Ein ganzes Modul nur über Konjunktur? Dann hätte ich damals vielleicht auch mehr verstanden. Bei mir gab's jeweils ein Semester Mikro- und Makroökonomie. Da war dann wirklich alles mit drin und für die Klausur hatte man theoretisch 600 Seiten zu beachten. Hat weder Spaß gemacht noch habe ich wirklich etwas gelernt.
Das zeigt wieder einmal die überzogenen Erwartungen der Dozenten/Professoren, die denken ihr Kurs wäre der Einzige den man in dem Semester besucht.
Oh ja. Sowas in der Art kenne ich, wobeis bei uns eher am "Lehrplan" lag. Wir Informatiker in Darmstadt hatten im 1. WS Mathe 1. Da beinhaltete die Grundlagen von Linearer Algebra und Analysis. Richtige Mathe-Studenten haben im 1. Semester LinAlg1 und Ana1. Wir als Informatiker behandelten den gleichen Stoff wie die Mathe Leute in 2 vollen Vorlesungen in einer "Nebenvorlesung". Das liegt halt dran, das wir da viele Themen nur anschneiden und die Mathe Leute das ganze etwas exzessiver und ausführlicher durchpauken. Das Ende vom Lied sind dann Durchfallquote von 80-95% und wir haben am Ende vom Semester für 1 popelige Klausur den selben Lernstoff wie die Mathestudenten für ihr ganzes 1. Semester. Davon ab geht einfach JEDER Prof davon aus, dass er der einzige ist. Lustig war die Woche mitden üblichen 4 Hausübungen, dazu waren am Mittwoch ein 1-wöchiges, am donnersatg ein 4-wöchiges und am Freitag 2-2wöchige Praktika/Großübungen fällig. jeweiliger Aufwand mehrere dutzend Stunden. Und zu aller Freude musste eins der Praktika am Freitag um 8 Uhr morgen vorgestellt werden, abends um halb 9 (ja, freitag abend!) Stand dann eine Teilklausur an. Das ende vom Lied war, ich hab von Donnerstag auf Freitag mal wieder nicht geschlafen (sowas war bei mir leider regelmäßig Notwendig weil sich die Abgabezeiten meist alle 2 Wochen ballten und vorarbeiten einfach nicht (immer) geht.), hab mein Praktikum vorgestellt, war in meinen VOrlesungen, bin Heim hab 2 Stunden gepennt und dann um 15 Uhr doch mal angefangen für die Klausur Abends zu lernen. Das Ergebnis ist da sicherlich erwartbar. Sogesehen bin ich echt der Meinung, das jetzige System hat noch einige (um nicht zu sagen viele) Macken und Schwachstellen, son chilliges Studium wies früher mit Diplom war, ist es nicht mehr. Ich hab zwar als Referenz nur (glaubwürdige) Erzählungen und klar Nachbarsgarten, und sicherlich geht mir auch viel Zeit, grade im Sommer, am WE verloren weil ich Musik mache, aber Irgendwie waren meine bisherigen 5 Semester immer unheimlich stressig oder unheimlich unerfolgreich.
@Gonzo: Klar, ohne Kompromisse geht nichts. Persönliches Highlight: 5 Prüfungen in 4 Werktagen, dazwischen ein WE. Donnerstag 1, Freitag 2 Klausuren (mit Pause von 30min dazwischen), Samstag Abend war ich dann auf der Hochzeit von meinem Cousin, abfahrt morgens um 7, zurück kam ich Sonntag nachmittag um 4, Montag und Dienstag noch je 1 Klausur. Das war übrigens der Regelstudienplan für das Semester, und das ist jedes Jahr ähnlich gewesen bei unseren Herbst-Klausuren. Da kommt Freude auf....