Der große Unterschied zwischen Hoffenheim und ManCity ist doch der, dass der eine Verein wenigstens ein Konzept hat, wogegen der andere einfach alles kauft, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.
Trotzdem haben beide Vereine eine große Gemeinsamkeit, die sich von den meisten anderen Vereinen unterscheidet, und zwar die finanzielle Unabhängigkeit, und somit keinerlei Risiko. Und genau das ist eben der springende Punkt, an dem der Fussball quasi auf deutsch gesagt "unfair" wird. Weil einfach mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn ein solide geführter Verein heutzutage einen Großtransfer tätigt, dann klafft in der Vereinskasse erstmal ein großes Loch, dass sich so schnell natürlich nicht wieder auffüllen lassen kann. Wenn sich dieser Transfer vielleicht noch als großer Flop herausstellt, dann ist das Geschrei natürlich groß.
Bei einem Verein alà Hoffenheim, ManCity & Co. ist das doch vom finanziellen gesehen fast "scheißegal". Wenn ein Flop gemacht wird, dann ist der Hoppi halt paar Millionen "ärmer". Dann werden schnell die Scouts losgeschickt und der nächste Kracher kommt. Und das alles ohne völligem Risiko.
Auch von der Erfolgsseite her sieht es doch gar nicht anders aus. Viele Vereine sind doch mittlerweile auf die CL-Einnahmen fast schon angewiesen, um am Ende der Saison eine positive Bilanz vorzeigen zu können. Bei Hoffenheim kennt man das Wort Bilanz gar nicht.
Aber der Fussball der heutigen Zeit entwickelt sich leider immer mehr in diese Richtung...immer mehr Mäzen...immer mehr Fremdfinanzierung...traurig, aber wahr!
Wichtiges Edit @ Octa und Herr_Rossi:
Für die Bundesliga (und damit meine ich die restlichen 17 Vereine) kann es sowas von egal sein, ob Hopp aus der Nähe von Hoffenheim kommt, ob er da mal selber gezockt hat oder was auch immer. Fakt ist, dass dieses finanzielle Nichtrisiko eine so große Wettbewerbsverzerrung darstellt, dass auf mittelfristige Sicht Teams wie Bremen, Stuttgart nicht mehr mit der Spitze mithalten können...