Also, zumindest sind wir das Volk der Impfverweigerer.
Aber die Panik die jetzt wieder verbreitet wird, kotzt mich schon wieder an.
Man erinnert sich nur an die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die Vogelgrippe oder die Schweinegrippe.
Aber wir leben immer noch. 
Die Bewertung der Gefahr ist das Problem. Eine kleine, örtlich begrenzte Epidemie ist an sich nicht schön, aber eben auch nicht tragisch. Die Gefahr ist aber, daß sie zu einer größeren Epi- und schließlich zu einer Pandemie werden kann. Paradebeispiel dafür: die Spanische Grippe von 1918/19 mit 20 - 100 Millionen Toten (schlecht bezifferbar durch mangelhafte Registrierung). Heute weiß man, dass der Grippeerreger von damals seine Virulenz und Pathogenität erst in Schweinen entwickelt hat, es handelte sich also um eine Schweinegrippe (Erregerstamm war übrigens H1N1). Seither ist es immer wieder zu Grippeepidemien und -pandemien gekommen. 1997 in Hong Kong hatte die Grippeepidemie eine Mortalitätsrate von 30 % !!
Aus dieser Erfahrung heraus und in Zusammenhang mit der seither extrem gewachsenen Mobilität müssen auftretende Epidemien schnellstens untersucht werden, vor allem dann, wenn der Erreger plötzlich ein dermaßen anderes Bild von sich gibt als bislang bekannt. Von Panikmache kann man nur sprechen, wenn man einschlägige Medien betrachtet. Institute wie das RKI sind da nicht verdächtig und im Zweifelsfalle ist man lieber vorsichtiger als nachsichtiger.
"Impfverweigerer" kann man stehen lassen, aber hierzulande werden immer noch viel zu viele Antibiotika verschrieben, speziell im Bereich der Pädiatrie oft auch auf Druck der Eltern (wir haben das irgendwann mal scherzhaft Morbus Mediterranus getauft

). Von einer Verweigerung kann man da keinesfalls sprechen.