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Autor Thema: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein  (Gelesen 332061 mal)

Don-Muchacho

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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #240 am: 19.Februar 2013, 10:31:30 »

Ein ganzes Modul nur über Konjunktur? Dann hätte ich damals vielleicht auch mehr verstanden. Bei mir gab's jeweils ein Semester Mikro- und Makroökonomie. Da war dann wirklich alles mit drin und für die Klausur hatte man theoretisch 600 Seiten zu beachten. Hat weder Spaß gemacht noch habe ich wirklich etwas gelernt.

Das zeigt wieder einmal die überzogenen Erwartungen der Dozenten/Professoren, die denken ihr Kurs wäre der Einzige den man in dem Semester besucht.

Oh ja. Sowas in der Art kenne ich, wobeis bei uns eher am "Lehrplan" lag. Wir Informatiker in Darmstadt hatten im 1. WS Mathe 1. Da beinhaltete die Grundlagen von Linearer Algebra und Analysis. Richtige Mathe-Studenten haben im 1. Semester LinAlg1 und Ana1. Wir als Informatiker behandelten den gleichen Stoff wie die Mathe Leute in 2 vollen Vorlesungen in einer "Nebenvorlesung". Das liegt halt dran, das wir da viele Themen nur anschneiden und die Mathe Leute das ganze etwas exzessiver und ausführlicher durchpauken. Das Ende vom Lied sind dann Durchfallquote von 80-95% und wir haben am Ende vom Semester für 1 popelige Klausur den selben Lernstoff wie die Mathestudenten für ihr ganzes 1. Semester. Davon ab geht einfach JEDER Prof davon aus, dass er der einzige ist. Lustig war die Woche mitden üblichen 4 Hausübungen, dazu waren am Mittwoch ein 1-wöchiges, am donnersatg ein 4-wöchiges und am Freitag 2-2wöchige Praktika/Großübungen fällig. jeweiliger Aufwand mehrere dutzend Stunden. Und zu aller Freude musste eins der Praktika am Freitag um 8 Uhr morgen vorgestellt werden, abends um halb 9 (ja, freitag abend!) Stand dann eine Teilklausur an. Das ende vom Lied war, ich hab von Donnerstag auf Freitag mal wieder nicht geschlafen (sowas war bei mir leider regelmäßig Notwendig weil sich die Abgabezeiten meist alle 2 Wochen ballten und vorarbeiten einfach nicht (immer) geht.), hab mein Praktikum vorgestellt, war in meinen VOrlesungen, bin Heim hab 2 Stunden gepennt und dann um 15 Uhr doch mal angefangen für die Klausur Abends zu lernen. Das Ergebnis ist da sicherlich erwartbar. Sogesehen bin ich echt der Meinung, das jetzige System hat noch einige (um nicht zu sagen viele) Macken und Schwachstellen, son chilliges Studium wies früher mit Diplom war, ist es nicht mehr. Ich hab zwar als Referenz nur (glaubwürdige) Erzählungen und klar Nachbarsgarten, und sicherlich geht mir auch viel Zeit, grade im Sommer, am WE verloren weil ich Musik mache, aber Irgendwie waren meine bisherigen 5 Semester immer unheimlich stressig oder unheimlich unerfolgreich.

@Gonzo: Klar, ohne Kompromisse geht nichts. Persönliches Highlight: 5 Prüfungen in 4 Werktagen, dazwischen ein WE. Donnerstag 1, Freitag 2 Klausuren (mit Pause von 30min dazwischen), Samstag Abend war ich dann auf der Hochzeit von meinem Cousin, abfahrt morgens um 7, zurück kam ich Sonntag nachmittag um 4, Montag und Dienstag noch je 1 Klausur. Das war übrigens der Regelstudienplan für das Semester, und das ist jedes Jahr ähnlich gewesen bei unseren Herbst-Klausuren. Da kommt Freude auf....
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #241 am: 19.Februar 2013, 11:04:17 »

@Gonzo: Klar, ohne Kompromisse geht nichts. Persönliches Highlight: 5 Prüfungen in 4 Werktagen, dazwischen ein WE. Donnerstag 1, Freitag 2 Klausuren (mit Pause von 30min dazwischen), Samstag Abend war ich dann auf der Hochzeit von meinem Cousin, abfahrt morgens um 7, zurück kam ich Sonntag nachmittag um 4, Montag und Dienstag noch je 1 Klausur. Das war übrigens der Regelstudienplan für das Semester, und das ist jedes Jahr ähnlich gewesen bei unseren Herbst-Klausuren. Da kommt Freude auf....

Das mit zwei Klausuren an einem Tag gabs auch ab und zu. Mein persönliches, allerdings zum Teil selbstverschuldetes, Highlight war Personalmanagement um 9:00 Uhr und Statistik II um 11:00. Die beiden Klausuren dauerten jeweils 90 Minuten. Nur blöd, dass der Personal Prof eine organisatorische Katastrophe war, uns vergessen hatte und erst um 10:30 erschien!
Ich werde nie wirklich nervös, die Situation war allerdings extrem heikel, da ich Statistik aus verschiedenen Gründen bestehen musste. Also war ich dann dochmal heftig nervös. Na ja, gab erst mal 10 Minuten Diskussion mit dem Personal Prof, ich durfte unter der Voraussetzung gehen, dass ich direkt im Anschluss an die Statistik-Prüfung, Personal mündlich nachhole. :angel:
Also von 9:00 bis 10:30 auf den einen Prof gewartet, um 10:45 bei der ultra-wichtigen Statistik-Prüfung aufgeschlagen, erst mal keinen Platz mehr bekommen, bis 11:30 Statistik geschrieben und um 11:45 Personal mündlich nachgeholt. Boah, war ich ein Wrack an dem Tag!
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #242 am: 19.Februar 2013, 11:44:27 »

Gut das ich ein sehr chilliges Studium absolviert habe.  8)
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #243 am: 19.Februar 2013, 12:16:26 »

Gut das ich ein sehr chilliges Studium absolviert habe.  8)

Ach was, sowas muss man auch mal durchstehen. Solche Erfahrungen helfen einem, im Berufsleben souverän und ausreichend gelassen zu bleiben. Ich würde sowas ungern nochmal erleben, aber irgendwie, war das eine nervliche Feuertaufe, hat mir im Nachhinein definitiv nicht geschadet.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #244 am: 19.Februar 2013, 12:17:02 »

Ein ganzes Modul nur über Konjunktur? Dann hätte ich damals vielleicht auch mehr verstanden. Bei mir gab's jeweils ein Semester Mikro- und Makroökonomie. Da war dann wirklich alles mit drin und für die Klausur hatte man theoretisch 600 Seiten zu beachten. Hat weder Spaß gemacht noch habe ich wirklich etwas gelernt.

Bei uns gibt es auch Makro- und Mikroökonomie noch. Das käme theoretisch ab nächstem Semester und vor Konjunktur, doch ich wollte nur Konjunktur und nächstes Semester Wachstum machen. Die Vorkenntnisse habe ich mir angelesen bzw. hat sie der Professor erklärt.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #245 am: 19.Februar 2013, 16:31:29 »

Könnte eigentlich eher in den Mitleidsthread, aber ich habe vor 2 Wochen im Zeitraum von addierten drei Tagen drei Hausarbeiten verfasst zu vollkommen unterschiedlichen Themen (Sangspruchlyrik, Holocaustdarstellung in einem Roman und Thematische Rollen als verbspezifische Konzepte) und dabei einen Umfang von etwa 50 Seiten geschafft. Zwei Arbeiten davon habe ich an jeweils einem (Nachmit)tag geschrieben. Ich bin wahrlich nicht stolz darauf, auch wenn sich die Ergebnisse sehen lassen (in der obigen Reihenfolge: 1,25; 2,0; 1,0). Gleiches galt auch für meine wissenschaftliche Arbeit (in etwa das, was mal die Diplomarbeit war und wohl zwischen der heutigen B.A.-Arbeit und Masterarbeit angesiedelt werden kann), die ich binnen 2 Wochen heruntergeschrieben habe (Thema: Jugendrundfunk in der DDR). Auch hier lässt sich das Ergebnis am Ende sehen (1,5), aber irgendwie hätte ich mir vielleicht etwas mehr Zeit dafür nehmen sollen...
Ach ja, nebenbei musste ich noch eine letzte Klausur schreiben und bestehen (1,7 am Ende). Was man nicht alles für den Kick tut...
Zu meiner Entlastung sei gesagt, dass ich fast die komplette Sekundärliteratur bereits in Form von Scans vor mir hatte, was die Arbeit(en) doch sehr erleichterte. Wenn also irgendjemand noch Aufsätze und Anregungen für die obigen Themen braucht, kann er gerne auf mich zukommen. ;)

In meinem nächsten Leben sage ich meinem Ich, dass ich doch gut und gerne auf den Nervenkitzel verzichten kann, neben dem Verfassen der Zulassungsarbeit vier Hauptseminarscheine in einem Semester zu machen und das vielleicht schon etwas eher anzugehen.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #246 am: 19.Februar 2013, 16:38:34 »

Dann kansnt du ja jetzt die Sprachdatei machen :D
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #247 am: 19.Februar 2013, 16:39:17 »

Geht mir genauso. Hab noch 3 Hausarbeiten vor mir (müssten auch so 50 Seiten insgesamt sein). Hab allerdings zu zweien kaum Sekundärliteratur angesammelt. Muss also noch diverse Bibliotheken abgrasen. Abgabetermin ist der 5. bzw. 31. März. Dennoch hätte ich viel früher anfangen sollen. Habe eine Hausarbeit zwar schon zu 95% fertig, aber ich stelle doch fest, dass, wenn man sich rein sprachlich mit seiner Arbeit verfasst, unglaublich bessere Möglichkeiten findet, um den "roten Faden" noch zu verbessern. Ich weiß allerdings jetzt schon, dass ich nicht viel verändern kann, weil mir im weiteren Verlauf die anderen beiden Hausarbeiten diese Zeit nehmen werden.
Allerdings bekomm ich das einfach nicht gebacken, während des Vorlesungszeitraumes mich schon mit solchen Dingen zu befassen.... passt zeitlich irgendwie nicht.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #248 am: 19.Februar 2013, 16:46:46 »

@Octa

Was ist das denn für ein Notensystem? Ich kenne nur die 0,3er-Schritte.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #249 am: 19.Februar 2013, 16:49:08 »

Dann kansnt du ja jetzt die Sprachdatei machen :D
Würde ich sehr gerne mal zur Abwechslung, wenn da nur dieses verflixte Examen nicht wäre. Ich schau mal, dass ich der Sprachdatei einen freien Tag in meiner Woche einräume. ;)

@Octa

Was ist das denn für ein Notensystem? Ich kenne nur die 0,3er-Schritte.
Keine Ahnung. Das geht offenbar so im (bei uns BaWü alten) Lehramtsstudiengang. Wie das dann am Ende verrechnet wird, ist mir inzwischen egal. Ein 1,0er Schnitt wird es sowieso nicht und den habe ich auch nie angestrebt.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #250 am: 19.Februar 2013, 16:50:32 »

Dann kansnt du ja jetzt die Sprachdatei machen :D
Würde ich sehr gerne mal zur Abwechslung, wenn da nur dieses verflixte Examen nicht wäre. Ich schau mal, dass ich der Sprachdatei einen freien Tag in meiner Woche einräume. ;)


Das war natürlich nur als Gag gedacht :D
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #251 am: 19.Februar 2013, 16:57:53 »

Keine Ahnung. Das geht offenbar so im (bei uns BaWü alten) Lehramtsstudiengang. Wie das dann am Ende verrechnet wird, ist mir inzwischen egal. Ein 1,0er Schnitt wird es sowieso nicht und den habe ich auch nie angestrebt.

Also sind bei euch alle möglichen Noten denkbar? 1,2; 1,3; 1,4;...? Und dann sogar auf die zweite Nachkommastelle gerundet?
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Octavianus

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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #252 am: 19.Februar 2013, 17:05:51 »

Ne. Das geht nicht. Es sind, glaube ich, solche "Drittelnoten" möglich. Also 1,3 oder 1,7 usw. Aber eben auch halbe Noten. Ich habe das nie ganz verstanden und zudem zählen all die Seminarnoten nichts (was ich, als ich es damals erfuhr, als ziemlich demotivierend empfand). Bei meinem Studiengang zählen die beiden Examensnoten, die Zulassungsarbeit und die Noten vom pädagogischen Begleitstudium (läppische 6 Seminare musste man da besuchen, von denen auch nur 4 benotet sind). Da mein Studiengang ausläuft, weiß ich nicht, wie das mit den Noten in der neuen Prüfungsordnung läuft.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #253 am: 19.Februar 2013, 20:39:04 »

Bei uns gabs das auch teilweise wenn 2 Noten in die Bewertung eingingen also Projektarbeit und Prüfung.
Also 2.0 und 3.3 waren dann auch 2.6 (2. Nachkomma fällt weg).
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #254 am: 23.Februar 2013, 15:50:38 »

So endlich alle Prüfungen rum. Jetzt geh ich mal auf die Suche nach nem Thema für ne Seminararbeit. Themenbereich ist 'Politisch motivierte Gewalt in Lateinamerika', behandelt wurden sämtliche Militärdiktaturen in Lateinamerika, Guerillabewegungen und andere Gewaltformen in Lateinamerika (z.B. die Maras).
Der Prof will, dass ich schon eine Grundidee für die Arbeit habe, bevor ich bei ihm auftauche. Mein Referatsthema im Kurs war: 'El Salvador und die Erblast brutalisierter Verfolgung'
Darüber würde ich eher nicht schreiben wollen, da ich schon beim Referat Probleme hatte genügend Literatur zu finden.
Das Finden eines Themas ist für mich immer das Schlimmste an so einer Arbeit.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #255 am: 23.Februar 2013, 17:21:27 »

Was für ein Studiengang war das nochmal bei dir? Und welche Fragestellungen behandelt man üblicherweise in deinem Fach? Vielleicht fällt dir dann ja etwas ein.

Ich mache es meist so, dass ich die Einleitung schreibe und in dieser einfach Fragen stelle. Mal als Beispiel aus einer meiner jüngsten Arbeiten:
Zitat
Jeremy Adler bezeichnete den Roman „Der Vorleser“ des deutschen Juristen und Schriftstellers Bernhard Schlink als „Kulturpornographie“, die den Erzähler „von aller Verantwortung befreit“ und „jede Kritik unmöglich“ mache.1 Wenn man bedenkt, dass der Roman inzwischen in einigen deutschen Bundesländern in den Schulkanon aufgenommen worden ist und sogar bei Abiturprüfungen abgefragt wird, stellen sich die folgenden Fragen unweigerlich: Hat Adler Recht mit seiner ungewöhnlich harten Kritik? Ist der Holocaust nur eine billige Kulisse? Wird der Holocaust nur genutzt, um Auflage zu machen, denn das Buch war und ist weltweit ein Bestseller? Wie wird überhaupt der Holocaust in Schlinks Roman dargestellt und welcher Stilmittel bedient sich der Autor?
   Zunächst wird eine kurzer Abriss der Handlung und Erzählweise gegeben, dann folgt eine Erörterung der Frage der Darstellung des Analphabetismus und der dahinter stehenden Frage, inwiefern diese Leseschwäche überhaupt im Rahmen des Möglichen vor dem historischen Hintergrund liegt. Ob es möglich ist, sich als Aufseherin für die Arbeit in einem Konzentrationslager zu melden, obwohl man selbst Analphabetin ist, das ist die Frage und soll in diesem Teil erörtert werden.
   Anhand ausgewählter Textbelege soll im folgenden Kapitel auf die Frage nach der Darstellung und Darstellbarkeit des Holocaust eingegangen werden. Wie wird von den Geschehnissen berichtet und welche Haltung nimmt der Erzähler, Michael Berg, zu diesen Geschehnissen ein? Bestätigt sich das Verdikt Adlers?
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #256 am: 23.Februar 2013, 17:25:52 »

Unglaublich, wie sich die Vorstellungen von Uni zu Uni und von Prof zu Prof unterscheiden. Uns wird immer gepredigt, niemals direkte Fragen in einer Hausarbeit zu stellen. Auch nicht in der Einleitung. Wenn nötig, soll man das indirekt tun ( "diese Arbeit soll klären, inwiefern ...blabla.")
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #257 am: 23.Februar 2013, 17:38:06 »

Bei mir hat sich niemand beschwert und letzten Endes beantworte ich ja die Fragen im Verlauf des Hauptteils. Klar, könnte man auch indirekter formulieren und es ist wie gesagt nicht meine allerbeste Arbeit gewesen, aber es ist legitim, sich zu Beginn einer Arbeit Fragen zu stellen. :)

Hier eine andere Einführung:
Zitat
Da das Radio als Medium des 20. Jahrhunderts bereits noch im selbigen Jahrhundert vom Fernsehen als Leitmedium abgelöst worden ist und da das Radio nun im 21. Jahrhundert mehr denn je vom Aussterben bedroht ist und zu einem bloßen Nischenprodukt zu werden droht1 – ein Schicksal, welches auch das Fernsehen in naher Zukunft ereilen dürfte2 – beleuchtet diese Arbeit die Bedeutung der Jugendprogramme des DDR-Rundfunks und im speziellen die Rolle des Radiosenders DT 64, denn auch die Bedeutung des Radios in wissenschaftlichen Arbeiten lässt sich an der Fülle von Publikationen messen. So wird und wurde dem Fernsehen eine ungleich größere Bedeutung zugeschrieben, was das Erreichen und möglicherweise auch direkte Beeinflussen der Bevölkerung angeht. Um diesem publizistischen Trend (der sich klar auf visuelle Medien fokussiert) entgegenzuwirken, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit also mit der Frage, welche Programme und welche Inhalte es für Jugendliche im DDR-Rundfunk gab und welche Ziele mit diesen Programmen verfolgt wurden. Zudem stellt sich die Frage, ob der 1964 beim Deutschlandtreffen der Jugend gegründete Jugendsender DT 64 tatsächlich frei von Propaganda und Direktiven aus dem Zentralkomitee war und als Ablassventil fungierte oder ob es sich bei ihm nicht viel mehr um einen Wolf im Schafspelz handelt, der Beeinflussung und Indoktrination durch flotte Sprüche zu kaschieren versuchte.
   Um dies zu zeigen, wird diese Arbeit deduktiv und chronologisch vorgehen. Der zeitliche Rahmen der Arbeit wird begrenzt von den Anfängen des Jugendsenders DT 64 bis hin in die Mitte der siebziger Jahre, wobei zugleich auch ein kurzer Blick auf den möglichen Wandel in der Kulturpolitik mit dem Machtantritt Honeckers geworfen werden soll. Die sechziger Jahre gelten für gewöhnlich als Jahre des Umbruchs und daher lohnt sich die Frage, wie dieser sich in der Radiolandschaft der DDR vollzogen hat.
   Zunächst ist ein kurzer Abriss der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik von Nöten, um die Bedeutung und Rolle des Rundfunks vor dem zeitlichen Hintergrund zu erfassen. So dann muss eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten erfolgen, um zu verstehen, was mit Propaganda und was mit Jugend in dieser Arbeit gemeint sein wird. Der Hauptteil der Arbeit dreht sich dann zunächst um den Aufbau und Ablauf von Jugendsendungen im Rundfunk, bevor dann der Fokus auf der Entwicklung von DT 64 seit dessen Gründung bis in die Mitte der 70er Jahre liegt. Zunächst ist ein Blick auf die Vorgeschichte des Radiosenders unerlässlich, um die Intention bei der festen Etablierung des Jugendsenders nachvollziehen zu können. Es wird im Folgenden der Frage nachgegangen, wie der Programmverlauf gestaltet war und welche Funktionen sich hierbei offenbaren. Dabei wird immer wieder auf Direktiven und Tagungsprotokolle des Zentralkomitees der SED zurückgegriffen, um die Verzahnung von Politik und Radio zu analysieren. Um die Wirkung auf die Hörer zu ergründen, ist ein abschließender Blick auf die Rezipientenforschung von Nöten, der durch eigens geführte Interviews unterfüttert wird.
   In einem Fazit werden die vorgestellten Analysen zusammengeführt und bewertet. An dieser Stelle soll ein kurzer Blick auf den aktuellen Forschungsstand geworden werden. Hier hat Heiner Stahl mit einigen Arbeiten in den letzten Jahren für Erkenntnisgewinne gesorgt3, weshalb diese auch in der Arbeit besonders berücksichtigt wurden. Grundlegend für die Frage nach der Bedeutung des Radios in der DDR ist nach wie vor Edward Larkey mit seiner Monographie4. Für die Fragestellung in dieser Arbeit besonders hilfreich war die Inauguraldissertation von Andreas Bauhaus5. Konrad Dussel hat 2010 eine größere Gesamtdarstellung veröffentlicht, die konzis die Entwicklungen des Rundfunks in Deutschland darstellt.6
   Eine genauere Analyse einzelner Programme, gerade im Jugendrundfunk, abseits von DT 64 scheint es bislang jedoch noch nicht zu geben, was Möglichkeiten für künftige Darstellungen eröffnet.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #258 am: 23.Februar 2013, 20:09:06 »

Politikwissenschaft ist es bei mir ;)
Ich hab jetzt einfach mal ein paar Texte zur Gewalt in Lateinamerika gelesen, vielleicht stoße ich ja auf ein Problem oder einen interessanten Sachverhalt, den es sich lohnt anzugehen.
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Re: Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
« Antwort #259 am: 25.Februar 2013, 17:02:13 »

Hochinteressant ist doch Gewalt, auch Polizeigewalt in den Favelas in Brasilien. Das sind kriegsähnliche Zustände. Polizei geht nur mit Spezialkommandos rein und es wird erst geschossen, dann gefragt.

Da es vermutlich auch aktuell sein soll, fallen "coole Leute" wie Simon Bolivar wohl weg.
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