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[FM14] Aufbauhilfe "Groß"-stadt - aktuelle Station: Eintracht Frankfurt
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idandt:
August 2020

Der Monat beginnt mit dem Highlight der Saison – hoffe allerdings am Saisonende noch zwei weitere Knallerspielen bestreiten zu dürfen – dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Ingolstadt 04 (H). In der Liga haben wir machbare Aufgaben – nach der letzten Saison wissen wir was das bedeutet – und sollten gegen den SV Eichede (A), den VfL 93 Hamburg (H) und den FC Oberneuland (A) Siege einfahren. Zum Abschluss geht es dann noch gegen den aktuellen Tabellenführer, den SC Victoria Hamburg (H), was durchaus ein Spitzenspiel werden könnte. Wie schon im Fazit zum Juli geschrieben: Dieser Monat sollte zeigen wohin die Reise geht.

01. August 2020 | 1. Runde DFB-Pokal



Mein erstes Spiel auf bundesweiter Ebene. Wir sind klarer Außenseiter und nach den bisherigen Vorstellungen gehe ich auch nicht von einem Wunder aus. Natürlich werden wir heute die Kontertaktik versuchen zu fahren. Personell fehlen zwar Fromme und Mile, doch die Elf, die heute auf dem Platz steht, dürfte das beste sein was wir zu bieten haben. Also genießen wir das Spiel und lassen uns nach Möglichkeit nicht abschlachten.

Boss – Röppnack, Uphoff, Pägelow, Wächter (75. Gerdes) – Wohlfahrt – Bröker, Talarski – Meyer (59. Zahirovic), Süle (59. Ahmeti) – Keller

87 Sekunden sind beim ersten Torschuss gespielt. Meyer schickt Keller und der scheitert aus bester Position am Ingolstädter Schlussmann. Das war eine 100%-ige. Eine von nur zwei im ganzen Spiel und auch die zweite gehörte uns. Bröker steckt in der 16. Minute klasse auf Süle durch, der auch das Augen hat und sieht, dass der Torhüter zu weit vor dem Tor steht, doch beim Heber dann völlig verzieht. Bis hier hin – und auch weiter bis zur 36. Minute – spielen wir sehr gut mit und hatten die besseren Chancen. Natürlich ist Ingolstadt die bessere Mannschaft, doch die Werte beim Ballbesitz und den gewonnen Zweikämpfen sind auf Augenhöhe. Defensiv lassen wir nichts anbrennen und so ist es eigentlich auch in dieser 36. Minute. Die Gäste versuchen es nach mehrmaligen und erfolglosen Anrennen mit einem Distanzschuss und der geht flach ins lange Eck. Verdient ist die Führung für den FCI nicht. Wir sind danach sichtlich geschockt. Nur 3 Minuten nach dem Tor muss die Latte für uns retten. Nach der Pause kommen wir auch nicht ins Spiel. Wir haben zwar Konterchancen spielen diese jedoch nicht aus und kommen kaum aus der eignen Hälfte. Defensiv sind wir zumeist dennoch sicher und lassen so nur noch drei Möglichkeiten für den Favoriten zu. In der 50. Minute kann Boss einen Distanzschuss stark parieren. 7 Minuten später trifft der Zweitligist zwar nachdem Röppnack auf dem Flügel schlecht ausgesehen hat, doch der Torschütze stand knapp im Abseits. Die letzte Chance der Gäste ergibt sich in der 74. Minute, als Röppnack ein katastrophaler Stellungsfehler unterläuft. Der Stürmer jagt den Ball jedoch an den Pfosten und verpasst so die Entscheidung. Obwohl wir im ganzen zweiten Durchgang nicht eine Chance hatten blieb das Spiel spannend, denn nur ein zu Ende gespielter Konter hätte genügt. Letztlich sollte es nicht sein. Die Niederlage ist bitter, weil wir das Spiel bis zum Tor offen gestaltet haben. Danach stimmte zwar noch die Moral, aber die Lockerheit war weg. Nichtsdestotrotz haben wir uns anständig verkauft und können erhobenen Hauptes in die nächsten Spiele gehen. Unschön ist jedoch das ein Ingolstädter – der zu dem Zeitpunkt bereits gelb verwarnt war und dennoch durch spielen durfte – Stephan Süle vom Platz getreten hat.

0:1 36. Zymer Bytyqi | 3.889 Zuschauer

Nachdem Spiel gibt es bei Stephan Süle Entwarnung. Der Rechtsaußen wird zwar 2 Wochen fehlen, allerdings war nach dem Foul – und seiner Verletzungsgeschichte – schon ein längerer Ausfall befürchtet worden.

Michael Holt möchte mehr Einsatzzeit und nach einem kurzen Gespräch beschießen beide Seiten ab sofort getrennte Wege zu gehen.

08. August 2020 | 3. Spieltag



Mit Eichede haben wir noch eine Rechnung offen, allerdings sind die Auswärtsspiele beim SVE nie das Problem gewesen. In acht Begegnungen seit 2013 konnten wir fünf Spiele gewinnen und gingen dreimal als Verlierer vom Platz. Die Niederlagen waren allesamt im heimischen Marschweg-Stadion. Dementsprechend mache ich mir wenig Gedanken um das heutige Spiel. Eichede ist immer eine Reise wert – zumindest für die Punkte und die erwarte ich heute.

Boss – Hartmann, Steinhauer (65. Uphoff), Pägelow, Gerdes – Wohlfahrt, Talarski (82. Fromme) – Meyer, Bröker (65. Döbert), Zahirovic – Keller

Das Spiel beginnt nicht allzu rasant, dafür aber mit einen richtigen Klopper. Nach dem es zuvor runde 15 Minuten Leerlauf gab, pfeifft der Schiedsrichter einen harmlosen Zweikampf ab. Pägelow soll gefoult haben und verursacht so einen mehr als nur zweifelhaften Elfmeter. Die Gastgeber verwandeln diesen sicher. Dieser Schuss vor den Bug weckt uns aber endlich auf. In der 17. Minute kombinieren Zahirovic und Talarski gefällig auf dem rechten Flügel. Vom Strafraumeck aus spielt Talarski Bröker an, der mit dem Rücken zum Tor am 5-Meter-Raum steht. Nach einer kurzen Ablage zu Keller muss der das Tor machen, doch er scheitert am Torhüter. 3 Minuten später dann der Gegenentwurf zum schönen Spielzug zuvor. Hartmann flankt hart vors Tor und Zahirovic haut den Ball in die Maschen. Der Ausgleich, ganz schnörkellos. Danach ist das Spiel wieder ruhig und so dauert es bis zur 40. Minute zur nächsten nennenswerten Szene. Zahirovic ist nach einem Doppelpass mit Bröker auf rechts durch und zieht die Flanke zum zweiten Pfosten. Meyer ist zur Stelle und bringt uns per Kopf in Führung. Nur zwei Minuten später zeigt sich die Klasse unseres bosnischen Neuzugangs erneut. Er dribbelt erst zwei Gegenspieler aus und legt dann uneigennützig für Keller quer. Der Stürmer scheitert erneut am Mann zwischen den Pfosten, der den Ball jedoch nicht festhalten kann. Meyer kann abstauben und wir gehen mit einer 3:1-Führung in die Pause. Im zweiten Durchgang verpassen wir es dann das Spiel klar zu machen. Bezeichnend sind zwei Szenen aus der Mitte der Halbzeit. In der 60. Minute gewinnt Wohlfhart den Ball hoch auf dem Platz und spitzelt ihn zu Keller. Der schickt Bröker, welcher das Tor machen oder auf den mitgelaufenen Meyer quer legen muss. Er versucht es alleine und trifft nur die Oberkante der Latte. 5 Minuten später kontern wir über Keller, Bröker und Wohlfahrt, wobei letzterer Meyer steil schickt. Der kann sich die Ecke aussuchen und jagt den Ball völlig übermotiviert über das Tor. Was passiert wenn man seine Chancen nicht nutzt wissen wohl alle. In der 82. Minute verliert Uphoff einen Zweikampf und macht so den Weg für die Eicheder frei. Pägelow kann den Pass beinahe noch abfangen, aber eben nur beinahe und so kommt der SVE aus dem Nichts zum Anschluss. Kurz sieht es danach aus, als ob gleich auch noch der Ausgleich fällt, doch in der Nachspielzeit fällt die Entscheidung. Hartmann passt vom Flügel zu Meyer an der Strafraumecke zurück. Der Linksaußen sieht Döbert starten und steckt an den 5-Meter-Raum durch, wo der Joker aus spitzem Winkel stechen kann. Der Sieg ist verdient, aber zufrieden bin ich mit dem Spiel nicht. Die Chancenverwertung war fast so lächerlich wie der Strafstoß. Gestimmt hat dafür die Moral und bei den meisten Spielern auch die Leistung.

1:0 14. Manuel Schwartz FE | 1:1 20. Faruk Zahirovic | 1:2 40. Michael Meyer |1:3 42. Michael Meyer | 2:3 82. Thomas Wilhelm | 2:4 90.+1 Lars Döbert | 340 Zuschauer

15. August 2020 | 4. Spieltag



Das zweite Heimspiel steht an und wieder geht es gegen einen Aufsteiger. Der VfL 93 aus Hamburg  ist mit einem Sieg gegen Wilhelmshaven in die Saison gestartet und hat zuletzt jeweils knapp mit 0:1 gegen Norderstedt und Lüneburg verloren. Ein einfaches Spiel erwartet uns also eher nicht. Dennoch ist ein Sieg gefordert. In der Startaufstellung gibt es mit Fromme, der für Wohlfahrt beginnen wird, nur eine Änderung.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Gerdes – Fromme (63. Wohlfahrt), Talarski – Meyer (63. Döbert / 69. Brandt), Bröker, Zahirovic – Keller

Die Anfangsphase ist verhalten. Die erste Annäherung ans Tor gibt es in der 12. Minute, doch bei Talarskis Distanzschuss kann der Schlussmann der Hamburger sicher zupacken. In der 18. Minute spielt Gerdes dann Zahirovic an. Die Szene sieht eigentlich harmlos aus, doch der Rechtsaußen spielt einen genialen Pass auf Bröker und der trifft mit einem Heber ins lange Eck. In der 27. Minute zieht Meyer dann nach innen und spielt vor dem Strafraum einen Querpass zu Keller. Der größte Oldenburger spielt einen schönen Pass in den Lauf des Kleinsten und Zahirovic erhöht auf 2:0. Ein klasse Spielzug. Nach 35. Minuten wird Keller nach einer Ecke zu Boden gezogen. Auch den Strafstoß übernimmt der alles überragende Mann heute und wieder ist es eiskalt. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff könnte Zahirovic sogar den Hattrick perfekt machen, doch nach einem schönen Dribbling trifft er aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Nach der Pause verwalten wir das Spiel dann. Bei den Aktionen nach vorne scheitert es entweder am letzten Pass oder der Abschluss wir noch geblockt bzw. abgefälscht. Von den Hamburgern kommt kaum etwas und zumeist fallen sich nur durch ihre rustikale Spielweise auf. Ein Opfer dieser ist Döbert, der kurz nach seiner Einwechselung den Platz wieder verlassen muss. Gerade wegen der Spielweise der Gäste ist die Szene in der 77. Minute dann blanker Hohn. Pägelow gewinnt im eigenen Strafraum den Ball, doch statt das wir unseren Konter fahren können, bekommt der VfL einen Strafstoß. Ich habe keine Ahnung welchem Schiedsrichterbeauftragten der Arme die Freundin ausgespannt hat, aber normal ist das nicht. Die Szene ist nahezu identisch mit der aus dem Eichede-Spiel. Die Gäste nutzen den Elfmeter und kommen so zum Ehrentreffer. Spannend wird es nicht mehr, auch wenn es für den VfL noch einen Pfostentreffer per Freistoß aus der 83. Minute gibt. Das Spiel heute war die bisher wohl beste Saisonleistung. Spielerisch gefiel besonders die erste Halbzeit.

1:0 18. Torge Bröker | 2:0 27. Faruk Zahirovic | 3:0 37. Faruk Zahirovic FE | 3:1 77. Milos Ujic FE | 1.586 Zuschauer

Herzlichen Glückwunsch. Lars Döbert gewinnt einen 2-monatigen Krankenhaus- bzw. Reha-Aufenthalt. Damit ist es links jetzt doch etwas eng und Süle oder Rasp werden dort wohl aushelfen müssen.

Lukas Pägelow wird in nächster Zukunft keine unglücklichen Elfmeter mehr verursachen können. Eine Verletzung im Training zwingt ihn zu einer Pause von etwa 5 – 6 Wochen.

Und der nächste bitte. Auch Michael Meyer verletzt sich im Training und wird uns fehlen. Seine Zwangspause wird voraussichtlich 3 Wochen dauern.

22. August 2020 | 5. Spieltag



Und schon wird die Personaldecke dünn – vor allem wenn man trotzdem seine Ergänzungsspieler zur Jugend abstellt. Gut, die die heute beginnen sollten, können das auch. Gegen Oberneuland wollen wir heute natürlich die drei Punkte holen, allerdings ist das Spiel auch ein guter Test, denn in nur anderthalb Wochen sind wir wieder zu Gast in Bremen – dann im Amateurpokal.

Boss – Hartmann, Steinhauer (79. Schneider), Uphoff, Gerdes – Fromme (45. Wohlfahrt), Talarski – Süle (79. Rasp), Bröker, Zahirovic – Keller

In der 11. Minute trifft Keller nach Zuspiel von Bröker den Pfosten und so beginnt die erste Halbzeit. Keller hat dabei das Glück, dass der Abpraller erneut zu ihm kommt und er nun nur noch einschieben muss. In der Folgezeit verpassen wir es nachzulegen, so scheitern Süle per Kopf – 13. Minute – und Talarski aus der Distanz – 21. Minute – am Torhüter. Ebenfalls in der 21. Minut legt Zahirovic einen Ball von der Grundlinie zu Bröker zurück. Auch das Eigengewächs scheitert am Schlussmann und beschießt die erste Halbzeit damit auch. Dem Schiedsrichter, sowie dem Gegner hatte keiner über den neuen Zeitplan informiert und so können wir von Glück reden in der 43. Minute nicht den Ausgleich zu kassieren. Die Bremer setzen sich auf unserer linken Seite durch und treffen dann nur den Pfosten. Die zweite Halbzeit war sogar noch zwei Minuten kürzer als die Erste. Los ging es mit einer Flanke von Zahirovic in der 57. Minute die Keller ins Tor und damit zum langersehnten 2:0 köpfen kann. In der 63. Minute legt Zahirovic einen Pass von Gerdes zu Bröker ab und startet in die Gasse. Bröker geht auf die Idee ein und spielt den Ball zurück zum Bosnier. Ein überlegter Schuss ins lange Ecke beschert uns das dritte Tor. Nur 2 Minuten später müssen sich die Gastgeber den alten Spruch „You fool me once, shame on you. You fool me twice, shame on me“ anhören, denn die beiden kopieren ihre Szene nach zu. Diesmal kommt der Ball von Talarski. Zahirovic legt zu Bröker ab, der schickt Zahirovic. Die Ballannahme ist nicht so genau wie zuvor und so muss er seinen schwächeren linken nehmen. Mit dem schlenzt er den Ball in die gleiche Ecke wie zuvor. Damit war das Spiel zu Ende. Eine kleine Zugabe gab es noch in der Nachspielzeit, als – natürlich – Zahirovic einen Konter von der Strafraumgrenze abschließen will und den Ball nur knapp über das Tor setzt. Wir gewinnen mit 4:0 danke ganzer 18 Minuten guten Fußballs. Zur Verteidigung der Mannschaft: Auch in der restlichen Zeit hat man nichts anbrennen lassen – bis auf die Szene kurz vor der Pause – doch nach vorne hat man außerhalb dieser Zeit wirklich nichts versucht. Letztlich muss man sagen warum auch, es reichte ja. Ein gutes Pferd springt halt nur so hoch wie es muss. Ach und ich beiß' mir in den Hintern, dass dieser Zahirovic nur einen Vertrag für diese Saison hat. Der macht da weiter wo er in Homberg aufgehört hat.

0:1 11. Tony Keller | 0:2 57. Tony Keller | 0:3 63. Faruk Zahirovic | 0:4 65. Faruk Zahirovic | 519 Zuschauer

29. August 2020 | 6. Spieltag



Tatsächlich ist das Spiel gegen Victoria Hamburg das erste richtige Top-Spiel der jungen Saison. Beide Teams starteten mit vier Siegen und einem Unentschieden. Zudem zeigen sich beide Teams sowohl offensiv wie defensiv in bester Verfassung – Tordifferenz bei beiden +11, wobei wir mit 14:3 um ein Tor offensiver sind – und haben einen Knipser in ihren Reihen. Während bei uns Faruk Zahirovic auf 5 Tore in der Liga kommt, glänzt der Torjäger des Gegners – Conrad Azong – sogar mit 7 Toren. Beide Spielen führen neben der Torschützenliste auch die Liste der notenbesten Spieler an. Auch die beiden besten Vorbereite – Torge Bröker und Khaled Narey (beide 4 Vorlagen) – treffen heute aufeinander. Kurzum das Spiel ist ein Fingerzeig. Ach und was macht der Vorstand? Er erklärt dieses Spiel zum Fantag. Als ob das Spiel nicht schon wichtig genug wäre.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Uphoff, Gerdes (81. Wächter) – Fromme, Talarski – Süle, Bröker (65. Brandt), Zahirovic (65. Rasp) – Keller

In der 4. Minute zischt ein Distanzschuss von Keller nur um Millimeter am Pfosten vorbei, doch nach diesem verheißungsvollen Start kam nichts mehr – und zwar von beiden Seiten. Die erste Halbzeit lässt sich am besten mit einer Szene von Timo Gerdes beschreiben. Der etwa 22 Meter vor der Grundlinie einen Ball stoppen will und damit eine Ecke verursacht. Das Spiel ist so spannend wie eingeschlagene Füße und die dürften einige Spieler auch gehabt haben. Loben muss man jedoch beide Defensivreihen, die ihre bisherigen Leistungen auch heute bestätigen konnten. Nach der Pause gab es dann wenigstens eine Mannschaft die aktiver war – und das waren sogar wir – doch die Versuchen blieben zumeist harmlos. Die große Ausnahme gab es in der 49. Minute. Süle zieht links zwei Verteidiger auf sich und spielt zu dem deswegen freien Hartmann. Der Linksverteidiger könnte flanken, entscheidet sich aber für einen Kunstschuss und trifft mit diesem nur die Latte. Wie schon gesagt wir versuchen es danach, doch sind nicht wirklich druckvoll. Das torlose Remis ist mehr als nur leistungsgerecht, auch wenn wir näher am Sieg waren als der Gegner.

keine Tore | 1.982 Zuschauer



Zehn Punkte, dazu ein anständiger Auftritt im Pokal. Unzufrieden bin ich nicht, doch es läuft auch nicht alles rund. In der Liga ist es verdammt eng und wir müssen abwarten, ob es denn schaffen die vermeintlich Schwachen zu besiegen, wenn wir schon gegen die Mitfavoriten nur torlose Punkteteilungen erspielen.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
Cubano:
Ja geht doch.
Interessant finde ich, dass bei dir keine Reserven mehr in der Liga sind.
idandt:
Wie im Startpost beschrieben gab es leider Probleme mit dem File von FuryG (und all denen die davor schon am Oberliga-File mit Amateurpokal und Jugendliga gearbeitet haben). Im FM14 greifen die Regeln leider nicht korrekt und da es auf Dauer - und besonders wenn man einen Save spielen will der hauptsächlich Vereine aus den unteren Ligen hoch führen soll - keinen Spaß wenn die Reserveteams mit den Ersatzspielern der Bundesligisten nicht nur aufgefüllt werden, sondern schlicht nur aus Profis bestehen. Hatte in Testsaves durchaus Reserveteams mit einem Durchschnittsalter von 27+. Daher habe ich alle Reserven aus dem Ligensystem (auch den Verbandsliga-Containern) geschmissen, so das sie nicht dazwischen funken können. Die Ligen habe ich dann gemäß den Abschlusstabellen der Saison 2012/13 aufgefüllt (und war recht froh, dass es eine Reserve in der Drittliga-Relegation gab, da nur zwei freie Plätze in der 3. Liga waren die so am Lotte und Kassel gehen konnten). Aber auch jetzt greifen nicht alle Regeln, so ist laut Editor der Profi-Status verpflichtend für die 3. Liga. Das hat zB letzten Sommer auch gut funktioniert, so das Siegen jetzt ein Profi-Verein ist, allerdings war Kassel noch nie ein Profiverein im Save (auch mein Fehler, da ich den Status hätte ändern müssen, als ich sie in die 3. Liga verschoben habe) und Saarbrücken (waren durchgängig in der 3. Liga) hat sich 2017 zum Semi-Profi-Verein degradiert. Wie gesagt die Regeln im FM14 sind leicht buggy und um das abzumildern keine Reserven in den Ligen - und um ehrlich sein, finde ich es auch viel schöner so.

September 2020

Der September beginnt mit einer englischen Woche und dem Pokalspiel gegen Ligakonkurrent FC Oberneuland (A). In der Liga spielen dann die Spiele gegen den BV Cloppenburg (A), den SV Arminia Hannover (H), den TSV Havelse (A) und den VfV Borussia 06 Hildesheim (H) an. Besonders das Spiel gegen Arminia hat es in sich. Zum einen erinnern wir uns noch zu gut an das letzte Spiel und zum anderen ist der Arminia aktuell der Verein mit der besten Ausbeute. Ein weiteres 0:0, ähm ich meine Spitzenspiel.

02. September 2020 | 2. Runde Amateurpokal



Gegen Oberneuland haben wir erst vor kurzen hoch gewonnen, doch das heutige Spiel steht unter anderen Vorzeichen. Zum einen ist dank der englischen Woche und einiger Verletzungen heute die zweite Garde gefordert. Und zum anderen wäre ein Ausscheiden heute durchaus nicht so tragisch, denn ich der nächsten Runde wird es sehr wahrscheinlich gegen Osnabrück gehen. Wir haben zwar letzte Saison gezeigt, dass wir auch den Drittligisten Paroli bieten können, doch haben uns letzte Saison die englischen Wochen und Spiele über 120 Minute auch Punkte in der Liga gekostet. Da mir der Aufstieg weit lieber ist, als ein weiteres Spiel im DFB-Pokal liegen die Prioritäten dieses Mal etwas anders.

Boss – Röppnack, Franke, Schneider (67. Steinhauer), Wächter – Wohlfahrt, Mile (67. Talarski) – Celik, Bröker (78. Zahirovic), Rasp – Brandt

In der 9. Minute geht Bröker in ein Kopfballduell gegen drei Gegenspieler bei einem langen Einwurf in den Strafraum. Es ist nicht zu erkennen, ob etwas– und wenn was genau – passiert ist, doch der Unparteiische spricht und einen – nennen wir ihn glücklichen – Elfmeter zu. Bröker tritt selbst an und bringt uns so in Führung. In der Folgezeit sind wir die besserer zweier schlechter Mannschaften. Strafraumszenen sind Mangelware und so gibt es nur wenig Aufreger. In der 26. Minute kann Rasp einen Freistoß aus dem Halbfeld im Strafraum stoppen und aus der Drehung im Tor unterbringen. Die Gastgeber kamen vor der Pause nur einmal gefährlich vors Tor. Boss kann einen Freistoß in der 35. Minute nicht festhalten und hat den Ball erst im Nachfassen und unmittelbar vor dem Abstauber sicher. Im direkt folgenden Gegenzug schickt Bröker dann Rasp in die Gasse und der macht mit dem 3:0 die Sache klar. Nach der Pause wurde das Spiel noch schlechter. Wir verlagerten uns dabei sehr auf die Defensive doch wurden kaum gefordert. Nennenswert sind so nur noch die Verletzung von Marcel Schneider, so wie der Ehrentreffer für den FCO. Nach einer Ecke in der 77. Minute kommt ein Bremer frei zum Kopfball, setzt diesen jedoch an den Pfosten. Der Abpraller kommt mittig vors Tor und da reagiert ein Oberneuländer am schnellsten. Der Sieg war letztlich nie in Gefahr und ist auch nicht unverdient, doch geglänzt haben wir heute nicht. Brandt, Wächter und Rasp konnten sich aber durchaus aufdrängen.

0:1 9. Torge Bröker FE | 0:2 26. Manuel Rasp | 0:3 37. Manuel Rasp | 1:3 77. Simon Schubert | 433 Zuschauer

05. September 2020 | 7. Spieltag



Nach dem Pokalspiel gehen wir personell auf dem Zahnfleisch. Neben der angeschlagenen Kondition spielen da vor allem Abstellungen für die U-Nationalmannschaften eine Rolle. Ahmeti, Selivanov und – besonders schmerzlich – Zahirovic stehen nich zur Verfügung. Pägelow und Döbert sind weiterhin verletzt und Meyer befindet sich noch im Aufbautraining. Letzten Endes stehen so mit Uphoff, Wohlfahrt, Fromme und Bröker gleich vier Spieler in der Startformation, die unter normalen Umständen eine Pause bzw. nur einen Kurzeinsatz bekommen würden. Taktisch schränkt uns das im weiteren Spielverlauf natürlich ein. Das Spiel wird so sicher kein leichtes.

Boss – Hartmann, Uphoff, Steinhauer, Gerdes – Wohlfahrt (58. Mile), Fromme (2. S. Rott) – Süle, Talarski (78. Brandt), Bröker – Keller

Nach handgestoppten 7 Sekunden muss Fromme den Platz verletzt verlassen. Mit der Einwechselung von Rott ist mein zentrales Mittelfeld dann in etwas so kreativ eine eine durchschnittliche Verbandsliga-Innenverteidigung. Trotz der Grobmotoriker in der Schaltzentrale bestimmen wir das Spiel. Der letzte Zug zum Tor fehlt, was vor allem an einem heute grottenschlechten Talarski liegt. Die einzigen Chancen vor der Pause hat Torge Bröker, doch in der 28. Minute setzt er einen Kopfball nach Flanke von Hartmann nur an die Latte und in der 35. Minute scheitert er nach einem Doppelpass mit Keller am Schlussmann. Nach dem Wiederanpfiff dauert es dann exakt 18 Sekunden bis zum Nackenschlag. Ex-Oldenburger Marco Dawid kommt auf unserer linken Seite durch und bringt eine Flanke zum völlig freien Mitspieler. Das war dann auch das Spiel der Cloppenburger, die weder vor noch nach diesem Tor noch einmal in unseren Strafraum kamen. Wir hingegen machen fröhlich weiter. In der 53. Minute scheitert Talarski am Torhüter, nachdem Keller und Bröker ihn eigentlich das Tor auf dem Silbertablett serviert haben. Nur 4 Minuten später treten die Hausherren dann auch Wohlfahrt erfolgreich vom Platz, was sich als gar nicht so schlecht für uns herausstellen sollte. Der für Wohlfahrt eingewechselte Mile konnte nämlich deutlich überzeugen. In der 73. Minute steckt dann auch dieser Mile auf Bröker durch, doch der Schlussmann des BVC's scheint heute unüberwindbar. Die Angriffe rollen nun im Minutentakt. An der Einstellung meiner Mannschaft kann man sicher nicht meckern. In der 85. Minute initiiert Mile dann einen schöner schneller Spielzug. Per One-Touch-Fußball kommt der Ball über Mile, Brandt und Bröker in den Lauf von Keller und der schießt mit seinem wütenden Abschluss fast das Netz kaputt. Der Ausgleich war mehr als überfällig. Wir spielen jetzt auf Sieg und schmeißen alles nach vorne. In der 90. Minute dann die Überraschung des Spiels. Rott spielt von der Mittellinie aus einen wunderbaren 35-Meter-Pass in den Lauf von Bröker – das Rott sowas überhaupt kann. Bröker legt mit dem ersten Kontakt den Ball am Torhüter vorbei ins Tor, doch noch bevor er zum jubeln ansetzen kann, wird das Tor aberkannt. Abseits soll es gewesen sein, doch es war gleiche Höhe. In der Nachspielzeit wird ein Schuss von Bröker noch geblockt und bei der anschließenden Ecke köpft Steinhauer nur knapp vorbei, doch es bleibt beim Remis. Ich weiß nicht worüber ich mich mehr ärgern soll. Die Abseitsentscheidung, das Spiel vor der Einwechselung von Mile, die Verletzungen? Ich freue mich, dass wir das Spiel nicht verloren haben wonach es lange aussah, doch wir verlieren heute wieder zwei wichtige Punkte. Naja es könnte schlimmer sein, wie Lübeck beweist, die in der 88. Minute das 1:0 beim VfL Hamburg schießen und dann in der 6. Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich zu bekommen.

1:0 46. Peter Jungwirth | 1:1 85. Tony Keller | 939 Zuschauer

Tim Wohlfahrt erwischt es bei seiner Verletzung richtig böse. Fußbruch und 4 – 5 Monate Pause. Das tut gleich doppelt weh.

12. September 2020 | 8. Spieltag



Ein Spitzenspiel steht an. Die Arminia ist Tabellendritter mit einem Punkt Rückstand auf uns, allerdings auch einem Spiel weniger. Unsere Verletztenliste hat sich ein wenig gelichtet und so sitzt Michael Meyer heute zumindest wieder auf der Bank. Da auch Zahirovic wieder einsatzbereit ist, hoffe ich auch etwas mehr Durchschlagskraft in der Offensive.

Boss – Hartmann, Uphoff (79. Röppnack), Steinhauer, Gerdes – Fromme (66. Mile), Talarski – Süle, Bröker, Zahirovic (66. Meyer) – Keller

Heute wollten wir keine torlose Punkteteilung. Bis zum ersten Torschuss dauerte es nur 26 Sekunden, doch Zahirovics Abschluss war überhastet und ungefährlich. In der 4. Minute wirft Gerdes in den Lauf von Bröker ein. Der bekommt den Ball an der Eckfahne und flankt. In der Mitte ist Keller per Kopf zur Stelle und es steht fest, dass ein kein 0:0 geben wird. Nach der Führung warten wir ab was der Gegner macht und stellen fest, dass das nicht viel ist. Wir verwalten die Führung bis zur Mitte der Halbzeit und da die Gäste keine Anstalten machen, dass Spiel zu drehen trauen wir uns mehr zu. In der 30. Minute schickt Hartmann Süle auf links. Seine Flanke kommt wieder auf den Kopf von Keller, doch der Stürmer trifft nur die Latte. Den Abpraller kann am zweiten Pfosten jedoch Zahirovic verarbeiten. Nur eine Minute später behauptet sich der Bosnier gegen zwei Gegenspieler und schickt dann Bröker. Erneut kommt die Flanke zu Keller, der per zum Kopfball ansetzt. Diesmal muss der Torhüter eingreifen und lenkt den Ball an den Querbalken. Wieder ist ein Blauer der Nutznießer. Süle staubt aus 1 Meter Torentfernung ab. Die Schwachstelle der Hannoveraner war inzwischen klar gefunden. In der 40. Minute schickt Talarski Süle und nach dessem Flanke zu Keller, hat dieser genug von den Kopfbällen. Seine Direktabnahme hätte ins kurze Eck gepasst, doch der Schlussmann der Arminen ist blitzschnell unten und lenkt den Ball zur Ecke. Diese bringt Süle in den Strafraum und Keller trifft per Kopf – na wie auch sonst. Mit dem Halbzeitpfiff müssen wir noch nachlegen. Zahirovic spielt einen langen Ball aus der eigenen Hälfte zu Keller. Der legt in den Lauf von Bröker ab. Das Eigengewächs spielt noch einen Doppelpass mit dem Stürmer und ist dann frei durch, scheitert jedoch am Torhüter. Nach der Pause sind wir nicht mehr ganz so zielstrebig, doch haben das Spiel nach wie vor fest in der Hand. Zahirovic, Süle und Bröker haben noch Chancen doch nutzen diese nicht. In der 61,. Minute gibt Steinhauer seinem Gegenspieler dann mehr Geleitschutz als diesen aufzuhalten. Noch außerhalb des Strafraums schießt der Armine flach aufs lange Eck und hat Glück, dass Boss' Arm ein wenig zu kurz ist. Der Ehrentreffer fiel auf dem Nichts. Doch von Ehrentreffer wollten die Gäste nichts wissen. In der 70. Minute verliert Hartmann nach einem Abschlag der Gäste das Kopfballduell. Die Verlängerung der Hannoveraner geht in den Lauf von Uphoffs Gegenspieler, was dem Innenverteidiger aber offensichtlich egal ist. Auch diesmal schießt der Angreifer von außerhalb des Strafraums und Boss muss sein ganzes Können aufbieten, um den Ball an die Latte zu lenken. Steinhauer ist dann einen Schritt langsamer als sein Gegenspieler und so steht es nur noch 4:2. In der 82. Minute bleibt Steinhauer bei einem Steilpass der Gäste dann einfach stehen. Linus Grunert – ihn hatte ich letzte Saison schon mal erwähnt – gelingt heute dann einfach alles. Von der Strafraumecke lässt er einen Strahl auf den Winkel los und trifft genau. Ein Traumtor, keine Frage, doch dafür habe ich im Moment keine Augen. In bin auf 180 und daran ändert auch nichts, dass wir es danach schaffen das 4:3 über die Zeit zu retten. Nach dem Spiel sage ich der Mannschaft mit Nachdruck, dass ich mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden bin, doch auch was ich vom zweiten Durchgang so halte. Ein Großteil der Spieler ist damit einverstanden, jedoch nicht die Herren Steinhauer, Hartmann und Röppnack, die sich so keine Freunde machen – zu dumm das ich auf die drei angewiesen bin. Ach ja: Linus Grunert wäre so mein Wunsch Spieler gewesen für die Position als spielstarker Stürmer / Linksaußen, doch der wechselte im Sommer zu Bundesligist Frankfurt und ist jetzt zurück verliehen wurden nach Hannover.

1:0 4. Tony Keller | 2:0 30. Faruk Zahirovic | 3:0 31. Stephan Süle | 4:0 41. Tony Keller | 4:1 61. Linus Grunert | 4:2 70. Linus Grunert | 4:3 82. Linus Grunert | 1.483 Zuschauer

19. September 2020 | 9. Spieltag



Die Bilanz gegen den TSV Havelse spricht eigentlich deutlich für uns – 6 Siege zu 2 Niederlagen bei 4 Unentschieden – doch in der Vorsaison gab es bei beiden Duellen keinen Sieger. Grund genug gewarnt zu sein vor den Garbsenern. Änderungen am Team gibt es heute nicht. In der Innenverteidigung ist die Personaldecke einfach zu dünn und hinten links haben sich beide Spieler nach dem Spiel gegen Arminia Hannover um einen Platz auf der Tribüne beworben. Auf den anderen Position gibt es schlicht keinen Grund was zu ändern.

Boss – Hartmann, Uphoff (66. Schneider), Steinhauer, Gerdes – Fromme (80. Mile), Talarski – Süle, Bröker (66. Meyer), Zahirovic – Keller

Das Spiel ist auf eher mäßigem Niveau. Vor der Pause gibt es ganze drei Szene, die in irgendeiner Weise relevant sind. In der 15. Minute scheitert Zahirovic nach einem Doppelpass mit Keller am Torhüter. In der 28. Minute wird ein Schuss von Uphoff nach einer Ecke kurz vor der Linie geblockt. Und in der 40. Minute lässt Uphoff Hartmann gegen drei Gegenspieler alleine. Der Linksverteidiger kann die Flanke nicht verhindern und Uphoff bleibt nicht bei seinem – von ihm selbst auserwählen – Gegenspieler. Boss retten in aller höchster Not. Das 0:0 zu Pause ist besonders auf Grund der letzten Szene glücklich, obwohl wir eigentlich sich bessere Mannschaft waren. Nach der Pause steigerten wir uns dann deutlich. In der 55. Minute zielt Keller nach Zuspiel von Talarski noch drüber, aber nur 5 Minuten später erwischt er den Torhüter auf dem falschen Fuß. Zahirovic spielte Keller kurz an und der Stürmer schoss ansatzlos – und nicht wirklich platziert – gegen die Laufrichtung des Schlussmannes. In der 68. Minute revanchiert sich Keller dann bei Zahirovic und steckt auf diesen durch. Der Rechtsaußen stoppt den Ball am Elfmeterpunkt und kann sich die Ecke aussuchen – er entschied sich für links. Mit dem 2:0 ist die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen. In der 72. Minute kommt Fromme im Rückrum nach einer Ecke zu einem Dropkick, zielt mit diesem aber genau auf den Torhüter. In der 81. Minute köpft Steinhauer eine Ecke von Zahirovic an die Unterkante der Latte. Anschließend bleibt der Ball auf der Linie liegen und unser Ex-Torhüter Faqiryar sichert den Ball erst unmittelbar vor dem einschussbereiten Schneider. Nur 2 Minuten später verlängert Keller einen Abschlag von Boss mit dem Kopf in den Lauf von Zahirovic, doch der Bosnier trifft mit seinem Schlenzer um den Torhüter nur den Pfosten. Den Schlusspunkt der Partie setzt dann Hartmann, allerdings nicht ohne Beteiligung unseres besten. Talarski flankt in der 90. Minute früh in den Strafrum. Zahirovic legt mit der Hacke zu Hartmann ab und der Linksverteidiger zwingt den alten Faqiryar zu einer Glanzparade. Geglänzt haben wir heute unterdessen nicht, aber der Sieg ist hochverdient. Nach den Szenen in der Schlussphase hätten wir die Garbsener sogar richtig abschießen müssen, doch über 90 Minute gesehen wäre ein 3 oder gar 4:0 wohl zu hoch gewesen.

0:1 60. Tony Keller | 0:2 68. Faruk Zahirovic | 335 Zuschauer

26. September 2020 | 10. Spieltag



Der Aufsteiger aus Hildesheim ist bisher nicht wirklich in der Liga angekommen und ist somit auch der schwächste Neuling in der Liga. Ein Sieg ist heute also Pflicht. Dafür nehmen wir zwei Änderungen vor. Zum einen ist Lukas Pägelow endlich genesen und ersetzt den zuletzt sehr schwachen Uphoff. Zum anderen darf Julian Wächter heute hinten rechts ran, da Timo Gerdes sich bisher in dieser Saison sehr erfolgreich hinter den Leistungen der anderen versteckt. Verletzungsbedingt fehlt bei den Hildesheimern heute übrigens ein alter Bekannter. Rainer Mühl, früher einer meiner Spieler in Göttingen ist dort inzwischen Stammspieler.

Boss – Hartmann, Steinhauer (82. Röppnack), Pägelow, Wächter – Fromme (66. Mile), Talarski – Süle, Bröker, Zahirovic (66. Meyer) – Keller

Heute zeigt sich das die letzten Spiele einigen scheinbar zu Kopf gestiegen sind. Statt schnörkellos nach vorne zu spielen, wird versucht zu zaubern. Statt den naheliegenden Pass zu spielen, wird jede Möglichkeit durch eigene Blödheit im Keim erstickt. Die Folge ist recht deutlich. Wir dominieren das Spiel und kommen in den ersten 35. Minuten nicht zu einem einzigen Abschluss. Wenn man dann noch dazu nimmt, dass in der 25. Minute Fromme einen Strafstoß verursacht in dem er einen Gegenspieler im Getümmel nach einem Freistoß zu Fall bringt und die Hildesheimer diesen nutzen, versteht man das HB-Männchen, das da an der Linie ausrastet und am liebsten aufs Feld rennen würde um elf Morde zu begehen, wohl. Der erste Abschluss von uns – und auch der erste aus dem Spiel heraus überhaupt – kommt wie gesagt in der 35. Minute. Bröker hebt den Ball in den Strafraum, wo Keller ihn für Zahirovic ablegt. Der Bosnier scheitert jedoch am Torhüter. Auch 5 Minuten später scheitert Zahirovic am Schlussmann. Die Vorarbeit kam von Süle, der ein tolles Auge bewies und einen 20-Meter-Heber über die gesamte Defensive der Gäste spielte. Direkt nach der Pause hatte man den Eindruck es herrsche bereits die Verzweiflung bei uns, so kam ein Distanzschuss nach dem anderen von uns – und einer war harmloser als der andere. Eine Ausnahme in der 58. Minute. Nach einem schönen Solo will Zahirovic zu Keller flanken, doch ein Verteidiger ist dazwischen und klärt zum Flügel. Zahirovic legt den Ball nun ans Strafraumeck zurück, wo Talarski den Ball volley nehmen kann und den Schlussmann zu einer Glanzparade zwingt. Nach den Wechseln wechselt vor allem Süle auch die Seite und plötzlich ist Zug im Spiel. In der 68. Minute schickt Bröker Keller in die Tiefe und der lupft den Ball von der Grundlinie zum zweiten Pfosten, wo Süle aus spitzem Winkel den überfälligen Ausgleich markieren kann. Nur 4 Minuten später spielt Bröker in den Lauf von Süle. Als dieser zum Schuss ansetzen will, fährt ihm ein Hildesheimer in die Parade und grätscht den Ball weg. Allerdings grätscht er das Leder in die Mitte und damit genau vor die Füße von Keller, der problemlos einschieben kann. Damit ist das Spiel gedreht und wir haben scheinbar genug. Der VfV kann auch nicht mehr und so plätschern die letzten Minuten so vor sich hin. Wir gewinnen letztlich fußballerisch verdient und menschlich indiskutabel. Selten war ich nach einem Sieg so sauer.

0:1 25. Bienvenu Obama FE | 1:1 68. Stephan Süle | 2:1 72. Tony Keller | 1.566 Zuschauer



Wieder zehn Zähler in diesem Monat. Unter dem Strich kann man über die Ausbeute nicht unzufrieden sein, doch die Spielweise ist nicht immer überzeugend. Dabei ist nicht nur die Problematik der letzten Saison – das wir es nicht schaffen mauernde Gegner zu knacken – immer noch aktuell, sondern auch die Einstellung der Spieler scheint nicht immer zu stimmen. Jedoch ist das hier jammern auf hohem Niveau. Wir haben die beste Offensive der Liga und auch die Defensive kann sich sehen lassen – besonders wenn man mal die drei Strafstöße raus rechnet. Besonders freue ich mich übrigens über die Göttinger. Bester Aufsteiger und aktuell mit zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Das schaut gut aus. Ach und deren Überlebensversicherung ist ein gewisser Sebastian Richter, ein Spieler den ich damals im Intake mit Göttingen hatte. Er ist der einzige Spieler im Kader, der schon unter meine Regie im Verein war.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
idandt:
Oktober 2020

Ein voller Monat steht an. In der Liga geht es gegen den Goslarer SC 08 (A) und den SV Wilhelmshaven (H). Danach kommt das Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück (H), bevor es mit den Ligaspielen gegen Eintracht Norderstedt (A) und den Lüneburger SK Hansa (H) weitergeht. Zum Abschluss das Monats dürfen wir der Konkurrenz zusehen und testen gegen den SV Concordia Ihrhove (H).

03. Oktober 2020 | 11. Spieltag



Der Goslarer SC war letzte Saison in der Hinrunde bereits 14 Punkte hinter uns und hat uns dennoch letztlich eingeholt und konnte die Meisterschaft feiern. Ein Blick auf die Tabelle verrät uns, dass wir heute wieder genau 14 Punkte vor dem GSC sind. Man könnte jetzt behaupten, dass wenn wir den Vorsprung auf 17 Zähler ausbauen einen Konkurrenten schon mal vom Hals haben, aber das wäre wohl leicht verfrüht. Der Meister hat aktuell wirklich keine gute Phase, aber Respekt sollten wir dennoch haben. Ein Umbruch fand am Rand des Harz nicht statt und die Neuzugänge sind für die Regionalliga mehr als nur ordentlich. Meiner Meinung nach steht der heutige Gegner nur deshalb so schlecht da, weil viele Neuzugänge erst im August zum Team gestoßen sind. Insofern hätte ich lieber früher gegen den GSC gespielt.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Wächter (59. Gerdes) – Talarski, Fromme (59. Meyer) – Süle, Bröker (77. Brandt), Zahirovic – Keller

Die erste dicke Chance des Spielt hat Süle in der 7. Minute nachdem ein Abschlag von Boss über alle hinweg in seinen Lauf landet. Der Linksaußen ist alleine vor dem Goslarer Torwart und schließt eigentlich auch gut ab, doch die Parade ist halt noch besser. Diese Szene beschreibt das Spiel dann auch ganz gut. In der 21. Minute zeigt Keller dann seine Treffsicherheit, dummer Weise bei einer Ecke der Gastgeber. Der berühmte Stürmer im eigenen Strafraum. Nach dem Tor sind wir etwas geschockt, doch nach etwa 10 Minuten haben wir uns gefangen. In der 34. Minute nimmt Zahirovic eine Ecke mittig vor dem Tor volley und zwingt den Schlussmann zu einer Glanzparade. Nur eine Minute später steckt Bröker schön zu Keller durch, doch statt zu schießen will er zu Zahirovic quer legen. Ein Verteidiger ist dazwischen und klärt zur Ecke. Diese kommt über Umwege wieder zu Zahirovic im Rückraum und abermals muss der GSC-Keeper sein ganzes Können aufbieten. Zur Pause mache ich die Spieler einen Kopf kürzer – was bei Spielern wie Zahirovic und Fromme schon bedenklich ist, schließlich könnten die dann Ringe in Berge werfen müssen. Die Mannschaft hat den Anpfiff verstanden und legt los wie die Feuerwehr. Die beste Chance hat Zahirovic nach genau 37 Sekunden. Nach starkem Zuspiel von Bröker trifft der Bosnier nur den Innenpfosten. Bis zu den Auswechselungen rennen wir wie bekloppt an, doch erst mit der Einwechselung von Meyer wurde das Spiel strukturierter. Mit dem Ausgleich hat Meyer aber nichts zu tun, denn den besorgt Zahirovic im Alleingang. Bei einem schönen Dribbling wissen sich die Goslarer nicht mehr mit fairen Mitteln zu helfen und foulen den inzwischen ins zentrale Mittelfeld zurück gezogenen Zwerg im Strafraum. Den Strafstoß macht der Gefoulte dann selbst. Mit dem Ausgleich läuft es plötzlich wie von selbst. In der 69. Minute flankt Süle flach zu Keller, der jedoch aus spitzem Winkel am Torhüter scheitert. Dieser wehrt den Ball allerdings in die Mitte ab, wo Meyer abstauben kann. Nach der Führung ist es um die Moral der Gastegeber geschehen und wir könnten noch einige Tore drauf legen, doch scheitern immer wieder am letzten und besten Mann des GSC's. Den Schlusspunkt setzt dann Süle nach einem wunderbaren Heber von Meyer in den Lauf in der 92. Minute oder besser er setzt ihn nicht, denn wieder ist der Mann zwischen den Pfosten dazwischen. Ein treffender Schluss für dieses Spiel. Das der Sieg verdient ist steht wohl außer Frage, aber es war – mal wieder – ein hartes Stück Arbeit.

1:0 21. Tony Keller ET | 1:1 65. Faruk Zahirovic FE | 1:2 69. Michael Meyer | 1.012 Zuschauer

10. Oktober 2020 | 12. Spieltag



Derby-Time im Nordwesten. Der SV Wilhelmshaven ist trotz dem zweithöchsten Etat der Liga wieder unten in der Tabelle zu finden. Folglich ist das Spiel eigentlich ein Pflichtsieg, doch beim letzten Aufeinandertreffen gab es die erste Niederlage gegen den SVW seit 2013 – 10 Siege und 2 Unentschieden in 13 Spielen. Außerdem sollten es uns eine Warnung sein, dass die Wilhelmshavener in den letzten vier Spielen drei Siege – und das jeweils zu Null – geholt haben. Personell müssen wir heute auch Faruk Zahirovic verzichten, der bei der Bosnischen U19-Nationalmannschaft im Einsatz ist.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Wächter – Talarski, Fromme (67. Mile) – Meyer (81. Brandt), Bröker (67. Celik), Süle – Keller

Die Anfangsviertelstunde geht klar an die Gäste. Zwar kommt Wilhelmshaven nicht zu wirklichen Torchancen, doch sie haben zu Beginn etwa 70% Ballbesitzen und drängen uns gut hinten rein. Wir hatten in dieser Phase exakt eine Gelegenheit und die hat gesessen. Talarski trifft mit einem Schuss wie ein Strich in der 7. Minute per Freistoß. Ab der 15. Minute spielen wir dann auch mit. Nach einer Flanke von Süle schießt Keller aus nächster Distanz den Torhüter an. Das war in der 17. Minute. Nur 1 Minute später trifft Keller nach sehr starker Vorarbeit von Fromme und Bröker, doch der Stürmer soll im Abseits gestanden – war mal wieder nur gleiche Höhe. Nach dieser Doppelchance neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehendst. In der 39. Minuet spielt Meyer zu Keller und der hebt den Ball quer für Süle. Der Rechtsaußen vergibt genauso kläglich wie sein Vorbereiter zuvor und schießt den Schlussmann der Gäste an. Mit dem Halbzeitpfiff schießt Fromme dann noch einen Freistoß so knapp über das Tor, das er noch die Latte streifte. Auch nach dem Seitenwechsel brauchten wir etwas um ins Spiel zu kommen, allerdings war jetzt auch der Gegner nicht so wach, wie noch im ersten Durchgang. Die Folge ist, dass die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit völlig ereignislos waren. In der 65. Minute überläuft Süle dann seinen Gegenspieler und flankt – nicht ganz präzise – in die Mitte. Meyer kommt an den Ball und köpft aus nahezu unmöglich spitzem Winkel zum 2:0 ein. Danach war die Gegenwehr des SVW's endgültig gebrochen. In der 72. Minute spielt Celik einen langen Ball in den Lauf von Süle, doch der scheitert am Torhüter. 10 Minuten später bringt Süle dann eine Ecke in den Strafraum und Keller wuchtet den Ball zum 3:0 ins Netz. In der 84. Minute dann der schönste Spielzug der Partie. Talarski schickt Mile, der direkt zu Brandt weiterleitet. Brandt wird von zwei Gegenspieler attackiert und sieht dennoch dass Süle startet. Auch Süle wird von zwei Wilhelmshavenern gedeckt und so narren Brandt und Süle gleich vier Gegenspieler in dieser Szene. Süle hebt den Ball dann mit dem Außenrist gegen die eigene Laufrichtung – und die des Keepers – zum 4:0 ins Tor. Auch die Letzte Szene gehörte dem Mann des Spiels. Nach Pass von Keller scheitert Süle erneut am Torhüter. Bei der anschließenden Ecke sucht Celik Steinhauer, findet jedoch nur einen Verteidiger. Dessen Abwehr ist jedoch zu kurz und verlässt nicht mal den Strafraum. Brandt kommt per Kopf an den Ball und legt für Süle ab, der mit einem satten Schuss an Freund und Feind vorbei zum Endstand trifft. Ein verdienter Sieg, wenn auch nicht unbedingt in der Höhe. Wirklich beeindruckenden Fußball haben wir nur in der Schlussphase gezeigt, doch defensiv standen wir heute überragend und hatten – die ersten 15 Minuten mal ausgeklammert – den Gegner fest im Griff.

1:0 7. Pascale Talarski | 2:0 65. Michael Meyer | 3:0 81. Tony Keller | 4:0 84. Stephan Süle | 5:0 90. Stephan Süle | 2.073 Zuschauer

14. Oktober 2020 | Viertelfinale Amateurpokal



Wieder so eine vermaledeite englische Woche. Im Spiel gegen Osnabrück sind wir natürlich klarer Außenseiter, aber das waren wir letztes Jahr auch. Anders als letztes Jahr werden wir aber wenig für eine Sensation tun. Am Wochenende steht das Spiel gegen Norderstedt an, wo ich uns mehr Chancen ausrechne und was mir um ehrlich zu sein auch wichtiger ist. Folglich schone ich heute außer Boss und Süle alle Stammspieler. Sollte die zweite Garde ist dennoch schaffen Osnabrück auszuschalten freue ich mich, doch ein Ausscheiden ist schon wie in der letzten Runde durchaus hinnehmbar.

Boss – Röppnack, Uphoff, Schneider, Gerdes – Mile – Süle (11. Bröker), S. Rott – Ahmeti (3. Mooy), Rasp – Brandt (105. Keller)

Bekannter Maßen liegen Freud und Leid oft nah beieinander, was im Fußball, aber besonders in Pokalspielen gerne veranschaulicht wird. Ein Beispiel war das heutige Spiel. In der 2. Minute muss der frisch gebackene U21-Nationalspieler Albaniens, Gentian Ahmeti, verletzt vom Platz. Die Szene wurde nicht als Foul gewertet und so bekommen wir eine Ecke. Stephan Süle haut diese kurzer Hand direkt ins Tor. Die Antwort von Osnabrück lässt nicht lange auf sich warten, doch der Ausgleich in der 6. Minute zählt wegen einer klaren Abseitsstellung nicht. Auch Stephan Süle wird – vom gleichen Spieler wie Ahmeti – vorzeitig vom Platz genommen – spätestens hier wollte ich diese Metzger dann doch aus dem Wettbewerb werfen. Der für ihn eingewechselte Bröker schickt mit seinem ersten Ballkontakt Brandt steil und der Stürmer ist schneller als die klassenhöheren Verteidiger. Im 1-gegen-1 versagen ihm dann die Nerven und er scheitert am Torhüter. Nach dem verpassten 2:0 konzentrieren wir uns auf die Defensive und machen das auch sehr gut. Der VfL ist zwar deutlich überlegen, doch kommt nicht zu Chancen. Die einzige Ausnahme ist eine Ecke in der 38. Minuten, bei der die Osnabrücker gleich zweimal den Pfosten treffen ehe wir klären können. Mit der Führung gehen wir in die Pause, doch direkt danach kommt der Gast zum Ausgleich. Boss kommt bei einer frühen Flanke erst zögerlich aus dem Tor um dann doch wieder zurück zu gehen. Bei dem Kopfball ist er somit chancenlos. Statt jetzt moralisch einzubrechen spielen wir jedoch weiter mit und sind auf offensiv wieder da. In der 55. Minute köpft Brandt nach einer Flanke von Rasp an den Außenpfosten. Insgesamt ist die zweite Halbzeit allerdings noch chancenärmer als der erste Durchgang. Dennoch muss Brandt nach einem genialen Pass von Bröker in der 89. Minute den Siegtreffer markieren, doch der Stürmer scheitert erneut alleine vor dem Schlussmann an diesen. Die Verlängerung ist dann komplett zum Vergessen und so kommt es zum Elfmeterschießen. Als sich dieses abzeichnete entschied ich mich Brandt mit den letzten Wechsel vom Platz zu nehmen, da sein Nervenkostüm heute scheinbar in der Reinigung war. Timo Gerdes schien es da nicht besser zu gehen, denn der Rechtsverteidiger verschießt den ersten Elfmeter und als die Osnabrücker ihre ersten beide verwandelten, dachte ich schon das war es. Für uns trafen Mile und Bröker, bevor der dritte Schütze des VfL's an Boss scheitert. Nach jeweils drei Elfmetern steht es also 2:2. Unsere restlichen Schützen – Rasp und Keller – treffen und auch der VfL verwandelt den vierten Strafstoß. Beim letzten Schützen hat Boss dann die richtige Ecke und lenkt den Ball an den Pfosten. Der Keeper macht sich zum Helden. Nach dem Leid des verschossenen ersten Elfmeter, jetzt die Freude über zwei gehaltene vom Boss. Im Halbfinale spielen wir gegen den Ligakonkurrenten BV Cloppenburg, während parallel die Drittligisten Bielefeld und Meppen um die Finaleinzug kämpfen. Eine weitere DFB-Pokal-Teilnahme ist also mehr als nur möglich.

1:0 3. Stephan Süle | 1:1 48. Gökhan Bingöl | Elfmeterschießen 4:3 | 2.322 Zuschauer

Stephan Süle wird für 3 – 4 Wochen ausfallen und auch Gentian Ahmeti ist nicht glimpflich davon gekommen. Seine Pause wird mit 4 – 5 Wochen sogar noch etwas länger dauern.

17. Oktober 2020 | 13. Spieltag



Die englische Woche sollte keine große Rolle spielen, nachdem die Stammspieler zum größten Teil geschont wurden. Nur Bröker und Süle werden heute – bei Bröker zumindest von Beginn an – aussetzen müssen doch mit Ausnahme von Celik stehen heute nur Leistungsträger auf dem Platz. Mehr Sorgen bereitet mir da die Bank die fast ausschließlich mit platten Spielern besetzt ist. Hoffen wir also das die Leistung von Beginn an stimmt und Norderstedt wie in der Vorsaison – 7:1 und 5:3 – abgefertigt wird.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Wächter – Talarski, Fromme – Meyer (20. Döbert / 82. Brandt), Celik (65. Bröker), Zahirovic – Keller

Das Spiel beginnt turbulent. In der 7. Minute muss Boss sein ganzes Können zeigen um einen Freistoß aus dem Eck zu fischen. 2 Minuten später sind Hartmann, Steinhauer und Talarski dann nicht in der Lage einen Norderstedter vom Ball zu trennen. Bei Pass schläft Pägelow und sein Gegenspieler lässt Boss keine Chance. Wir wollen prompt antworten. In der 10. Minute schickt Keller Meyer auf halblinks und der legt für Celik quer. Der junge Deutsch-Türke will ins kurze Eck schießen, doch mit einer starken Fußabwehr klärt der Schlussmann noch zur Ecke. In der 16. Minute brennt es wieder auf der anderen Seite. Nach einer Ecke rettet die Latte bei einem Kopfball. 2 Minute später wird Meyer im Strafraum gefoult, doch der Unparteiische lässt weiter spielen. Nicht weiter spielen kann Meyer und der blieb nicht das einzige Opfer seines Gegenspielers. Nachdem dieser in der 35. Minute Celik foulte – angeschlagen später ausgewechselt – wurde dieser ermahnt und direkt nach der Pause bekam er für ein Foul an Döbert – ebenfalls angeschlagen später ausgewechselt – die gelbe Karte. Wie ein Spieler drei Gegner vom Platz treten darf und mit einer gelben Karte davon kommen kann, soll mir die Pfeife, ähm ich meine natürlich der Mann an der Pfeife gerne mal erklären. Spielerisch endete das Spiel dann in der 25. Minute. Nach einer Ecke von Zahirovic köpft Keller ein und bringt uns den Ausgleich. Danach kam von beiden Seiten nicht mehr viel, wobei wir mehr versucht haben, dabei nur wie gesagt gerne gestört wurden. Letztlich ist die Punkteteilung zu wenig, aber verdient. Ich ärger mich vor allem über die zweite Halbzeit in der nach der 47. Minute gar nichts mehr kam, wobei da wohl auch einige Spieler Angst vor einer Verletzung hatten. Schwaches Spiel von allen drei Parteien.

1:0 9. Eugen Neumann | 1:1 25. Tony Keller | 342 Zuschauer

Michael Meyer, Lars Döbert und Kadir Celik fallen alle für 2 – 3 Wochen aus. Wunderbar dass das auch alle unsere Spieler für den linken Flügel sind.

24. Oktober 2020 | 14. Spieltag



Mit reichlich Verletzungssorgen geht es in das Spiel gegen Lüneburg. Probleme bereitet vor allem der linke Flügel, wo heute Keller eingesetzt wird. Der große Stürmer ist sicher kein Flügelflitzer auch wenn er schon recht schnell ist. Ihm fehlt jedoch der Antritt und auch seine spielerischen Mittel sind nicht ideal für den Flügel. Die einzige Alternative heißt allerdings Aleaxander Mooy und der ist – außer beim Antritt – in keiner – relevanten – Weise besser als Keller. Von unserem zweckentfremdeten Top-Torjäger mal abgesehen ist unsere Startformation aber trotz der Verletzten sehr stark. Ein Sieg sollte daher auch heute das Ziel sein, auch wenn Lüneburg so eine Art Angstgegner des VfB's ist.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Wächter (81. Gerdes) – Talarski, Fromme (45. Mile) – Keller, Bröker, Zahirovic – Brandt (68. Rasp)

In der 6. Minute flankt Fromme aus dem rechten Mittelfeld den Ball vors Tor und da schraubt sich das 1,61-Meter-Kopfball-Ungeheuer Faruk Zahirovic in die Höhe. Der Zwerg köpft zur frühen Führung ins lange Ecke. Nach diesem ersten Highlight verflacht das Spiel. Wir spielen dabei grundsolide, lassen hinten nichts zu und versuchen auch nach vorne zu spielen. Wirklich zwingend werden unsere Aktionen allerdings erst nach etwa einer halben Stunde. In der 32. Minute steckt Zahirovic für Bröker durch, doch das Eigengewächs schießt genau auf den Mann. 5 Minuten später macht er es nach einer Kombination von Hartman, Fromme und Keller besser. Den Steilpass von Keller legt der Schattenstürmer am Torwart vorbei ins kurze Eck. In der 42. Minute machen wir das Spiel dann klar. Zahirovic spielt einen starken 30-Meter-Pass in den Lauf von Brandt. Der Stürmer umspielt den Schlussmann und schiebt zum Halbzeitstand ein. Die einzige Chance der Lüneburger vor der Pause haben diese in der 44. Minute nach einem Konter, den sie jedoch nur schwach abschließen. In der Pause muss dann der heute sehr starke – und in den letzten Wochen eher schwache – Fromme angeschlagen vom Platz. Genau 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff bekommen wir das 1:3 eingeschenkt. Steinhauer hatte seine Position verlassen um den ballführenden Lüneburger zu attackieren, ist dabei jedoch zu zaghaft. In die Lücke, die der Innenverteidiger im Defensivverbund gelassen hat spielen die Gäste einen Pass. Hartmann lässt seinen Gegenspieler in diese Lücke ziehen und Boss ist im 1-gegen-1 dann ohne Abwehrchance. Wer jetzt mit einem hitzigen Spiel und der zweiten Luft bei Lüneburg gerechnet hat, wurde enttäuscht. Das Spiel ähnelt dem der ersten 30 Minuten und so stehen wir hinten sicher. Nach vorne ging nicht mehr viel – ob nun weil Antreiber Fromme nicht mehr dabei war oder weil mal mit dem 3:1 zufrieden war – und so gab es nur noch in der Schlussphase einige Szenen. In der 82. Minute treffen die Lüneburger mit einem Freistoß nur die Latte. Nach dem Beinahe-Anschluss wurden auch wir wieder offensiver, doch in der 87. Minute wird Keller der Winkel nach einem Zuspiel von Bröker zu spitz. Zwei Minuten später steckt Keller dann für Zahirovic durch, doch der scheitert am Torhüter. Mit dem 3:1 können wir gut leben. Wir waren besser und heute vor allem sehr diszipliniert.

1:0 6. Faruk Zahirovic | 2:0 37. Torge Bröker | 3:0 42. Michael Brandt | 3:1 46. Jan Nagel | 1.588 Zuschauer

Auch Timo Fromme wird für 2 Wochen ausfallen. Immerhin sind die ganzen Ausfälle nur kurzfristig, doch müssen die alle gleichzeitig sein?

Beim Testspiel gegen Concordia Ihrhove dürfen zunächst die Reservisten ran. Das Spiel ist – wie man es erwarten konnte – eine klare Angelegenheit. Einziges Manko über das ganze Spiel gesehen war die Chancenverwertung. Nach der Pause – vor allem in den letzten 20 Minuten – wird dann munter durch gewechselt. Die Folge davon ist die Torschützenliste, wo sich nur ein Spieler doppelt eintragen konnte. Es trafen Alexander Mooy, Michael Brandt, Manuel Rasp und Tony Keller, sowie Pascale Talarski doppelt – beide Male vom Punkt.





Und schon wieder holen wir zehn Punkte aus vier Spielen. Mit dem Schnitt kann ich gut leben. Spielerisch bleiben wir unkonstant, doch unverdient haben wir kein Spiel gewonnen. Auch nicht das Pokalspiel, was natürlich das Highlight des Monats war. In der Liga hat Victoria übrigens am letzten Spieltag des Monats – an dem wir spielfrei waren – gepatzt, so dass wir erstmals einen kleinen Vorsprung haben. Nächsten Monat wird die Halbserie schon beendet und die Herbstmeisterschaft sollte nur Formsache sein – das nächste Spiel in Peine ist ein Pflichtsieg – doch auch der November hat es in sich.

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idandt:
November 2020

Wie schon im letzten Post gesagt startet der Monat mit einem mehr als machbaren Spiel beim VfB Peine (A). Doch nach diesem Spiel stehen ganz andere Brocken an. Die harte englische Woche beginnt mit dem Hinrundenfinale gegen den VfR Neumünster (H). Danach findet das Pokal-Halbfinale beim BV Cloppenburg (A) statt und zum Rückrundenauftakt heißt der Gegner VfB Lübeck (H). Als kleine Entspannung geht es zum Abschluss des Monats noch an die ehemalige Wirkungsstätte zum 1. SC Göttingen 05 (A). Ich bin gespannt wie man mich im Jahnstadion empfangen wird. Allzu ruhmreich war meine Zeit dort leider nicht.

07. November 2020 | 15. Spieltag



Wie schon gesagt ist das Spiel in Peine ein Pflichtsieg. Die Grün-Roten haben in dieser Saison noch kein Ligaspiel gewinnen können und stehen folglich auf einem Abstiegsplatz. Wir hingegen sind noch ohne Niederlage und sollten dementsprechend mit breiter Brust auftreten können. Personell hat sich unsere Lage deutlich entspannt. Neben dem Langzeitverletzten Wohlfahrt fehlt nur noch Ahmeti. Jedoch wird von den Genesenen nur Süle von Beginn an spielen. Fromme und Döbert sitzen auf der Bank und Meyer darf – einen Tag nach seinem 18. Geburtstag – nochmal bei der Jugend spielen um wieder fit zu werden.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Gerdes – Talarski, Mile (67. Brandt) – Süle (67. Döbert), Bröker (78. Wächter), Zahirovic – Keller

Nach diesem Spiel zu urteilen, müssen alle sieben Unentschieden der Peiner 0:0 ausgegangen sein. Nach vorne kam von den Gastgebern gar nichts und hinten waren sie nur aufs Mauern bedacht. Das machte sich auch schnell bemerkbar, denn wir kamen nicht wirklich zu guten Chancen. Zwar versuchen wir es vor allem in der Anfangsphase mit Zahirovic, Mile und Bröker, doch keiner der Abschlüsse kommt aufs Tor. Besser war da ein Kopfball von Keller, doch den hatte der Schlussmann. Die erste dicke Chancen hat dann Bröker in der 28. Minute. Süle spielte zuvor einen klasse Pass in seinen Lauf, doch das Eigengewächs zögert zu lange und so wirft sich ein Verteidiger noch in den Ball. Auch nach der Pause wurde das Spiel nicht besser, aber wenigsten steigerte sich die Anzahl der nennenswerten Szenen deutlich. In der 51. Minute bekommt Keller etwa 20 Meter vor dem Tor den Ball. Der Stürmer schließt ansatzlos mit einem Flachschuss ab, doch der Ball geht um wenige Millimeter am Pfosten vorbei – auf der falschen Seite versteht sich. In der 64. Minute wird Pägelow bei einer Ecke gehalten und bekommt einen Strafstoß zugesprochen. Zahirovic übernimmt die Verantwortung und beschert uns die langersehnte Führung. Auch nach dem Tor kommt von Peine weiter nichts. Wir haben mit einem Volleyschuss von Keller nach Flanke von Zahirovic noch die Chance zur Entscheidung, doch auf der Linie rettet ein Verteidiger für den bereits geschlagenen Torhüter. In der Schlussphase haben wir dann noch einige Halbchancen durch Döbert, Wächter und Brandt, doch am Ende bleibt es bei dem 1:0. Der Spiel passt in die Saison; verdienter Sieg bei kaum spielerischen Mitteln.

0:1 65. Faruk Zahirovic FE | 205 Zuschauer

14. November 2020 | 16. Spieltag



Zum Auftakt der englischen Woche geht es also gegen den Tabellendritten aus Neumünster. Der VfR hat schon acht Punkt Rückstand auf uns und heute wollen wir diesen sogar noch vergrößern. Bei der letzten Begegnung gab es ein schönes 5:0, doch so leicht wird es uns der Gast heute wohl nicht machen. Insgesamt ist die Bilanz ausgeglichen, mit vier Unentschieden und je fünf Siegen. Bei uns gibt es zwei Änderungen. Zum einen ist Fromme im Mittelfeld wieder fit und soll für mehr Schwung sorgen, als noch gegen Peine und zum anderen muss Zahirovic ersetzt werden, der mal wieder für Bosnien-Herzegowina im Einsatz ist. Für ihn rückt Süle auf rechts und links kommt Meyer zu seinem Startelf-Comeback.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Gerdes – Talarski, Fromme (64. Mile) – Meyer (64. Döbert), Bröker (84. Brandt), Süle – Keller

Es sind keine 90 Sekunden gespielt, als Torge Bröker uns mit einem Freistoß in Führung bringt. Der Treffer ist auch nur dank der gütigen Mithilfe der VfR-Torhüters möglich, denn der Ball ging klar in seiner Ecke und war nicht wirklich gut getreten. Spielerisch geht in den ersten Minuten nicht viel beisammen und das – mal wieder – auf beiden Seiten. Immerhin stehen wir hinten sehr gut. Im Gegensatz zu Neumünster strahlten wir sogar etwas Torgefahr aus, was allerdings meist Bruder Zufall überlassen war. Das beste Spielspiel eine Chance aus der 14. Minute. Fromme kloppt den Ball hinten raus, direkt zu einem Verteidiger der Gäste. Dieser will den Ball wieder zurück dreschen, produziert dabei jedoch eine Kerze, die genau auf dem Schlappen von Süle landet. Dessen Volleyschuss war dann brandgefährlich und zwingt dem Mann zwischen den Pfosten dazu seinen Fehler mit einer Glanzparade auszubügeln. In der 20. Minute ist es wieder ein lange – diesmal gewollter – Ball, der unser Spiel eröffnet. Pägelow spielt Süle an, der zu Bröker ablegt und von diesem in die Gasse geschickt wird. Süle scheitert erneut am Torhüter. Immerhin übernehmen wir mehr uns mehr die Kontrolle im Spiel, allerdings sind Chancen eher rar. In der 36. Minute legt Keller den Ball vom rechten Flügel auf halbrechts in den Strafraum. Erneut versucht sich Süle, doch der Ball geht knapp am langen Pfosten vorbei. In der 44. Minute prüft dann Keller den Schlussmann nochmal mit einem Distanzschuss. Gedanklich schon mit dem – inzwischen zu – dünnen 1:0 in der Kabine, gewinnt Hartmann den Ball an der eigenen Eckfahne und leitet mit einem langen Ball den Konter ein. Fromme verlängert per Kopf zu Bröker. Etwa 25 Meter vor dem Tor spielt dieser quer zu Keller, welcher den Blick für Süle hat. Der Rechtsaußen macht diesmal alles richtig und trägt sich endlich in die Torschützenliste ein. Auch die erste Szene nach dem Seitenwechsel entsteht aus einem Freistoß. Bröker bringt diesem vom Flügel nicht als Flanke rein, sondern spielt in den Rückraum zu Fromme, welcher den Ball direkt in den Strafraum zum völlig freien Meyer hebt. Der zieht auf halbrechts durch und trifft wunderbar in den Winkel. Sehr schöne Variante. Nach gut einer Stunde kommen die Gäste tatsächlich mal in unsere Hälfte. Nach einem langen Ball steht allerdings ein Angreifer bei der Kopfballverlängerung im Abseits. Sein Volley ist zwar klasse und lässt Boss keine Chance, ist jedoch brotlose Kunst. Die Szene war aber nur ein kurzes Strohfeuer. In der 65. hebt Döbert den Ball genial über die Abwehr in den Lauf von Süle, doch scheitert abermals am Torhüter. Den Abpraller kann Bröker dann aufnehmen, der nachdem er den Schlussmann umspielt hat zum 4:0 einschieben kann. Danach verwalten wir das Spiel, haben aber noch Chancen. In der 69. Minute lupft Bröker, nach schönem Pass von Süle, über das Tor. 6 Minuten später scheitert Keller aus spitzem Winkel am Schlussmann, der in meinen Augen trotz des Fehlers zu Beginn heute der beste Neumünsteraner war. Der letzte Angriff das Spiels gehörte dann aber doch dem VfR. Nach einer Flanke köpft Hartmann den Ball mittig vor dem Strafraum und ein Gast schießt von da volley auf den Winkel. Boss – heute wirklich ziemlich unnötig – kann sich bei der Szene jedoch auszeichnen und zeigt warum er wohl der beste Keeper der Liga ist. An das 5:0 vom letzten Aufeinandertreffen sind wir nicht ganz heran gekommen, doch das Spiel war eine der – wenn nicht die – besten Saisonleistungen. Mit 40 Punkten aus 16 Spielen liegen wir zur Halbzeit der Saison auf dem erstrebten ersten Platz – sechs Punkte Vorsprung. Wir überstanden die Halbserie ungeschlagen, mit nur elf Gegentoren – drei Elfmeter – was uns zur zweitbesten Defensive macht. Offensiv sind wir sogar Ligaprimus – 39 Tore.

1:0 2. Torge Bröker | 2:0 45.+1 Stephan Süle | 3:0 53. Michael Meyer | 4:0 65. Torge Bröker | 1.808 Zuschauer

Torge Bröker, der in der Schlussphase des letzten Spiels angeschlagen ausgewechselt wurde, wird für 2 – 3 Wochen ausfallen.

18. November 2020 | Halbfinale Amateurpokal



Auch wenn der Amateurpokal diese Saison eigentlich kein Thema war, will ich jetzt nicht so kurz vor der wahrscheinlichen Qualifikation für den DFB-Pokal sie Segel streichen müssen. Daher werden wir gegen Cloppenburg nicht mit den Ersatzspielern antreten, allerdings auch nicht die komplette erste Elf aufbieten können. Das letzte Spiel Anfang September war ein ganz hartes Remis. Cloppenburg machte damals nicht viel fürs Spiel und auch heute werden sie wohl ziemlich defensiv stehen. Mit Brandt und Keller haben wir zwei große Spieler vorne drin, so dass zur Not auch die Brechstange ausgepackt werden kann. Wir wollen uns heute das nächste Spiel gegen einen Drittligisten verdienen.

Boss – Hartmann, Uphoff, Pägelow, Wächter – Talarski, Mile (62. Fromme) – Döbert (75. Mooy), Brandt, Rasp (62. Süle) – Keller

Wieder dauert es keine 90 Sekunden zum ersten Tor. Hartmann verdient im Duell mit Ex-VfB'ler die Bezeichnung Verteidiger nicht. Nach der Flanke steigt Uphoff in der Mitte nicht zum Kopfball hoch und so hat sein Gegenspieler leichtes Spiel. Wir bekommen kein Bein auf den Boden und werden von Cloppenburg richtig hinten rein gedrückt. Chancen bekommt der BVC jedoch zunächst nicht. Die einzige Ausnahme gibt es in der 26. Minute als Uphoff wieder schläft und auch Hartmann erneut nicht gut aussieht beim Steilpass auf Dawid. Dieses Mal macht es unser Ehemaliger selber. Auch nach dem Seitenwechsel kommt von uns kein Aufbäumen, dafür ist wenigstens auch der Gastgeber nicht mehr so überlegen. Nach den Einwechselungen von Süle und Fromme – letzterer verletzungsbedingt – wandelt sich unser Spiel deutlich. Plötzlich sind wir bissig in den Zweikämpfen und man kann in die Offensivbemühungen Struktur erkennen. In der 67. Minute sind es auch die beiden Joker die uns jubeln lassen. Fromme schickt Süle mit einem super Pass und der Rechtsaußen trifft mit dem ersten Torschuss unsererseits überhaupt. Der Jubel war jedoch vergebens, denn Süle war einen Moment zu früh gestartet. 5 Minuten später haben wir eine ähnliche Szene, allerdings kommt der Pass von Brandt und Süle steht deutlich nicht im Abseits. Dafür reist der Torhüter diesmal seine Fäuste hoch und klärt so. In der 76. Minute legt Keller einen Pass von Brandt mit der Hacke zu Süle ab, doch der scheitert erneut am Torhüter. Wir werfen inzwischen alles nach vorne und spielen dabei auch recht ansehnlich. In der 90. Minute spielt Fromme Süle am Elfmeterpunkt an und der trifft aus der Drehung, aber wahrscheinlich zu spät. In der 2. Minute der Nachspielzeit kommt ein langer Ball von Boss über Fromme zu Mooy. Der Linksaußen schickt Brandt, der aus spitzem Winkel ans Außennetz schießt, statt auf die freien Keller und Süle quer zu legen. Nach dieser Szene ist das Spiel vorbei und Cloppenburg freut sich auf das Finale. Unglaublich, da schmeißen wir mit der Reserve Osnabrück aus dem Turnier und scheitern dann mit einer Mannschaft die so auch Stamm seien könnte an einen Ligarivalen. Am Ende hatten wir mehr – und vor allem auch die besseren – Chancen als der BVC, doch unverdient ist das Aus sicher nicht. 60 Minuten Arbeitsverweigerung in der Offensive sind einfach zu wenig. Bitter ist jedoch, dass eine gute Defensivleistung durch zweimal zwei Böcke der Herren Hartmann – spielt eigentlich eine gute Saison – und Uphoff – und der stellt noch Ansprüche... – zunichte gemacht wird.

1:0 2. Patryk Podrygala | 2:0 26. Marco Dawid | 2:1 90. Stephan Süle | 979 Zuschauer

21. November 2020 | 17. Spieltag



Das heute kann eigentlich nichts werden. Selbst mit frischen Spielern spielen wir im ersten Ligaspiel nach einem Pokalspiel meist einen Rotz zusammen, aber frische Spieler habe ich heute nicht. Wahlweise sind die Spieler verletzt, noch nicht wieder ganz da nach einer Verletzung, platt nach dem Pokalspiel oder schlicht aus Qualitätsgründen keine Option. So stelle ich heute eine nicht ganz volle Mannschaft auf. Wenn es wenigstens gegen einen schwächeren Gegner gehen würde, doch mit dem VfB Lübeck wartet ein starkes Kaliber auf uns.

Boss – Hartmann, Steinhauer, Pägelow, Gerdes – Talarski (71. Schneider), Fromme (79. Rasp) – Celik (45. Ahmeti), Süle, Zahirovic – Keller

Diesmal steht hier nichts von 90 Sekunden. Es waren ganze 101... Pägelow und Steinhauer fühlen sich beide nicht für die einzige Spitze der Lübecker zuständig. Die kann dementsprechend flache Hereingabe von rechts unbedrängt einschieben. Auch Boss muss sich fragen lassen, weshalb der Ball quer durch seinen 5-Meter-Raum rollen darf. Das Spiel danach ist noch schlimmer als ich es mir vorgestellt habe. Wir bringen kaum einen Pass an den Mann und die Gäste sind mit der dünnen Führung scheinbar zufrieden. Der spielerische Höhepunkt der ersten Hälfte findet in der 36. Minute statt. Fromme schickt Zahirovic, der am 5-Meter-Raum für Süle quer legt. An dessen Schuss bekommt Lübecks Schlussmann zwar noch eine Hand dran, doch er kann den Ball nicht mehr entscheidend ablenken. So präzise wird sonst nicht gespielt, wie ein Beispiel aus der 43. Minute zeigt. Celik spielt einen Fehlpass für den man jeden Bambini zur Sau machen würde. Die Gäste schlagen den gewonnen Ball blind nach vorne und profitieren dabei von einem nicht weniger blöden Fehler von Steinhauer, der den Ball unterläuft. Unser Glück ist, dass auch der Abschluss der Lübecker Spitze, der Qualität unserer Aktionen in dieser Szene entspricht und fast die Eckfahne trifft. Nach dem Seitenwechsel werden wir besser, allerdings bleibt das Spiel durchweg unansehnlich. Geistesblitzes wie der von Keller in der 57. Minute sind selten. Der Stürmer hebt den Ball über drei Verteidiger hinweg in den Lauf von Süle. Dieser stoppt das Leder mit der Ballannahme an der Strafraumgrenze und schlenzt es anschließend am herausstürmenden Torhüter zur Führung ins Netz. Nach weiteren rund 20 Minuten Leerlauf lupft Ahmeti den Ball zu Keller, der per Kopf in den Lauf von Süle verlängert. Der Mann des Tages schießt aus gut 16 Metern direkt und unhaltbar in den Winkel. Die letzte Szene des Spiels gehört dann den Hansestädtern. Nach einer Flanke von rechts geht Steinhauer nicht zum Kopfball hoch und lässt so dem Stürmer der Gäste den Vortritt. Boss rettet mit einem klasse Reflex. Das 3:1 ist schmeichelhaft, jedoch mal wieder nicht unverdient.

0:1 2. Frank Baier | 1:1 36. Stephan Süle | 2:1 57. Stephan Süle | 3:1 79. Stephan Süle | 1.765 Zuschauer

Thomas Franke möchte öfter spielen und bekommt daher die Freigabe. Er verlässt den Verein sofort.

28. November 2020 | 18. Spieltag



Heute steht also meine Rückkehr ins Göttinger Jahnstadion an. Der 1. SC 05 ist nach einem guten Saisonstart inzwischen dick im Abstiegskampf, doch Geschenke der alten Zeiten willen kann ich leider nicht verteilen. Um den Monat – zumindest in der Liga – perfekt zu machen können wir heute fast aus den Vollen schöpfen. Mit Meyer für den gegen Lübeck unterirdischen Celik und frischeren Spielern im Allgemeinen sollten wir heute keine Probleme haben. Kurzum: Der Sieg ist Pflicht.

Boss – Hartmann, Steinhauer (81. Uphoff), Pägelow, Gerdes – Talarski, Fromme (65. Mile) – Meyer (65. Ahmeti), Süle, Zahirovic – Keller

Wie sind ab der ersten Minute die bessere Mannschaft, haben aber in der Anfangsviertelstunde nur eine Chance. Süle trifft nach einem Zuspiel von Zahirovic nur das Außennetz. Nach und nach wurden unsere Szenen gefährlicher so schafft es Göttingens Schlussmann in der 18. Minute nur mit Mühe noch eine Hand an einen Lupfer von Süle zu bekommen. In der 26. Minute ist Süle der Webbereiter für Zahirovic, doch der scheitert am Torhüter. In der 38. Minute fällt dann endlich das inzwischen hochverdiente Tor. Süle schickt Keller steil und der trifft sicher. Die Gäste beschweren sich über eine vermeintliche Abseitsstellung... Nur 2 Minuten nach der Führung muss Zahirovic nach einem starken Pass von Keller nachlegen, doch er verzieht ordentlich. Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Schreckmoment. Gerdes steht erst bei einem langen Ball schlecht und kann danach die Flanke nicht verhindern. Zum Glück geht die Direktabnahme nur an den Pfosten. Doch auch wir können es ganz eng. In der 50. Minute streift ein Freistoß von Süle die Latte. Eine Minute später schickt Fromme Zahirovic auf dem Flügel, der an der Grundlinie einen Gegenspieler ausdribbelt und in den Strafraum zieht. Nach einem Querpass zu Süle kann dieser am kurzen Pfosten zum 2:0 einschieben. In der 55. Minute klärt Zahirovic am ersten Pfosten eine Ecke per Kopf. Der Ball kommt zu Süle, der Fromme steil schickt. Zahirovic überläuft den ballführenden Mittelfeldspieler und wird von diesem geschickt. Abermals geht der Schuss knapp vorbei und ans Außennetz. Danach verwalten wir die Führung, die eigentlich immer noch zu knapp ist. In der 86. Minute kommen die Gastgeber beinahe noch zum Anschluss, doch nach einer Ecke geht der Kopfball der 05er nur an die Latte. Den Schlusspunkt der Partie stellt dann eine glatte rote Karte für einen Göttinger in der 87. Minute dar. Wir gewinnen verdient ohne großen Aufwand. Bis auf die beiden Alu-Treffer standen wir hinten sicher, doch mit etwas weniger Glück gewinnen wir wegen unsere Chancenverwertung hier nicht. So was kann sich auch rächen.

0:1 38. Tony Keller | 0:2 51. Stephan Süle | 661 Zuschauer



Wir holen endlich mal mehr als diese zehn Punkte. Mit der Maximalausbeute von zwölf Zählern war der November in der Liga ein voller Erfolg. Das Auscheider im Pokal ist hingegen bitter, weil absolut vermeidbar. Finanziell wäre ein Pokalfinale wie im Vorjahr wirklich willkommen gewesen und auch der DFB-Pokal-Spiel hätte ich gerne erneut mitgenommen. Sei's drum. Der Kurs in der Liga stimmt und unter dem Strich bringt die 3. Liga weit mehr als der Pokal.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
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