nach Luft zu schnappen. "Na ignoriert hast Du mich! Seit Jahren arbeiten wir hier zusammen und von Deinen großen Worten damals im Zug ist absolut nichts als heiße Luft übrig geblieben! Außer natürlich, dass wir uns gemeinsam um die Kaderplanung für Real kümmern! - Ich hab Dich schon vor Wochen gefragt, ob wir wieder zusammen zur Silvesterparty gehen ... aber Du hast mich ein ums andere Mal vertröstet. Selbst als ich Dir gesagt habe, dass ich inzwischen von anderen Männern gefragt werde, ob ich mit denen hingehe! Wofür hältst Du mich eigentlich? Für ein Möbelstück, das man nach Lust und Laune in die Ecke stellen und bei Bedarf wieder hervorholen kann?!
Mal ganz davon abgesehen, dass diese scheiß jährliche Silvesterparty sowieso das einzige an Zeit ist, dass wir seit unserer Ankunft hier privat zusammen verbracht haben!"
Sie holt kurz Luft, aber noch bevor ich etwas einwenden kann, grollt sie weiter.
"Ich glaube, ich hab mich getäuscht, Gerard. Du hattest niemals das geringste Interesse an mir, an Eloïse - nur an der Sportdirektorin Frau Mertens. Du bist ein solcher Holzkopf! Und ich bin es genauso, denn ich hab es nicht wahrhaben wollen!"
Mit diesen Worten läßt mich die rothaarige Furie stehen, schnappt sich ihren Mantel von der Ablage im Pausenraum und stürmt davon.
Etwa eine halbe Sekunde lang - bis ein helles und doch so gar nicht positives "Klirr!", gefolgt von einigen eher dumpfen "Kabumm!"s anzeigt, dass sie mit ihrem Mantel auch die Kristallschale mit den Äpfel vom Tisch gerissen hat und dass die Schale den Kontakt mit dem Boden ziemlich ungnädig aufgenommen hat.
Eloïse erstarrt in der Bewegung, dreht sich dann langsam um und schaut fragend auf das Malheur.
"... Das war ich, oder?"
Ihre Stimme hat einiges von dem heiligen Zorn verloren, mit dem sie mich eben noch zusammenstauchte, aber ich beschließe, zur Abwechslung mal den Gentleman zu geben.
"Ja, aber das ist egal. Geh ruhig, ich räum das weg."
"Sicher?", fragt sie zögernd.
"Sicher.", antworte ich und greife bereits nach Kehrschaufel und Handfeger. "Sind doch nur ein paar Scherben."
"...danke", höre ich sie nach einem Moment leise sagen, bevor sie - nun deutlich langsamer - durch die Tür und auf dem Gang des Verwaltungstraktes tritt. Nach wenigen Augenblicken verharren ihre leiser werdenden Schritte für einen Sekundenbruchteil, dann klappt die Außentür und mich umfängt die Stille eines spanischen Dezemberabends unter dem La Romareda.
Ich kehre die physischen Hinterlassenschaften unseres Streits zusammen und bringe dann auch gleich noch den Müll raus. Als ich am Videokonferenzraum vorbeigehe, beschließe ich spontan, auch hier noch zu fegen. Und in meinem Büro. Und im Präsidentenbüro.
Und natürlich in IHREM Büro ....
Nicht, weil ich so ein unglaublicher Ordnungsfanatiker wäre, sondern weil mir diese stupide Tätigkeit ein wenig Ablenkung verschafft und weil ich – das stelle ich allerdings erst spät am Abend fest, als ich dann doch irgendwann im Flur meiner Wohnung stehe – überhaupt keine Lust habe, allein in ebendieser Wohnung zu hocken, ahnend, dass Eloïse sich mit irgendwelcher buckliger Physiotherapeutinnenverwandtschaft über den Trottel namens Gerard hinwegtröstet – und über dessen unfassbare Idiotie, sie für selbstverständlich zu nehmen und keinen Schritt zu unternehmen, um aus der gegenseitigen Sympathie vielleicht eine richtige Beziehung zu machen.
Denn natürlich hat sie recht – das wurmt mich ja am meisten!
Als wir in Saragossa ankamen und zunächst im Hotel wohnten, haben wir zwangsläufig noch Zeit außerhalb der Arbeit miteinander verbracht, und sei es nur, dass wir gemeinsam im Hotelrestaurant zu Abend gegessen haben.
Nachdem wir dann in zwar benachbarte Stadtviertel, aber doch etwas voneinander entfernte Wohnungen gezogen waren, ist dieser "Privat"kontakt nach und nach eingeschlafen, wie mir jetzt erst so richtig bewußt wird.
Ich habe sie täglich viele Stunden auf Arbeit gesehen und habe – wie sich das für einen ehrgeizigen Vereinsangestellten gehört – meinen Tagesrhythmus komplett an den Verein angepaßt.
Eloïse war – auch da hat sie recht- irgendwann eigentlich nur noch eine sehr attraktive Kollegin, mit der ich eine gemeinsame Arbeitsvergangenheit in Antwerpen teile.
Und dabei war ich doch ziemlich sicher, dass sie diejenigewelche sein könnte – was hab ich mir bloß dabei gedacht, sie so zu vernachlässigen?!
Als ich mit meinen Gedanken soweit gekommen bin, stelle ich überrascht fest, dass ich bereits wieder Mantel und Schuhe anhabe und auf dem Weg nach draußen bin?
Wohin?
Na zum Blumenladen, ist doch klar!
Wie sich herausstellt, haben Blumenläden auch in Saragossa kurz vor Mitternacht geschlossen.
Aber Gerard wäre nicht Gerard, wenn er dafür keine Lösung wüsste – und zehn Minuten später stehe ich bereits am Bahnsteig und warte auf den Zug.
Zug?
Japp, denn der Flughafen liegt etwas 15 Kilometer von meinem jetzigen Standort entfernt – und bei allem Enthusiasmus: 15km Spontanlauf dürfen gerne meine Spieler nach unerklärlichen Nichtleistungen durchführen.
Wenn ich eine (noch viel unerklärlichere) Nichtleistung abliefere, lasse ich mich selbstverständlich dennoch kutschieren, ist ja wohl klar!
Halb eins nachts stehe ich dann endlich am Flughafen – nur um festzustellen, dass hier zwischen 23:00 und 5:00 ebenfalls Blumenruhe angesagt ist.
Dammit!
(Hätte ich natürlich vorher mal googlen können, schon klar.)
Da ich keine Lust habe, völlig unverrichteterdinge zurückzufahren, setze ich mich in die Wartehalle. Sind ja nur viereinhalb Stunden, Training ist heute nicht, kann ich also auch die Nacht durchmachen.
Bloß einschlafen darf ich nicht, das wär ....
6:18 Uhr
Ich schrecke hoch, als der Wachmann mich freundlich an der Schulter schüttelt.
"Senor Lavayeux? Alles in Ordnung?"
Seitlich hinter ihm sehe ich mehrere Kameras und Photoapparate auf mich gerichtet.
Ich will noch instinktiv die Hände hochreißen, aber es ist natürlich schon längst zu spät.
Also rappele ich mich mühsam hoch, ignoriere die schmerzenden Knochen (wie ich feststellen muß, sind Flughafenbänke nicht geeignet zum quer-drauf-rumliegen, da zu unergonomisch), murmle ein "Ja, alles okay" und haste davon.
Zehn Sekunden später komme ich mit hochrotem Kopf zurück, greife mir meinen Mantel von der Bank und verschwinde dann endgültig.
Nix wie weg, ey!
Meine schlimmsten Befürchtungen werden dann zwei Stunden später wahr, denn natürlich war einer der Photofritzen so hinterhältig, seine Bilder in Madrid anzubieten:
(click to show/hide)
Ist das peinlich!
Und wie immer, wenn man am liebsten im Boden versinken und über einen bestimmten Sachverhalt überhaupt nicht sprechen möchte, herrscht absolut kein Mangel an Menschen, die genau das doch möchten.
Von Präsident Blanco und Sportdirektor Cordero (die beide relativ schnell und einfach zu beruhigen sind) über unseren neuen obersten Stusserzähler Tedd Groehli (der mir einen telefonischen Vortrag über Vorbildwirkung und den negativen Einfluss solcher Berichte auf den Wert seines Investments hält)... bis hin zu der einen Person, bei der ich inständig gehofft hatte, sie würde das vielleicht nicht zu Gesicht bekommen....
"Sag mal, ist bei Dir alles okay?"
"Öhm, ja... alles gut."
"Sieht nicht so aus – wieso schläfst Du bitte auf dem Flughafen?"
In DIESEM Moment fällt mir der Grund wieder ein, warum ich überhaupt dort war.
"Scheiße, die Blumen!", entfährt es mir unwillkürlich.
"Blumen? Welche Blumen?", schallt es verwundert und ein bißchen misstrauisch aus dem Hörer.
"Öh ... äh ..."
"Ja??"
"Ich ... äh ... wollte Dir Blumen besorgen und ... öhm ... möglicherweise auch eine Schachtel Pralinen und .... äh ....", jetzt fang ich am Telefon regelrecht an zu schwitzen, weil mir beim Reden auffällt, wie bescheuert die ganze Idee war und wie das wohl bei ihr ankommen wird.
Leider bekomme ich meine Zunge nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle und höre mich daher sagen: ".... einen Ring."
"Einen .... Ring ? ? ?" Kurze Stille, dann ein ungläubiges und leider gar nicht fröhliches Lachen. "Sag mir bitte, dass Du nicht die Art von Ring meinst, die ich gerade befürchte."
Ich schlucke.
"Äh ... hilft es, wenn ich Dir sage, dass mir gerade selbst aufgefallen ist, dass die ganze Idee irre war?"
Sie klingt immer noch ein wenig geschockt: "Ehrlich gesagt: nein. - Ich fass es nicht, dass DAS Deine Reaktion auf das Gespräch gestern sein sollte. Wofür hältst Du mich, für ein Gimmick, bei dem man nur mit den Fingern schnippen muß, damit es die gewünschte Bewegung ausführt?!"
Dann stockt sie kurz ... und DANN spricht sie in dem professionellen Ton weiter, der normalerweise für Verhandlungspartner bestimmt ist. "Ich bin froh, dass Du nichts von alledem gekauft hast. Lass es auch bitte zukünftig sein, ja? - Wir sehen uns bei der Silvesterfeier. Machs gut."
*Klick*
Die Feier ist eine absolut nervtötende Zeitverschwendung, die mir schon nach 3 Minuten mächtig auf den Zeiger geht.
Hat natürlich auch damit zu tun, dass es mir einen Stich nach dem anderen versetzt, Pablo um Eloïse herumscharwenzeln zu sehen und vor allem zu sehen, wie sehr sie seine Aufmerksamkeit genießt und meine Anwesenheit nahezu ignoriert.
Ich drücke mich bis Mitternacht in den Ecken des gemieteten Partysaales herum, um bloß ja mit niemandem reden zu müssen, starre viel zu oft finster zu Pablo rüber und mache mich direkt nach dem "Prosit Neujahr" auf den Weg nach Hause.
Die Passanten und Anwohner, die mir allesamt fröhlich zuwinken und sich und mich zum neuen Jahr beglückwünschen, können einem leid tun, so finster wie ich gucke.
Ist mir aber egal, ich will nicht fröhlich sein, ich will in meine Höhle.
Dass wir zwischen August und Dezember auch ein wenig Fussball gespielt haben, ist mir zwar bewußt, aber im Moment könnte es mir nicht egaler sein.
Fussball!
Wer bitte schön interessiert sich denn ausgerechnet für FUSSBALL???
(click to show/hide)
(click to show/hide)
(click to show/hide)
Bayernfahne:
Grandios, grandios, grandios! Glück im Spiel, Pech in der Liebe, deswegen nennt man ihn auch Lava und nicht Lova. ;)
(click to show/hide)Die Bayern auf 17? Ach hör mir doch auf! :D
m4:
Nenene Lava, der Frauen(un)versteher ;)
Da wird ihm die Frau auf dem Silbertablet serviert, bekommt von ihr massenhaft Zeit den Arsch hochzubekommen... und er bekommt es trotzdem nicht hin...
Freut mich, dass es hier weiter geht :)