das ist jetzt natürlich schön, dass du dir solche Mühen gemacht hast, aber leider gehst du bei der Rede von Künast komplett der bewussten Fehlinterpretation gewisser Blasen auf den Leim:
https://www.mimikama.at/aktuelles/kuenast-rede/Was du machst ist folgendes: du scherst alle antifaschistischen Gruppierungen und Organisationen über einen Kamm, und wirfst ihnen Extremismus vor. Dass dem nicht so ist, ist sogar dem Verfassungsschutz klar, denn, wie er selbst in deinem verlinkten Artikel schreibt:
Der Begriff Antifaschismus ist umstritten, eine einheitliche Definition kaum möglich. Für die einen ist Antifaschismus ein demokratisches Grundprinzip, für die anderen ein linksextremistischer Kampfbegriff. Bedeutsam für das jeweilige Verständnis ist vor allem, was die jeweiligen Akteure konkret unter dem Begriff des Faschismus verstehen.
"Antifaschismus" wurde in Deutschland ursprünglich Anfang der 1920er Jahre von der "Kommunistischen Partei Deutschlands" (KPD) als antikapitalistischer Kampfbegriff eingeführt.
Seitdem hat sich der Begriff allerdings weiterentwickelt und diverse Ausprägungen erfahren. So entwickelte sich bereits in der Zeit des Nationalsozialismus ein staatstragender, bürgerlich-liberaler "Antifaschismus", der für den Erhalt beziehungsweise für die Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintrat und den man heute mit dem Kampf gegen Neonazismus und Rechtsextremismus im Allgemeinen verbindet.
Meint Künast also die finanzielle Unterstützung von Straftätern? Mitnichten. Sie meint damit Organisationen wie zb die Amadeu Antonio Stiftung oder das ZIVD.
Ist aber klar: die einzigen, die sich öffentlich über diese Rede echauffierten, sind rechte Medien wie die Junge Freiheit oder rechte Parteien wie die AfD. Alle anderen haben verstanden, was sie meint.
Des Weiteren hast du die Sache mit den Arbeitsverträgen komplett missverstanden.
Es geht hier darum, dass die von mir genannten Organisationen aktuell auf "Projektbasis", also befristet, Arbeitsverträge mit dem Bund eingehen. Das bedeutet, dass eine kontinuierliche Finanzierung antifaschistischer Arbeit nicht gesichert ist, und diese Organisationen von Vertrag zu Vertrag rennen, ohne langfristig planen zu können.
Zu Ska Keller: das bloße Zeigen einer Antifa-Flagge heißt absolut gar nichts, denn, wie gesagt, nicht jede Antifa-Gruppierung ist automatisch extrem und ein Fall für den VS.
Ich persönlich solidarisiere mich ebenfalls mit einigen Aktionen der Antifa: friedliche Gegendemonstrationen, Aufklärung, soziale Hilfe, Inklusionsarbeit und dergleichen.
Bei mir hört es auf, wenn Gewalt ins Spiel kommt.
Aber natürlich, anhand des Bildes von Keller weißt du natürlich sofort, dass für sie Gewalt ok ist.
Witzig auch dein Seitenhieb auf genderneutrale Sprache: Mitglied ist bereits neutral (DAS Mitglied).