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FCB - Mission München 2012
Felixius:
Endlich wieder fit
Robben will voll angreifen
04.01.2011
Ein halbes Jahr war Arjen Robben wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen. Nun trainiert der niederländische Rechtsaußen endlich wieder mit der Mannschaft und gibt alles um gegen Stuttgart dabei sein zu können.
Eine harte Zeit
Robben blickt zurück auf den Moment der Prognose: "Das war sehr hart für mich und ich war sehr sauer, weil ich heiß auf die neue Saison war. Ich wollte unbedingt spielen, stattdessen musste ich zuschauen. Und ich musste hart für mein Comeback arbeiten. Jeden Tag mehrere Stunden, aber ich hoffe es hat sich gelohnt." Ein großes Lob hat er für die Physios übrig, die ihn wieder in die Spur gebracht haben: "Sie leisten wirklich tolle Arbeit. Vielleicht sind sie sogar noch wichtiger als die Spieler und Trainer, die es im Verein gibt. Sie halten die Spieler fit und geben immer 100%. Das ist ein großartiges Gefühl mit solchen Leuten zusammenarbeiten zu können."
Reicht es denn für das Spiel in Stuttgart, wollten wir wissen. Robben gab sich optimistisch: "Ich bin in einem sehr guten Zustand und bin sicher, in Stuttgart spielen zu können. Nicht von Anfang an, aber sicher ein paar Minuten. Ich bin fit und fühle mich gut. Der Muskel hält."
Robben will Titel
Sein letztes Pflichtspiel für den FC Bayern war das Champions League-Finale in Madrid: "Ich ärgere mich immer noch darüber, wenn ich daran zurück denke. Wir haben die große Möglichkeit liegen lassen, diesen Pokal zu holen." Aber umso motivierter sei die Mannschaft in dieser Saison, so Robben. "Wir wollen unbedingt wieder auf den Rathausbalkon und dort Titel feiern, am Liebsten alle 3. Aber dafür brauchen wir auch ein wenig Glück." Wollen wir hoffen, dass auch diese Saison erfolgreich endet und Arjen Robben zu alter Form findet.
Felixius:
1:1 in Suttgart
Nur Remis im Südderby
15.01.2011
Zum Beginn der Rückrunde in der Bundesliga ist der FC Bayern beim VfB Stuttgart nicht über ein 1:1 (0:1) hinausgekommen. Ärgerlich, denn Konkurrent Wolfsburg spielte ebenfalls nur Unentschieden, 0:0 (0:0) bei Abstiegskandidat Mainz 05.
Die Anfangsphase war wenig ansehnlich, ein Konter brachte den FCB nach einer knappen halben Stunde in Führung. Auf dem Weg in die Kabine verpasste man das 2:0 mehrfach, Marc Ziegler machte eine tolle Partie im Tor der Schwaben. Stuttgart erzielte 5 Minuten nach Wiederanpfiff den unverdienten Ausgleich. Es passierte nicht mehr viel, die wenigen Möglichkeiten auf den Sieg wurden leichtfertig vergeben. Der FC Bayern bestimmte das Spiel, muss aber dringend an seiner Chancenverwertung arbeiten.
Das Comeback von Arjen Robben fiel aufgrund einer Erkältung ins Wasser, er stand leider nicht im Kader. Im Angriff durfte Ivica Olic ran, dahinter natürlich Thomas Müller, der in der Hinrunde nicht wirklich überzeugen konnte, aber weiterhin das Vertrauen von Felixius inne hat. In der Innenverteidigung spielten Badstuber und der torgefährliche Daniel van Buyten. Rechtsaußen spielte nicht Shaqiri, sondern Hamit Altintop, der eine gute Hinrunde spielte.
Altintop mit der Führung
Beide Teams taten sich schwer, sich eine Überlegenheit zu erspielen. Ballgeschiebe bestimmt die erste halbe Stunde. Dann durfte Audel in der 28. Minute Jörg Butt prüfen, der den Ball mit der Rückhand über die Latte lenken konnte. Die darauffolgende Ecke köpfte van Buyten aus der Gefahrenzone und der Konter traf die Stuttgarter ins Herz. Am Ende eines gut gespielten Konters über Lahm, Schweinsteiger und Müller schloss Altintop (30.) mit Rechts ab, dies ermöglichte Christian Träsch, der den türkischen Nationalspieler völlig frei zum Abschluss kommen ließ und somit die Führung für den FCB bedeutete.
Daraufhin spielte der FC Bayern befreiter und drückte den VfB tief in die eigene Hälfte. Müller (32.) und Schweinsteiger (42.) hatten kleinere Chancen aus der Distanz. In der Schlussminute der regulären Spielzeit enteilte Olic (45.) Serdar Tasci, scheiterte aber an Marc Ziegler im Tor der Gastgeber. Erneut in der Schlussminute, diesmal aber der Nachspielzeit, vergab erneut Olic (45.+2) aus 10 Metern. Wieder eine sehenswerte Parade von Ziegler, bester Stuttgarter in Durchgang 1.
Ziegler weiterhin stark
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte. Das Privatduell Olic gegen Ziegler ging in die nächste Runde. Zu aller Überraschung griff das alte Sprichwort, wer die eigenen Chancen nicht nutzt, wird hinten bestraft, denn Audel (50.) traf zum Ausgleich, es war der erste Schuss auf das Tor von Butt und der war auch drin. van Buyten ließ den Franzosen unbedrängt auf Butt zustürmen und abschließen.
Es passierte danach kaum etwas wichtiges, bis zur Schluss-Viertelstunde, dann hatte Ribéry eine kleine Möglichkeit die Führung zu erzielen. 3 Minuten vor Ende vergab erneut der Franzose, Ziegler festigte seine starke Leistung mit einer weiteren Parade.
Alle Tore des Spiels können sie sich HIER ansehen!
SPIELSTATISTIK
VfB Stuttgart - Bayern München 1:1 (0:1)
StuttgartZiegler - Celozzi, Delpierre, Tasci, Molinaro - Gentner, Funk, Träsch, Trochowski (6. Pogrebnyak) - Cacau, AudelFC BayernButt - Behrami (61. Klose), van Buyten, Badstuber, Lahm - van Bommel, Schweinsteiger (77. Tymoshchuk) - Altintop (89. Pranjic), Müller, Ribéry - OlicErsatz:Kraft, Demichelis, Shaqiri, GomezSchiedsrichter:Carsten KadachTore:0:1 Altintop (30.), 1:1 Audel (50.)Gelbe Karten:Celozzi / van BommelRote Karten:-
Remis in Stuttgart
Die Stimmen zum Spiel
15.01.2011
Die Stimmen im Überblick:
Felixius: "Einfach ärgerlich. Wir haben viele Chancen mehr als leichtfertig vergeben, waren vielleicht zu arrogant. Die Zeit lief dann gegen uns. Wir müssen uns hier in den Hintern beißen, denn auch Wolfsburg hat gepatzt."
Christian Nerlinger: "Spielerisch war das ein guter Auftakt ins neue Jahr 2011, aber chancentechnisch müssen wir einfach abgebrühter sein. Stuttgart war heute schwach, ohne Selbstvertrauen, die haben jetzt 12 Spiele nicht gewonnen. Aber wir wissen ja, dass die Spiele hier beim VfB nicht einfach sind, das liegt in der Tradition. Nichtsdestrotrotz hätten wir gewinnen müssen, wir kennen unsere Baustelle und wir werden dran arbeiten."
Zvonomir Soldo (Stuttgart-Trainer): "Das ist auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis für unsere Mannschaft, auch wenn die Verunsicherung zu spüren war. Darauf können wir aufbauen im Kampf gegen den Abstieg. Ich bin positiv gestimmt für die nächsten Spiele."
Nach dem 18. Spieltag
FCB lässt Punkte liegen
15.01.2011
Die Tabelle nach dem 18. Spieltag:
Pos Team Sp S U N Tore +/- Pkt1 Wolfsburg 18 11 6 1 26:9 +17 392 FC Bayern 18 11 3 4 33:15 +18 363 Leverkusen 18 10 4 4 37:23 +14 344 Frankfurt 18 9 5 4 33:21 +12 325 Dortmund 18 8 5 5 27:16 +11 29
Felixius:
4:1 gegen Mainz
FCB schießt Mainz ab
22.01.2011
Am 19. Spieltag hat der FC Bayern ein Ausrufezeichen im Kampf um die Meisterschaft gesetzt. Gegen den FSV Mainz 05 gelang ein hochverdienter 4:1 (4:0)-Sieg, der eigentlich höher hätte ausfallen müssen. Tabellenführer Wolfsburg gab sich ebenfalls keine Blöße und siegte daheim mit 2:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach.
Die Bayern stürmten wie ein Monsun über die Mainzer hinweg, die Vorentscheidung fiel bereits nach 12 Minuten. Das Spiel gewann gegen Ende der ersten Halbzeit weiter an Qualität, denn die Bayern erspielten sich eine Großchance nach der anderen, trafen noch zwei Mal vor dem Pausenpfiff. Nach der Pause weiterhin der FCB dominant aber ohne die fehlende Genauigkeit im Abschluss. Alle Großchancen wurden in der zweiten Halbzeit nicht erfolgreich verwertet. Mainz erzielte sogar noch den Ehrentreffer in der nicht ganz ausverkauften Allianz Arena.
Mark van Bommel fehlte aufgrund seiner 5. Gelben Karte aus dem Spiel gegen Stuttgart und der daraus resultierenden Sperre. Anatoliy Tymoshchuk ersetzte den Niederländer. Arjen Robben stand endlich wieder im Kader und auf einen Späteinsatz während des Spiels hoffen. In der Defensive gab es eine weitere Änderung, Demichelis spielte anstelle von van Buyten.
Mainz in Einzelteile zerlegt
Bayern startete mit viel Schwung in sein 9. Heimspiel der Saison, Altintop (3.) besorgte per Kopf beinahe die schnelle Führung. In der 9. Minute rollte erneut eine Welle auf's Mainzer Tor, Schweinsteiger aus zentraler Position auf Ribéry, dessen Schuss konnte Heinz Müller parieren, Olic staubte aber ab. Und es ging flott und ohne Gnade weiter: Schweinsteiger mit einem überragenden Pass in die Tiefe, Müller (12.) lief und schob zum 2:0 ein. Eben dieser Thomas Müller (23.), WM-Torschützenkönig, erzielte dann auch fast noch sein drittes Saisontor und das 3:0, doch Namensvetter Heinz Müller riss die Hände rechtzeitig nach oben. Und auch Badstuber (24.) scheiterte per Kopf am Mainzer Keeper, der sein Team vor einer absoluten Demontage rettete. Olic (28. und 31.) hatte die nächsten guten Möglichkeien in einem Spiel, welches der FCB mehr als nur dominierte.
Der Zug rollte munter weiter, erst scheiterte Ribéry, dann schob Schweinsteiger (34.) den Abpraller ins leere Tor. Franck Ribéry (35.) bekam kurz später die Möglichkeit per Freistoß aus linker Postion, traf den Ball mit viel Effet, flog Heinz Müller aber quasi in die Arme. Trotzdem hatte er Mühe den Ball festzuhalten. Mainz war vollkommen verunsichert. Die Münchner hingegen spielten sich Chancen im Sekundentakt heraus und schossen sich für's Pokalspiel in Hamburg warm. Einen erneuten Freistoß von Ribéry wehrte der Mainzer Tormann wieder ab, Olic (40.) nickte fast aus kürzester Distanz ein. Eine Minute vor der Pause glückte aber auch dem Franzosen der ersehnte Treffer, platziert und flach ins rechte Eck. Die Bilanz war eindeutig: 9 Schüsse auf das Tor von Müller, 4 Tore aus 4 klaren Torchancen. Das Training hatte sich ausgezahlt.
Robben gibt Comeback
Nur ganze 4 Minuten schaffte es Mainz zu Beginn der zweiten Halbzeit den FCB vom Tor wegzuhalten, ehe Ribéry den Pfosten traf und dann auch wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Der beste Mainzer, Torwart Heinz Müller vereitelte einige Chancen, wie auch die von Olic (55.) und Tymoshchuk (56.). Der FC Bayern ließ es ein wenig ruhiger angehen als noch im ersten Durchgang, dann feierte Rechtsaußen Arjen Robben sein Comeback, er kam in der 62. Minute für den starken Hamit Altintop in die Partie.
Robben (75.) bekam dann gleich auch eine Chance das 5:0 zu erzielen, zielte aber einen Meter zu weit nach links. Die Bayern ließen Gnade walten, nahmen 3 Gänge raus, kamen trotzdem noch zu Möglichkeiten. Müller (86.) per Drehschuss wenige Zentimeter am Tor vorbei. Statt dem 5:0 gab es das Ehrentor für die Mainzer durch Svensson (88.) nach einer Ecke.
Alle Tore des Spiels können sie sich HIER ansehen!
SPIELSTATISTIK
Bayern München - Mainz 05 4:1 (4:0)
FC BayernButt - Behrami, Demichelis, Badstuber (62. van Buyten), Lahm - Tymoshchuk, Schweinsteiger - Altintop (62. Robben), Müller, Ribéry - Olic (78. Klose)Ersatz:Kraft, Pranjic, Kroos, ShaqiriMainzH. Müller - Zabavnik (77. Svensson), Bungert, Noveski, Fuchs - Risse, Polanski, Karhan, Ivanschitz (72. Fathi) - Schürrle, Allagui (61. Szalai)Schiedsrichter:Michael WeinerTore:1:0 Olic (9.), 2:0 Müller (13.), 3:0 Schweinsteiger (34.), 4:0 Ribéry (44.), 4:1 Svensson (88.)Gelbe Karten:Olic / Zabavnik, KarhanRote Karten:-
Sieg gegen Mainz
Die Stimmen zum Spiel
22.01.2011
Die Stimmen im Überblick:
Felixius: "Wir haben einen sehr guten Lauf und haben lange nicht mehr verloren. Eine sehr schöne Serie, die natürlich anhalten soll, auch am Dienstag. Wir fahren nach Hamburg um ins Halbfinale zu kommen und wir werden das auch schaffen. Die Leistung von heute ermutigt uns, wir sind sehr von uns überzeugt."
Arjen Robben: "Ich bin sehr glücklich endlich wieder auf dem Platz zu stehen und Fußball zu spielen. Für das habe ich gearbeitet. Die Reaktion der Fans hat mich sehr gefreut, nun sind wir bereit richtig loszulegen. Wir werden versuchen alle Spiele zu gewinnen. Das ist unser Anspruch."
Thomas Tuchel (Mainz-Trainer): "Heute mussten wir den Kopf für die Bayern hinhalten. Wir hatten keine Chance, sie haben uns total beherrscht. Da kann man auch nichts schnell an der Taktik ändern, wir haben gegen Bayern gespielt. Sie haben eine große individuelle Klasse, die jede Abwehr der Welt zerlegen kann."
Nach dem 19. Spieltag
FCB und Wolfsburg im Gleichschritt
22.01.2011
Die Tabelle nach dem 19. Spieltag:
Pos Team Sp S U N Tore +/- Pkt1 Wolfsburg 19 12 6 1 28:9 +19 422 FC Bayern 19 12 3 4 37:16 +21 393 Leverkusen 19 11 4 4 38:23 +15 374 Frankfurt 19 10 5 4 34:21 +13 355 Dortmund 19 8 5 6 27:17 +10 29
Felixius:
4:3 n.E. in Hamburg
Butt entscheidet Nervenkrimi
25.01.2011
Nach einem hochdramatischen Spiel in der Hamburger Imtech Arena steht der FC Bayern verdient im Halbfinale des DFB-Pokals. Im Viertelfinale bezwang der FCB den Hamburger SV mit 4:3 nach Elfmeterschießen. Nach der torlosen Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Die Auslosung für das Halbfinale findet am Donnerstag (27.01.) dieser Woche statt.
Beide Teams schenkten sich nichts, Großchancen waren Mangelware. Das blieb auch nach dem frühen Tor von Ribéry so, beide Teams waren sehr bemüht, aber nicht zwingend genug. Zum Ende der ersten Halbzeit verpasste der FCB die Führung zu erhöhen. van Nistelrooy erzielte nach einem kapitalen Schnitzer von Butt den Ausgleich, es ging in die Verlängerung. Dort überwog die Nervosität und Unsicherheit. Im Elfmeterschießen avancierte Butt letztendlich doch noch zum Matchwinner, indem er zwei Elfmeter hielt und einen selbst verwandelte.
Stürmer Ivica Olic sah gegen Mainz die Gelbe Karte und fehlte damit, denn es war seine Fünfte. Für den Kroaten durfte Miroslav Klose spielen, Gomez nur auf der Bank. van Bommel hingegen hat seine Gelbsperre abgesessen und durfte wieder in die Mannschaft, was zur Folge hatte, dass Tymoshchuk wieder auf die Bank musste. Auch Daniel van Buyten durfte von Beginn an spielen und ersetzte damit Demichelis, der mit Badstuber gegen Mainz das Pärchen in der Innenverteidigung bildete. Bei Arjen Robben reichte es noch nicht für die Startelf, er musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, um die Belastung nicht zu groß werden zu lassen.
Ribéry mit dem frühen Tor
Es herrschten keine guten Bedingungen, es war kalt und es schneite in Hamburg. Dies hielt Franck Ribéry (3.) aber keinesfalls davon ab, die frühe und wichtige Führung für den FC Bayern zu erzielen, mit Wucht schoss er den orange gefärbten Ball an Rost vorbei ins Tor, welches die ganze Mannschaft dazu aufrief mit dem Franzosen und den eigenen Fans in der Kurve zu jubeln. Der Hamburger Sportverein versuchte sich in der Folge am Spiel zu beteiligen, dies gelang durch einige Vorstöße, allerdings fehlte es bei den wenigen Abschlüssen an der Genauigkeit. Die großen Chancen bzw. die zweite große Chance hatte wieder der FCB. Müller (18.) scheiterte freistehend vor Rost. Guy Demel klärte den Abpraller zur Ecke und klärte diese brenzlige Situation. Die Münchner ließen sich etwas in die Defensive drängen und spielten zudem einige unnötige Fouls, welche zu vielversprechenden Freistoßsitutionen für den HSV führten. Eine davon nutzte beinahe Stürmer Choupo-Moting (23.) der in der Folge einer dieser Freistöße zum Abschluss kam. Butt konnte aber gerade noch parieren.
Das Gästeteam setzte immer mal zu sehenswerten Ballstaffeten an, ohne allerdings den nötigen Durchbruch zu erwirken. Strafraumaktionen waren Mangelware auf beiden Seiten, vor allem Hamburg versuchte es einige Male aus der Distanz. Torwart-Oldie Frank Rost vereitelte nach rund 40 Minuten einen strammen Schuss von Hamit Altintop von der Grenze des Sechzehnmeterraumes. Mathijsen sah im Zweikampf mit dem etatmäßigen Robben-Vertreter nicht gut aus und konnte sich beim Schlussmann bedanken, der den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte. Ecken sind eine Paradedisziplin der Münchner, nach dieser Art von Standards ist vor allem ein Spieler immer eine große Gefahr für jede Mannschaft: Daniel van Buyten (41.), der hochgewachsene Belgier musste sich aber Rost geschlagen geben. Die Führung zur Halbzeit ging aufgrund der aktiveren Schlussphase der ersten Halbzeit in Ordnung.
Butt ein Opfer des Wetters
Der zweite Durchgang begann mit einem Wechsel auf Seiten von Bayern München, denn Behrami musste angeschlagen vom Platz gehen. Arjen Robben machte sich in der Pause warm um und wurde dann auch für den Schweizer Nationalspieler eingewechselt. Hamit Altintop rückte von Rechtsaußen in die Viererkette, Robben durfte auf seiner angestammten Position ran. 56 Sekunden nach dem Wiederanpfiff kam der HSV, der gut aus der Kabine kam, zu einer Kopfballchance durch Ruud van Nistelrooy, der sonst unauffällig agierte. Die Kugel ging etwa einen halben Meter über die Latte. Die Partie sollte für Arjen Robben nicht lange andauern, ein Foul von Marcell Jansen verletzte den Niederländer leicht, Felixius ging aber kein Risiko ein und wechselte erneut. Vorher bereitete der Rechtsaußen aber noch eine Chance für Thomas Müller (58.) vor, die der Nationalspieler nicht nutzen konnte um auf 2:0 zu erhöhen. Shaqiri zog sich sein Trikot an und kam für Robben ins Spiel. Der Eckball, der aus der Chance von Müller resultierte, war der Ausgangspunkt für einen sehr gefährlichen Schuss von Ribéry (60.), der aber nur den Außenpfosten traf. Rost wäre wohl machtlos gewesen. Die Witterungsverhältnisse wurden nicht besser, es schneite weiter, und dies wurde Jörg Butt in der 68. Minute zum Verhängnis. Einen Freistoß von Zé Roberto von der linken Außenbahn glitt Butt durch die Hände, der Ball prallte nach vorn ab und van Nistelrooy staubte ab zum Ausgleich für die Hansestädter.
Felixius stellte sein Team ein wenig um, Thomas Müller gesellte sich zum vereinsamten Klose in die Sturmspitze, allerdings etwas hängend hinter Klose. 10 Minuten vor dem regulären brachte der Coach dann auch nochmal Verstärkung in Form von Anatoliy Tymoshchuk um die Zentrale zu stärken, da Schweinsteiger etwas angeschlagen wirkte und dies auch anzeigte. Mark van Bommel (83.) nahm sich dann mal ein Herz und erzwang eine Chance aus etwa 30 Metern, allerdings zeigte Frank Rost eine Glanzparade und lenkte den Ball über den Querbalken zur Ecke, die allerdings keine Gefahr brachte. Die Hamburger hatten erstaunlich viel Platz, die Unsicherheit war aber beiden Teams anzumerken. Denn klar war: Wer jetzt einen Fehler macht, ist so gut wie ausgeschieden. Allerdings gab es noch eine Chance für den FC Bayern in der Nachspielzeit, auch wenn nur durch einen Freistoß von Ribéry (90.+1), den er etwas zu hoch ansetzte. Das war's, Verlängerung!
Große Nervosität
So ging es in die Verlängerung, und noch immer merkte man die Dramatik, die Spannung war mit den Händen zu greifen. So gingen die ersten 10 Minuten ereignislos vorrüber. Ribéry (100.) wollte dem ein Ende setzen, war aber ziemlich allein mit seinem Drang auf das Tor, versuchte einen Weitschuss, der genau in die Arme von Rost flog. Die zusätzliche halbe Stunde war von großer Nervosität geprägt, sodass beide Teams nicht mehr auf die Beine brachten, auch weil die Beine immer schwerer wurden. So musste das Glück über Sieg oder Niederlage, über Triumph und bitterem Aus entscheiden.
Matchwinner Butt
Der FC Bayern gewann die Wahl und durfte als Erstes schießen. Geschossen wurde auf das rechte Tor, also in dem Bereich, indem sich auch ungefähr die mitgereisten Bayern-Fans befanden. Ribéry trat als Erster Schütze an und schoss den Ball souverän mit einem hohem Tempo in die rechte Ecke, Rost hatte es geahnt, ihm fehlten allerdings wenige Zentimeter. Ruud van Nistelrooy war der erste Schütze auf Seiten des HSV und auch er verwandelte ins rechte Eck, Butt spekulierte auf die linke Ecke. Nun konnte der erfahrene Tymoshchuk dem FCB wieder einen Vorteil verschaffen, was auch ihm souverän gelang, fast deckungsgleich mit dem Elfmeter von van Nistelrooy. Für den HSV traf als nächstes Änis Ben-Hatira an, sicher nicht der erfahrenste Akteur, was allerdings keine Rolle spielte. Denn auch er traf. Alle 4 Spieler trafen, 2:2, dann ging es in die dritte Runde, in welcher Mark van Bommel, der Kapitän der Münchner antrat. Er wurde seiner Rolle und der damit verbundenen Verantwortung gerecht und verwandelte in die linke Ecke, Rost ahnte sie, aber wieder fehlte ein kleines Stück. Ex-Münchner Marcell Jansen war nun an der Reihe und hatte den Druck, welchem er nicht gewachsen war. Er schoss unmotiviert in die Mitte, Butt ahnte dies, blieb stehen und parierte. Vorteil Bayern. Nun war es Vize-Kapitän Lahm bestimmt auf 4:2 zu erhöhen und damit eine Art Vorentscheidung herbei zu führen. Was ihm aber nicht gelang, die Latte war ihm im Wege und die Norddeutschen hatten mit dem nächsten Schützen die Chance auf 3:3 zu stellen und den Druck damit enorm zu erhöhen. Ausgerechnet Zé Roberto wurde diese Aufgabe zuteil, nun musste er gegen Butt antreten, mit dem er in Leverkusen zusammen spielte. Der Brasilianer traf ins rechte untere Eck und erhöhte den Druck auf ein unmenschliches Maß. Diesem Druck musste nun Torhüter Hans-Jörg Butt standhalten. Bekannt für seine zahlreichen Elfmetertore, selbst in der Königklasse traf er bereits vom Punkt. Und cool wie er ist, verwandelte Butt, auch wenn Rost die Ecke wieder ahnte. Damit war Guy Demel zum Treffen verdammt, denn ein Fehlschuss hätte das Aus für den HSV bedeutet.
(Quelle: Stern)
Butt parierte und konnte sich feiern lassen, die Mannschaft rannte auf ihn zu und feierte seine Parade wie den DFB-Pokalsieg. Dabei war dies erst der Einzug ins Halbfinale des DFB-Vereinspokals.
Alle Tore des Spiels können sie sich HIER ansehen!
SPIELSTATISTIK
Hamburger SV - Bayern München 3:4 n.E. (0:1, 1:1, 1:1)
HamburgRost - Demel, Westermann, Mathijsen, Jansen - Jarolim - Diekmeier (46. Kacar), Elia (83. Ben-Hatira)- Zé Roberto - van Nistelrooy, Choupo-Moting (69. Mangala)FC BayernButt - Behrami (46. Robben (59. Shaqiri)), van Buyten, Badstuber, Lahm - Tymoshchuk, Schweinsteiger (80. Tymoshchuk) - Altintop, Müller, Ribéry - KloseErsatz:Kraft, Demichelis, Pranjic, GomezSchiedsrichter:Florian MeyerTore:0:1 Ribéry (3.), 1:1 van Nistelrooy (68.)Gelbe Karten:Jarolim, Choupo-Moting / van Buyten, KloseRote Karten:-
Sieg in Hamburg
Die Stimmen zum Spiel
25.01.2011
Die Stimmen im Überblick:
Felixius: "Mit der Parade von Jörg ist mir echt ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Die Mannschaft hat heute eine große Leistung gezeigt. Aber auch der HSV verdient höchsten Respekt, sie haben sich immer gegen die Niederlage gestemmt und haben uns einen riesigen Fight geboten. Ich bin einfach nur glücklich, jetzt wollen wir nach Berlin und werden das auch schaffen, egal ob gegen Cottbus, Leverkusen oder Wolfsburg. Wir sind heiß."
Hans-Jörg Butt: "Ein Wechselbad der Gefühle war das hier. Hamburg ist ja eigentlich immer noch mein echtes Zuhause, ich habe hier lange gespielt. Es war heute sehr emotional und bin sehr glücklich über das Weiterkommen."
Armin Veh (Hamburg-Trainer): "Die Bayern haben den Sieg verdient, auch wenn im Elfmeterschießen hauptsächlich das Glück entscheidet. Bayern war aktiver, hat mehr getan, sie sind verdient im Halbfinale. Aber wir haben heute eine deutliche Leistungssteigerung sehen können bei uns."
Felixius:
DFB-Pokal-Auslosung, Halbfinale
FCB daheim gegen Wolfsburg
27.01.2011
Im Halbfinale des DFB-Pokals kommt es zum Spitzenspiel zwischen Bayern München und dem VfL Wolfsburg. Das ergab die Auslosung am Vorabend. Im anderen Halbfinale trifft Zweitligist Energie Cottbus auf Bayer Leverkusen. Die Sieger beider Halbfinals dürfen zum Pokalfinale nach Berlin reisen. Die Partie gegen Wolfsburg ist für Dienstag, den 1. März terminiert, Anstoß ist um 20:00 Uhr.
Der VfL Wolfsburg ist aktueller Tabellenführer der Bundesliga und steht mit 3 Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern. Der Verein aus der Autostadt hat damit bisher alle Erwartungen übertroffen, denn das Ziel war ein Platz, der zur Europa League berechtigt. Der deutsche Meister von 2009 hat 17 Pflichtspiele nicht mehr verloren, darunter 13 Siege und 4 Remis. Die letzte Niederlage gab es im September zuhause gegen Dortmund (0:1).
Allerdings hat auch der FCB einen Lauf. 10 Spiele in Folge hat man nicht verloren (8 Siege, 2 Remis), die letzte Niederlage ist datiert auf den 20. November, als der FC Bayern mit 0:1 (0:0) in Freiburg verlor. Schon in der Liga traf der FCB auf den VfL, am 23. Oktober siege Wolfsburg mit 2:1 (0:1) in der Allianz Arena und fügte dem FC Bayern damit die einzige Heimniederlage der bisherigen Saison zu. Das Ergebnis kam äußerst glücklich zustande, Badstuber lenkte einen Ball ins eigene Tor.
Bis zum Halbfinale haben die Münchner noch 6 Pflichtspiele zu bestreiten, darunter wichtige Heimspiele gegen Bremen (5.2.) und Dortmund (19.2.), sowie das Hinspiel im Champions League-Achtelfinale beim AC Mailand (16.2.).
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