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Der Geist von La Grande Inter in Braunschweig
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idioteque3:
Testspieleindrücke




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Die Statistiken zum Spiel gegen Lafnitz habe ich weggelassen, weil wir da ab der 15. Minute in Unterzahl waren. Meine Eindrücke:

* Das Wichtigste gleich zu Beginn: Bezüglich der Manndeckungen muss ich umplanen. Spieler mit zugeteiltem Gegner suchen diesen nämlich im FM anscheinend nicht, sobald der Ball verloren geht, sondern nehmen ihn auf, sobald er sich durch ihre Nähe bewegt. Mit anderen Worten: Ich kann meinen OMZR nicht effektiv den LV des Gegners manndecken lassen, weil dieser sich normalerweise nicht in den Sechserraum bewegen wird. Ich kann einen doppelt besetzten linken Flügel des Gegners also nicht komplett manndecken lassen. Für den Fall habe ich bisher zwei Varianten getestet: Den DW auf Defend stellen und den RIV auf Stopper und Manndecken gegen den linken Offensiven stellen, oder den DW den Offensiven manndecken lassen und den Linksverteidiger freilassen. Das werde ich je nach Offensivstärke des gegnerischen LV lösen. Als dritte Variante hatte ich mir überlegt, den RIV auf dei Rechtsverteidigerposition zu ziehen und als DAV + enger stehen spielen zu lassen und den LA manndecken zu lassen. Die Variante zu testen schiebe ich aber auf die Winterpause, weil das potenziell sehr chaotisch enden könnte und mir das in einem Pflichtspiel zu riskant ist.
* Bei den Manndeckungen selber muss ich höllisch aufpassen, dass mein IV zum jeweiligen Gegenspieler passt. Sobald ein schneller Stürmer gegen meinen langsamen Hünen spielt oder ein physisch sehr starker gegen meinen eher wendigen, bekommen wir sofort Probleme. Gerade gegen St.Pölten hatte die Zuordnung zu Beginn nicht gestimmt, woraus eine ganze Reihe gefährlicher Abschlüsse resultierte.
* Auch offensiv stimmt einiges noch nicht. Support-Rollen im Sturm haben sich nicht wirklich bewehrt, mein Linksaußen und eigentlich bester Offensivspieler (Khelifi) macht bisher fast nur Mist, wobei auch individuelle Anweisungen und Rollenwechsel nicht viel gebracht haben, die Vorstöße des Linksverteigers enden fast immer in Flanken ins Nichts/Aus, der RPM und der DW rennen sich andauernd fest (wobei bei letzterem der vorgesehene Stammspieler zu Beginn auch verletzt ist), der Schattenstürmer nimmt weder am Spiel teil, noch hat er Abschlüsse, und generell wirken die Spieler mit dem hohen Tempo überfordert. Entsprechend enden unsere Angriffe fast alle wahlweise im Nichts oder mit aussichtslosen Distanzschüssen. Mit zunehmender Eingespieltheit ist es etwas besser geworden, aber toll wird es so nicht mehr, denn es gibt zu viele unpräzise lange Bälle. Zumal wir andauernd Bälle durch unpräzise Querpässe über das halbe Feld verlieren und so sogar noch in Konter rennen.
* Abstöße müssen kurz ausgeführt werden, sonst bekommen wir keine ordentlichen Spielzüge hin. Durch die niedrige Mentalität und die geringe Präsenz im zentralen Mittelfeld landet fast alle zweiten Bälle beim Gegner.
* Immerhin funktionieren die offensiven Standards schon ganz gut. Zwei unserer Tore fallen nach eben solchen. Dafür fangen wir uns auch im ersten Spiel das Gegentor durch einen.
Als Reaktion auf das alles passe ich ein paar Rollen an und reduziere die Passlänge und hoffe darauf, dass die Vertikalität durch die Rauten, das hohe Tempo und die zwei Spielmacher schon von selbst ins System kommt. Die Taktik zum Saisonstart sieht dann so aus:


Die Rolle des DW und des DM hängen dabei jeweils davon ab, um welchen Gegenspieler sie sich kümmern soll. Soll der DM den gegnerischen OM bewachen, bekommt er eine Verteidigen-Duty, soll er auf einen Sechser/Achter gehen, eine Support-Duty.
Bei Führung reduzieren wir das Tempo, schinden Zeit, geben dem LV eine defensivere Duty, aktivieren beim ZM "Hold Position" und lassen uns tiefer fallen, falls der Gegner schnelle Leute für Bälle hinter die Abwehr hat.
idioteque3:
Der Kader


Zentral defensiv

Das sind die Optionen für die Rollen als Libero, Manndecker und DM. Valsvik, Tingager und Breitkreuz sind ziemlich klassische Zweitliga-Innenverteidiger, sehr groß und kampfstark, dafür aber langsam, unbeweglich und recht limitiert am Ball. Baffo ist dagegen eher schnell und wendig als groß. Das kampfstarke, aber spielerisch ganz schwache Physismonster namens Louis Samson ist als Stammsechser vorgesehen, weil der von den mentalen Werten her beste Defensivspieler Moll den Libero geben soll, wo er vom für sein Alter ziemlich kompletten und sogar spielstarken Nkansah bekommt. Die beiden sind im Spoiler im direkten Vergleich zu sehen.
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defensive Außenbahn

Auf links wird der offensiv starke, aber defensiv etwas instabile Reichel wohl erste Wahl. Der defensiv bessere Kijewski dürfte der erste Einwechsler sein, um Führungen über die Zeit zu bringen. Auf rechts fällt Bulut zu Saisonbeginn noch aus, der als dynamische Arbeits- und Kampfmaschine mit solider Flankentechnik eigentlich gesetzt sein dürfte. Dahinter streiten sich der defensiv schwache, aber dynamische und fleißige Linksfuß Teigl und der talentierte, aber in der Vorbereitung sehr durchwachsene Becker um Spielpraxis.


Offensive

Boland als kreativer, dynamischer und vor allem fleißiger Spieler ist als zentraler Spielmacher unangefochten. Im Offensivtrio davor dürften der torgefährliche Bewegungsstürmer Nyman und der quirlige und kreative, aber ansonsten leider nicht so spielintelligente Dribbler Khelifi gesetzt sein. Die Frage ist nur, in welchen Rollen. Je nachdem bieten sich verschiedene Optionen an, die beiden zu ergänzen: Die robusten Hofmann und Abdullahi, der kreative Biada, der mental schwache Dribbler Yildirim, der routinierte Stoßstürmer Kumbela oder Hochscheidt, den ich im Spoiler unten noch genauer vorstelle, weil er meiner Meinung nach am besten den Kader als Ganzes verkörpert.
(click to show/hide)Physisch recht stark, fleißig, aggressiv und generell mental gut, technisch aber nur solide und mit klaren Schwächen in Decisions und Composure. Diese Eigenschaften ziehen sich fast durch den kompletten Kader. Es bietet sich also richtig an, defensiv auf Kampf und klare Zuordnungen und offensiv auf schnelle wuchtige Angriffe zu setzen. Mal sehen, wie das dann in Pflichtspielen funktioniert.


Ich hab zum ersten Ligaspiel schon ein paar Szenen zur Analyse herausgepickt, werde aber wohl erst Montag oder Dienstag das nächste Mal zum Schreiben kommen.
OppaChonk:
Sehr interessante Story, mit nachvollziehbaren Erläuterungen. Bin gespannt, wie sich die Taktik in den Pflichtspielen macht.
idioteque3:
Der Saisonauftakt

Von den Ergebnissen her läuft es bisher optimal, bei den Leistungen selbst bin ich mir noch nicht ganz sicher. Hier die Übersicht:



(click to show/hide)Bielefeld (H)


Kaiserslautern (A)


Union Berlin (H)


Fürth (A)


Abgesehen von der Partie gegen Bielefeld könnte man uns als gnadenlos effektiv bezeichnen. In diesen drei Ligaspielen machen wir aus 11:18 Shots on Target 6:2 Tore. Zum einen könnte man zwar anführen, dass es Teil der Taktik ist, auf wenige dafür sehr vielversprechende Angriffe zu setzen (die versandeten Angriffe mit abschließendem aussichtslosen Distanzschuss nehme ich mal aus). Zum anderen ist es aber wahrscheinlich nicht auf Dauer aufrecht zu erhalten, dass wir ca. 50% unserer SoT verwerten und unsere Gegner nur 17%. Deshalb bietet es sich an, Ursachenforschung zu betreiben und die Spiele einzeln zu betrachten.


Gegen Bielefeld sind wir klar das bessere Team. Unsere Manndeckungsvariante zu Beginn, in ihrem 4-2-3-1 den Mittelstürmer und den Zehner durch die IV manndecken zu lassen, den RM auf den Linksaußen abzustellen und DM und ZM auf die gegnerische Doppelsechs, geht zwar nicht wirklich auf, sodass Bielefeld zu Beginn zwei ordentliche Gelegenheiten über links hat. Nachdem wir den OM unserem DM überlassen und so unserem RIV die Möglichkeit geben, den LA zu stellen, während der gegnerische linke Sechser von unserem OMZR bewacht wird, bekommt Bielefeld offensiv fast nichts mehr auf die Reihe. Direkt nach der Pause machen wir dann auch den wohlverdienten Führungstreffer und haben dann eigentlich alles im Griff. Durch einen eher unglücklichen Gegentreffer in der 77. Minute müssen wir doch noch einen Gang höher stellen, und in der 90. Minute spielen wir uns tatsächlich auf links noch einmal durch, und die Ablage quer durch den Strafraum verwandelt der durchgelaufene DW Teigl.
Zu dieser Partie werde ich im nächsten Post auch noch ein paar Einzelszenen zeigen, um die Funktionsweise der oben ausführlich erklärten taktischen Prinzipien des Catenaccio mal in Aktion zu zeigen.

In Kaiserslautern ist unser Sieg merklich weniger verdient. In ihrem 4-4-2 bekommen wir die bewegliche Doppelspitze um Halil Altintop nur phasenweise in den Griff. Dieser schafft es als linker Stürmer nämlich immer wieder geschickt, meinen RIV aus der Position zu ziehen, woraufhin der LM in den freien Raum starten kann. Gegen bewegliche und schnelle Offensivleute sieht man sehr klar die Probleme unserer Manndeckungen. Da werde ich mir wohl noch eine raumorientertere Version überlegen müssen. In der Schlussphase hat Kaiserslautern noch einige richtig gute Gelegenheiten, weil ich es verpennt habe, die Abwehr ganz tief zu stellen, so dass bei langen diagonalen Bällen hinter die Abwehr große Lücken bei uns entstehen.
In der Offensive sieht es besser aus. Zwar haben wir nur drei Abschlüsse im Strafraum, aber die waren allesamt ziemlich gut.

Gegen Union Berlin gewinnen wir auch eher glücklich. Diesmal bekommen wir den Rechtsaußen Skrzybski kaum in den Griff, der in den Räumen hinter unserem aufgerückten LV lauert. Wir bekommen ihn erst halbwegs in den Griff, als wir mit recht viel Glück und einem Standardtor den frühen Rückstand drehen können und Reichel durch den defensiveren Kijewski ersetzen. Wir fangen uns trotzdem wieder den Ausgleich, Union drückt aber weiter aufs Gaspedal, verpennt dabei aber ein wenig die Konterabsicherung, so dass wir noch einmal zuschlagen können. Danach rennt sich Union an unserem tiefen Block fest, während wir immer wieder Räume für Konter und vor allem Entlastung finden und das Ergebnis halten können.
Vielleicht gibt es auch zu dieser Partie noch ein paar Szenenanalysen, denn am meisten lernt man immer dazu, wenn jemand einem Schwachstellen klar aufgezeigt werden.

Die Geschichte zum Spiel in Fürth ist schnell erzählt. Unser erster Angriff sitzt sofort, in der 16. Minute köpft Samson eine Freistoßflanke ins Tor, und danach spielen wir es runter. Ein oder zwei Mal kommen die Gastgeber noch gefährlich vor unser Tor, aber ansonsten passiert nichts mehr. Genau so stelle ich mir ein gutes Spiel von uns vor.


Zusammenfassend: Probleme bekommen wir immer dann, wenn unsere Gegner es schaffen, geöffnete Räume neben unserer Abwehr zu attackieren. Offensiv geht unsere Spielidee bisher aber gut auf.


Im nächsten Post gehe ich dann mal in die Detailanalyse. Anhand des Bielefeld-Spiels werde ich mal ein paar unserer Grundabläufe zeigen, und dann vielleicht noch ein oder zwei Szenen zu den Problemen in den Partien gegen Lautern und Union anschauen.
idioteque3:
Szenenanalyse
Offensive
Hier sammle ich mal zwei Beispiele aus dem Bielefeld-Spiel, wo man ganz gut unsere Ballbesitzstaffelung und unseren offensiven Plan sieht. Zunächst eine Szene zu einem Angriff über die linke Seite, wo man auch schön die Vorteile von Rauten für schnelles Direktspiel sieht:


Wir bekommen den Ball auf unserer linken Defensivseite. Durch unsere Defensivstaffelung haben wir sofort zwei aneinandergrenzende Rauten (hellblaue Linien), deren äußere Spieler auf einer Seite jeweils noch ein Dreieck mit dem ZML bilden. Auf diesen spielt der LV, er muss aber sofort auf den LA weiterleiten, weil noch direkt bewacht (rosa Linien). Dieser benötigt aber etwas Zeit, um den Ball zu verarbeiten.


Dann gibt er aber auf den ZML zurück, der sich im Rücken des gegnerischen OM freigeschlichen hat. Der ZML hat jetzt die Zeit, einmal kurz aufzuschauen, und sieht, dass es Raum gibt, den einstartenden Stürmer zu bedienen, der nun alleine aufs Tor zuläuft, aber leider vergibt.
Die vordere Raute ist durch die Lauerposition des Stürmers zwar etwas verzerrt, was aber an der Situation hier wenig ändert: Durch schnelle Dreiecks- oder Rautenkombinationen kann ein bestenfalls kreativer Spieler freigespielt werden, der dann einen riskanten Vertikalpass versucht. So kommen wir zwar selten auf die von Herrera propagierten maximal drei Pässe pro Angriff (der im Bild benötigt vier). Man sieht trotzdem ganz gut, dass es hier nicht darum geht, den Gegner über Ballbesitz zu zermürben, sondern sofort den Weg in Tiefe zu suchen, wenn er sich anbietet.


In der zweiten Ballbesitzszene wollte ich eigentlich nur kurz zeigen, wie das Ganze aussieht, wenn wir über die rechte Spielfeldseite angreifen:


Auch hier gibt es wieder zwei Rauten, weil ZML und LA (beides APs) extrem weit herüberschieben. Ein potenziell größeres Problem an der Staffelung hab ich in Rot eingezeichnet. Wenn wir den Ball verlieren, gibt es auf unserer halblinken Seite ziemlich viel Raum für den Gegner. Durch unsere enge Staffelung um den Ball herum wird es für den Gegner zwar recht schwer, den Ball dort präzise hinzubekommen, bevor er abgedeckt ist, aber wenn es doch mal klappt, haben wir ein Problem. Aktuell habe ich drei Lösungsideen:

* Den LIV auf Stopper oder Cover stellen. Das deaktiviert "Hold Position", sodass er nicht nur bei Bällen in den Raum direkt herausrücken wird, sondern hoffentlich auch in Ballbesitz schon etwas höher steht und so leichter Bälle abfangen kann. Der große Nachteil wäre, dass er sich deutlich vom gegnerischen Stürmer, also seinem nominellen Gegenspieler, entfernen müsste, um staubzusaugen. Wenn er den Ball nicht bekommt, gibt es dann schnell Zuordnungschaos, zumal unsere LIV-Optionen größtenteils langsam sind und auch nicht so schnell in die Position zurückkommen würden.
* Dem Libero eine offensivere Rolle geben. Wenn er sich höher positioniert, deckt er den Raum automatisch mit ab. Allerdings wäre ein offensiverer Libero nicht wirklich im Sinne des Catenaccio, und auch die Gefahr für Bälle hinter unsere Abwehr würde durch den fehlenden zentralen Mann in der Abwehr steigen.
* Den LV auf IWB stellen. Wie man an unserer Flankenquote aus den ersten Spielen merkt, ist unser Flügelspiel bisher ohnehin nicht sonderlich effektiv. Ein IWB würde sich in Ballbesitz genau in der roten Zone aufhalten. Außerdem würde er stärker die im Catenaccio vorgesehene offensive Gefahr vom LV ausstrahlen. Dafür würde uns ein einrückender LV die tiefe Raute beim Spiel über links zerstören und wir hätten wir keinerlei Breite mehr im Spiel nach vorne. Als Kompromiss könnte ich testen, nur "Sit narrower" zu aktivieren.
Generell sieht man in beiden Situationen, dass die Taktik in Ballbesitz horizontal extrem kompakt ist. In beiden Szenen befinden sich jeweils acht unserer Feldspieler auf der gleichen Spielfeldseite wie der Ball. Gerade die beiden Spielmacher ziehen sehr weit in Richtung Ball herüber. Das hat Vor- und Nachteile:
Auf der einen Seite liefert es uns einen sehr stabilen Ballbesitz, schließlich gibt es immer viele leichte Anspieloptionen, bis sich die offensive Option öffnet. Dazu ist das bis auf das oben erwähnte Problem defensiv sehr stabil, schließlich haben wir bei Ballverlust sofort viele Spieler sowohl in Ballnähe als auch durch die defensive Mentalität hinter dem Ball.
Auf der anderen Seite wird unser Spiel gegen kompakte Gegner auch leicht auszurechnen, schließlich muss die verteidigende Mannschaft nur noch die Seite zubekommen, auf der der Ball gerade ist.


Das OffensivtrioAufgrund des geringen bespielbaren Raums ist es besonders wichtig, die Rollen und Spieler im Offensivtrio richtig zuzuschneiden, um auch kleine Lücken effektiv bespielen zu können. Nach vier Spielen hat sich bei mir folgendes Setup bisher am besten bewährt:

* Der LA ist dabei relativ fest, schließlich soll er weit herüberrücken, und andere Rollen als Spielmacher werden das nicht tun. Da ich nur Rechtsfüße für die Rolle habe, bietet sich die Anweisung "mehr dribbeln" auch nicht an, schließlich kann er dann nur Räume anlaufen, wo ohnehin schon einer der beiden anderen Offensiven steht, und drückt so unser Spiel noch weiter zusammen. Der eigentlich vorgesehene Khelifi ist aber vom Typ eher Dribbler als Spielmacher. Deswegen kamen die besten Leistungen auf der Position bisher von Biada, dem ich eigentlich aufgrund seines eher bescheidenen Gesamtniveaus wenig Chancen auf einen Platz in der ersten Elf eingeräumt hatte.
* Im Sturm hat sich bisher Nyman als AF bewährt, der sehr gut darin ist, selbst kleine sich ergebende Lücken zu erkennen und auch anzulaufen. Haltende Stürmer haben bisher nicht wirklich funktioniert, wahrscheinlich, weil uns eine richtig gute Option für einen Schattenstürmer fehlt. Wie blöd nur, dass wir zwei haltende Stürmer im Kader haben. Um die irgendwo unterzubringen, werde ich die mal als Wide Target Men testen, wenn wir eine Führung über die Zeit bringen wollen.
* Als OMZR hat Khelifi aber gute Leistungen gebracht in der Rolle AM(a) mit "Dribble More". Zum einen ist ein zentraler dynamischer Dribbler natürlich eine gute Option für Konter, wo er dann maximal einen Gegenspieler aussteigen lassen muss und dann alleine auf die Abwehrkette zuläuft. Zum anderen ist die Route rechts diagonal vom OM aus, die einzige, wo es etwas Raum für Dribblings gibt, um den defensiven Block des Gegners ein wenig zum Bewegen zu zwingen. Die dabei entstehenden kleinen Lücken kann wiederum Nyman gut nutzen.

Dennoch wird es häufiger vorkommen, dass nach vorne wenig geht. Die Taktik nimmt in Kauf, dass viele der Angriffsaktionen abgefangen werden und wir im Endeffekt meistens nur wenige Chancen haben werden, die dann aber qualitativ hochwertig sein sollten. Damit wir nicht zu abhängig davon werden, von zwei oder drei guten Chancen für einen Sieg alle verwerten zu müssen, setzen wir zusätzlich noch auf offensive Standards. Da bin ich zwar kein Experte, aber mit vier bis fünf großen Spielern in der ersten Elf sollte da einiges möglich sein.



Beim nächsten mal steige ich etwas tiefer ins Defensivverhalten ein, gerade was noch bestehende Probleme angeht.
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