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[beendet] [FM23/24] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
Karagounis:
Dann spoilere ich auch nicht
(click to show/hide)verdammt eng, schade! Das ist bitter (jetzt habe ich alle Wörter benutzt die Achtelprofi erwähnte). Dann greifst du halt nächste Saison wieder an.
knufschu:
@Achtelprofi & Karagounis: Ja, war eine bittere Nummer, aber nichts Neues für die Arminia. :-)
Kapitel 31 „Spieler mit eigenen Liedern (1): Heute wird gesoffen, bis Di Santo trifft!“
Fangesänge können so schön und fies zugleich sein! Für mich neues, frisch erworbenes Fußballfachwissen, dass Franco Di Santo bei Schalke aufgrund seiner Torlosigkeit sogar besungen worden ist.
Der für stolze 6 Millionen Euro von Werder Bremen zu Schalke 04 transferierte Angreifer wurde in der Sportberichterstattung u.a vom Experten Tobias Escher für seine Aufopferung im Pressingverhalten gelobt, aber eben nicht für seine vielen Tore, die man von ihm erwartet hatte. Der Kicker titelte über ihn ebenso positiv mit den Worten „Torlos, aber wertvoll“.
Di Francos Torlosigkeit dauerte in der Tat sehr lange. Im März 2016 trifft di Santo noch zum 3:1 gegen den 1. FC Köln und ab dann beginnt die Durststrecke des Stürmers. Es dauert bis in den Herbst 2017. In der zweiten Runde des DFB-Pokal gegen Wehen-Wiesbaden netzt Di Santo erst wieder. Bei einem 3:1 Sieg trifft er zum 1:0. Es war inzwischen der 24. Oktober. In der Liga dauert es noch einen Monat länger, bis Di Santo ein Tor gelingt. Der Argentinier markiert erneut ein 1:0, gegen den HSV.
Ob Humor, Kritik, aber zweifelsohne mit einer großen Portion Ironie besungen ihn jedenfalls die Schalker Anhänger in der Phase der Torlosigkeit mit den Worten „Heute wird gesoffen, bis Di Santo trifft.“
Der Transfersommer & der Kader
Im Transfersommer galt es am Bischofsholer Damm einen mittleren Umbruch zu gestalten. Insgesamt haben zehn Spieler, darunter auch Stammkräfte, den Verein verlassen, weil Weiland den Kader auch in der Qualität verändern wollte oder die geforderten Gehälter, die Bedeutung im Kader oder geforderte Einsatzzeiten von Schmitz und Kobert unangemessen erschienen.
Weiterhin wurde die Arminia nun zum professionellen Verein umgestellt, so dass man nicht nur täglich trainiert, sondern die Spieler sowieso mehr Kohle wollen, was bei dem Budget insgesamt - wie in den Jahren zuvor auch – nicht so einfach war.
Das Hauptziel in dem Sommertransferfenster war eigentlich einen Stürmer zu holen, der nicht immer in der Luft hängt. Boesen hat dem SVA zwar eine beachtliche Quote an Toren beschert, seine Leistungen sind aber selbst mit Tor manchmal in einen nicht akzeptablen Bereich abgefallen.
Am Ende des Transferfensters hat die Arminia das Gehaltsbudget sogar leicht überschritten, so dass im Winter und bei etwaigen Vertragsverlängerungen kein Spielraum ist. Der Vorstand zeigt sich zudem nicht generös und macht (bisher) keinen Cent locker. Das wird ein Tanz auf Messers Schneide.
Im Tor
Chizuka bleibt die Nummer 1. Fabio Schärtel wird der Nachwuchsspieler, der sicherlich hier und da eingesetzt werden könnte. Er ist einer der nötigen U23-Sieler im Spieltagskader.
In der Abwehr
In der Innenverteidigung sind Kisilowski und Veh ganz klar gesetzt, haben sie doch in der letzten Saison extrem gut funktioniert. Ein wenig bange Blicke wirft man allerdings auf deren Verträge, denn diese laufen aus und vermutlich wird es schwierig deren Gehaltsideen zu realisieren.
Olivier N’Zi wechselt aus Österreich nach Hannover. Er hat zuvor in der zweiten österreichischen Liga für den Grazer AK gespielt.
Links scheint Hackenthal ein wenig außer Form. Er hatte in der letzten Saison viele Probleme gegen den Ball, so dass Stellwagen hier mit ihm auf Augenhöhe um Einsätze kämpft. Für 1860, Regensburg und Rostock hat der erfahrene Verteidiger bereits in der 3. Liga oder der 2. Bundesliga gezockt.
Rechts ist Götze neu. Mainz 05 hat ihn ausgebildet, aber dann nach Balingen abgegeben. Dort wollte er seinen Vertrag nicht verlängern und kommt an den Hügel nach Hannover.
Im Mittelfeld
Das Dreiermittelfeld hat ebenso Zuwachs bekommen. Cabraja, Maxi Großer, Keute und Stepantsev sind bereits bekannt und im Club etabliert.
Mit dem Abstieg des SC Verl hat Schilling einen neuen Verein gesucht und einen Drittligisten gefunden. An dem defensiven Sechser / Achter waren einige Vereine der Liga dran. Kurioserweise hat er sich für Arminia entschieden. Das war bisher in Zweifelsfällen eher immer der andere Verein. Seine fußballerische Heimat ist lange Zeit Waldhof Mannheim gewesen. Mit ihnen spielte er in der 3. Liga, der Regionalliga und der Oberliga.
Bleron Krasniqi kommt aus der Knappenschmiede der Schalker. Für die erste Elf hat er ein Spiel in der 2. Liga gemacht. Zuletzt war der offensive Mittelfeldspieler bei Fortuna Köln unter Vertrag. Er kostete eine Mini-Ablöse von 5000 €.
Im „Sturm“
Die Außenbahnen und die 9 beackern in Teilen neue Gesichter. Herrmann bleibt als Leihgabe aus Gladbach in Hannover, er ist aber auch eher Ersatzspieler. Ebenso Ersatz ist Touray.
Links, rechts oder vorne drin könnten Aigbedion, Wagner, Beleme, Boesen oder Korkmaz spielen.
Aigbedion ist ein Talent vom FCA. Er hat eher für deren Zweite gespielt. Er ist auch der Grund, wieso Arminia das Gehaltsbudget überzogen hat.
Wagner stammt aus dem Nachlass des SC Verl, wie Schilling. Er ist ein solider Drittligapöhler, der einst beim BVB entdeckt worden ist.
Der gebürtige Hamburger Beleme hat einige Stationen an der Elbe hinter sich. Er war in Eimsbüttel, bei Pauli, dem HSV, bevor er dann ein wenig als Wandervogel hier und da gespielt hat. Jetzt ist er jedenfalls beim SVA.
Korkmaz ist zur Leihe in Hannover. Leider hat er vor dem Tor Konzentrationsprobleme. Das wusste sein Heimatverein Rostock scheinbar zu gut.
Der Wunschtransfer Weilands – Matteo Gumaneh – kam leider in der finalen Phase nicht zustande. Er hat sich für den Aufsteiger aus Homburg entschieden, obwohl oder gerade, weil er zwei Wochen zur Probe am Bischofsholer Damm war.
1. Spieltag 3. Liga: TSG 1899 Hoffenheim II (H)
Die Arminia startet in diese Spielzeit mit einem schwieriger Spielplan, denn nebst dem Vorjahresmeister, der TSG Hoffenheim, wartet auch gleich am zweiten Spieltag der Zweitligaabsteiger aus Halberstadt. Es folgen in der Liga dann Spiele gegen zwei Zweitvertretungen, die wie Wundertüten sind: Dortmund II und Mönchengladbach II.
Gegen die TSG reichen zwei rote Karten beim Gegner nicht, um daraus Profit zu schlagen! Mbende sieht in der 53. Minute die Ampelkarte und Juric in der 71. sogar eine glatt rote Karte, aber Korkmaz und Boesen verballern vorne beste Chancen und machen aus einem xG-Wert von fast 2 kein Tor.
Treffer: -
Zuschauer: 2516
2. Spieltag 3. Liga: VfB Germania Halberstadt (A)
Halberstadt weiht an diesem zweiten Spieltag sein neues Stadion mit dem sexy Namen „VfB Germania Halberstadts Stadion“ (Dichter wie Brecht hätte da bestimmt poetischere Bezeichnungen gefunden) ein, doch auch aus Hannover hört man eine frohe Botschaft: Die Rasenheizung im Rudolf-Kalweit ist fertig und man kann anlassbezogen die Sitzplätze auf 18.000 Zuschauer anpassen. Von den Schafen gibt es dafür ein - naja - zustimmendes „Määäh“ zu hören, denn diese müssen dann ein wenig weichen.
Müsste man eine Karikatur bezüglich des Chancenverschwendens (xG 2,17) zeichnen, so sollte als Vorlage diese Partie ansehen. Erneut treffen Boesen und Korkmaz kein Scheunentor. Erst der Joker Wladi Wagner kann den Siegtreffer setzen. Eine Kontersituation wird von Stepantsev mit einem Traumpass auf den Torschützen eingeleitet. Die Graugänse aus Halberstadt fliegen in V-Formation nur hinterher.
Treffer: Wagner (71)
Zuschauer: 13.753
3. Spieltag 3. Liga: Borussia Dortmund II (H)
Noch muss die Rasenheizung am Bischofsholer Damm nicht eingeweiht werden, denn es ist noch warm. Erneut reihen die Blauen Chance an Chance aneinander (xG: 3,02) und erneut tun sie sich mit der Unterbringung des Balles im Tor sehr schwer. Also müssen Standards helfen: Stepantsev kann in der 77. Spielminute einen berechtigten Strafstoß einschieben und Kisilowski einen Eckball in die Maschen kanonieren. Endstand 2:0.
Treffer: Stepantsev (77), Kisilowski (83)
Zuschauer: 2815
1. Runde DFB-Pokal: FC Augsburg (H)
Bei der Auslosung war schon klar, den Ernstfall mit 18.000 Zuschauern im RKS muss man nicht einplanen. Es kommt zwar ein Bundesligist, aber nicht mit einer derartigen Strahlkraft.
Nach 35 Minuten schien der Spielverlauf vorgezeichnet, denn nach Gegentoren von Husein und Dardai führen die Augsburger verdient mit 2:0 in diesem - für Gästefans – kuriosen Stadion. Weil sich der Bundesligist allerdings zu sehr auf den Lorbeeren ausruht und der SVA viel Zeit mit dem Ball bekommt, kommen sie in der 57. Minute zum Anschluss. Wagner kann eine Flanke auf den zweiten Pfosten zum Anschluss einköpfen. In der 79. Minute kommt der Geruch von Sensation auf: Flanke, Kopfball, Tor – Fußball ist sehr simpel und es steht 2:2. In diesem Fall stand Krasniqi richtig. Das Rezept ist gefunden und in der 82. Minute haben schon alle Zuschauer das „Jaaaa!“ auf dem Lahmannhügel auf den Lippen, doch Wagner köpft den Ball Zentimeter am Tor vorbei!
In der Nachspielzeit setzt sich dann schnell die individuelle Klasse durch und der FCA schießt zwei Tore und so fahren sie mit einem kleinen Schock, aber einem 4:2 Sieg, zurück gen Süden.
Treffer: Wagner (57), Krasniqi (79)
Zuschauer: 5934
4. Spieltag 3. Liga: Borussia Mönchengladbach II (A)
Zu schnell, zu gut, zu … alles – Gladbach gewinnt diese Partie zwar nur mit 2:1, ist aber maßlos überlegen. Die Weiland-Elf erlebt einen Tag zum Vergessen.
Treffer: Stepantsev (93)
Zuschauer: 1480
5. Spieltag 3. Liga: SpVgg Unterhaching (H)
Für die Blauen geht aktuell im Sturm nichts leicht von der Hand. Während Weiland an dem 4-3-3 herumdoktort, muss er zusehen, wie seine Offensivkräfte in gute Positionen kommen, aber den Ball einfach nicht ins Tor bringen. Hier ein paar Szenen aus dem Spielverlauf zum Mitärgern: Wagner schießt in der vierten Minute einen Ball unter die Latte, aber er prallt vor der Linie auf, in der 45. Minute wird Cabraja im Strafraum klar von hinten umgetreten, aber der Schiedsrichter sieht es nicht, drei Minuten nach Wiederanpfiff guckt das Gespann in Schwarz dann genau hin und erkennt bei einem Tor eine Abseitsstellung. Man könnte nun weiter aufzählen, aber selbst Unterhaching scheint Mitleid zu haben. In Minute 52 legen sie sich den Ball dann halt gönnerisch selbst in Tor. Beleme kommt auf rechts auf die Grundlinie im gegnerischen Strafraum, passt mit Druck in die Mitte und Bastins Wade fälscht ins Tor ab. Am Ende gewinnt Hannover verdient mit 1:0.
Treffer: Bastin (52, ET)
Zuschauer: 2620
6. Spieltag 3. Liga: Chemnitzer FC (A)
… und er trifft! Vincent Boesen beschert Arminia zu Hause einen 1:0 Sieg. Der Treffer gehört zum großen Teil auch dem Vorlagengeber Beleme, der mit seiner letzten Aktion in dieser Partie einen Ball querlegt, den Boesen im Grunde auch nicht mehr danebenschießen kann.
Somit wird kommt das Di-Santo-Schmählied niemandem auf dem Hügel oder in dem Gästefanbereich in den Sinn. In Weilands Kopf tönt es allerdings in voller Lautstärke.
Treffer: Boesen (43)
Zuschauer: 10.413
7. Spieltag 3. Liga: Würzburger Kickers (H)
Das dritte 1:0 in Folge. Mal wieder gelingt es Arminia nicht auf herkömmlichem Weg, sondern man benötigt einen Strafstoß. Inzwischen ist Stepantsev der Mann der Stunde und schießt diesen ins Tor.
Treffer: Stepantsev (66, e)
Zuschauer: 2990
7. Spieltag 3. Liga: SC Weiche Flensburg (A)
Die Niederlage gegen Flensburg hat sich in den letzten Spielen angedeutet. Es häuften sich zunehmend Fehler in der Ballannahme, Lücken vor und in der Abwehr, Stürmer, die hilflos auf dem Rasen irrlichtern. Das ist eine Gemengelage, die Weiland aktuell nur in Teilen in den Griff bekommt und so verliert Arminia gegen einen sehr gut aufgelegten Aufsteiger mit 1:3.
Treffer: Beleme (23)
Zuschauer: 3125
8. Spieltag 3. Liga: SV Darmstadt 98 (H)
Klar, Fußball muss kein Spektakel sein, Spiele müssen nicht immer 4:0 gewonnen werden, aber in dieser Woche hat der Trainer- und neuerdings auch der Analystenstab die Gehirne an der Geschäftsstelle in Bischofshol zusammengeworfen und ernsthaft an dem 4-3-3, das in der Vorsaison fast zum Aufstieg gereicht hätte, gefeilt.
Dabei gilt es den Spielvortrag, mit dem man grundsätzlich zufrieden ist, in richtige Bahnen zu lenken um den Mittelstürmer und/oder den Außenstürmer wieder zu den Goalgettern Nummer 1 & 2 zu machen, denn ein Tor pro Spiel ist bei einer solchen Menge an Schüssen aufs Tor zu wenig, ebenso bei durchschnittlichen XG-Werten größer als 1.
Im Grunde hat die Taskforce sich entschieden, vorne entweder geduldiger zu spielen oder hinten geordneter aufzubauen, bei Erhalt des langen Abschlags.
Ob man den Bock beim 3:2 Sieg gegen den Zweitligaabsteiger aus Darmstadt nun umgestoßen hat, bleibt abzuwarten. Festhalten kann man, dass die Tore von den erwünschten Spielern gemacht worden sind und Boesens Torlosigkeit erstmal ein paar Spiele nicht besungen werden wird. Die beiden Gegentore fallen einmal nach einem Kopfballfehler Vehs und weil Darmstadt einfach auch mehr individuelle Klasse aufzubieten hat, bei Namen wie Robin Hack oder Benedict Hollerbach.
Treffer: Krasniqi (32), Boesen (45), Wagner (72)
Zuschauer: 3248
In der Tabelle steht Arminia weiterhin oben mit drin, daher scheint beim Lesen vielleicht die Frage aufzukommen, wieso Weiland sich derart große Gedanken macht und hier sowieso nur rumgenörgelt wird, aber die Stürmerrolle war bereits in der letzten Saison so eine Sache. Luxusprobleme?! Naja.
Ernsthaftere Tabellensorgen machen sich jedenfalls die Zweitvertretungen von Dortmund und Mainz, sowie Unterhaching und die Preußen aus Münster. Halberstadt scheint nach direktem Durchmarsch in die 2. Bundesliga, dem folgenden Abstieg nun auch in Gefahr den umgekehrten Weg gehen zu müssen.
Muffi:
Argh, auf den letzten Metern dann doch die Puste ausgegangen. Aber auch wenn es am Ende absolut ärgerlich war, was es dennoch eine richtig tolle Debütsaison in der 3. Liga. Und die zweite Saison wird bestimmt nicht leichter, gilt es doch die gezeigten Leistungen zu bestätigen.
Nach den ersten 9 Spieltagen sieht es ja schon richtig gut aus, da jetzt Konstanz reinbringen und es klappt in der dieser Saison mit dem Aufstieg! :)
Muffi:
Ich bin gerade im Bus am RKS vorbei gefahren, hier das Beweisfoto :) :
Thewes:
Schade das es nicht mit dem Durchmarsch geklappt hat, aber der Saisonstart ist doch wieder relativ gut verlaufen, vielleicht klappt's ja im 2. Jahr. ;)