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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 1914316 mal)

juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12440 am: 15.August 2021, 19:39:10 »

In dem Fall geht's aber nicht um Meinungen, sondern du äußerst dich bewusst provokativ, was du durch das vewendete Emoji unterstreichst.

Wenn es dir um eine ernsthafte Diskussion ginge, hättest du anders formuliert. Zumindest schätze ich dich aufgrund der bisherigen Erfahrungen so ein. Auf provokativ aufgestellte Thesen lasse ich mich nicht ein. Sollte ich mich da irren, tut mir Leid.

Okay, dann mal mit etwas mehr Ernst.

Findest du/ihr die Regelung das Impfverweigerer ihre Tests demnächst selber zahlen sollen richtig und zielführend weil man ja von Geimpften nicht verlangen kann das sie mit ihren Steuern/Beiträgen dafür aufkommen? Und sollten dann als fairer Ausgleich nicht alle Auffrischungen, auch wenn die nur halbjährlich stattfinden müssten und dadurch weniger kosten würden als tägliche? Tests der Impfverweigerer, von den Impfwilligen auch selbst gezahlt werden?

Findest du/ihr das man die, wenn auch sehr geringe, Gefahr das Geimpfte eventuell andere Menschen anstecken können vernachlässigen kann/sollte oder sollten diese auch weiterhin Maske tragen zum Schutz für die die sich nie impfen lassen können oder zu jung für die Impfung sind?

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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12441 am: 15.August 2021, 19:55:43 »

Ja, die Maskenpflicht sollte als allerletztes fallen, auch für Geimpfte.
Nein, Impfwillige sollten ihre Impfung nicht selbst zahlen müssen.
Ja, die Entscheidung über Impfung oder Test sollte immer in Richtung Impfung gelenkt werden, wenn das über finanzielle Mittel erfolgt, gerne.
Persönlich hätte ich, wie hier auch schon erwähnt, aber auch wenig gegen eine Impfpflicht (zumindest in kontaktreichen Berufsfeldern).
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Rejs

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12442 am: 15.August 2021, 20:01:23 »

In dem Fall geht's aber nicht um Meinungen, sondern du äußerst dich bewusst provokativ, was du durch das vewendete Emoji unterstreichst.

Wenn es dir um eine ernsthafte Diskussion ginge, hättest du anders formuliert. Zumindest schätze ich dich aufgrund der bisherigen Erfahrungen so ein. Auf provokativ aufgestellte Thesen lasse ich mich nicht ein. Sollte ich mich da irren, tut mir Leid.

Okay, dann mal mit etwas mehr Ernst.

Findest du/ihr die Regelung das Impfverweigerer ihre Tests demnächst selber zahlen sollen richtig und zielführend weil man ja von Geimpften nicht verlangen kann das sie mit ihren Steuern/Beiträgen dafür aufkommen? Und sollten dann als fairer Ausgleich nicht alle Auffrischungen, auch wenn die nur halbjährlich stattfinden müssten und dadurch weniger kosten würden als tägliche? Tests der Impfverweigerer, von den Impfwilligen auch selbst gezahlt werden?

Findest du/ihr das man die, wenn auch sehr geringe, Gefahr das Geimpfte eventuell andere Menschen anstecken können vernachlässigen kann/sollte oder sollten diese auch weiterhin Maske tragen zum Schutz für die die sich nie impfen lassen können oder zu jung für die Impfung sind?


Die Impfung dient dem Schutz der gesamten Bevölkerung. Es wurden die positiven Gründe ja auf den letzten Seiten dieses Threads zur Genüge dargelegt. Geimpfte entlasten das Gesundheitssystem und schwächen die Pandemie an sich, da weniger wahrscheinlich infiziert und deutlich weniger wahrscheinlich mit einem schweren bis sehr schweren Verlauf. Daher hat die Regierung bzw. "der Steuerzahler" auch was davon, wenn es diese Impfung umsonst gibt. Allerdings rechne ich damit, dass sie in einiger Zeit Leistung der Krankenkassen werden könnte. Mittlerweile kann allen volljährigen, die nicht durch Vorerkrankungen nicht geimpft werden können, ein Angebot zur Impfung gemacht werden. Jeder kann also seinen Teil zur Minimierung der Auswirkungen beitragen.
Jetzt gibt es eben Impfverweigerer. Menschen, die aus Gründen, dieses Angebot nicht wahrnehmen können. Die sind nicht nur für sich selbst eine Gefahr, sondern auch für alle, die sich nicht impfen lassen können. Diese sorgen dafür, dass die Pandemie deutlich stärker und länger ihr Unwesen treiben wird als es eigentlich nötig wäre. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen diese sich eben regelmäßig testen lassen, wenn sie bestimmte Angebote besuchen möchten. Da diese ja ohne Probleme geimpft werden könne, entscheiden sich diese Personen BEWUSST für die kostenpflichtigen Tests. Warum sollte also die Allgemeinheit für die Bequemlichkeit oder die "Hauptsache dagegen"-Einstellung der Impfverweigerer aufkommen? Sie haben ja schließlich eine Wahl. Diese Wahl heißt Impfung.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12443 am: 15.August 2021, 20:36:32 »

Okay, dann mal mit etwas mehr Ernst.

Findest du/ihr die Regelung das Impfverweigerer ihre Tests demnächst selber zahlen sollen richtig und zielführend weil man ja von Geimpften nicht verlangen kann das sie mit ihren Steuern/Beiträgen dafür aufkommen? Und sollten dann als fairer Ausgleich nicht alle Auffrischungen, auch wenn die nur halbjährlich stattfinden müssten und dadurch weniger kosten würden als tägliche? Tests der Impfverweigerer, von den Impfwilligen auch selbst gezahlt werden?

Findest du/ihr das man die, wenn auch sehr geringe, Gefahr das Geimpfte eventuell andere Menschen anstecken können vernachlässigen kann/sollte oder sollten diese auch weiterhin Maske tragen zum Schutz für die die sich nie impfen lassen können oder zu jung für die Impfung sind?

Ich sehe das im Grunde genauso wie Joe und Rejs. Dennoch kann ich für mich nicht abschließend sagen, dass ich den Weg, Druck auf Ungeimpfte auszuüben richtig finde. Ja, irgendwann muss einfach der Zeitpunkt kommen, an dem man aus den von Rejs genannten Gründen sagt, dass die Tests selbst gezahlt werden müssen. Ob dieser Zeitpunkt jetzt ist, kann ich für mich nicht beantworten. Ich habe allerdings den Eindruck, dass zu wenig getan wird, um Leute von der Impfung zu überzeugen bzw. zur Impfung zu bewegen. Und da rede ich nicht von den harten Impfverweigerern. Ich rede von denen, die zögern, an denen die Aufklärung über die Impfung bislang vorbei lief, für die der Gang zum Impfzentrum oder in die Arztpraxis bisher eine Hürde dargestellt hat, die sie nicht gehen wollten - sei es aus Unsicherheit, Angst oder weil es sich in den Alltag nicht integrieren ließ. Ob sich diejenigen durch Druck schließlich zur Impfung durchringen, weiß ich nicht. Ich denke aber, es wurden noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Leute (im positiven Sinne) zu ködern. Solange das nicht der Fall ist, habe ich Zweifel, ob das Ausüben von Druck der richtige Weg ist.

Ganz Grundsätzlich finde ich AHA plus 3G sinnvoll. Das sind wirksame Maßnahmen, die einem kaum wehtun. Das sollte man so lange aufrecht erhalten, wie es nötig ist. Hier vertraue ich auf die Einschätzung der Leute, die es aufgrund ihrer Expertise besser wissen als ich. Ob die Politik sich danach richtet, ist wiederum eine andere Frage...


Danke, dein Beitrag beruhigt mich dahingehend, dass man meine also durchaus verstehen kann, wenn man denn will.

Falls du damit auf mich und mein penetrantes Nachfragen anspielst: Mir ist durchaus klar, was du kritisierst und die Kritikpunkte sind durchaus nachvollziehbar (auch wenn ich sie größtenteils nicht teile). Nur, warum du es als Angstmacherei bezeichnest verstehe ich nicht. Die kann ich eben 0,0 erkennen und da bin ich aus deinen Erklärungen nicht schlau geworden.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12444 am: 15.August 2021, 20:57:25 »

Impfprämie fände ich zb adäquat. Mit was lockt man die Leute am meisten? Mit Geld. Und Freibier.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12445 am: 15.August 2021, 20:59:11 »

Es gibt ja tatsächlich Studien, die sich damit beschäftigen: ab welchem Betrag steigt die Impfbereitschaft um wie viel Prozent? Interessant dabei: geringe Geldbeträge senken die Impfbereitschaft.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12446 am: 15.August 2021, 21:13:55 »

Ja, die müsste schon dementsprechend hoch sein (ab 500 Euro). Da würde ich aber zb auch gerne die Unternehmen beteiligt sehen, die haben schließlich auch was davon.
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Herr_Rossi

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12447 am: 15.August 2021, 21:15:24 »

Es gibt ja tatsächlich Studien, die sich damit beschäftigen: ab welchem Betrag steigt die Impfbereitschaft um wie viel Prozent? Interessant dabei: geringe Geldbeträge senken die Impfbereitschaft.

Das ist ein grundsätzliches "Phänomen". Das gilt auch in die andere Richtung? Ein Premium-65-Zoll-Fernseher mit allem Schnick-Schnack für 499 Euro? Das kann nicht Premium sein...
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Leland Gaunt

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12448 am: 15.August 2021, 21:34:56 »

Danke, dein Beitrag beruhigt mich dahingehend, dass man meine also durchaus verstehen kann, wenn man denn will.

Falls du damit auf mich und mein penetrantes Nachfragen anspielst: Mir ist durchaus klar, was du kritisierst und die Kritikpunkte sind durchaus nachvollziehbar (auch wenn ich sie größtenteils nicht teile). Nur, warum du es als Angstmacherei bezeichnest verstehe ich nicht. Die kann ich eben 0,0 erkennen und da bin ich aus deinen Erklärungen nicht schlau geworden.

Nein, habe ich nicht auf dich bezogen.

Für mich ist die Ankündigung einer neuen Welle und des nächsten mutierten Ablegers, sowie das "Durchhalten" bis zum Frühjahr Angstmacherei.
Ich kann mir auch jeden Tag sagen, dass ich vom Auto überfahren werden könnte, meinen Job nicht mehr schaffe, arbeitslos werde, meine Miete nicht mehr zahlen kann.......
Ist toll, hilft aber nicht wirklich.
Klar können und werden die Zahlen wieder hochgehen, wie jedes Jahr bei dieser Art der Erkrankung, aber die Voraussetzungen sind och gänzlich anders mittlerweile.



Was ist das für eine Pandemie, bei der man Leute mit Geld zum Schutz bewegen muss?
Sterben die alle so gerne, sind zu blöd, zu wenig verantwortungsbewusst, oder haben sie womöglich das Gefühl, dass vieles passiert, aber eben nicht mit/durch/an der Pandemie?



Edith fragt, wenn jeder eine Prämie von 500€ bekäme, wären dann die verantwortungsbewussten etc. nicht mindestens moralisch benachteiligt?

« Letzte Änderung: 15.August 2021, 21:37:28 von Leland Gaunt »
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12449 am: 15.August 2021, 21:57:11 »

Eine Pandemie ist nur dann eine Pandemie, wenn sich die Leichen auch hierzulande in Kühllastern stapeln wie anderswo!!!11elf

Ich weiß nicht, aber ist es so schwer zu verstehen, dass eine Pandemie nur deshalb eine Pandemie ist, weil sie ein WELTWEITES Problem ist?

Das ist die gleiche Chose wie beim Klimawandel. Bin nicht direkt von betroffen, is mir also egal. Und außerdem China und so.

Erneuter Denkanstoß: wir hatten wenigstens etwas an Prävention, die das schlimmste verhindert hat.
Präventionsparadox, nochmal nachlesen, bitte.

Zu Ediths Frage: nein.
« Letzte Änderung: 15.August 2021, 22:00:03 von Joe Hennessy »
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Rejs

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12450 am: 15.August 2021, 21:57:59 »

Impfprämie ist ja jetzt eh nur noch schwer machbar. Da müsste man eh allen was nachzahlen, die bisher schon dran waren. Gibt sonst nur Ärger. Verständlich. Egomanen, die sich bisher nicht impfen lassen, würden dann auch noch abkassieren. Schwierig.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12451 am: 15.August 2021, 22:19:53 »

Für mich ist die Ankündigung einer neuen Welle und des nächsten mutierten Ablegers, sowie das "Durchhalten" bis zum Frühjahr Angstmacherei.
Ich kann mir auch jeden Tag sagen, dass ich vom Auto überfahren werden könnte, meinen Job nicht mehr schaffe, arbeitslos werde, meine Miete nicht mehr zahlen kann.......
Ist toll, hilft aber nicht wirklich.
Klar können und werden die Zahlen wieder hochgehen, wie jedes Jahr bei dieser Art der Erkrankung, aber die Voraussetzungen sind och gänzlich anders mittlerweile.

Ja, die Voraussetzungen sind mittlerweile glücklicherweise andere. Es ist eine großartige Forschungsleistung, dass wir so schnell wirksame und sichere Impfstoffe hatten. Das Ganze hätte sich auch 2-3 Jahre oder länger ziehen können. Ich will mir nicht ausmalen, was dann losgewesen wäre. Dennoch ist Wachsamkeit gefragt: Hohe Fallzahlen bedeuten immer viele Mutationsmögichkeiten und damit potenziell die Gefahr von Virusvarianten, die den Impfschutz abschwächen. Dadurch würde im Zweifelsfall viel Fortschritt verloren gehen. Mit diesem Risiko kann man unterschiedlich umgehen, persönlich finde ich einen vorsichtigen Weg richtig und halte das nicht für Angstmacherei. Dass die vierte Welle da ist, ist übrigens keine Ankündigung, sondern eine Tatsachenfeststellung, die z.B. das RKI getätigt hat. Natürlich wird diese Welle aufgrund der Impfungen anders verlaufen, als die Wellen davor. Was die Auslastung der Krankenhäuser anbelangt kenne ich aktuelle Prognosen nicht.

A propos Risikoabwägung: Ich finde nach wie vor, dass zu wenig für den Schutz der Kinder getan wird und halte die aktuelle Durchseuchungspolitik bei den Jüngsten der Gesellschaft für zu riskant. Auch dafür gibt es natürlich gute Gründe, das anders zu sehen. Akzeptiere ich auch.


Was ist das für eine Pandemie, bei der man Leute mit Geld zum Schutz bewegen muss?
Sterben die alle so gerne, sind zu blöd, zu wenig verantwortungsbewusst, oder haben sie womöglich das Gefühl, dass vieles passiert, aber eben nicht mit/durch/an der Pandemie?

Naja, mal ein plattes Beispiel: Wenn du Alleinerziehend bist und immer jeden Penny zweimal umdrehen musst, du dazu zwischen Arbeit, Kinderbetreuung, Haushalt, Einkaufen usw. gar keine Zeit hast, dich impfen zu lassen, weil es nicht in deinen Tagesablauf passt, dann ist so eine Bratwurst zur Impfung (am besten vorm Supermarkt) verlockend: Geld fürs Mittagessen für dich und die Kids gespart und das Ganze mit dem Einkauf verbinden können.

Anderes Beispiel: Zugpendler. Du bist jeden Tag pro Fahrtweg 1 1/2 Stunden mit dem Zug unterwegs, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen. Hast einen langen Arbeitstag, am Wochenende private Verpflichtungen oder bist schlicht zu erschöpft, um dich zum Impfzentrum zu schleppen. Aber beim Umsteigen zwischen zwei Zügen, wo du doch eh immer eine halbe Stunde warten musst, das wäre doch die Gelegenheit.

Die Beispiele sind jetzt aus der Luft gegriffen aber so oder ähnlich wird es sicher nicht wenigen Leuten gehen und es gibt noch zahlreiche andere Gründe, warum sich Menschen nicht impfen lassen, obwohl sie es vielleicht sogar tun würden. Das hat nicht immer etwas mit Verantwortungslosigkeit zu tun, sondern ist den Lebensumständen geschuldet. Da braucht es niederschwellige Impfangebote, direkt vor der Nase. Impfprämien wären ein Teil eines bunten Straußes an Maßnahmen.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12452 am: 15.August 2021, 22:39:19 »

Sorry, da bin ich komplett anderer Meinung.
Alles im Leben ist eine Sache der Priorisierung.
Alle haben 24h am Tag, keiner mehr oder weniger. Will ich mich impfen lassen und faktisch gibt es das Angebot für alle, dann lass ich mich impfen.

Vielleicht klappt Supermarkt am Folgetag oder so schneller, weil ich eh einkaufen muss, okay,
aber innerhalb einer Woche, wenn ich Angst vor Erkrankung, Verlauf etc. habe, dann schaff ich es auch zum Arzt.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12453 am: 16.August 2021, 11:55:59 »

Das kannst du gerne so sehen und ich kann das absolut nachvollziehen. Aber es lässt halt auch andere Lebensrealitäten (und damit eben Prioritäten) völlig außer Acht. Mag aber auch sein, dass meine Beispiele zusätzlich nicht gut gewählt waren.

Wir hatten es hier auch noch von der STIKO-Empfehlung: Die gilt nun für alle 12-17-Jährigen.



Ganz anderes Thema: Afghanistan. Ich habe bislang dazu noch gar nichts geschrieben, weil mir schlicht und ergreifend die Worte fehlen. Entsetzen und Wut ringen in mir über das, was da passiert. Über den Abzug der Truppen und das Beenden des Einsatzes kann ich nichts sagen, da kenne ich mich zu wenig aus, um das in irgendeiner Form beurteilen zu können. Aber dass es schlecht vorbereitet war, dass Ortskräfte um ihr Leben bangen müssen, dass viele Helferinnen und Helfer (und ihre Familienangehörigen) gar nicht ausgeflogen werden können, weil sie bestimmte Kriterien nicht erfüllen, dass man offenbar keinen Plan hatte, wie man in so einem Fall vorgehen soll: das ist ein Desaster und es ist ein außenpolitisches Versagen. Es ist ein Verrat an all den Menschen in Afghanistan, die die Bundeswehr, deutsche Medien und Hilfsorganisationen vor Ort unterstützt haben. Im Frühjahr 2021 haben Grüne und Linke einen Antrag gestellt, Ortskräfte auszufliegen, der wurde im Juni von Union und SPD abgelehnt. Noch vor kurzem sprach sich Kanzlerkandidat Laschet für eine Fortsetzung der Abschiebungen nach Afghanistan aus und tönt gestern: "2015 darf sich nicht wiederholen." Das Auswärtige Amt wurde wochenlang von der deutschen Botschaft in Kabul gewarnt und hat die Lage entweder komplett falsch eingeschätzt oder war schlicht und ergreifend überfordert. Es ist ein Desaster, das man hätte verhindern können, weil es absehbar war.
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BlueSnakeRD

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12454 am: 16.August 2021, 12:10:45 »

Afghanistan ist eine Katastrophe. Man kann es nicht in Worte fassen. AUCH in Worte kann man nicht fassen, dass die Afghanen anscheinend die Taliban GUT finden - sonst wären die da nicht einfach so durchgelatscht gegen eine gut ausgerüstete afghanische Armee. Vielleicht, weil das denen als geringeres Übel erscheint (Korruption der alten Machthaber) oder weil sie schlicht mental tiefer im finsteren Mittelalter stecken als man glaubte.

Zu unserer Politik dazu: Wie bei der Flutkatastrophe (in der Höhe des Ausmaßes) und beim "überraschenden" Wiederaufkommen Coronas im letzten Herbst: Hat Jemand was anderes von unserem politischen "Spitzenpersonal" erwartet?

Man kann das alles nur noch resigniert hinnehmen.

Anekdote dazu meines Cousins, gerade frisch am Donnerstag erzählt bekommen...dessen Vater als Pfarrer in eine neue Gemeinde kam und im örtlichen Gasthaus mitbekam, dass die Leute sich über die Entscheidungen ihrer Landesfürsten aufregten und er daraufhin - paraphrasiert - anmerkte "ja, dann wählt doch nächstes Mal anders, wenn ihr so unzufrieden seid" - und als Antwort nur entsetzte Gesichter zu sehen bekam.

Die Leute wählen doch andauernd Mittelmäßigkeit und finden das "gut" so wie es ist. Meckern? Ja. Konsequenzen? Nein. Was soll man da noch sagen? Ist halt wie mit dem Kumpel, der aus der toxischen Beziehung mit seiner "Flamme" die ihn ständig ausnutzt nicht rauskommt. Man kann nur hoffen, dass das jetzt ENDLICH mal der berühmte Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt. Alleine...ich bezweifle es.
« Letzte Änderung: 16.August 2021, 12:14:24 von BlueSnakeRD »
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Kaliumchlorid

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12455 am: 16.August 2021, 12:16:39 »

Ganz anderes Thema: Afghanistan. Ich habe bislang dazu noch gar nichts geschrieben, weil mir schlicht und ergreifend die Worte fehlen. Entsetzen und Wut ringen in mir über das, was da passiert. Über den Abzug der Truppen und das Beenden des Einsatzes kann ich nichts sagen, da kenne ich mich zu wenig aus, um das in irgendeiner Form beurteilen zu können. Aber dass es schlecht vorbereitet war, dass Ortskräfte um ihr Leben bangen müssen, dass viele Helferinnen und Helfer (und ihre Familienangehörigen) gar nicht ausgeflogen werden können, weil sie bestimmte Kriterien nicht erfüllen, dass man offenbar keinen Plan hatte, wie man in so einem Fall vorgehen soll: das ist ein Desaster und es ist ein außenpolitisches Versagen. Es ist ein Verrat an all den Menschen in Afghanistan, die die Bundeswehr, deutsche Medien und Hilfsorganisationen vor Ort unterstützt haben. Im Frühjahr 2021 haben Grüne und Linke einen Antrag gestellt, Ortskräfte auszufliegen, der wurde im Juni von Union und SPD abgelehnt. Noch vor kurzem sprach sich Kanzlerkandidat Laschet für eine Fortsetzung der Abschiebungen nach Afghanistan aus und tönt gestern: "2015 darf sich nicht wiederholen." Das Auswärtige Amt wurde wochenlang von der deutschen Botschaft in Kabul gewarnt und hat die Lage entweder komplett falsch eingeschätzt oder war schlicht und ergreifend überfordert. Es ist ein Desaster, das man hätte verhindern können, weil es absehbar war.

Ein erster Schritt es zu verhindern wäre gewesen, da vor 20 Jahren gar nicht erst einzumarschieren. Damit stellt sich dann auch zugleich die Frage, was die Bundeswehr da eigentlich die ganze Zeit gemacht hat, wenn die Taliban nur Wochen nach dem Abzug wieder so viel Macht hat, wie zuvor.

Afghanistan ist eine Katastrophe. Man kann es nicht in Worte fassen. AUCH in Worte kann man nicht fassen, dass die Afghanen anscheinend die Taliban GUT finden - sonst wären die da nicht einfach so durchgelatscht gegen eine gut ausgerüstete afghanische Armee. Vielleicht, weil das denen als geringeres Übel erscheint (Korruption der alten Machthaber) oder weil sie schlicht mental tiefer im finsteren Mittelalter stecken als man glaubte.

Ich glaube nicht, dass die Afghanen mental noch im Mittelalter stecken. Aber das einzige, was denen der Westen groß geboten hat, waren Drohnenmorde an der Zivilbevölkerung. Damit überzeugt man nun nicht gerade ein Volk von sich.
« Letzte Änderung: 16.August 2021, 12:22:58 von Kaliumchlorid »
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Zu weit exitiert nur in deinem Kopf

j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12456 am: 16.August 2021, 12:30:36 »

Wir hatten es hier auch noch von der STIKO-Empfehlung: Die gilt nun für alle 12-17-Jährigen.

Quelle hierzu:
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-08-16.html
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BlueSnakeRD

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12457 am: 16.August 2021, 12:30:52 »

Ich gebe dir Recht, dass Drohnenmorde nicht gerade die Beliebtheit steigern. Aber wenn die "Besatzer" aus dem Westen abziehen, man sich sogleich ohne Not wieder anderen Fanatikern an den Hals wirft und diese ungehindert durchmarschieren lässt, dann hat die afghanische Bevölkerung gezeigt was sie WILL: die Taliban. Wir haben die Afghanen nicht überzeugt - fair enough. Aber dann die Taliban als Alternative? Wenn nicht DAS Mittelalter ist, dann weiß ich es auch nicht.

Wie gesagt: Die afghanische Armee hätte auch die Taliban zurückschlagen und das Land endlich sein EIGENES DING durchziehen können - ohne Taliban und ohne Westen. Von mir aus auch mit einem Sturz der korrupten "vom Westen eingesetzten Machthaber." Hat es aber nicht und scheint von denen gewollt.

Man muss sich das bei uns fiktiv vorstellen, um den Irrsinn zu begreifen: Da ziehen die Sowjets nach 20 Jahren nach dem Krieg aus Ostdeutschland ab und die überlebenden Hitlerfans können mit keinen Hunderttausend Mann auf Jeeps die NVA mit modernster Ausrüstung plattmachen, weil diese nicht kämpft.
« Letzte Änderung: 16.August 2021, 12:33:39 von BlueSnakeRD »
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Tim Twain

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12458 am: 16.August 2021, 12:43:29 »

Ich gebe dir Recht, dass Drohnenmorde nicht gerade die Beliebtheit steigern. Aber wenn die "Besatzer" aus dem Westen abziehen, man sich sogleich ohne Not wieder anderen Fanatikern an den Hals wirft und diese ungehindert durchmarschieren lässt, dann hat die afghanische Bevölkerung gezeigt was sie WILL: die Taliban. Wir haben die Afghanen nicht überzeugt - fair enough. Aber dann die Taliban als Alternative? Wenn nicht DAS Mittelalter ist, dann weiß ich es auch nicht.

Wie gesagt: Die afghanische Armee hätte auch die Taliban zurückschlagen und das Land endlich sein EIGENES DING durchziehen können - ohne Taliban und ohne Westen. Von mir aus auch mit einem Sturz der korrupten "vom Westen eingesetzten Machthaber." Hat es aber nicht und scheint von denen gewollt.

Man muss sich das bei uns fiktiv vorstellen, um den Irrsinn zu begreifen: Da ziehen die Sowjets nach 20 Jahren nach dem Krieg aus Ostdeutschland ab und die überlebenden Hitlerfans können mit keinen Hunderttausend Mann auf Jeeps die NVA mit modernster Ausrüstung plattmachen, weil diese nicht kämpft.
Die Armee Afghanistans ist im Westen deutlich überschätzt wurde. Der Rückzug der USA, teilweise unangekündigt über Nacht hat auch für massive Wartungsprobleme gesorgt. Dazu haben die Taliban die Versorgungsstraße im Griff, so dass die Armee teilweise nicht mehr versorgt werden kann -Munition, Wasser, Nahrung fehlt.
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fifagarefrekes

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12459 am: 16.August 2021, 13:00:59 »

Ganz anderes Thema: Afghanistan. Ich habe bislang dazu noch gar nichts geschrieben, weil mir schlicht und ergreifend die Worte fehlen. Entsetzen und Wut ringen in mir über das, was da passiert. Über den Abzug der Truppen und das Beenden des Einsatzes kann ich nichts sagen, da kenne ich mich zu wenig aus, um das in irgendeiner Form beurteilen zu können. Aber dass es schlecht vorbereitet war, dass Ortskräfte um ihr Leben bangen müssen, dass viele Helferinnen und Helfer (und ihre Familienangehörigen) gar nicht ausgeflogen werden können, weil sie bestimmte Kriterien nicht erfüllen, dass man offenbar keinen Plan hatte, wie man in so einem Fall vorgehen soll: das ist ein Desaster und es ist ein außenpolitisches Versagen. Es ist ein Verrat an all den Menschen in Afghanistan, die die Bundeswehr, deutsche Medien und Hilfsorganisationen vor Ort unterstützt haben. Im Frühjahr 2021 haben Grüne und Linke einen Antrag gestellt, Ortskräfte auszufliegen, der wurde im Juni von Union und SPD abgelehnt. Noch vor kurzem sprach sich Kanzlerkandidat Laschet für eine Fortsetzung der Abschiebungen nach Afghanistan aus und tönt gestern: "2015 darf sich nicht wiederholen." Das Auswärtige Amt wurde wochenlang von der deutschen Botschaft in Kabul gewarnt und hat die Lage entweder komplett falsch eingeschätzt oder war schlicht und ergreifend überfordert. Es ist ein Desaster, das man hätte verhindern können, weil es absehbar war.

Ein erster Schritt es zu verhindern wäre gewesen, da vor 20 Jahren gar nicht erst einzumarschieren. Damit stellt sich dann auch zugleich die Frage, was die Bundeswehr da eigentlich die ganze Zeit gemacht hat, wenn die Taliban nur Wochen nach dem Abzug wieder so viel Macht hat, wie zuvor.

Sehe ich auch so. Ich hoffe man kapiert nun, dass das transatlantische Bündnis tot ist und Europa eine eigene Strategie und Führungsanspruch benötigt. Meine Meinung. Der Blick sollte sich nun auch auf Pakistan richten.

Aber wenn die "Besatzer" aus dem Westen abziehen, man sich sogleich ohne Not wieder anderen Fanatikern an den Hals wirft und diese ungehindert durchmarschieren lässt, dann hat die afghanische Bevölkerung gezeigt was sie WILL: die Taliban.

Das trifft denke ich nicht zu. Es gibt so kein homogenes afghanisches Volk, weil sehr viele Ethnien. Das Volk ist in dem Sinne dann doch eher den Mächten ausgeliefert, deren Militär trotz massiver Unterstützung nie fähig gewesen.
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