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| DeDaim:
Gestern haben wir Don't Look Up angesehen. Insgesamt ein guter Film, wenn auch nicht überragend. Der großartige Cast kann bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich zeigen, was er kann, dafür fehlt es an erzählerischer Substanz, es bleibt doch meist recht oberflächlich. Darum geht es aber auch gar nicht, denn das, was der Film sein möchte, ist toll umgesetzt: Eine Metapher für den Umgang unserer Gesellschaft mit der Wissenschaft bzw. wissenschaftlichen Erkenntnissen. Da wird etwas unstrittig festgestellt und von der überwältigenden Mehrheit der Fachleute bestätigt und trotzdem gibt es Zweifler, Leugner, Verschwörungstheoretiker (Klimakrise anyone?). Das führt teils zu absurden Situationen, die ich bis vor der Pandemie kaum für möglich gehalten hätte. Mittlerweile glaube ich, einige Menschen würden sich wirklich so idiotisch verhalten. Wenn ich nur den Film als solchen bewerte: 6/10 Wenn ich ihm noch einen Punkt Metapher-Bonus gebe: 7/10 |
| Octavianus:
--- Zitat von: DragonFox am 05.Mai 2022, 17:04:07 --- --- Zitat von: Herr_Rossi am 05.Mai 2022, 16:25:30 ---Ich durfte mir gestern Top Gun Maverick ansehen. Geschäftlich. ;D :P Ich hatte nicht viel erwartet, aber es war ein über weite Strecken ein Film den man sich ansehen kann. Handwerklich mehr als ordentliches Popcorn-Kino. Die Handlung ist wenig überraschend vorhersehbar, aber als Popcornkino ist das ein netter Zeitvertreib gewesen. --- Ende Zitat --- Auf den Film freue ich mich sehr. Ich erwarte davon einfach gut gemachte lockere Unterhaltung. Darfst du so etwas zu dem Film aktuell schon schreiben? Meine das überhaupt nicht anklagen, sondern aus Interesse. --- Ende Zitat --- Ich habe ihn gestern mit meinen beiden Kollegen gesehen. Die ersten 20-30 Minuten eine Anspielung nach der anderen auf den Vorgänger. Teilweise fand ich die Reminiszenzen an Top Gun etwas überbordend, aber ich schließe mich der Kritik an. Tolles Popcorn-Kino! Die Kampfszenen sind wirklich gut inszeniert worden und machten großen Spaß. Die Liebesgeschichte war flach und auch manche Dialoge waren eher mau, aber was bedeutet das schon, wenn in der nächsten Szene hochwertige Actionszenen zu sehen sind, die wirklich klasse aussehen? Val Kilmers Krankheit hatte ich gar nicht mitbekommen, das haben sie sehr schön in den Film integriert. Natürlich gibt es die Kritik an Tom Cruise und seinen Machenschaften bei Scientology und das ist mir bewusst, aber ich muss anerkennen, dass er für diese Rolle an Limits gegangen ist und als Maverick gut funktioniert. Ist Maverick nur ein Werbefilm des US-Militärs? So weit würde ich nicht gehen, denn die Story ist ordentlich und in meinen Augen auch schlüssiger als im Vorgänger. Natürlich ist mindestens eine US-Flagge pro Minute zu sehen und wir sehen selbstbewusste, um nicht zu sagen arrogante Charaktere, die in ihren Kampfjets Dominanzgehabe zeigen. Aber plumpe Propaganda ist das nicht, auch wenn das Pentagon natürlich ordentlich dazu beigetragen hat. Und na klar, es gibt am Ende ein Happy End, sonst wäre das ja nicht Hollywood. Fazit: Stellt euch auf einige Rückblicke auf die 80er ein und genießt die Action auf der großen Leinwand. Das war mir das Ticket definitiv wert. --- Zitat von: DeDaim am 20.Mai 2022, 09:03:43 ---Gestern haben wir Don't Look Up angesehen. Insgesamt ein guter Film, wenn auch nicht überragend. Der großartige Cast kann bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich zeigen, was er kann, dafür fehlt es an erzählerischer Substanz, es bleibt doch meist recht oberflächlich. Darum geht es aber auch gar nicht, denn das, was der Film sein möchte, ist toll umgesetzt: Eine Metapher für den Umgang unserer Gesellschaft mit der Wissenschaft bzw. wissenschaftlichen Erkenntnissen. Da wird etwas unstrittig festgestellt und von der überwältigenden Mehrheit der Fachleute bestätigt und trotzdem gibt es Zweifler, Leugner, Verschwörungstheoretiker (Klimakrise anyone?). Das führt teils zu absurden Situationen, die ich bis vor der Pandemie kaum für möglich gehalten hätte. Mittlerweile glaube ich, einige Menschen würden sich wirklich so idiotisch verhalten. Wenn ich nur den Film als solchen bewerte: 6/10 Wenn ich ihm noch einen Punkt Metapher-Bonus gebe: 7/10 --- Ende Zitat --- Den habe ich mit meiner Freundin jetzt auch endlich gesehen. Wir haben uns gut unterhalten gefühlt und ich gehe mit deiner Kritik konform. Dieser Film zeigt sehr deutlich, dass etliche Menschen Aufklärung falsch verstehen und ihre Meinungsfreiheit bewusst oder unbewusst über die Rationalität und valide Fakten stellen, um ein Überlegenheitsgefühl zu erzeugen, statt den Zusammenhalt in der Gesellschaft durch einen ehrlichen Diskurs zu stärken. |
| DragonFox:
--- Zitat von: Octavianus am 31.Mai 2022, 08:28:04 ---Ich habe ihn gestern mit meinen beiden Kollegen gesehen. Die ersten 20-30 Minuten eine Anspielung nach der anderen auf den Vorgänger. Teilweise fand ich die Reminiszenzen an Top Gun etwas überbordend, aber ich schließe mich der Kritik an. Tolles Popcorn-Kino! Die Kampfszenen sind wirklich gut inszeniert worden und machten großen Spaß. Die Liebesgeschichte war flach und auch manche Dialoge waren eher mau, aber was bedeutet das schon, wenn in der nächsten Szene hochwertige Actionszenen zu sehen sind, die wirklich klasse aussehen? Val Kilmers Krankheit hatte ich gar nicht mitbekommen, das haben sie sehr schön in den Film integriert. Natürlich gibt es die Kritik an Tom Cruise und seinen Machenschaften bei Scientology und das ist mir bewusst, aber ich muss anerkennen, dass er für diese Rolle an Limits gegangen ist und als Maverick gut funktioniert. Ist Maverick nur ein Werbefilm des US-Militärs? So weit würde ich nicht gehen, denn die Story ist ordentlich und in meinen Augen auch schlüssiger als im Vorgänger. Natürlich ist mindestens eine US-Flagge pro Minute zu sehen und wir sehen selbstbewusste, um nicht zu sagen arrogante Charaktere, die in ihren Kampfjets Dominanzgehabe zeigen. Aber plumpe Propaganda ist das nicht, auch wenn das Pentagon natürlich ordentlich dazu beigetragen hat. Und na klar, es gibt am Ende ein Happy End, sonst wäre das ja nicht Hollywood. Fazit: Stellt euch auf einige Rückblicke auf die 80er ein und genießt die Action auf der großen Leinwand. Das war mir das Ticket definitiv wert. --- Ende Zitat --- Ich fand den unheimlich gut. Hab am Wochenende noch den aus den 80ern gesehen und gestern den Aktuellen. Ich bin ein Fan von solchen Anspielungen. Die Szene zu Beginn auf dem Flugzeugträger, das Motorrad, die Bar und der Trashtalk, das Ballspielen am Strand, die Musik. Alles hat mich gut abgeholt. Das Highlight ist natürlich die Action. Ich hab schon einiges von den Making Offs gesehen, bin aber sehr gespannt auf das Bonusmaterial von den Disks. Die Inszenierung ist wirklich top (gun, haha :blank:). Hier kann sich Marvel und Co was abschauen. Die Qualität der Bilder, des Schnitt und des Ton heben es für mich vom "einfachen" Popcornkino ab. Ich war in den Sitz gespresst, da war kein Platz für Popcorn. Einfach großartig. Das letzte mal habe ich so gut gemachte "Action"-Scenen in Ford vs Ferrarri gesehen. Den Hollywood-Glanz der beiden Filme finde ich sehr vergleichbar. Wo ich dir total recht gebe ist bei der Liebesgeschichte. Hier war das Problem für mich Penny. Die Schauspielerin hat es sehr gut gemacht. Aber diese Rolle war einfach aus dem generischen Nebenrollenautomaten gezogen. Wer ist diese Frau? Was hat sie für eine Verbindung zu Maverick? Wieso hat sie ne Tochter? Woher hat sie das ganze Geld (Kauft ne Bar, hat nen krasses Segelschiff und fährt Porsche). Ich kann nachvollziehen, dass man neben der ganzen Action in der Luft ein Relief auf dem Boden braucht. Aber das hätte man irgendwie besser verbinden können. Auch seltsam fand ich Bashir Salahuddin. Am Anfang wird er als "Wissenschaftler" eingeführt. Dann ist er beim Training von Top Gun da, für was eigentlich? Und am Ende ist er sogar im Kriegsgebiet auf dem Flugzeugträger. Was war die Aufgabe dieses Charakters? Wie hat sie da reingepasst? Hab ich nicht verstanden. Die restlichen Dialoge fand ich aber ziemlich gelungen. Maverick kam gut rüber und Tom Cruise hat souverän gespielt. Die jungen Piloten benehmen sich genau so wie vor 36 Jahren. Die Szene mit Val Kilmers war großartig und mal ehrlich: Was für ein krasser Charakter ist den Ed Harris? Ich hoffe es geht im gut und er dreht noch lange Filme. Diese paar Minuten die er im Bild war, ich hatte Gänsehaut. Zum Ende: (click to show/hide)Das mit dem Happy End war mir etwas zu lang rausgezögert. Wegen mir hätte Maverick, als letzter seiner Art, sterben können. Was nicht schlimm wäre, weil es ja jetzt eine neue Generation gibt. Am Ende gab es einfach zu viele. Sie sind tod. Ah nein, doch nicht. Oh jetzt aber doch. Ne... Ah doch Momente. Nach dem zweiten hab ich aufgehört darüber nachzudenken und es einfach hingenommen, dass sie Spaß beim Dreh hatten. Das die F14 nochmal ins Spielt kommt war natürlich super. Aber auch etwas Banane. ;D Ich sehe das nicht als negativen Punkt, obwohl ich verstehen würde wenn man es tut. Das er sich mit Rooster versöhnt ist natürlich schön. Das er auch mit Penny zusammen kommt hat mir aus oben genannten Gründen nichts gegeben. 9/10 |
| Octavianus:
Stimmt, Bashir Salahuddin habe ich total vergessen. Was sie sich da gedacht haben, habe ich auch nicht verstanden. Manche Dialoge fand ich etwas flach, aber die meisten beziehen sich wohl auf die Liebesgeschichte. Insbesondere der Moment, in dem Penny Maverick überzeugt, nicht aufzugeben. Das war eher mau. Aber wie schon gesagt, wegen der Szenen geht ja auch keiner ins Kino. Die Bilder und Schnitte der Kampfszenen waren einfach atemberaubend. |
| DragonFox:
Stimmt. Ich hab die Dialoge generell auch etwas zu hoch gelobt. Ich fand Mavericks Dialoge im militärischen Umfeld gelungen und auch das Verhalten der Piloten unter sich gut. Da war netter Humor drin. Die Liebesgeschichte, aber auch die Aufarbeitung und damit Gespräche zwischen Maverick und Rooster hätten etwas mehr Feinheiten vertragen können. Aber an der Qualität ändert das auch nichts. Das wäre das I-Tüpfelchen. Der Film fliegt darüber einfach hinweg. 8) |
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