Sommerpause 2040SaisonfazitPuh. Das war die wohl unangenehmste Saison seit der Sechstklassigkeit. Ein miserabler Saisonstart, bedingt durch die Dreifachbelastung, der wir einfach nicht gewachsen waren. Als sich die Europa League-Gruppenphase ihrem Ende zuneigte und so etwas wie ein Licht am Ende des Tunnels erschien, kam der nächste Nackenschlag. Oder um bei der Metapher zu bleiben - es wurde nachts, das Licht versiegte. Die schlimmste Verletzungskrise meiner Amtszeit sorgte dafür, dass wir zeitweise ohne wirkliches Mittelfeld und komplett ohne Sturm aufliefen. Zahlreiche Schlüsselspieler verpassten entscheidende Phasen der Saison - und trotzdem kämpften wir großartig. Viele Youngster mussten regelmäßig einspringen oder erspielten sich gar Stammplätze und hatten damit entscheidenden Anteil an unserem Aufschwung und dem Erreichen des FA Cup-Finals. Wermutstropfen: Der Titel wurde es nicht, zudem war es mit nur 40 Punkten bis dato unsere schwächster Premier League-Saison (zuvor 44, 44, 68). Dennoch haben wir unsere Saisonziele erreicht.

SpielerleistungenWie bereits erwähnt, sorgte unsere Verletzungsmisere für ein breites Portfolio an eingesetzten Spielern, 31 an der Zahl. Das dürfte ein neuer Rekord sein, zumindest vereinsintern. Insgesamt bestritten wir übrigens 55 Pflichtspiele, von denen
Ricky Butler mit 49 klar die meisten bestritt.
Unsere Top-Performer dürften mittlerweile kaum noch überraschen. An vorderster Front machte
Phil Harding zwar nur 30 Partien, diese genügten ihm allerdings um Topscorer der Mannschaft zu werden. 15 Tore, 8 Vorlagen - der Mann liefert einfach.
Darüber hinaus konnten Teile unserer Innenverteidigung überzeugen. Mein Lieblingsduo zum Saisonende setzte sich aus
Jason Tebble und
Ilan Norman zusammen. Letzterer war der konstanteste Spieler der Saison, während Tebble seine x-te Renaissance erlebte und wohl doch noch eine Zukunft im Verein hat. Anders als zum Beispiel Rikki Jones, der in dieser Saison keinen Fuß auf den Boden bekam und sich mit einem Abgang beschäftigen muss.
Apropos Renaissance: Den Namen
Ben Scantlebury hattet ihr vor dieser Saison vermutlich schon fast vergessen. Er nutzte die zahlreichen Verletzungen im Kader und die Formschwäche von Dean Williams-Cooke und Jon Edwards, um sich auf der linken Außenbahn festzuspielen. Und er überzeugte vollends. Einer der wenigen Spieler, die konstant gute Leistungen abriefen.
Von den zahlreichen Youngstern, die in dieser Saison für uns auflaufen durften konnten sich vor allem zwei junge Männer nachhaltig empfehlen. Überragend war gegen Saisonende der junge
Connor Dixon, der zwischenzeitlich Dylan Taylor verdrängen konnte (!) und gemeinsam mit Ricky Butler eine tolle Schaltzentrale stellte. Es ist gut möglich, dass Dixon als Stammspieler in die neue Saison geht. Auch
Wayne Stanton konnte sich aufdrängen. Er sollte eigentlich nur in der U18 auflaufen, kam letztlich aber auf ganze 21 Pflichtspiele für die Profis. In dieser Zeit gelang es ihm sich die Position des Stürmers komplett anzueignen und zumindest fast auf einem Level mit Luke Burrows zu performen. Der Junge hat eine große Zukunft.
KaderveränderungenGroße Namen verlassen den Verein.
Matthew Lewis, Jahrgang 2024, 493 Pflichtspiele, 13 Tore, 30 Vorlagen, Ø-Note 6,92 - zunächst vereinslos
Einer der ganz großen Spieler der Vereinsgeschichte verlässt den Verein. Über 12 Jahre und fünf Spielklassen war Matthew von der rechten Abwehrseite nicht wegzudenken, doch mit 32 Jahren kann ich einfach nicht mehr auf ihn bauen. Jake Elliott verdrängte ihn in den letzten Spielzeiten, sodass wir uns vom letzten Spieler trennen, der in allen Spielklassen auflief. Adieu!
Wayne Price, Jahrgang 2030, 173 Pflichtspiele, 19 Tore, 19 Vorlagen, Ø-Note 6,84 - zunächst vereinslos
Wer weiß, was aus Wayne geworden wäre, wenn er nicht so verdammt verletzungsanfällig wäre? Wahrscheinlich ein sehr ordentlicher Rechtsaußen für unser Niveau. Dazu reichte es unter den gegebenen Umständen nicht - lediglich in vier Jahren bei uns war er eine Art Stammspieler, meist teilte er sich die Position mit Ben Scantlebury, der im Verein bleiben darf. Ein verdienter Spieler, der in seiner Zeit hier vor allem durch wichtige Tore aufgefallen ist.
Dean Penlington, Jahrgang 2029, 126 Pflichtspiele, 3 Tore, 2 Vorlagen, Ø-Note 6,86 - zu Bradford, L2
Penlo war schon ein seltsamer Spieler. Gefühlt war er jedes zweite Jahr ein wichtiges Mitglied des Kaders, das sich aber einfach nicht so entwickelte, wie erhofft, sodass er jedes andere Jahr wieder verliehen wurde. So richtig was wurde nicht aus ihm, allerdings war er - wenn er im Verein war - ein verlässlicher Kaderspieler für uns. Viel Erfolg in Bradford!
Ashley Rogers, Jahrgang 2034, 49 Pflichtspiele, 2 Tore, 6 Vorlagen, 24 Verletzungen, Ø-Note 6,72 - zunächst vereinslos
Fuckin' Ashley Rogers. Als er durch den Intake kam, war ich mir sicher, dass er Dylan Taylor übertreffen würde und uns in höhere Sphären führen könnte. Bisschen viel Konjunktiv... Seine Verletzungsanfälligkeit machte es komplett unmöglich, auf den Jungen zu bauen, da hilft das Talent halt auch nichts mehr. Gute Besserung.
Steve Parry, Jahrgang 2026, 66 Pflichtspiele, 0 Tore, 3 Vorlagen, Ø-Note 6,77 - zunächst vereinslos
Hier gibt es dann wohl deutlich weniger zu erzählen. Steve war einer der Premier League-Rückkehrer, half uns in den ersten beiden Jahren den Klassenerhalt zu erreichen und darf dann jetzt auch wieder gehen.
Weitere Abgänge mit Pflichtspielen:
Eddie ap Gareth, Jahrgang 2035, 2 Pflichtspiele
Tom Kinsey, Jahrgang 2031, 0 Pflichtspiele (allerdings 254 derer auf Leihbasis...)
Jason Carroll, Jahrgang 2032, 10 Pflichtspiele
Daniel Davies, Jahrgang 2034, 1 Pflichtspiel
Matthew Wesson, Jahrgang 2036, 2 Pflichtspiele
Was all diese Spieler gemeinsam haben? Bei allen - abzüglich Kinsey - war ich der Überzeugung, dass sie irgendwann eine gute Rolle im Kader spielen könnten. So kann man sich täuschen.

Neben diesen Abgängen gehen
Rikki Jones und
Kieran Evans in die zweite Mannschaft, um den Weg für jüngere Alternativen zu räumen. Außerdem werden die letztjährigen Kaderspieler
Rhys Searle und
Lloyd Rumsey verliehen.
Youth IntakeKommen wir einmal mehr zum schönsten Anlass des Jahres. Den Jahrgang im Kurz-Überblick habt ihr ja bereits gesehen, also gehen wir noch kurz in's Detail.
Dylan Bartley-Jones: Es scheinen die Jahre der spielstarken zentralen Mittelfeldspieler zu sein. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, im Gegenteil! Dylan ist ein sehr ausgeglichener zentraler Mittelfeldspieler mit großem Potenzial, der sicherlich in der Lage ist seinen Namensvetter Taylor noch in den Schatten zu stellen. Der Weg ist allerdings noch weit, auch wenn er noch als sehr unkonstant gilt.
Malcolm Hurdman: Malcolm ist schon ein ganzes Stück weiter, aber scheinbar weniger talentiert als Barley-Jones. Er stellt einen eher defensiveren Spielertypen dar, quasi eher Xavi denn Iniesta. Gilt als stark in großen Spielen. Von ihm erwarte ich eine ordentliche Zukunft.
Troy Mackerness: Ein toller Flügelspieler mit lächerlichem Finishing - wir haben den Baldock-Nachfolger!

Nicht ganz, Mackerness ist ein ganz anderer Spielertyp, nämlich ein ganz klassischer, schneller und technisch feiner Außenbahnspieler. Großes Talent, vakante Position - der wird recht schnell zu den Profis kommen, befürchte ich.
Matt Williams: Ein Colwyn Bay-Jahrgang ohne talentierten Innenverteidiger wäre ja kein Colwyn Bay-Jahrgang! Williams kommt ganz nach meiner Vorstellung des defensiven Wandschranks und kann sogar - vom Passspiel abgesehen - ein bisschen kicken. Ist natürlich noch sehr roh, aber daran kann man ja arbeiten.
AufrückerEs sind zahlreiche neue Leute im Kader, sodass ich mich entschlossen habe, einfach im Detail auf den Kader einzugehen und die Neulinge gesondert hervorzuheben.
Unser Kader für die neue Saison sieht also wie folgt aus.
Generationswechsel im Tor!
Rhys Davies trägt zwar schon seit zwei Jahren formell die Nummer 1, übernimmt diese aber auch nun in der Hierarchie. Der alternde
John Evans ist zwar noch minimal besser, aber da wir hier eine Youth Challenge abliefern, steht Potenzial über Fähigkeit. Ich traue uns auch mit Rhys Davies zwischen den Pfosten den Klassenerhalt zu, will ich damit sagen.

Mein Traumduo hier besteht nach den starken Leistungen der Vorsaison aus
Jason Tebble und
Ilan Norman. Dahinter stehen mit
Martin Richards ein ziemlich und mit
Alan Driscoll ein unfassbar talentierter Youngster bereit. Driscoll's Entwicklung möchte ich allerdings ein wenig einbremsen, damit Ilan Norman ihn noch tutoren kann.
Tim Carroll ist lediglich ein Perspektivspieler, der zum Rechtsverteidiger umgeschult werden soll und in den Pokalspielen Spielpraxis erhalten wird.
Mit
Joe Baker und
James Collins tummeln sich unsere offensivstärkeren Außenverteidiger auf der linken Seite. Baker hat die Nase vorn, wird allerdings nicht jünger, was für Collins spricht. Der allerdings stagniert allerdings ein wenig in seiner Entwicklung. Dennoch sind wir hier sehr gut besetzt.
Die deutlich defensivere Abwehrseite.
Jake Elliott ist ein defensiver Außenbahnspieler, wie er im Buche steht und leistet mir seit einigen Jahren gute Dienste. Dahinter ziehe ich den jungen
Marc Evans heran, der seit seiner Aufnahme im Verein als Trainingsweltmeister auffällt und sich seinen Platz auf diese Weise erarbeitet hat. Auf seine weitere Entwicklung bin ich gespannt.
Nick Williams dürfte euch ja mittlerweile bekannt sein. Guter Abräumer, defensivstark mit ordentlichem Spielaufbau. Lediglich an Alternativen mangelt es, allerdings können Martin Richards (IV) und James Bradley (ZM) hier gut aushelfen.
Die Stammplätze im zentralen Mittelfeld machen
Dylan Taylor,
Ricky Butler und Youngster
Connor Dixon unter sich aus. Letzterer konnte im Schlussspurt der vergangenen Saison überzeugen und steht in meiner Gunst derzeit vor Taylor. Mit
Gethin Owen und
James Bradley stehen zwei interessante Alternativen bereit, die ich fördern möchte, gerade Owen hat tolle Anlagen, aber noch keine passende Rolle in unserem System.
Simon Rogers ist meine Nummer 1 auf dem linken Flügel, muss sich allerdings starker Konkurrenz in Person von
Ben Scantlebury stellen, der nach seiner guten Vorsaison einiges an Kredit bei mir vorzuweisen hat.
Alex Clarke ist ein Perspektivspieler, der zum linken Außenverteidiger umgeschult wird. Es ist nicht schwer ersichtlich, dass er diese Position dann recht offensiv interpretieren dürfte...
Ähnliche Situation wie auf der gegenüberliegenden Seite.
Dean Williams-Cooke hat die Nase vorn,
Jon Edwards ist sein Backup, allerdings nicht weit hinter ihm, was allerdings nicht an dessen guten Leistungen, sondern eher an den schwachen Leistungen DWCs in der letzten Saison liegt.
Klare Sache,
Phil Harding ist natürlich gesetzt. Dahinter lauern der seit Jahren formschwache
Luke Burrows und der aufstrebende Youngster
Wayne Stanton. Beide werden ihre Chancen sicherlich erhalten.
AusblickDas Ziel für diese Saison ist klar, ich will den Klassenerhalt früher sichern als im vergangenen Spieljahr. Soweit ich es verantworten kann, werde ich in dieser Saison darüber hinaus verstärkt auf die eigene Jugend setzen. Klingt in einer Youth Challenge etwas seltsam, aber es wird eben Zeit für einen Umbruch. Der Kern der Mannschaft (Tebble, Elliott, Baker, Williams, Butler, Taylor, DWC, Rogers...) geht steten Schrittes auf die 30 zu oder hat diese bereits geknackt. Die nächste Generation steht in den Startlöchern. Meine Aufgabe ist es, diese in den nächsten Jahren zu fördern, ohne abzusteigen. Sobald unsere jetzige U20-Generation dann in ihrer Blüte steht, können wir uns so langsam ernsthaft nach oben orientieren.
