Sonst müsste man ja noch zugeben, daß diese emotionalisierte, herabsetzende und hasserfüllte Art, Diskussionen zu führen, ein sehr viel potenteres Futter für solche selbsternannten Kreuzritter ist, als ein Egoshooter.
Oder ein Lachsbrötchen.
Volle Zustimmung.
Was an der Debatte nach solchen Geschehnissen [...]
Ein sehr toller Beitrag!
Auf jeden Fall müsste das schon in der Schule thematisiert werden. Wir leben heute in einer dermaßen komplexen, emotional stressigen Welt [...]
Na Suuuuuper! Logisch, die Schulen müssen ran! Die Rolle der Eltern bei der Erziehung der Kinder allgemein, und speziell deren emotionaler Erziehung, wird ja ohnehin völlig überbewertet

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Ja, es ist Richtig, das wir in einer reizüberfluteten Welt mit jeder Menge sozialen Zwängen leben. Man muss immer Höchstleistung bringen auf Arbeit. Permanent wird einem suggeriert, man müsse immer perfekt aussehen, immer gut riechen, ein tolles Auto haben, ein Haus am besten auch... Die Auswirkungen auf die Psyche der Menschen ist aber weniger die, dass alle anfangen Amok zu laufen, sondern dass Erkrankungen wie Depressionen (ab und an gekoppelt mit Suizid), Burnout, etc. zunehmen - sicherlich flüchten sich auch viele in Rauschmittel.
Und dann es gibt z.B. immer mal wieder Einzelfälle, in denen z.B. ein scheinbar stets treu sorgender Familienvater lieber Frau und Kinder umbringt und das Haus abfackelt, als jenen und seinem sozialen Umfeld einzugestehen, dass seine Existenz ruiniert ist und er als Ernährer "versagt" hat.
Aber wo liegen die Ursachen? Ist es tatsächlich Unfähigkeit mit emotionalem Stress umzugehen? Liegen die Gründe nicht vielmehr in einer übersteigerten Erwartungshaltung der Gesellschaft, die jeder auf sich selbst überträgt und dann nicht darauf klar kommt, dass er diese Erwartungen offenbar nicht erfüllen kann? Wäre es nicht viel sinnvoller, entsprechenden emotionalen Stress garnicht erst entstehen zu lassen, sprich soziale Zwänge zu mildern oder sogar ganz abzubauen, sprich die Gesellschaft an sich zu verändern? Warum soll immer nur an den Symptomen rumgedoktert werden, wenn es doch viel effizienter wäre, die Ursachen abzustellen? Aber ich sag mal so: Solange es sich um Einzelschicksale handelt...
Übrigens sind situations- oder personenbezogene Mord- oder Folterfantasien nichts schlimmes, solang sie Fantasien bleiben. Sie
helfen uns dabei, emotionalen Stress abzubauen und psychisch gesund zu bleiben, damit wir eben
nicht Amok laufen - und dass muss einem nicht mal beigebracht werden, das machen die grauen Zellen von sich aus

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Und das Frisch-Zitat bezieht sich nicht auf psychotische Massenmörder, bei denen die hygienemechanismen der Geistes eben nicht funktionieren. Oder auf emotional gestresste Pleite-Väter oder gehörnte Ehemänner, die im Affekt Weib und Kind lynchen. Es bezieht sich auf das Phänomen, dass sich in einem hochzivilisierten Volk, als das die Deutschen ja gemeinhin gelten, Menschen fanden, die in der NS-Zeit barbarischste Dinge getan haben - und dabei obendrein geistig völlig gesund waren... Einmal mehr ein Argument für die Beispiellosigkeit der NS-Vebrechen in der Weltgeschichte.
Wie krank ist das denn? Ein Lokführer verklagt die Eltern eines Selbstmörders auf Schmerzensgeld. Da muss er ja enorm unter Schuldgefühlen leiden, wenn er gleich Geld von den Leuten will, die ihr Kind verloren haben.
http://www.bild.de/news/inland/freitod/lokfuehrer-will-schmerzensgeld-19090014.bild.html
Schuldgefühle?! Junge, was scheibts du denn manchmal für einen Müll!?*

Sagt dir der Begriff "traumatisierendes Erlebnis" etwas? Was meinst du, wie der sich gefühlt hat, als ihm klar wurde, dass er kein Wildschwein sondern einen jungen Menschen überfahren hat? Wird kein schöner Anblick gewesen sein, schätze ich mal.
Es gibt so viele Möglichkeiten sich das Leben zu nehmen, Warum wählt man ausgerechnet eine Methode, bei der man noch jemand anderen, völlig unbeteiligten mit reinzieht!?
Dass der Lokführer aber jetzt die Eltern verklagt, darüber kann man sich wohl streiten, die können ja, so gesehen, auch nix dafür.
Edit: *OK, hast es im nachhinein nochmal relativiert. Das nächste mal vielleicht erstmal innehalten bevor du solche haltlosen Sachen schreibst.
Wie krank ist das denn? Ein Lokführer verklagt die Eltern eines Selbstmörders auf Schmerzensgeld. Da muss er ja enorm unter Schuldgefühlen leiden, wenn er gleich Geld von den Leuten will, die ihr Kind verloren haben.
http://www.bild.de/news/inland/freitod/lokfuehrer-will-schmerzensgeld-19090014.bild.html
[...] Ich dachte, dass die Haftbarkeit der Eltern mit 18 endet?
Kann aber sein, dass die Eltern als Erben dann die Adressaten für Regressansprüche an den Verstorbenen sind.