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Autor Thema: Bundesliga Saison 2011/12  (Gelesen 194397 mal)

RudiGutendorf

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #620 am: 16.August 2011, 21:00:05 »

Dann ruf ihn doch mal an und sag es ihm ins Gesicht oder schreibe ihm einen persönlichen Brief. Aber den Mut hast du nicht, also unterlasse das hier bitte in Zukunft. Das ist doch kein Schmähforum hier.

Ich für meinen Teil würde ihn liebend gerne in einem persönlichen Gespräch darum bitten sich aus dem deutschen Profifussball rauszuhalten und sein Geld noch weiter vermehrt für wichtige Dinge auszugeben. Aber leider kommen wir nicht an einen sensiblen Milliardär ran.

Wenn man nur wirklich will, schafft man alles :)
Warum schreibt ihr ihm nicht alle zusammen einen Brief, in dem ihr ihm eure Argumente darlegt?
Das wäre doch ne gute Idee :)

@Fussballmonster: Klar, war ja auch nicht auf den Wiener Schmäh bezogen ;) Den mag ich gern.
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smonan1900

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #621 am: 16.August 2011, 21:02:09 »

Den Brief liest dann die Sekretärin seiner Sekretärin, vielleicht muss ich auch erst ne erfolgreiche Softwarefirma aufbauen um in ein Gespräch mit ihm oder Matteschitz zu kommen und denen meine Meinung dazulegen.  ;D
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Tony Cottee

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #622 am: 16.August 2011, 21:02:48 »

Sozialpädagogin ist schon eine Schmähung? Schöne neue Welt. Wenn ich ihn jetzt Ex-CDU-Landesvorsitzenden von Schleswig-Holstein genannt hätte, dann würde ich das ja einsehen.

Wenn ich Herrn Hopp übrigens privat treffen würde und er meine Meinung nicht gerade mit einem Hochfrequenztöner versucht zu überhören, würde ich ihm auch sagen, dass ich seine Art von "Fußballmodell" nicht mag. Natürlich sachlich. So macht man das in persönlichen Gesprächen für gewöhnlich.

Ich habe ja auch z.B. überhaupt nichts gegen Uli Hoeneß persönlich. Ganz im Gegenteil, den halte ich für einen sehr sozialen und integren Menschen. Das mag Herr Hopp übrigens sehr wahrscheinlich auch sein. Dennoch finde ich es nicht verwerflich beide in einem Fußballstadion mit Schmähungen zu versehen.

Um es anders zu sagen: Wer die Hitze nicht aushält, sollte nicht in die Küche gehen und Schmähgesänge gegen gegnerische Teams und deren Verantwortliche haben im Fußball eine gewiss längere Tradition als die TSG1899. Selbst auf Dorffußballplätzen. Die künstliche Aufregung verstehe ich daher überhaupt nicht.

Konkret: Von einem Doppelhalter mit Fadenkreuz drauf z.B. auf eine konkrete Morddrohung zu schließen, finde ich eher albern. Gesänge wie "Sohn einer Hure" finde ich nicht besonders geschmackvoll, sind aber für mich kein Grund für eine Stadionverbot.

Früher gab es Gesänge wie: "Ganz Deutschland war schon auf ihr drauf: Lolita Matthäus" oder gegen Oli Reck zu Bremer Zeiten: "Oli wir haben Deine Frau gefickt, Sie stinkt nach Fisch." Auch da kann man ganz sicher die Geschmackfrage stellen, das war aber nie ein Thema für die Medien. Matthäus und Reck wären auch nie auf die Idee gekommen, sich darüber öffentlich zu mokieren.

Gegnerische Fans mit Urin oder Kot zu bewerfen ist hingegen absolut nicht tolerabel (sage ich als FC-Fan). Ebenso halte ich schwulenfeindliche oder rassistische Gesänge für nicht tolerabel. Das sieht ja der DFB im Übrigen genauso.

Das sind aber - wie ich schon gesagt habe - alles nur subjektive Einschätzungen. Ich mag z.B. auch kein Einheits-Catering im Stadion und brauche keine Cheerleader und "Werbespielchen" in der Halbzeitpause. Ebenso halte ich es mit modernen Multifunktionsarenen. Mein Lieblingsstadion steht nach wie vor in Bochum.

Aber jeder kann natürlich den Fußball so mögen, wie er ist, oder er ihn haben möchte. Ich stelle lediglich dar, wie ich es mag. Das hat ja keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.

Insofern noch eine ganz kurze Antwort auf Deine eigentliche Frage: Ja, ich finde es völlig unproblematisch in einem Fußballforum seine Antipathie gegen einen Verein bzw. einen Vereinsverantwortlichen zu veröffentlichen. Die Form der Schmähungen, die ich in einem Stadion ggf. äußern würde, muss es hier sicher mit Rücksicht auf die verschiedensten Fans nicht geben. Schließlich stehe ich nicht in einer Kurve. Daher habe ich mich aus meiner Sicht zurückgehalten.

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pudel

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #623 am: 16.August 2011, 21:05:07 »

..... obwohl Hoffenheim eigentlich ein Traditionsverein ist.

Weil dieser Dorfverein fast das komplette letzte Jahrhundert zwischen Kreis und Bezirksklasse gependelt ist, ist er ein Traditionsverein?  ???



klar, er hat Geschichte.
Oder ist Hansa Rostock mit 45 Jahren eher einer, nur weil sie erfolgreicher waren?  ;)

Ja, natürlich ist Hansa Rostock eher ein Traditionsverein. Immerhin war man schonmal Landesmeister und hat gegen Barcelona in der Champions League (damals hiess das noch Europapokal der Landesmeister) zu Hause 1:0 gewonnen.  8) (ok, Rückspiel ging in die Hose)

Zu einem Traditionsverein gehört ja nicht nur, das man seit 100 Jahren irgendwo auf nem Acker in der Kreisklasse rumgurkt. Wenn das die Definition einiger hier sein soll, bitteschön. Soll sich jeder so lächerlich machen, wie er möchte.
Natürlich gehört da genauso Erfolg und eine große Anhängerschaft dazu.

Ausserdem sind es nicht 45 Jahre, sondern 57 Jahre seit Gründung. (Stichwort: Empor Rostock)   
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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #624 am: 16.August 2011, 21:07:53 »

Danke Tony, endlich mal wieder einen Post mit lächeln und kopfnicken gelesen.

Hoffenheim wird nie ein Traditionsverein, weil Hoffenheim keine Rolle gespielt hat, als sich der Fussball Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und nach dem 2. Weltkrieg neu in die Gesellschaft gekämpft hat. So seh ich das persönlich, aber das ist auch nur eine Definitionsmöglichkeit von vielen.
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RudiGutendorf

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #625 am: 16.August 2011, 21:13:57 »

Ach denkt doch was ihr wollt, ich mach jetzt mein 6. Bier auf!!! Prost!! :laugh:
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pudel

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #626 am: 16.August 2011, 21:19:00 »

Ach denkt doch was ihr wollt, ich mach jetzt mein 6. Bier auf!!! Prost!! :laugh:

Dein erster vernünftiger Post seit langem....geht doch! Prost!  ;D
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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #627 am: 16.August 2011, 21:19:32 »

Kurze Ergänzung: Ich werde keine allgemeingültige Definition von "Traditionsvereinen" o.ä. abgeben, sondern nur ganz subjektiv feststellen, dass meine Fußballwelt ohne Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim und RB Leipzig (wie konnte ich die nur vergessen) deutlich schöner wäre.


Bis auf Leverkusen bin ich da voll bei dir. Der Verein wurde aus Werkseigenen Mitarbeitern gegründet. Das der Konzern dahinter steht ist halt so.

@pudel.
Warum macht man sich denn gleich lächerlich wenn man Verein und Hopp trennt? Solche Thesen finde ich ein bisserl daneben. Bei der großen Anhängerschaft kann ich dir zustimmen. Hoffenheim wäre ohne das Geld von heute aber wohl immer noch in der dritten oder vierten Liga. Und dort tümmeln sich auch einige Traditionsvereine. Ich sage nur Rot-Weiss Essen
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pudel

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #628 am: 16.August 2011, 21:24:33 »

@pudel.
Warum macht man sich denn gleich lächerlich wenn man Verein und Hopp trennt? Solche Thesen finde ich ein bisserl daneben. Bei der großen Anhängerschaft kann ich dir zustimmen. Hoffenheim wäre ohne das Geld von heute aber wohl immer noch in der dritten oder vierten Liga. Und dort tümmeln sich auch einige Traditionsvereine. Ich sage nur Rot-Weiss Essen

Die Definition ist lächerlich. So gesehen, wäre ein 1.FC Köln der seit 48 existiert ja auch kein Traditionsverein, dafür aber der Acker in Hoffenheim. Wie gesagt, jeder wie er will.

Ohne Hopp wäre Hoffenheim heute noch in der Kreisklasse. Wie kommst du auf 3./4.Liga? Da waren die nicht annähernd. (Wie auch?)
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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #629 am: 16.August 2011, 21:47:11 »

@pudel.
Warum macht man sich denn gleich lächerlich wenn man Verein und Hopp trennt? Solche Thesen finde ich ein bisserl daneben. Bei der großen Anhängerschaft kann ich dir zustimmen. Hoffenheim wäre ohne das Geld von heute aber wohl immer noch in der dritten oder vierten Liga. Und dort tümmeln sich auch einige Traditionsvereine. Ich sage nur Rot-Weiss Essen

Die Definition ist lächerlich. So gesehen, wäre ein 1.FC Köln der seit 48 existiert ja auch kein Traditionsverein, dafür aber der Acker in Hoffenheim. Wie gesagt, jeder wie er will.

Ohne Hopp wäre Hoffenheim heute noch in der Kreisklasse. Wie kommst du auf 3./4.Liga? Da waren die nicht annähernd. (Wie auch?)



Bezirksliga
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RudiGutendorf

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #630 am: 16.August 2011, 21:47:38 »

Leude macht euch mal locker, ich bins auch  ;D
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Pneu

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #631 am: 16.August 2011, 21:50:20 »

Dann müssten wir jetzt diskutieren was im Fussball als Tradition angesehen wird. Viele Titel? Eher nicht. Sehe es auch so wie Rudi.
Oder will jetzt jemand behaupten, dass der FC Sheffield(glaub das war der erste Verein der Welt), kein Traditionsverein ist nur weil er keine Barclays Premier League Geschichte hinter sich hat.

Ein Traditionsverein muss nicht unbedingt große Erfolge gefeiert haben, aber in der Regel sind sie kennt sie nicht nur ein Bundesland oder ein Bezirk. Der Fc Sheffield wäre dann als ältester Verein der Welt natürlich auch ein Traditionsverein, weil man ihn eben durch diese Tatsache kennt. Aber wer kannte Hoffenheim?
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smedhult

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #632 am: 16.August 2011, 21:52:26 »

@ Tony:

Ich kann deinen kompletten Post nur unterstreichen. Du bringst Alles auf den Punkt.

@ pudel:

Bevor Du so massiv über Hoffenheim herziehst, kehre erst einmal vor der eigenen Haustür. Der Ursprungsverein von Hansa ist Empor Lauter und nicht Rostock.
Der Fussball kam durch die Politik nach Rostock, und ist daher, aus meiner Sicht, noch verwerflicher als das Vorgehen in Sinsheim.
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pudel

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #633 am: 16.August 2011, 22:10:45 »

@ pudel:
Bevor Du so massiv über Hoffenheim herziehst, kehre erst einmal vor der eigenen Haustür. Der Ursprungsverein von Hansa ist Empor Lauter und nicht Rostock.
Der Fussball kam durch die Politik nach Rostock, und ist daher, aus meiner Sicht, noch verwerflicher als das Vorgehen in Sinsheim.

Der Großteil der Spieler kam aus der Region. Und glaub mal nicht, dass da irgendeiner stolz drauf ist/war, dass die Sachsen zu uns hoch geschickt wurden.  Tut mir echt leid, dass man die Mauer erst 1990 wegbekommen hat.  ::) (das schreibe ich übrigens als ex Schwedisch-Pommeraner  ;D)

« Letzte Änderung: 16.August 2011, 22:13:03 von pudel »
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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #634 am: 16.August 2011, 22:13:45 »

Was für eine Diskussion!
Welcher Parameter bestimmt denn nun darüber ob ein Verein ein Traditionsverein ist? Am besten du schreibst mal den DFB an und fragst ihn ob Hoffenheim einer ist oder eher Hansa. Würd mich interessieren.
Worauf berufst du dich wenn du Hoffenheim den Status als Traditionsverein absprichst? Ihr Stadion bekommen die auch voll, wahrscheinlich öfter als Hansa beispielsweise.
Sind sie weniger Traditionsverein, nur weil sie keine Schulden haben. Nochmal ich bin absoluter Hoffenheimgegner, aber diese Standpunkte kann ich hier jetzt nicht ganz nachvollziehen.
Im übrigen hat Hopp jahrelang nachhaltig aber sehr dosiert in den Verein investiert. Deshalb haben sie auch 20 Jahre gebraucht bis sie in der Bundesliga waren. Große Transfers gabs etliche Jahre gar nicht.


Der enzige sinnvolle Parameter(neben dem Gründungsjahr) ist meiner Meinung nach die Zugehörigkeit zur Bundesliga 1+2
Doch dann kommt die nächste Frage. Ab wieveil Jahren ist man ein Traditionverein, oder vor welchem Datum muss man mindestens einmal dort gewesen sein?

Alles in allem eine schwammige Angelegenheit. Einigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig sind.
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pudel

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #635 am: 16.August 2011, 22:28:08 »

Was für eine Diskussion!
Welcher Parameter bestimmt denn nun darüber ob ein Verein ein Traditionsverein ist? Am besten du schreibst mal den DFB an und fragst ihn ob Hoffenheim einer ist oder eher Hansa. Würd mich interessieren.

Mich nicht. Ich kann meine Meinung selbst formulieren.

Worauf berufst du dich wenn du Hoffenheim den Status als Traditionsverein absprichst? Ihr Stadion bekommen die auch voll, wahrscheinlich öfter als Hansa beispielsweise.

Jetzt wo der Dorfverein Erfolg hat. Wieso wundert mich das nicht!

Sind sie weniger Traditionsverein, nur weil sie keine Schulden haben.

Habe ich irgendwas von Schulden erzählt? Der einzige, der hier mit Schulden ankam, war Rudi. Und selbst das war falsch.  ::)

Nochmal ich bin absoluter Hoffenheimgegner, aber diese Standpunkte kann ich hier jetzt nicht ganz nachvollziehen.

Wird schon noch.

Im übrigen hat Hopp jahrelang nachhaltig aber sehr dosiert in den Verein investiert. Deshalb haben sie auch 20 Jahre gebraucht bis sie in der Bundesliga waren. Große Transfers gabs etliche Jahre gar nicht.

Klar, man hätte ja auch mal versuchen können, nen 9 Millionen Transfer gleich in der 6.Liga zu starten, als "nur" als frischgebackener 2.Ligist.   ::) (Kommt bestimmt noch.)

Der enzige sinnvolle Parameter(neben dem Gründungsjahr) ist meiner Meinung nach die Zugehörigkeit zur Bundesliga 1+2
Doch dann kommt die nächste Frage. Ab wieveil Jahren ist man ein Traditionverein, oder vor welchem Datum muss man mindestens einmal dort gewesen sein?

Wie gesagt, jeder wie er will. Nenne Hoffenheim einen Traditionsverein. Ich nenne es lächerlich.

Einigen wir uns darauf, dass wir uns nicht einig sind.

Wie du willst.
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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #636 am: 17.August 2011, 00:46:20 »

Hier kann man schön nachlesen, dass die TSG gar nicht solange Fussball spielt. http://de.wikipedia.org/wiki/TSG_Hoffenheim
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Friedel Funkhelm

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #637 am: 17.August 2011, 01:34:20 »

Hier mal zwei externe Betrachtungen zum Thema "Traditionsverein".

http://blog.wissen.de/wissen/ressort/sprachspione/fussballsprache-3-traditionsverein/

http://www.club-station.de/traditionsverein.html

Ich denke, diese Artikel geben im Wesentlichen wieder, was die allermeisten Fußballinteressierten (Hoffenheim- und RB-Leipzig-Fans mal ausgenommen) unter diesem Begriff verstehen. Somit lässt sich relativ klar definieren, was einen Traditionsverein ausmacht:

1. Bestimmung der (mindestens nationalen) Fußballszene über Jahrzehnte hinweg.

Die Fußballszene bestimmt aber kein Verein in der 6. oder 7. Liga, sondern die 1. oder 2. sollte es schon gewesen sein. In Zeiten, in denen die Deutsche Meisterschaft noch im K.O.-System ausgetragen wurde, dann eine regelmäßige Anwesenheit in den letzten Runden. Dabei müssen nicht unbedingt Titel eingefahren worden sein aber es schadet sicher nicht  ;) .

2. Ein gewachsenes Umfeld und Verwurzelung in der Region.

Gemessen an diesen zwei Hauptkriterien (die auch zu einem gewissen Grade miteinander in Zusammenhang stehen) sind Hansa Rostock und sogar Bayer Leverkusen selbstverständlich Traditionsvereine.

Im heutigen Profifußball ist der Begriff "Traditionsverein" nur durch diese zwei Kriterien aber nicht mehr haltbar. Während sich Vereine wie Rot-Weiß Essen , Kickers Offenbach, 1. FC Magdeburg oder Lok Leipzig ihren Status als Traditionsverein sportlich erarbeitet haben, bestimmt in der heutigen Zeit eigentlich nahezu ausschließlich der finanzielle Aspekt über Erfolg und Misserfolg. Und nur dies macht es letztlich möglich, dass sogenannte "Retortenvereine" in die höheren Spielklassen aufsteigen können. Der Begriff "Retortenverein", der eigentlich schon vom Wort her das Gegenteil von "Traditionsverein" ist, verdeutlicht hierbei ein meiner Ansicht nach weiteres wichtiges Kriterium zur Definition des Traditionsvereins, nämlich die Akzeptanz im gegnerischen Umfeld. Obwohl sich Schalker und BVB'ler wie die Pest hassen, wird wohl kein Schalker dem BVB seine Tradition absprechen und umgekehrt. Dasselbe gilt für Bayern und Sechz'ger. Ganz im Gegenteil: manch ein Bayern- oder VfB-Stuttgart-Fan wünscht sich wahrscheinlich, dass 60 oder die Kickers mal wieder in der 1. Bundesliga spielen, sodass man sich nicht alle Jubeljahre mal mit viel Glück im Pokal begegnet.
Vereine aber, wie Hoffenheim, RBL und in gewisser Hinsicht auch Wolfsburg, die sich durch Etablierung in den oberen Spielklassen zwar durchaus sowas wie ein gewachsenes Umfeld und eine Fanbasis schaffen konnten/könnten wird wohl immer das Image des "Retortenklubs" anhaften und sie werden wahrscheinlich kaum jemals als "echte" Traditionsklubs betrachtet werden. Niemand (außer den eigenen Anhängern vielleicht, von denen aber wahrscheinlich 95% eh nur aus Opportunisten bestehen) wird sie jemals Vermissen, wenn sie, von allen Geldgebern verlassen, wieder in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Zudem würde ich, basierend auf obigen Ansichten, sogar noch weiter als Pudel gehen und nicht nur Hansa Rostock sondern z.B. Lok Stendal (19 Jahre in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse der DDR) noch eher als Traditionsklub bezeichnen als die TSG Hoffenheim (wobei es völlig unerheblich ist, dass letztgenannter Verein erst ab 1945 eine Fußballsektion besitzt). Leverkusen ist für mich übrigens ein Grenzfall. Dieser Club verfügt ja tatsächlich über eine langjährige Erst- und Zweitligahistorie und die Bayer AG hat offenbar erst ab der Ära Calmund vermehrt Geld in die Fußballabteilung gepumpt.

Hoffenheim und RBL sind im deutschen Fußball aber sicherlich die krassesten Exemplare für einen "Retortenverein". Hoffenheim deshalb, weil ein Verein, der in einem Dorf mit nichtmal 4.000 Einwohnern angesiedelt ist und damit im Prinzip null Potenzial für den Aufstieg zu einem Proficlub hat, durch einen "Mäzen" finanziell zum Erstligaclub gepusht wird. Und RBL durch die völlige Vereinnahmung eines Clubs durch ein Unternehmen und die Instrumentalisierung des Fußballs als reinen Werbeträger.

Übrigens: Dass der Aufstieg von Hoffenheim in die 1. Bundesliga 20 Jahre gedauert hat, liegt wohl auch daran, dass sich die Firmengewinne von SAP nicht so rasant entwickelt haben, dass ein Durchmarsch von der 8. in die 1. Liga möglich gewesen wäre.

Und was die "Beschallung" des BVB-Fanblocks im Stadion in Sinsheim angeht: Das kann ich auch nicht als Lappalie abtun, sondern das grenzt tatsächlich an einen Angriff auf die Meinungsfreiheit (auch wenn diese Meinungen oft äußerst geschmack- und niveaulos geäußert wurden) und alles spricht dafür, dass das mehr als nur eine einzige Person war, von der das eingefädelt wurde. Inwiefern da Vereinsobere mit zu tun haben, da kann man allerdings nur darüber spekulieren.
Aber dennoch geht es ums Prinzip und ich erwarte dass DFB und DFL diese Vorgänge scharf verurteilen und zumindest eine Verwarnung aussprechen.
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wrdlbrmft

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #638 am: 17.August 2011, 08:42:49 »

manch ein VfB-Stuttgart-Fan wünscht sich wahrscheinlich, dass die Kickers mal wieder in der 1. Bundesliga spielen, sodass man sich nicht alle Jubeljahre mal mit viel Glück im Pokal begegnet.

oh, das wäre fein

so ganz arg böse ist der herr hopp auch nicht, immerhin hat er dem traditionsverein waldhof mannheim finanziell unter die arme gegriffen.
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RudiGutendorf

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Re: Bundesliga Saison 2011/12
« Antwort #639 am: 17.August 2011, 08:58:53 »



Übrigens: Dass der Aufstieg von Hoffenheim in die 1. Bundesliga 20 Jahre gedauert hat, liegt wohl auch daran, dass sich die Firmengewinne von SAP nicht so rasant entwickelt haben, dass ein Durchmarsch von der 8. in die 1. Liga möglich gewesen wäre.



Gibt es dafür eine ernstzunehmende Quelle, die das bestätigt? Oder ist das nur reine Spekulation (Ich vermeide hier mal den Ausdruck "Polemik" ;) )?

Ach wisst ihr was? Ist mir eigentlich auch piepsegal, ob das jetzt Speckulation oder nicht! Ich hab keinen Bock mehr auf diese blödsinnige Diskussion! Mir reichts jetzt! Ich werd jetzt ne Paracetamol nehmen und mich wieder auf die Kautsch legen. Nacht!
« Letzte Änderung: 17.August 2011, 10:09:23 von RudiGutendorf »
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