Ja interessant, dass dieser Tankrabatt angeblich soviel Geld kostet. Der Sprit wurde 40 Cent teurer und jetzt werden 17 Cent wieder zurückgegeben. Der Anteil von Steuern und Abgaben auf den Spritpreis ist 55-60 Prozent. Heißt also der Staat bekam 22 Cent Zusatzeinnahmen pro Liter. Davon gibt er jetzt 17 Cent zurück. Oder anders gesagt : Er nimmt immernoch mehr Steuern ein...
Die Rechnung greift zu kurz.
Ein großer Teil der Steuern auf Treibstoff ist ein fixer Betrag pro Liter (Energiesteuer + CO₂-Preis). Nur die Mehrwertsteuer steigt mit dem Preis.
Wenn der Dieselpreis also um 40 Cent steigt, bedeutet das nicht, dass der Staat automatisch rund 20 Cent mehr einnimmt. Tatsächlich kommt der zusätzliche Effekt fast nur über die Mehrwertsteuer und liegt eher bei etwa 8–10 Cent pro Liter.
Gleichzeitig passt sich das Verhalten an: Es wird weniger gefahren und getankt. Für jeden Liter, der nicht verkauft wird, entgehen dem Staat rund 1 € an Steuern und Abgaben. Das kann die zusätzlichen MwSt-Einnahmen sogar übersteigen.
Dazu kommt, dass höhere Ausgaben fürs Tanken im Privaten an anderer Stelle fehlen und diese Konsumverschiebung dazu führt, dass an anderer Stelle geringere Mehrwertsteuereinnahmen entstehen.
Außerdem wird die Wirtschaft ausgebremst, was dem Staat ebenfalls weniger Geld einnehmen lässt.
Insgesamt ist es daher unwahrscheinlich, dass der Staat durch steigende Ölpreise große Mehreinnahmen macht. Die Effekte sind eher begrenzt oder können sich sogar ins Negative drehen.