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[FM10] Regional-Runde mit Dresden
Kastenmaier:
Saison 2027/2028 - Hochgerumpelt
Die Saison beginnt klasse, mit einigen Siegen landen wir schnell ganz oben - nur um ebenso schnell wieder runter zu sausen, als unser Gerumpel keine Punkte mehr bringt.
Denn wir haben eindeutig ein Qualitätsproblem im Sturm und verballern zuviele unserer Chancen.
Den europäischen Supercup verballern wir übrigens auch, denn wir treffen gegen die Bayern das Tor nicht und versagen mal wieder in einem Elfmeterschießen.
Trotzdem stehen wir zur Winterpause auf dem fünften Platz und sind alles in allem noch ganz gut dabei.
Im Frühjahr dreht die Mannschaft plötzlich auf. Viele knappe Glückssiege gelingen, Formschwächen einiger Spieler werden von anderen aufgefangen und mit einem Mal stehen wir wieder auf Platz 1, direkt vor den härtesten Konkurrenten Dortmund und Bayern. Gegen die dürfen wir dann auch gleich hintereinander ran und meine Träume zerplatzen, denn gegen beide setzt es ärgerliche Niederlagen und sogar Stuttgart zieht noch an uns vorbei.
Dann passiert das, was ich meinem Dynamo nicht mehr zugetraut hätte. Denn die Kerle zeigen plötzlich eine Standhaftigkeit, die mir Angst macht – jedenfalls in der Bundesliga – und fahren im Saisonendspurt einen Sieg nach dem anderen ein. Natürlich spielt uns in die Karten, dass wir fast nur noch zu Abstiegskandidaten müssen, aber trotzdem.
Freundlicherweise stolpern sowohl Bayern als auch Dortmund als auch Stuttgart und plötzlich sind wir wieder erster und haben es selbst in der Hand. Und wir lassen es auch nicht mehr los und ziehen die Siegesserie bis zum Schluss durch. Deutscher Meister 2028 ist Dynamo Dresden!
Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, denn viele Spiele waren denkbar knapp und eigentlich gab es nur ganz selten wirklich souverän rausgespielte Siege. Was uns dieses Jahr ausgezeichnet hat, war eindeutig die Hartnäckigkeit. Wir haben es dem Gegner immer schwer gemacht, gegen uns zu gewinnen und wie ein Mann auf dem Platz gestanden. Mit 77 Punkten und 70:25 Toren war das auch kein Glück, das hätte sogar in manch anderer Saison zum Titel gereicht.
Jetzt kann ich wirklich sagen: Mission Dresden erfüllt. Klar, die Championsleague haben wir noch nicht gewonnen, aber die Deutsche Meisterschaft war mir persönlich das Wichtigste und die haben wir jetzt.
Mal sehen, ob wir den Titel verteidigen können. (Ich glaubs ja nicht, aber ich hab schon so manches nicht geglaubt ...)
Im DfB-Pokal kann uns Kickers Emden in der ersten Runde nicht aufhalten und wird standesgemäß mit 7:0 besiegt.
Runde zwei wird dann schon härter, denn wir müssen zum Zweitligaaufstiegsaspiranten Gladbach. Die halten auch wirklich gut mit, aber wir setzen uns knapp mit 2:1 durch.
Danach empfangen wir Greuther Fürth, die mit 2:0 geschlagen werden, nach dem Spielverlauf aber auch gerne noch hätten 3-4 mehr bekommen können.
Im Viertelfinale gehts in den Pott nach Schalke. Wir sind klar überlegen, haben mehr Chancen, treffen aber nicht. Die Knappen machen ihre einzige richtige Gelegenheit rein und wir sind draußen. Ärgerlich, aber nach dem 33. Spieltag hat mich das auch nicht mehr wirklich tangiert.
In der Championsleague müssen wir erst durch die letzte Quali-Runde. Standard Lüttich hat absolut nichts zu melden und wir zwei mal mit 2:0 besiegt und es kann richtig losgehen.
Unsere Gruppe G ist nicht ohne, denn wir müssen uns mit Atletico Madrid, AC Florenz und Twente Enschede messen. Wie so oft bringen meine Jungs in Europa deutlich mehr als in der Liga und nach einigen harten Partien können wir uns letztendlich mit 3 Siegen und 3 Unentschieden als Gruppenerster durchsetzen.
Wir haben Losglück und ziehen Celtic Glasgow. Doch sehr deutlich gewinnen wir das Hinspiel in Schottland mit 4:1. Daher kann auch das 2:2 im Rückspiel nichts mehr am Endergebnis ändern.
Schon steht das Viertelfinale an und ich drücke die Daumen, dass es nicht die Dortmunder sind. Es kommt aber noch schlimmer, denn es werden die Bayern.
Das Hinspiel in München ist die ekligste 0:3-Niederlage, die ich je erlebt habe, denn eigentlich waren wir klar besser.
Im Rückspiel versuchen wir das Unmögliche, aber es will nicht gelingen, ja, wir verlieren sogar mit 1:3 erneut.
Da hab ich erst einmal gekotz, weil mir die Bayern eh auf den Sack gehen. Netterweise sind sie aber so wie wir aus dem DfB-Pokal geflogen und in der Championsleague in der nächsten Runde an Donetzk gescheitert. Und Meister, ja, das sind ja wir. Ätsch!
Das war insgesamt eine echt spannende Saison. Vor allem, weil ich im Sturm ein wenig ausgemistet und die untalentierten Jünglinge rangelassen habe. Dort haben wir wirklich nur einen Spieler von Format, aber die anderen Mannschaftsteile konnten das zum Glück kompensieren. Unsere 70 Tore verteilen sich auf die halbe Truppe, die insgesamt doch an Qualität zugelegt hat. Wir haben immerhin mit Smith, Eismann, Neumann, Mangan und Walter fünf Deutsche Nationalspieler in Dresden! Auch wenn nur Walter tatsächlich regelmäßig zum Einsatz kommt, ist das schon eine Nummer.
Die Mannschaft
Adios
Jerry Oseni, 31 – Vertrag ausgelaufen
Noch einer von der alten Garde, der als Jungspund mit aus der dritten Liga nach oben gewandert ist. Hin und wieder hat er in der Liga ein gutes Jahr gehabt, aber auch viele mittelmäßige. Die letzten 18 Monate waren so grottig gewesen, dass ich keine Lust auf eine Verlängerung hatte. Trotzdem danke ich ihm für die 17 coolen Jahre und wünsche ihm nur das Beste. Er hat sich dann Birmingham City angeschlossen und eine gute Saison hingelegt.
Sinan Güler, 28 – Ausgeliehen nach Villareal
Das Gejammer und die Nichtleistungen wollte ich mir nicht mehr antun und habe ihn überall angeboten. Letztendlich ging es für eine Ausleihe nach Spanien, wo er gar nicht mal schlecht gespielt hat.
Tor
Ibrahim Moneke, 25. 35 Einsätze, Ø 7,01
Hach, wir immer. Zwischendurch ein paar Topleistungen, dann wieder einige Wochen Gegurke. Nationaltrainer Adler beobachtet ihn zwar hin und wieder, aber wenn er schlau ist, stellt er jemand anderen ins Tor.
Simon Herrmann, 25. 12 Einsätze, Ø 7,07
Will Stammspieler sein und heult rum. Da Moneke zwischendurch verletzt ist, bekommt er seine Chance und macht es gut. Aber er spielt leider ebenso wenig konstant und ist nach wie vor unzufrieden, weshalb der Vertrag im Sommer ausläuft.
Christian Wolf, 24. 4 Einsätze, Ø 7,13
Der neue Herausforderer, bisher nur in der zweiten Mannschaft zum Zuge gekommen. Von den Werten her nicht schlechter als Hermann und er durfte sogar die letzten, entscheidenden vier Saisonspiele hinten drin stehen und hat uns die Meisterschaft festgehalten. Wäre cool, wenn er das in Zukunft nochmal macht.
Abwehr
Bahattin Ulusal, 31. 41(1) Einsätze, 4 Tore, 1 Vorlage, Ø 7,41
Bisher hat ihn das erhöhte Fußballeralter in keinster Weise beeindruckt und er läuft so zuverlässig, dass man nach ihm die Uhr stellen kann. Die wenigen Gegentore liegen nicht zuletzt an ihm.
Kai Eismann, 20. 37 Einsätze, Ø 7,02
Unser Wunderkind ist mittlerweile schon 6-facher Nationalspieler und der teuerste Spieler im Kader. Er hat sich nochmal gesteigert, weswegen es mich wundert, dass seine Wertung oft hinter den limitierten Abwehrspielern hinterherhinkt. Trotz seiner Stärken ist er halt nicht ganz so eine Kante wie die anderen, was wahrscheinlich der Grund ist.
Erves Halilli, 22. 16(3) Einsätze, 1 Vorlage, Ø 7,13
Hat sich zum Rotationsspieler gemausert, leicht gesteigert und darf gerne weitermachen, vor allem, weil er auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann.
Florian Hofmann, 30. 15(3) Einsätze, 2 Vorlagen, Ø 7,24
Gegen Saisonende hat er oft gemeckert, weil ich ihn für schwache Spiele bestraft habe, daher hat er weniger Einsätze als sonst. Eigentlich ein guter Mann, aber momentan hatten andere hin und wieder die Nase vorn.
Andreas Neumann, 25. 26(2) Einsätze, 1 Vorlage, Ø 7,05
Hält sich wegen eines üblen Nationalmannschaftsauftritts für den neuen Messias und kann mit Kritik nicht umgehen. Das ist schade, denn er kann wirklich was, zeigt es aber nicht so richtig.
Elias Roth, 31. 18(3) Einsätze, 2 Tore, Ø 7,24
Er tut mir fast leid, denn normalerweise müsste er mehr spielen, weil er es trotz äußerst begrenzten Talents richtig gut macht. Blöderweise sind seine Konkurrenten Eismann und Ulusal, die meistens noch besser sind.
Rüstem Polat, 19. 12 Einsätze, Ø 7,03
Unser Nachwuchs-Linksverteidiger ist mutig, kopfballstark und engagiert, ansonsten aber wenig herausragend. Macht es aber bisher ordentlich und vielleicht noch verstecktes Potential.
René Schaaf, 32. 15(2) Einsätze, Ø 7,09
Wenns am schönsten ist, soll man gehen. Das macht Schaaf nach der Saison, nach 18 langen Jahren im gelben Trikot und zwar nach Hannover. Er hat noch einmal eine zuverlässige Halbserie gespielt und tritt als Deutscher Meister ab, was will man mehr.
Carlos Smith, 26. 24 Einsätze, 1 Tor, 2 Vorlagen, Ø 7,18
Hat das Reisfieber bekommen und will den Verein wechseln. Dummerweise hat er noch 4 Jahre Vertragslaufzeit und geht erst, wenn ich es will. Und solange er ordentlich bis gut spielt, sehe ich keine Veranlassung dazu.
Mittelfeld
Florian Aktas, 33. 1 Einsatz, Ø 6,8
Hat bei Schnelligkeit sehr abgebaut und daher nur einen Freundschafts-Einsatz bekommen. Ist mit seiner Rolle in der zweiten Mannschaft nicht zufrieden, was ich verstehen kann, aber ich würde gerne einen erfahrenen alten Hasen in der Hinterhand haben, falls Formschwäche und Verletzungspech zuschlagen.
Uwe Hauck, 25. 28(5) Einsätze, 1 Tor, 4 Vorlagen , Ø 6,99
Bei ihm ärgere ich mich, denn er spielt meistens seinen Stiefel runter, dabei könnte er
mit seiner tollen Technik so gute Sachen anstellen.
Vidoje Jovanovic, 26. 19(12 ) Einsätze, 5 Tore, 5 Vorlagen, Ø 6,96
Pendelt wie immer zwischen Startelf, Ersatzbank und Tribüne und macht das sehr gut. Ich bin froh, dass ich ihn habe, wenn auch kein Walter mehr aus ihm wird.
Moussa Koné, 32. 12(4) Einsätze, 2 Tore, 4 Vorlagen, Ø 7,04
An ihm knabbert das Alter, aber er hat noch einmal einige gute Spiele hingelegt. Daher gibt es nochmal 2 Jahre Extravertrag, selbst wenn es nur als Vereinslegende ein Rentenvertrag sein sollte.
Daniel Müller, 25. 20(8 ) Einsätze, 5 Tore, 1 Vorlage, Ø 7,0
War diesmal ein fester Teil des Teams und hat es nicht schlechter gemacht als seine etablierten Kollegen. Vor allem weil er der personifizierte Durchschnitt ist, nötigt mir das Respekt ab.
Sebastian Otto, 26. 18(6) Einsätze, 2 Tore, 4 Vorlagen, Ø 6,85
Das war nicht sein Jahr, er kann deutlich mehr. Zum Glück habe ich genug Alternativen, die seine Formschwäche wunderbar ersetzen konnten.
Recep Kandemir, 19. 13(7) Einsätze, 2 Tore, 4 Vorlagen, Ø 6,95
Die Nachwuchs-Mittelfeldrakete hat noch viel zu lernen unt tut das hoffentlich auch. Ich bin mir nicht sicher, ob bei ihm noch viel kommt, aber er wird von mir die Chance erhalten, es zu zeigen.
Björn Walter, 32. 42(2) Einsätze, 17 Tore, 21 Vorlagen, Ø 7,74
Erneut hat er fast alles gewonnen, was es an Auszeichnungen abzuräumen gibt. Dennoch merkt man, dass er langsam in die Jahre kommt. Nach und nach wollen die Beine nicht mehr so schnell laufen wie der Kopf und das eine oder andere schwache Spiel reiht sich an Zwangspausen, weil der Körper den Hammerrhythmus der englischen Wochen nicht mehr mitmacht. Nächste Saison ist seine letzte in Dresden, falls er nicht seine Meinung ändert. Bin mal gespannt, was in einem Jahr hier steht. Wenn ich er wäre, würde ich ja hierbleiben, denn er ist der Garant für den Erfolg der letzten Jahre. Und mal ehrlich, mit zwei DfB-Pokalsiegen, zwei Europapokalsiegen und jetzt der Meisterschaft kann er sich über mangelnde Titel nicht beschweren, oder?
Sturm
Ruslan Beysenov, 27. 1(3) Einsätze, Ø 6,32
Nach der ersten Scheiß-Partie habe ich ihn ins B-Team degradiert. Mir reicht es, die Nachwuchsspieler können es wirklich nicht schlechter machen, egal wie limitiert sie sind.
Rafael Haas, 18. 22(16) Einsätze, 5 Tore, 5 Vorlagen, Ø 6,6
Einer der neuen jungen Wilden. Von Haus aus eher offensiver Mittelfeldspieler, fehlt im der richtige Torriecher, aber dafür hat er immerhin einigermaßen ausgewogene Fähigkeiten und ist noch jung und entwicklungsfähig. Besser als Beysenov hat er es allemal gemacht.
Danny Krüger, 18. 12(13) Einsätze, 3 Tore, 5 Vorlagen, Ø 6,58
Ist ein bissiger Instinktfußballer, dem ansonsten alles zu einem guten Stürmer fehlt. Reicht trotzdem, um hin und wieder ins Team zu rutschen, aber ich hoffe doch sehr, dass die zukünftigen Jahrgänge endlich mal guten Nachwuchs bringen.
John Mangan, 26. 43 Einsätze, 15 Tore, 17 Vorlagen, Ø 7,18
Trotz Meisterschaft und 70 Bundesliga-Mannschafts-Toren, war das nicht seine stärkste Saison. Aber was solls, das was hinten rauskommt zählt und wenn man bedenkt, mit wem er da im Sturm zusammenspielen muss, macht er es hervorragend.
Alberto Santarelli, 29. 15(2) Einsätze, 6 Tore, 3 Vorlagen, Ø 7,01
Oft verletzt, manch armes Spiel, aber netterweise in diesem Jahr auch das eine oder andere entscheidende Tor dabei.
Jürgen Seiler, 22. 24(12) Einsätze, 11 Tore, 5 Vorlagen, Ø 6,82
Obwohl er außer schnell zu sein, nichts kann, hat er seine Chance einigermaßen genutzt. Zumindest ein Mann, den man mal bringen kann, wenn der Gegner müde und langsam ist und der ab und zu auch einmal das Tor trifft, im Gegensatz zu den anderen jungen Graupen da vorne.
Serhat Kiroglu, 24. 36(7) Einsätze, 18 Tore, 8 Vorlagen, Ø 6,9
Ist momentan unser zweitbester Stürmer und hat damit seine Chance genutzt. Auch wenn mich das natürlich freut, hoffe ich, dass bald noch jemand kommt, der es besser macht, denn man kann nicht erwarten, dass es immer so weitergeht.
Kastenmaier:
Saison 2028/2029 - Mission Titelverteidigung
Nach einer kurzen und verdienten Sommerpause beginnt die neue Saison, in der wir natürlich wieder Meister werden wollten. Mission: Titelverteidigung.
Die ersten Spiele laufen gar nicht so schlecht, wir halten ganz gut oben mit. Die eine oder andere Niederlage ärgert mich zwar, weil sie gegen absolutes Abstiegskandidaten stattfindet, aber so ist das nun mal im Fußball. Lustigerweise gibt es bei uns nur hopp oder top. Unentschieden kommen nicht vor. Entweder gewinnen oder verlieren wir. Zum Glück für unsere Ambitionen ist meistens Ersteres der Fall.
Irgendwann läuft es so gut, dass wir zur Winterpause tatsächlich wieder auf dem ersten Platz stehen. Das liegt aber nicht nur an uns, sondern auch daran, dass die Verfolger schwächeln.
Die Dortmunder stehen völlig neben sich und sind ins Mittelfeld abgerutscht, die Bayern sind noch unsere schärfsten Verfolger. Ansonsten kommt da nichts.
In der Rückrunde läuft es bei uns dann nicht mehr ganz so gut. Wir verlieren hin und wieder, kassieren nervige Unentschieden und müssen erleben wir uns die Bayern und vor allem die wiedererstarkten Dortmunder auf die Pelle rücken.
Irgendwann war es das mit der Tabellenführung und zähneknirschend müssen wir den ersten Platz räumen. Ich behalte meine Jungs nach vorn aber gerade jetzt in dieser harten Phase spielen wir häufiger unentschieden, als es mir lieb wäre.
Netterweise geraten unsere schärfsten Verfolger, die Bayern, aber richtig in eine Krise. Sie verlieren zu Hause gegen Ingolstadt, auswärts in Dortmund und können auch sonst nicht alle ihre Spiele gewinnen. Da wir es irgendwie schaffen, im Endspurt wieder voll da zu sein, werden wir erneut einen Spieltag vor Schluss Meister. Mission Titelverteidigung ist erfüllt!
Ich hätte ja nicht daran geglaubt, aber beschweren tue ich mich auch nicht. Vor allem unserer stabilen Abwehr haben wir den Erfolg wieder zu verdanken. Gegen uns zu gewinnen ist sauschwer. Diesmal hat es sogar für 78 Punkte gereicht. Und die 66:27 Tore können sich auch sehen lassen.
In der ersten Runde im DFB-Pokal blamieren wir uns fast. Zweitligist Preußen Münster stellt uns vor eine schwierige Herausforderung. Sie halten gut mit und sind sogar ebenbürtig nur mit etwas Glück können wir 1:0 gewinnen.
Runde zwei führt uns nach Leverkusen, den Bundesliga-Absteiger. Erneut gibt es ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Leverkusener aber mehr patzen als wir uns daher 0:3 verlieren.
Wir haben erneut los Glück, und empfangen zu Hause in Dresden den FC Augsburg. Die Fuggerstädter haben keine Chance und werden noch freundlich mit 3:1 nach Hause geschickt.
Dann hat die Losfee aber einen schlechten Tag erwischt. Wir dürfen nach München reisen, drei Tage nach dem Auswärtsspiel dort. Ich würde mich natürlich wieder über ein 1:1 freuen, aber es kommt alles ganz anders. Denn wie so oft bei Bayern halten wir wunderbar mit, fangen aber die Tore. 3:0 steht es am Ende und wir fahren traurig nach Hause.
In der Championsleague wollen wir natürlich auch dieses Jahr endlich einmal etwas reißen. Unsere Gruppe erscheint machbar, denn Sevilla Brügge und RB Salzburg sollten wir schaffen können.
Am Anfang läuft es auch hervorragend, aber in den letzten drei Spielen tun wir uns unglaublich schwer. Selbst am letzten Spieltag müssen wir noch zittern, und es hätte alles ganz anders ausgehen können, als es schließlich stattgefunden hat. Punktgleich mit Red Bull Salzburg kommen wir weiter, Brügge und Sevilla stehen nur drei Punkte hinter uns.
In der ersten Ausscheidungsrunde freue ich mich, denn wir bekommen Olympiakos Piräus zugelost. Doch als wir zum Hinspiel in Griechenland antreten, komme ich ins grübeln. Die Griechen spielen verdammt gut mit und stellen uns vor echte Probleme. Am Ende können wir uns über das 2:2 nicht beschweren, denn im Prinzip war es verdient.
Natürlich wollen wir im Rückspiel alles klarmachen, und stürzten uns von Anfang an in die Offensive. Erneut hält Piräus sehr gut mit, aber wir sind klar überlegen und haben deutlich mehr Torchancen. Jeder Mannschaft gelingt ein Tor, dummerweise war unseres ein Eigentor und wir fliegen absolut ernüchtert aus dem Wettbewerb heraus. Einen leichteren Gegner hätten wir eigentlich nicht haben können, aber wenn man es nicht einmal schafft gegen Piräus zu gewinnen, dann hat man die Championsleague nicht verdient. Ein kleiner Trost ist, dass die Bayern weder im DFB-Pokal noch in der Championsleague den Titel holen konnten. Ich kann die Kerle nämlich nicht leiden, und sie waren diese Saison unsere absoluten Hauptgegner.
Alles in allem bin ich mit der Runde sehr zufrieden. Erneut Meister geworden, was will man mehr. Dass wir mit dem Kader international nicht konkurrenzfähig sind, zumindest in der Championsleague, ist kein Wunder. Manche Positionen sind eben einfach nicht mit hochklassigem Format besetzt. Die Abwehr genügt höheren Ansprüchen, das Mittelfeld mit Abstrichen auch, aber im Sturm fehlt es einfach noch an ein bis zwei treffsicheren Torjägern.
Ich bin auch sehr gespannt, was die Zukunft bringt, denn unser Superstar Walter wird den Verein nach vielen vielen Jahren am Saisonende verlassen und sich dem FC Chelsea anschließen. Ob seine Kollegen die Lücke füllen können und wir erneut ganz oben mitspielen, werden wir sehen.
Die Mannschaft
Adios
Rene Schaaf, 33 – Vertrag ausgelaufen nach Hannover
Verlässt nach 18 Jahren Dresden, in denen er zeitweise Stammspieler war und phasenweise richtig gut gespielt hat. Ein bisschen werde ich ihn vermissen, aber zumindest hat er in Hannover noch einmal eine ordentliche Saison hingelegt.
Ruslan Beysenov, 28 – Vertrag ausgelaufen nach Birmingham
Obwohl mich im Sturm der Schuh drückt, kann ich ihn einfach nicht behalten. Dazu hat er viel zu viele schlechte Spiele abgeliefert. Komischerweise läuft es nach dem Wechsel nach Birmingham viel besser. Aus ihm ist ein richtiger Torjäger geworden, das freut mich für ihn und auch für uns.
Simon Herrmann, 26 – Vertrag ausgelaufen nach Wolfsburg
Unser Ersatztorhüter hat die Schnauze voll immer nur zweite Geige zu sein und wechselt ablösefrei nach Wolfsburg. Dort kommt er lediglich zu zwei Einsätzen, bei denen er schlecht spielt. Da wäre er vielleicht besser hiergeblieben.
Sinan Güler, 29 – für 2,3 Mio. € nach Villareal
Da sowohl er als auch ich bei uns keine Zukunft mehr für ihn gesehen haben, lasse ich ihn für 2,3 Millionen € nach Villareal wechseln. Dorthin war er auch schon in der Vorsaison ausgeliehen und hat sich dort sehr wohl gefühlt. Es läuft auch ganz ordentlich bei ihm daher haben alle etwas davon.
Tor
Ibrahim Moneke, 26. 38 Einsätze, Ø 6,88
Er hat es endlich zum Nationalspieler geschafft. Allerdings nur für Nigeria. Es war ein typisches Jahr für ihn. Gute und schlechte Leistungen wechselten sich ab, aber am Ende ist ja alles gut gegangen.
Martin Strobel, 22. 2 Einsätze, Ø 6,55
Wird nächstes Jahr unser neuer Ersatztorwart sein. Aber ehrlich gesagt wünsche ich mir Hermann zurück, denn der war viel viel besser.
Christian Wolf, 25. 6 Einsätze, Ø 6,87
Ich habe ihm in einigen Spielen die Chance gegeben, aber er hat sie nicht genutzt. Er hat deutlich mehr Tore kassiert als Moneke und zudem war er mit seinen wenigen Einsätzen unzufrieden. Daher wird er am Saisonende gehen
Abwehr
Bahattin Ulusal, 32. 36 Einsätze, 2 Tore, Ø 7,26
Er hat erneut gut gespielt, wenn auch nicht mehr so überragend wie in den Vorjahren. Vielleicht wird es langsam Zeit, dass ein anderer Spieler seinen Stammplatz in der Innenverteidigung übernimmt. Doch nur wer soll das sein?
Kai Eismann, 21. 29(1) Einsätze, 1 Tor, 1 Vorlage, Ø 7,01
Es war fast eine Wiederholung der Vorsaison. Im Prinzip spielt er nicht schlecht aber auch nicht zuverlässig gut. Bei dem, was er kann, sollte er eigentlich viel mehr bringen. Das gipfelte so weit, dass ich ihn bei einem Spiel, in dem er komplett versagte, für einige Wochen in der zweiten Mannschaft versteckte. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, hollte ich ihn wieder hoch und er spielte deutlich besser.
Erves Halilli, 23. 8(3) Einsätze, Ø 6,98
Eigentlich ist er ein ganz guter Mann, aber er hatte das Pech, dass er nicht wirklich gebraucht wurde, weil wir so wenige Verletzte hatten. Dennoch ist auf ihn Verlass und ich bin froh das ich ihn habe.
,
Florian Hofmann, 31. 20(4) Einsätze, 1 Tor, 3 Vorlagen, Ø 7,23
Auf ihn war wieder Verlass, auch wenn es nicht ganz zum Stammspieler gereicht hat. Dennoch wird er höchstwahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder ein fester Teil des Teams sein.
Andreas Neumann, 26. 22(2) Einsätze, 1 Tor, 1 Vorlage, Ø 7,03
Diesmal hat es für ihn wieder nicht zu mehr als einem Rotationsspieler gereicht. Er macht einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Es kann ja eigentlich nicht sein das ein mittelmäßig talentierter Jüngling ihm seinen Platz streitig macht. Aber es ist so.
Elias Roth, 32. 18 Einsätze, 1 Tor, Ø 7,13
Er wird auch nicht mehr jünger, aber da er noch nie schnell gewesen war, fällt das nicht ins Gewicht. Wieder eine sehr solide Saison von ihm und ich muss keine Angst haben, wenn sich ein Stamm-Innenverteidiger einmal verletzt.
Rüstem Polat, 20. 23(1) Einsätze, 2 Vorlagen, Ø 7,10
Er war in dieser Saison ein würdiger Herausforderer für Neumann. Auch wenn er bei den meisten Fähigkeiten noch nicht an diesen heranreicht, spielt er auf dem Platz auf keinen Fall schlechter.
Carlos Smith, 27. 28(1) Einsätze, 2 Vorlagen, Ø 7,2
Er war zwar das ganze Jahr über unzufrieden, weil er nicht wechseln darf, das hat ihn aber nicht daran gehindert, seine Leistung zu bringen. In zwei Jahren läuft sein Vertrag aus, dann ist der 29 und wird seine Schnelligkeit nicht mehr lange behalten. Von daher läuft alles momentan sehr gut.
Mittelfeld
Florian Aktas, 34. 1(1) Einsatz, Ø 6,8
Nach 18 Jahren wird unser Urgestein nun den Verein verlassen. Es hat nur noch zu zwei Einsätzen gereicht und er war auch unzufrieden aber nun kann er es bei einem anderen Verein ja noch einmal probieren.
Vielen Dank für 433 Einsätze, 38 Tore und 75 Vorlagen!
Uwe Hauck, 27. 31(2) Einsätze, 3 Tore, 7 Vorlagen , Ø 7,1
Er hat zwar immer noch nicht ganz das gezeigt, was ich ihm zutraue, aber dieses Jahr hat er es doch schon gut gemacht. Endlich kommen auch einmal Tore und Vorlagen dabei heraus. Ich würde ihm mehr oder weniger sogar die Walter-Rolle zutrauen, wenn er sich noch ein klein bisschen steigert. Technisch war er sogar schon immer etwas besser als der große Meister. Da ich die Taktik sowieso etwas verändern werden müssen muss, schauen wir mal, wo Hauck landet.
Vidoje Jovanovic, 27. 14(19 ) Einsätze, 2 Tore, Ø 6,84
Dieses Jahr war er der personifizierte Rotations-Spieler, und mehr wird er auch nicht mehr kommen. Das ist aber nicht schlimm, denn solche Leute braucht jede Mannschaft.
Moussa Koné, 33. 9(10) Einsätze, 3 Vorlagen, Ø 6,89
Dass es bei ihm nicht mehr zum Stammspieler reicht, war klar, aber einem seine Rolle als Ergänzungsspieler sehr gut an und kann nach wie vor immer noch gebracht werden.
Daniel Müller, 26. 15(5) Einsätze, 1 Tor, 2 Vorlagen, Ø 6,97
Von ihm hätte ich mir mehr erwartet, oder zumindest erhofft, aber es reicht halt wohl doch nicht zu mehr als Durchschnitt. Richtig gute Spiele waren selten dabei, daher wird es wohl auch in Zukunft nicht zum Stammplatz reichen.
Sebastian Otto, 27. 5 Einsätze, Ø 6,6
Für mich ist er die Enttäuschung der Saison. Am Anfang habe ich ihn ein paar Mal rangelassen, aber er hat es mit schlechter Leistung zurückgezahlt. Daher folgt logischerweise keine weiteren Einsätze und irgendwann fing auch das Gemenge an. Doch nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt und er kann sich gerne wieder empfehlen.
Recep Kandemir, 20. 23(9) Einsätze, 2 Tore, 6 Vorlagen, Ø 6,96
In bringe ich gerne, weil er durch seine Quirligkeit das Spiel enorm belebt. Zum absoluten Stammspieler reicht es noch nicht, aber das könnte eventuell noch werden. Denn er hat dieses Jahr in allen Bereichen Fortschritte gemacht, vor allem taktisch, wo er gravierende Defizite hat.
Björn Walter, 33. 39(2) Einsätze, 8 Tore, 20 Vorlagen, Ø 7,63
Es hat bei ihm noch einmal zu einem Bankplatz in der Weltelf des Jahres gereicht, aber man merkt doch, dass er die 30 schon deutlich überschritten hat. Seine Geschwindigkeit ist weg die Kondition lässt nach und selbst taktik und Technik schwinden sehr langsam.
Vielleicht ist das tatsächlich der richtige Zeitpunkt um zu gehen. Ich werde ihn zwar vermissen, aber seine ständige Unzufriedenheit und vor allem eine durchwachsen Rückrunde machen mir den Abschied leichter.
Im nächsten Beitrag werde ich ihn dann noch einmal offiziell verabschieden, aber ich kann jetzt schon sagen dass er Rekorde aufgestellt hat, die höchstwahrscheinlich für mindestens die nächsten 20-30 Jahre Bestand haben werden. Vielen Dank für eine erneute tolle Saison, die zweite Meisterschaft und überhaupt den glorreichen Aufstieg Dynamo Dresdens!
Sturm
Sebastian Förster, 17. 1 Einsatz, 1 Vorlage, Ø 6,9
Der Jungspund durfte noch einmal beim letzten Saisonspiel Bundesliga-Luft schnuppern, bei dem es ja um nichts mehr ging. Er hat sich gleich mit einer Vorlage vorgestellt und ich bin gespannt, was in Zukunft aus ihm werden wird. Sein Talent scheint durchschnittlich zu sein, aber er wäre nicht der erste, der mich überrascht.
Rafael Haas, 19. 18(10) Einsätze, 10 Tore, 3 Vorlagen, Ø 6,76
Er hat sich dieses Jahr wirklich gesteigert. Körperlich ist er kein Würstchen mehr, aber auch in den anderen Bereichen gab es Verbesserungen. Vor allem gegen Ende schoss er viele schöne Tore und auch die absoluten Aussetzer-Spiele wurden weniger. Wenn er sich noch weiter entwickelt, könnte er tatsächlich ein guter Stürmer werden.
Danny Krüger, 19. 4(13) Einsätze, 1 Tor, 5 Vorlagen, Ø 6,69
Auch er hat sich gesteigert was allerdings nicht sehr schwer war. Ich glaube kaum, dass er in absehbarer Zeit eine wichtige Rolle spielen wird, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
John Mangan, 27. 30(3) Einsätze, 16 Tore, 11 Vorlagen, Ø 7,13
Leider war er oft verletzt, hat aber in den restlichen Spielen gezeigt, welch guter Stürmer er ist. Zwar gab es auch bei ihm einige schwache Partien, sie hielten sich aber zum Glück in Grenzen.
Alberto Santarelli, 30. 32(2) Einsätze, 11 Tore, 4 Vorlagen, Ø 6,98
Unser ehemaliger italienischer Junioren-Nationalspieler ist auch schon 30. Wie die Zeit vergeht. Diese Saison bestritt er als Stammspieler, und hat es ganz gut gemacht. An die Torgefährlichkeit eines Mangan oder an die Schnelligkeit eines der jüngeren kommt er nicht heran, aber vielleicht kann er noch 2-3 Jahre gute Leistungen bringen.
Jürgen Seiler, 23. 27(9) Einsätze, 15 Tore, 10 Vorlagen, Ø 6,92
Er ist für mich die Überraschung der Saison. Denn eigentlich kann er nichts, außer schnell zu sein. Aber hat sich gesteigert und teilweise richtig gute Leistungen abgeliefert und vor allem das wichtigste: er hat Tore und Vorlagen geliefert. So kann er gerne weitermachen, ein Platz im Sturm wird ihm warmgehalten.
Serhat Kiroglu, 25. 26(2) Einsätze, 10 Tore, 1 Vorlage, Ø 6,69
Das war zu wenig. Dass er es besser kann, hat er schon gezeigt, daher bin ich sehr enttäuscht, dass er dieses Jahr so viele schwache Spiele abgeliefert hat. Man könnte ihn schon fast Mister Torflaute nennen. Zum Glück haben sich die Nachwuchsstürmer gesteigert, sodass sein schlechtes Jahr nicht so ins Gewicht gefallen ist.
OppaChonk:
Glückwunsch zur Titelverteidigung!
Habt ihr mittlerweile ein neues Stadion?
Läuft der Vertrag von Walter aus oder bekommt ihr noch mal paar Millionen?
Kastenmaier:
--- Zitat von: Akumaru am 28.Januar 2019, 06:13:26 ---Glückwunsch zur Titelverteidigung!
Habt ihr mittlerweile ein neues Stadion?
Läuft der Vertrag von Walter aus oder bekommt ihr noch mal paar Millionen?
--- Ende Zitat ---
Vielen Dank!
Wir spielen schon seit einiger Zeit (10 Jahre?) im Hettich-Park. Der fasst über 60000 Zuschauer und wir haben mit ca. 64000 auch den drittbesten Schnitt der Liga.
Walters Vertrag läuft aus, da gibt es keine Kohle mehr. Der war auch nichts mehr wert, jedenfalls verglichen mit früher. Ist halt auch schon 33 und auf dem absteigenden Ast.
Geld brauchen wir sowieso nicht, sind mittlerweile viert- oder fünftreichster Verein der Welt, weil es quasi keine Transferausgaben und bis auf weniger Ausnahmen nur niedrige Gehälter gibt.
Kastenmaier:
Saison 2029/2030 - Der Dynamo stottert
Für die neue Saison muss ich mir ein paar Tatikänderungen überlegen, denn unser Alleskönner, Kapitän und Lenker Walter ist ja nicht mehr da.
Die Zentrale Position im Mittelfeld bekommt nun Hauck, der noch bessere Technik hat als Walter, aber ansonsten unterlegen ist. Sein Ersatz ist Jovanovic. Die beiden sollen weiterhin als Spielmacher fungieren, haben aber keine Freirolle mehr und sollen sich auch nicht mehr ständig in den Angriff einschalten. Auch sollen sie nicht mehr so riskant vorgehen wie ihr übergroßer Vorgänger.
Außerdem merke ich, dass Neumann, der Linksverteidiger, auch zentrales Mittelfeld spielen kann und durch seine unglaubliche Geschwindigkeit eine echte Verstärkung wäre. Ich starte das Experiment, obwohl seine Pässe grauenhaft sind.
Wir starten furios mit einem 5:0 gegen Kaiserslautern, aber dann geht es schon mit einem 0:1 bei Aufsteiger Gladbach los. In den nächsten Wochen sind wir meist mindestens ebenbürtig, treffen aber das Tor nicht und die Spielen enden viel zu oft unentschieden, wenn wir nicht gar verlieren. Noch dazu verletzt sich unser halbes Mittelfeld und meine schöne neue Taktik mus mit Ersatz-Ersatz-Leuten bestritten werden.
Es läuft richtig mies und wir landen im grauen Mittelfeld, die ersten Spieler werden unzufrieden, wollen weg.
Ist mir aber egal, ich ziehe mein Ding durch und die anderen müssen mitmachen. Wir bringen den Dynamo wieder zum Laufen und irgendwann flutscht es wieder groteils und es sind einige richtig starke Spiele dabei. Im Winter stehen wir tatsächlich auf Platz 4 und haben genauso wie Dortmund, Bayern und Stuttgart noch Chancen auf die Meisterschaft. Das aber nur, weil keiner eine richtig gute Saison spielt.
Im Frühjahr geben wir dann noch einmal alles und sitzen den Topteams im Nacken. Als wir auf nur 3 Punke herangekommen sind, vergeigen wir gegen die Bayern, können es aber auswärts in Dortmund wieder gut machen. Wie das aber so ist, verletzten sich in der Saisonenphase unser Spielmacher, unser Topstürmer und die beiden Torhüter. Die restlichen Jungs machen ihre Sache gar nicht mal schlecht, aber es reicht nicht mehr ganz. Am Ende steht ein dritter Platz mit 65 Punkten und 59:29 Toren. Meister Bayern und Vizemeister Stuttgart haben auch nur 68 Punkte, es war also verdammt knapp und sehr ausgeglichen.
Dafür, dass wir aber ohne Walter auskommen mussten, Verletzungspech hatten und phasenweise echte Grütze gespielt haben, ist das ein hervorragendes Ergebnis. Ich kann wirklich nicht meckern.
Wie schön wäre ein erneuter DfB-Pokalgewinn. Das denken sich auch die Stuttgarter Kickers, die aber nach dem 1:4 gegen uns nicht mehr mitmachen dürfen.
In Runde zwei spielen wir bei Liga-2-Abtiegskandidat Wehen-Wiesbaden und gehen nach 11 Minuten 2:0 in Führung. Unsere Gastgeber lassen sich aber nicht hängen und halten echt gut mit, vor allem, da das in unserer Gurken-Phase stattfindet. Und wie das manchmal so ist, drehen sie das Spiel komplett und wir fliegen auf halbwegs peinliche Art und Weise mit 2:3 raus. Das war nix.
Aber da ist ja noch die Championsleague. Ich rechne mir wie immer wenig Chancen aus, aber wenig ist nicht nichts, oder?
Wir müssen in unserer Gruppe gegen Sporting Lissabon, Sparta Prag und Rapid Wien ran und verkacken mit einem 0:1 gleich das erste Spiel in Tschechien. Danach läuft es wenig besser, aber wir Gurken uns am Ende noch knapp mit 10 Punkten auf den zweiten Platz hinter den Portugiesen. Puh, nichts für schwache Nerven!
Im Achtelfinale geht es schon wieder gegen Lissabon, aber diesmal Benfica. Meine Jungs überraschen mich, drehen voll auf und schicken die Gäste mit 4:0 zurück in den Süden. Eigentlich kann da nichts mehr anbrennen, oder?
Unsere Kontrahenten wollen es uns heimzahlen und starten einen Sturmlauf. Wir haben leider nicht genug entgegenzusetzen, aber am Ende reicht es »nur« zu einem 1:3. Wir sind weiter!
Dann passiert etwas, was schonmal passiert ist und was mich kotzen lässt. Wir müssen gegen Dortmund ran. Auch noch in der Liga, sodass wir dreimal in 9 Tagen gegen den unbquemen Gegner spielen dürfen.
Das Ligaspiel gewinnen wir mit ach und krach 1:0 auswärts, aber zu Hause kommen wir in Europa leider nicht über ein 2:2 hinaus. Innerlich verabschiede ich mich schon aus dem Wettbewerb, denn dass wir nochmal dort gewinnen, kann ich mir kaum vorstellen.
Aber es reicht. Dortmund rennt blind an und wir setzen fiese Konter und können gar nicht unverdient ein 2:1 mitnehmen.
So weit sind wir noch nie gekommen: Halbfinal! Zum Glück nicht gegen die Bayern, die spielen gegen Walters neuen Verein Chelsea. Wir müssen nach Madrid zu Atletico.
Nach 25 Minuten steht es 3:1 für die Spanier und ich ärgere mich schwarz. Doch meine Jungs erspielen sich unglaubliche 60% Ballbesitz und haben die klareren Chancen und können noch auf 3:3 ausgleichen. Zwanzig Minten später steht es allerdings 6:3 für die Hausherren, weil meine Abwehr einen grottigen Tag erwischt hat. Vorne hui, hinten pfui. Das zu Hause noch einmal zu drehen mit einem 3:0 oder besser wird verdammt schwer. Wir geben alles, sind leicht besser, aber es reicht nur zu einem 1:1. Schade, fast wären wir im Finale gewesen.
Dieses wird dann auch von den Spaniern gewonnen, die Chelsea mit 3:1 wegputzen.
So geht eine Saison zu Ende, mit der ich eigenltlich recht zufrieden bin. Im Pokal haben wir es zwar gründlich versiebt, uns dafür aber in der Liga und in Europa achtbar gehalten. Darauf lässt sich aufbauen! Vielleicht sind wir in der nächsten Saison wieder für eine Überraschung gut.
Besonders freut mich, dass wir nicht mehr von einem Überspieler wie Walter abhängig sind. Jeder Mannschaftsteil hat mindestes einen starken Mann. Wenn wir im Sturm noch besser besetzt wären und vielleicht noch einen guten Mittelfeldmann hätten, wäre auf jeden Fall mit uns zu rechnen. Aber auch so machen wir es meist jedem Gegner schwer und es macht einfach Spaß, mit der eingeschworenen und zusammengewachsenen Dresdner Truppe zu spielen.
Die Mannschaft
Adios
Björn Walter, 33 – Vertrag ausgelaufen nach Chelsea
Unsere absolute Vereinslegende und 18 Jahre lang der garant für unseren Erfolg. Er ist aus den Niederungen der dritten Liga mit uns bis zur Meisterschaft gegangen und hat trotz der Unzufriedenheit der letzten Jahre immer alles gegeben, bis er nun zu Chelsea wechselte. Dort spielte er nicht mehr ganz so überragend wie bei uns, aber fast.
Unglaubliche 536 Spiele im Dresdner Trikot, in denen er 151 Tore geschossen und 248 Vorlagen gegeben hat. Sein Notenschnitt war dabei stets zwischen 7,24 und 8,05 und er wurde je zwei mal DfB-Pokalsieger, Europapokalsieger und Deutscher Meister.
Für die Nationalelf lief er in dieser Zeit 95 Mal auf und erzielte 16 Tore und wurde Europameister.
An Auszeichnungen hat er unglaublich viel gesammelt, darunter viermal Deutscher Fußballer des Jahres, dreimal Weltfußballer, viermal Mittelfeldspieler des Jahres, viermal Europas Mittelfeldspieler des Jahres, viermal Weltfußaller der Fans und viermal Europas Fußaller des Jahres.
Ein absoluter Ausnahmespieler! Vielleicht sehen wir ihn irgendwann als Mitarbeiter wieder. Oder als Trainer beim Gegner, wer weiß ...
Sebastian Otto, 27 – für 2 Mio. € zu Eintracht Frankfurt.
Er war ja schon mal nah dran an den Stammplätzen, hat aber in den letzten Jahre fast nur noch enttäuscht. Da es im Mittelfeld viele bessere Spieler gibt, durfte er zum Zweitligaspitzenteam Frankfurt wechseln. Dort hat er allerdings trotz dritten Platz und Aufstieg nur fünf Mal als Einwechselspieler rangedurft, wobei er es echt schlecht gemacht hat.
Florian Aktas, 34 – Karriereende
19 Jahre Dresden, 433 Spiele, 38 Tore und 75 Vorlagen bei einer Durchschnittswertung von 6,95. Im Schatten von Überspieler Walter spielte stehts Aktas, das schnelle und loyale Urgestein, das vielleicht nicht immer voll zu überzeugen wusste, dennoch über lange Jahre aus der Mannschaft einfach nicht wegzudenken war.
Vielen Dank für alles, was du dem Verein gegeben hast und viel Glück bei deiner neuen Co-Trainer-Tätigkeit in Paderborn!
Tor
Ibrahim Moneke, 27. 38 Einsätze, Ø 6,74
Ein richtiges Moneke-Jahr. Zeitweise starke Leistungen aber auch Wochen, in denen er
es richtig schlecht gemacht hat. Da kein anderer Torwart an ihn rankommt trotzdem Stammspieler.
Martin Strobel, 23. 5 Einsätze, Ø 6,78
Unser Ersatzmann. Solide, aber nicht gut.
Christian Wolf, 26. 4 Einsätze, Ø 6,82
Keiner wollte ihn haben, also blieb er noch bis Vertragsende und durfte noch ein paar mal ran.
Segon Uzoma, 19. 1 Einsatz, Ø 6,8
Da am Saisonende die beiden ersten Torhüter verletzt waren, kam er überraschend zu seinem ersten Profi-Einsatz und hat es gut gemacht.
Abwehr
Bahattin Ulusal, 34. 37(1) Einsätze, 6 Tore, 2 Vorlagen, Ø 7,37
Auch wenn er nicht mehr der Frischste ist, bringt er immer noch meist sehr gute Leistungen. Hut ab! Zur Belohnung gab es noch ein weiteres Jahr Vertragslaufzeit.
Kai Eismann, 22. 42 Einsätze, Ø 7,08
Von den Fähigkeiten, dem Ansehen und dem Marktwert ist er so etwas wie der Walter der Innenverteidigung. Aber er bringt es leider nicht zuverlässig auf den Platz. Falls das aber mit der Erfahrung besser werden sollte, hätten wir einen echten Weltklassemann hinten drin. Doch auch so bin ich froh, ihn zu haben, vor allem weil der Nachwuchs in der Innenverteidigung noch sehr grün und unsicher talentiert ist.
Markus Flick, 23. 4 Einsätze, Ø 6,45
Das Kraftpaket kommt aus der zweiten Mannschaft und ist eigentlich gar nicht so schlecht. Nur sein Spielverständnis ist unter aller Sau und das hat man bei seinen gelegenlichen Einsätzen leider gemerkt.
Erves Halilli, 24. 27(4) Einsätze, Ø 6,92
Zwischendurch sogar eine Zeit auf Außen Stammspieler und gut dabei. Vor allem kann er auf beiden Seiten eingesetzt werden, was ihn sehr wertvoll macht.
,
Florian Hofmann, 32. 10(4) Einsätze, 1 Vorlage, Ø 6,8
Ich habe das Gefühl, dass er sein Pulver verschossen hat. Früher war er klar besser, ich glaube kaum, dass das wieder kommt.
Elias Roth, 33. 10(1) Einsätze, Ø 6,81
Auch er hat unter Geschwindigkeitsverlusten zu leiden. Gerade international hat er so deutlich seine Grenzen aufgezeigt bekommen.
Rüstem Polat, 22. 38(2) Einsätze, 1 Tor, 4 Vorlagen, Ø 6,99
Da Neumann ins Mittelfeld gestellt wurde, war er plötzlich links Stammspieler. Das hat er auch ordentlich gemacht und dürfte vorerst auch so bleiben.
Carlos Smith, 28. 24(1) Einsätze, 1 Vorlage, Ø 7,24
Willl immer noch weg, darf aber nicht. Spielt trotzdem gut und war leider nur eine Weile verletzt.
Mittelfeld
Uwe Hauck, 27. 33(3) Einsätze, 3 Tore, 15 Vorlagen , Ø 7,54
Er ist aus dem Schatten von Walter herausgetreten! Denn was ihm an den kompletten Fähigkeiten des Großmeisters fehlt, macht er mit feiner Technik, guter Übersicht und präzisen Pässen wieder wett. Seine neue Rolle als Spielmacher tut ihm und der Mannschaft gut – wenn er denn nicht verletzt ist.
Vidoje Jovanovic, 28. 18(7) Einsätze, 4 Tore, 7 Vorlagen, Ø 7,21
Unser Ersatz-Spielmacher kommt offenbar mit dem Abgang Walters ebenfalls bestens klar, denn das war mit Abstand seine beste Saison.
Moussa Koné, 34. 10(9) Einsätze, 5 Vorlagen, Ø 6,86
Auch wenn ihm die Schnelligkeit mittlerweile abgeht, hat er es immer noch drauf. In einigen Partien hat er das Spiel komplett an sich gerissen und das Team zu Sieg geführt. Eine tolle Leistung des alten Veteranen.
Daniel Müller, 27. 9(9) Einsätze, 1 Tor, Ø 6,75
Leider kam von ihm zu wenig, um ihn irgendwie in der ersten Elf einzuplanen. Aber Ersatzspieler braucht es ja auch, vor allem, wenn sie nicht meckern.
Andreas Neumann, 27. 36(1) Einsätze, 5 Tore, 12 Vorlagen, Ø 7,08
Sein Wechsel ins Mittelfeld kam überraschend, aber hat sich ausgezahlt. Er hatte zwar auch einige Zeit einen echten Hänger, aber bisweilen verdammt starke Spiele abgeliefert und einen großen Anteil an der erfolgreichen Saison.
Recep Kandemir, 21. 32(7) Einsätze, 3 Tore, 7 Vorlagen, Ø 7,02
Hat sich zu einem zuverlässigen Mittelfeldspieler entwickelt, aus dem sicher kein großer Star mehr werden wird, der aber dennoch wertvoll für die Mannschaft ist.
Olivier Zoko, 19. 6(5) Einsätze, 1 Tore, 3 Vorlagen, Ø 7,13
Der ivorische Neu-Nationalspieler ist in der Jugend wenig aufgefallen. Aber er hat trotz fehlener Schnelligkeit bei seinen ersten Einsätzen im Profi-Team eine Duftmarke hinterlassen. Wenn ihn ein Beinbruch nicht für ein halbes Jahr außer Gefecht gesetzt hätte, wäre er vielleicht sogar noch weiter.
Sturm
Sebastian Boenisch, 17. 2(1) Einsätze, Ø 6,43
Ein schneller Nachwuchsstürmer, der aber noch viel lernen muss. Durfte schon einmal schnuppern.
Sebastian Förster, 18. 12(15) Einsätze, 4 Tore, 1 Vorlage, Ø 6,6
Hat sich rundum gesteigert, es reicht aber bei weitem nicht für einen guten Spieler. Dennoch habe ich ihm einige Chancen gegeben, da die Konkurrenz es oft nicht besser gemacht hat.
Rafael Haas, 20. 31(4) Einsätze, 13 Tore, 5 Vorlagen, Ø 6,9
Auch wenn er in seiner Entwicklung stagniert, hat er sich in gewissen Weise in der Mannschaft festgespielt. Und Tore schießen kann er auch, auch wenn es gerne noch mehr sein könnten.
John Mangan, 28. 37 Einsätze, 25 Tore, 9 Vorlagen, Ø 7,23
Unser Spitzenstürmer war mal wieder lange verletzt und hatte zwischendurch Motivationsprobleme. Das hat sich aber alles dank meiner freundlichen Art wieder gelegt und er ist wertvoll wie eh und je.
Alberto Santarelli, 31. 14(7) Einsätze, 3 Tore, Ø 6,63
Was er dieses Jahr geboten hat, war eine Frechheit. Ein ziemlich unwürdiger Abgang, denn der Vertrag wird mit Sicherheit nicht verlängert werden.
Jürgen Seiler, 24. 20(10) Einsätze, 6 Tore, 6 Vorlagen, Ø 6,73
Letztes Jahr noch ein Lichtblick, tat er sich dieses Mal doch schwer. Er hat halt außer Schnelligkeit und Einsatzfreude wenig zu bieten, was gegen gute Teams selten reicht.
Serhat Kiroglu, 26. 28(5) Einsätze, 13 Tore, 2 Vorlagen, Ø 6,87
Das war wieder besser als letzte Saison, aber gut war es noch lange nicht. Aber solange er nicht völlig einbricht, wird er weiterhin seine Spielzeiten bei mir erhalten.
Für die Zukunft
David Hernandez, Sturm
Für seine knuffigen 15 Jahre schon recht schnell und mit guter Intuition gesegnet. Leider ein Chancentod, aber wenn er an sich arbeitet, könnte er mal ein guter Stürmer werden.
Sebastian Fuchs, Sturm
Wird im Februar nächsten Jahres 16 und ich denke, ich werde ihn dann schon einmal ranlassen. Der er hat wirklich richtig Talent und es sieht so aus, als könne er einmal ein kompletter Stürmer werden und sogar Mangan übertreffen.
Mustafa Deniz, Innenverteidiger
Mit 14 schon 1,94m groß, was für eine Latte. Er hat zwar einen Holzfuß, aber seine Abwehrfähigkeiten können sich für sein Alter sehen lassen und ich bin guter Dinge, dass er in ein paar Jahren neben Eismann die Nummer zwei in der Abwehr sein könnte.
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