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Autor Thema: Fussball Presseschau  (Gelesen 1432881 mal)

Thorbinho09

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Re: Fussball Presseschau
« Antwort #5040 am: 14.Oktober 2026, 09:10:53 »

Das geht mir ähnlich, ich habe seinen Weg seit seinen ersten Tagen bei Man United verfolgt und war absolut fasziniert, was der sich getraut hat und was er mit dem Ball gemacht hat, und war mega erfreut darüber, dass United wieder eine starke Nummer 7 haben würde, nachdem Becks kurz zuvor gen Real abgewandert war.
Ich habe ihn somit eigentlich immer bewundert, allerdings ging mir seine Theatralik damals auch schon immer öfter auf den Wecker, nur, so wie du, habe ich das einfach überblendet, weil ich von seiner Klasse angetan war und er der Mannschaft auch echt viel gegeben hat.
Wie sich im Laufe der Jahre, erst recht mit seinem Wechsel zu Real, sein Image dann immer weiter in Richtung eitler Gockel gefestigt hat, hat mir dann die Faszination ein Stück weit abhanden kommen lassen; bedingt auch durch den Wechsel.


Der ManCity-Fall ist so ungeheuerlich wie er kompliziert ist. Unisono hört man, dass hier die Glaubwürdigkeit der Premier League insgesamt auf dem Spiel steht, Das sehe ich ebenfalls so. Kommt City mit einer Geldstrafe davon, wäre das lächerlich geradezu und in Newcastle und Paris wird man sicher sehr genau beobachten, was hier durchgewunken wird und was nicht. Der Kicker hat in einer Dreisatzrechnung ermittelt, dass ManCity 185 Minuspunkte erhalten würde, würde man das abgemilderte Strafmaß ansetzen, das Everton erhalten hat. Allerdings hat Everton kooperativ gehandelt und Reue gezeigt, was Manchester City in beiden Fällen nicht getan hat. Alternativ gäbe es das Modell, 300 Minuspunkte zu bekommen, die erst im laufenden Spielbetrieb abgearbeitet werden müssen, was einem Abstieg bis in die vierte oder fünfte Liga bedeuten würde.

Interessant ist, dass aktuell der Zeitraum 2009 bis 2018 betrachtet worden ist. Was, meint Ihr, wird herauskommen, wenn man den Zeitraum nach 2018 beleuchtet? Ich gehe nicht davon aus, dass die Selbstherrlichkeit und Arroganz der Verantwortlichen hier nachgegeben und die Geschäfte sauber abgelaufen sind. Man betrachte dafür alleine die Transfers in diesem Sommer. Und so ganz sicher sollte sich Chelsea auch nicht sein, denn deren Aktivitäten werfen bei leichter Betrachtung alleine auch Fragen auf.

Es bleibt am Ende die persönliche Bewertung: ist dieser Vorgang um Manchester City und der Vorgang um Infantino in diesem Jahr gerade ein Beleg für die Verkommenheit und Abgehobenheit des modernen Fußballs? Oder ist es eher positiv, dass es hier wie dort den Anschein hat, dass der große Widerstand (natürlich nicht aus moralischen Gründen!) doch für eine verbliebene Selbstreinigungskraft steht?

Und derweil dreht sich das Rad in England immer weiter und weiter und weiter und weiter und weiter...

https://www.kicker.de/behoerde-warnt-finanzielle-katastrophe-im-englischen-fussball-1261090/artikel
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Tim Twain

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Re: Fussball Presseschau
« Antwort #5041 am: 20.Oktober 2026, 18:25:16 »

Nicht nur ein wenig, in meinen Augen. Ronaldos Karriere begann in etwa, als ich anfing mich für Fußball zu interessieren. Ich habe seinen Weg in die absolute Weltspitze verfolgt und hatte bis tief in die 10er Jahre aufgrund seines Auftretens immer den Eindruck eines weinerlichen kleinen Jungen. Eines hoch veranlagten und extrem fleißigen kleinen Jungen zwar, aber seine ständigen Reklamationen, das Verziehen des Gesichts usw. gingen mir zu der Zeit immer mächtig auf den Geist. Für den Kontext: ich war damals selbst noch ein Jugendlicher und ließ mich von so etwas viel mehr emotional reinziehen als heute.
Irgendwann habe ich das abgelegt und nur noch Respekt übrig gehabt für Ronaldos sportliche Leistung, die einfach nicht wegzudiskutieren war und bei aller fehlenden Sympathie anerkannt werden musste. Nun benimmt er sich so, wie er sich benimmt und mir scheint, der weinerliche Junge ist wieder da. Vielleicht war er auch nie weg. Nur rechtfertigen die sportlichen Leistungen sein Verhalten nicht mehr.

Ich kenne den Menschen Cristiano Ronaldo privat nicht, ich kenne nur die mediale Figur. Diese mochte ich nie und es sieht nicht so aus, als würde sich das noch irgendwann ändern. Fans sind Fans und wenn es einem so geht, rechtfertigt man sich vielleicht vieles zu Recht, aber Ronaldos Zeit ist vorbei, eigentlich schon seit Jahren und einige kommen mit diesem Fakt nicht zurecht. Er scheinbar am allerwenigsten.

Was den Fleiß von Ronaldo angeht, hier eine Anekdote aus einem Interview mit Adebayor:
Erstes Training bei Real, er möchte sich gleich mal von seiner besten Seite zeigen und war wimre eine Stunde früher schon am Trainingsplatz.

Zitat
"Alle Lichter waren noch aus, der Raum war dunkel. Ich war froh und dachte mir: 'Ich bin der Erste, sie werden sehen, dass ich professionell und fleißig bin'", berichtete Adebayor bei Optus Sport von seinem ersten Training bei den Königlichen.

Der 40-jährige Togolese, der seine Karriere 2023 beendete, führte aus: "Doch dann hörte ich plötzlich ein Geräusch im Hintergrund. Ich fragte mich, was das sein könnte. Es war ja mein erstes Training und ich kannte die Anlage noch nicht. Daher fragte ich einen der Physiotherapeuten, was da unten vor sich gehe. Er sagte mir dann, dass Cristiano Ronaldo dort sei. Ich dachte nur: 'Oh komm schon, Mann, dieser Typ ...' Ich war also doch nur der Zweite."

Adebayor ging daraufhin runter, um CR7 zu begrüßen. "Er sagte mir, dass er für mich da sei, wenn ich etwas brauche und dass ich ihn immer nach Hilfe fragen könne. Mir wurde klar, dass er schon viel früher als ich da gewesen war. Ich fragte ihn danach und er antwortete, dass er schon seit 7:30 Uhr da war."

Adebayor wunderte sich und war beinahe genervt von Ronaldos Arbeitseifer: "Trainingsbeginn ist um 10:30 Uhr und du kommst um 7:30 Uhr? Wofür? Drei Stunden vorher! Ich ließ ihn in seiner eigenen Welt, damit er seinen Fußball und seine Karriere genießen kann. Und heute, mit fast 40 Jahren, gehört er immer noch zur Elite, ist auf höchstem Level. Das ist einfach wunderschön anzuschauen. Ein großartiges Vorbild."

https://www.goal.com/de/listen/ich-liess-ihn-in-seiner-eigenen-welt-ehemaliger-mitspieler-verraet-wie-ihn-cristiano-ronaldo-beim-ersten-treffen-zum-staunen-brachte/blt29c041034b9cc5ae
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fährt Fahrrad gegen den Kapitalismus im Fußball