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| DragonFox:
--- Zitat von: Signor Rossi am 07.Dezember 2021, 11:44:34 --- --- Zitat von: White am 07.Dezember 2021, 02:20:16 ---Ich hoffe übrigens, dass wir irgendwann wieder in eine Zeit kommen, in der in Filmen "alles" erlaubt ist und nicht Filme sofort gecancelcultured werden, wenn irgendjemandes Gefühle potenziell verletzt werden. --- Ende Zitat --- Es wird vorerst beim langweiligen Einheitsbrei bleiben, wo Frauen und PoC - gerne auch in Kombination - die großen, schlauen Helden sind und "alte weiße Männer" die dummen Bösewichte. Anscheinend gibt es ein Bedürfnis, die Fehler der Vergangenheit mit gleicher Münze heimzuzahlen anstatt es besser zu machen. --- Ende Zitat --- In den letzten zwei bis drei Jahren sind Tom Hardy (Venom 2), Ryan Reynolds (Free Guy, Killery Bodyguard, Red Notice) , Dwayne Jhonson (Jungle Cruise - oder ist der schon POC, weil er Hawainer ist?), Vin Diesel (Fast and Furious, Bloodshot), Jason Statham (Cash Truck), Tom Hanks (Finch, Greyhound), Mathew McConaughey (The Gentleman + die gesamte Crew), Chris Pratt (The Tomorrow War), Chris Hemsworth (Extraction), Matt Damon (Le Mans, No Sudden Move), Bob Odenkirk (Nobody), Keanu Reeves (John Wick) und viele andere weiße männliche Schauspieler vor allem dadurch aufgefallen, dass sie keine Helden sind, sondern immer die dummen Bösewichtige spielen. Ich hab die Filme wohl alle falsch interpretiert. ;) Es gibt noch mindestens 1-2 mehr solcher Beispiele, da die jetzt mal aus dem Kopf waren. Wie kommt es, dass du die aktuelle Auswahl an Filmen so einseitig siehst? Ingesamt erscheinen in Deutschland pro Jahr über 600 Filme im Kino. Dazu kommen Direct to Stream Filme und Filme die man aus dem Ausland beziehen könnte. Also im Jahr, schätze ich, hast du ein Angebot von über 800 Filmen zu deiner Verfügung aus der du wählen kannst. Hat es da nicht Platz für etwas Vielfalt im Themenangebot? Wenn du Filme mit starken weißen männlichen Filmhelden suchst kann ich dir gerne ein paar Tipps geben. |
| DeDaim:
@Signor Rossi: Das ist doch viel zu eindimensional gedacht. Natürlich ist Diversity ein Thema bei der Filmproduktion und (politisch) von den Studios so gewollt. Grundsätzlich spricht ja auch nichts dagegen, die gesellschaftliche Vielfalt abzubilden. Mir ist das jedenfalls lieber als ein "weißer patriarchaler Einheitsbrei" (früher war eben nicht alles besser). ;) Die Frage ist doch, ob einem das mit dem Holzhammer eingebläut wird und Rollen einfach nur aus Gründen der Diversität so besetzt werden, wie sie besetzt werden, oder ob es einfach Filme sind, die einen vielfältigen Cast haben. Da bleibt dann letztlich doch wieder schlicht die Unterscheidung in gute und schlechte Filme. Ein Film (oder auch eine Serie), bei der z.B. Rollen mit Frauen besetzt werden, die dann im Grunde auch wieder nur Männer spielen, wird in aller Regel kein guter Film sein. Was den Umgang mit bestimmten Themen anbelangt, hat DragonFox eigentlich schon alles gesagt: es kommt auf die Kontextualisierung an. Was das dann mit Cancel Culture zu tun haben soll ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Ein Film, der sich kritisch mit Rassismus auseinandersetzt, wird vermutlich (hoffentlich!) mehr Anklang finden, als einer, der Rassismus abfeiert oder eine Komödie, in der am Fließband rassistische Witze gerissen werden. Wenn die beiden letzteren dann vom Publikum abgestraft werden und solche Filme in der Folge dann nicht mehr produziert werden, hat das nichts mit Cancel Culture zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit Anstand. Die Welt dreht sich eben weiter und die Gesellschaft reagiert sensibler auf bestimmte Themen, weil auch die entsprechenden Bevölkerungsgruppen lauter sind und gehört werden. Das kann man natürlich doof finden, es ändert aber nichts an dieser Entwicklung. Mein Bürokollege hat eine überspitzte Darstellung an seiner Pinnwand hängen, die es aber ganz gut trifft, finde ich: Du bist nett und höflich zu einer anderen Person. -> Ist die Person weiß und männlich? Ja. -> Ganz normaler Anstand. Nein. -> Völlig übertriebene politische Korrektheit!!! So kommt es mir mitunter bei solchen Diskussionen wie hier vor. |
| Octavianus:
--- Zitat von: DragonFox am 07.Dezember 2021, 01:33:50 ---Ich hab heute Forbidden Planet, oder Alarm im Weltraum gesehen. Ein SciFi Klassiker von 1956. Bahnbrechende Technik, eine sehr guter Plot, gute Musik. Natürlich muss man den als Kind seiner Zeit betrachten. Heute hat man vieles davon schon in anderen Filem gesehen. Aber die gesamte Idee, der Twist in der Story und die technische Umsetzung waren wirklich überraschend für mich und sehr interessant zu sehen. Auf der Bluray ist eine hervorragende Doku zu den Hintergründen des Films und wie das Genre damals in den früher 50er Jahren langsam entstand. Einziges Manko - wobei man wohl auch das als Kind seiner Zeit betrachten muss - harter Sexismus. In dem Film spielt eine Frau mit und wie oberflächlich mit der Rolle umgegangen wird und was da für Sprüche fallen ginge heute nicht mehr. Wer über den ganzen guten und schlechten Staub auf dem Film hinweg sehen kann und wissen will wo ein großer Teil unserer heutigen SciFi ihren Ursprung hat, dem kann ich den Film empfehlen. Es ist sogar eine Shakespeare Adaption. ;D --- Ende Zitat --- Auf die andere Diskussion gehe ich vielleicht später noch ein, aber ich würde dir auf jeden Fall Solaris von 1972 ans Herz legen wollen. Großartiger Film von Tarkowski (eine Adaption von Stanislaw Lems Klassiker). Generell lohnt es sich, auch andere Filme von Tarkowski zu sehen. Stalker sei einmal als Beispiel genannt. Es gibt nur wenige Regisseure, die heute noch vergleichbare Filme wie er machen. |
| DragonFox:
--- Zitat von: Octavianus am 07.Dezember 2021, 13:36:27 --- --- Zitat von: DragonFox am 07.Dezember 2021, 01:33:50 ---Ich hab heute Forbidden Planet, oder Alarm im Weltraum gesehen. Ein SciFi Klassiker von 1956. Bahnbrechende Technik, eine sehr guter Plot, gute Musik. Natürlich muss man den als Kind seiner Zeit betrachten. Heute hat man vieles davon schon in anderen Filem gesehen. Aber die gesamte Idee, der Twist in der Story und die technische Umsetzung waren wirklich überraschend für mich und sehr interessant zu sehen. Auf der Bluray ist eine hervorragende Doku zu den Hintergründen des Films und wie das Genre damals in den früher 50er Jahren langsam entstand. Einziges Manko - wobei man wohl auch das als Kind seiner Zeit betrachten muss - harter Sexismus. In dem Film spielt eine Frau mit und wie oberflächlich mit der Rolle umgegangen wird und was da für Sprüche fallen ginge heute nicht mehr. Wer über den ganzen guten und schlechten Staub auf dem Film hinweg sehen kann und wissen will wo ein großer Teil unserer heutigen SciFi ihren Ursprung hat, dem kann ich den Film empfehlen. Es ist sogar eine Shakespeare Adaption. ;D --- Ende Zitat --- Auf die andere Diskussion gehe ich vielleicht später noch ein, aber ich würde dir auf jeden Fall Solaris von 1972 ans Herz legen wollen. Großartiger Film von Tarkowski (eine Adaption von Stanislaw Lems Klassiker). Generell lohnt es sich, auch andere Filme von Tarkowski zu sehen. Stalker sei einmal als Beispiel genannt. Es gibt nur wenige Regisseure, die heute noch vergleichbare Filme wie er machen. --- Ende Zitat --- Danke für den Tipp. Solaris steht schon auf der Liste. Die Liste ist allerdings sehr lang. ;D |
| Signor Rossi:
--- Zitat von: DragonFox am 07.Dezember 2021, 12:09:29 ---...vor allem dadurch aufgefallen... --- Ende Zitat --- Die sind vor allem dadurch aufgefallen, dass sie "fertige" Superstars sind. Die sind aber nicht die Zukunft, die Zukunft sind junge Schauspieler und Regisseure, die in den Startlöchern stehen, um zu solchen Superstars zu werden. Und die sind gezwungen, mit den Wölfen zu heulen, weil sie sich sonst ihre Karriere abschminken können. Dabei geht es auch nicht darum, dass man endlich wieder fremden- und frauenfeindliche Filme sehen will. Nein, es geht darum, dass neben dem öffentlichen Diskurs eben auch die Kunstfreiheit eingeschränkt wird. Und da passt dann deine Kritik des "harten Sexismus" bei einem Uraltfilm ziemlich gut rein. --- Zitat von: DeDaim am 07.Dezember 2021, 12:15:25 ---Die Frage ist doch, ob einem das mit dem Holzhammer eingebläut wird... --- Ende Zitat --- Das Gefühl des Holzhammers kommt aber zwangsläufig auf, wenn man von Studiorichtlinien liest, wie Filme grundsätzlich zu besetzen sind. --- Zitat ---Was das dann mit Cancel Culture zu tun haben soll ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. --- Ende Zitat --- Von Cancel Culture hatte ich auch nichts geschrieben. --- Zitat ---Ein Film, der sich kritisch mit Rassismus auseinandersetzt, wird vermutlich (hoffentlich!) mehr Anklang finden, als einer, der Rassismus abfeiert oder eine Komödie, in der am Fließband rassistische Witze gerissen werden. --- Ende Zitat --- Ja, so extrem betrachtet ist das bestimmt richtig, ich würde aber mal behaupten, dass hier keine Rassisten sind, die rassistische Filme abfeiern wollen. Es geht im Grunde nicht wirklich um die Inhalte, wie es auch nicht um Diversity geht, es geht um den Zwang, mit dem das durchgesetzt werden soll und der nichts besser macht als es in der Vergangenheit gemacht wurde, man dreht einfach nur das Vorzeichen um. |
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