Das perfekte Dinner haben wir lange Zeit regelmässig gesehen, und auch mehrere Rezepte nachgekocht. Man konnte sich das damals alles auf der Webseite von Vox herunterladen. Aber irgendwann war einfach die Luft raus, da hilft auch kein Promidinner oder keine Veränderung der Show mit Übernachtungen oder zusätzlicher Berwertung der Wohnungseinrichtung.
Lieber mal ein halbes Jahr Pause und dann ganz normal weitermachen. Glaubhafte, echte Kandidaten, echte Rezepte und einfache Bewertung. So hat die Sendung am meisten Spaß gemacht.
Das ist aber doch der Trend. Der Zuschauer (außer Emanuel) braucht immer mehr Freaks, immer mehr Sensationen, mehr Regeln, mehr Ausnahmen. Und manchmal ist ein Konzept interessant, weil es neu ist.
So erinnere ich mich an die erste Big Brother Staffel, die ich nach wie vor für "echt" halte, und die ich tatsächlich sehr intensiv verfolgt habe. In die zweite Staffel habe ich nur noch sporadisch hineingesehen, danach war das Interesse komplett verflogen. Wenn man dann am Rande mitkriegt, wie sehr sich die Sendung von einem recht interessanten TV-Experiment zu einer Präsentationsplattform für Möchtegerns entwickelt hat, ist das schon schade.
Mal wieder passen dazu - Thema "Schwer verliebt" :Kandidatin Sarah H. jedenfalls erklärte nun gegenüber der "Rhein-Zeitung": "Was da im Fernsehen passiert, ist eine einzige Lüge: von wegen Reality-TV..."
Angeblich würde den Kandidaten ein geheimes Drehbuch und erfundene Dialoge vorgesetzt werden. "Die (das Filmteam) haben mir die völlig unnatürlichen Sätze vorgesagt, ich musste sie nachplappern. Manchmal 20-mal. Bis die zufrieden waren", so Sarah. ... Schlimm für "Barbie"-Sammlerin Sarah war scheinbar, dass sie sich durch einige der ihren Angaben nach fingierten Situationen bloßgestellt sieht. Sie ärgert sich darüber als Freak dargestellt worden zu sein, der mit Barbie-Puppen sexuelle Fantasien nachstellt. Hohn und Spott erreichte sie nicht nur per Internet, sondern auch auf der Straße in ihrem Heimatdorf Idar-Oberstein. ... Auch das Liebes-Happy-End am Ende der Staffel, das suggeriert, die Regal-Servicekraft würde zu Dirk nach Leipzig ziehen, ist offenbar bloße Inszenierung. Sarah dazu: "Um Himmels Willen. Nichts war da zwischen uns. Wir haben auch keinen Kontakt mehr."http://top.de/02hn-Schwer-verliebt-eine-einzige-Luege#.A1000004Das Fernsehen konkurriert znehmend mit dem Internet, und muss etwas bieten, um den Zuschauer zu erreichen. Ist ja auch okay. Schade nur, dass es einfach am Kontrast mangelt.