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| Miro, Miro, HSV - (vormals: 1. FC Kaiserslautern) |
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| Texas Alaska:
2. Bundesliga 2019/2020 - Auftakt zum großen Finale Vor einer Weile hatte ich über meinen Winterneuzugang Palko Dardai berichtet, der für die in der zweiten Liga durchaus stolze Summe von 1,7 Millionen Euro aus Berlin gekommen ist und in den ich große Hoffnungen setze. Wie ebenfalls erwähnt: Kaum war Dardai verpflichtet, hat er sich erstmal verletzt. Den Rückrundenstart hat er in der Reha verbracht und als er dann endlich wieder fit war, hatte er erstmal so gut wie keine Spielpraxis. Als die dann auch endlich aufgebaut war und er bereit für einen Startelfeinsatz gewesen wäre, hat er sich eine Virusgrippe zugezogen und ist erstmal wieder zwei Wochen ausgefallen. Also: Außer Spesen nix gewesen. Bis jetzt jedenfalls. In der Partie gegen Magdeburg kommt er endlich von Beginn an zum Einsatz. Und was soll ich sagen: Gleich mal Spieler des Spiels geworden und der Presse ist er sogar einen Extrabericht wert. So kann’s weitergehen mit Dardai junior. Rein chronologisch gesehen, sind der Partie gegen Magdeburg aber noch ein paar andere Spiele vorangegangen, hier mal der Termin- und Ergebnisüberblick bis zum 30. Spieltag: Die wieder gewonnene Selbstsicherheit nach einem etwas holprigen Start aus der Winterpause trägt uns zunächst mal durch zwei sehr souveräne Partien gegen Sandhausen und Heidenheim. Danach haben wir satte 15 Punkte Vorsprung vor Nürnberg auf Rang 3 und die Presse spricht von "einem Riesenschritt in Richtung Aufstieg". Das ist bei noch acht ausstehenden Spielen zwar nicht völlig von der Hand zu weisen, der Aufstieg wird deshalb aber noch lange nicht zum Selbstläufer - wie die folgendenen Partien deutlich zeigen. Gegen Uerdingen sind wir irgendwie blockiert, mühen uns ab - und lassen Punkte liegen. Gegen Aue läuft es offensiv dann schon wieder flüssiger, wir nutzen aber unsere zahlreichen Großchancen nicht - und lassen Punkte liegen. Gegen Fürth machen wir dann sogar ein sensationell gutes Spiel, defensiv wie offensiv, treffen aber einfach das verdammte Tor nicht - und lassen Punkte liegen. In der Tabelle heißt das nun, dass der Vorsprung auf Nürnberg “nur” noch elf Punkte beträgt. Nach wie vor komfortabel und bei vier noch ausstehenden Spielen dürfte jetzt eigentlich auch nix mehr schiefgehen. Allerdings stehen mit Köln, Düsseldorf und Bochum noch ein paar richtige Knallergegner für uns an, Nürnberg hat ein vergleichsweise einfacheres Programm. Zum Glück geht es aber als Nächstes erstmal gegen Kiel. Zuhause. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten sollte ein Sieg zuhause doch drin sein - mit einem solchen würden wir dann auch gleich den Aufstieg daheim auf dem Betze feiern können. Was kann es schöneres geben? Es ist angerichtet! |
| OppaChonk:
Ach, die zwei Punkte holt ihr noch irgendwie. Und bei einem Sieg gegen die Störche kann sowieso gefeiert werden. Super Leistung! |
| Texas Alaska:
2. Bundesliga 2019/2020 - Der FCK kurz vor dem Ziel Heute ist ein großer Tag für Miro. Und für den FCK. Acht Jahre ist es her, dass sich Lautern von der großen Fußballbühne verabschieden musste und aus der Bundesliga abgestiegen ist. Acht lange Jahre, in denen es zunächst nur eine Richtung für diesen großen Club zu geben schien: Immer weiter nach unten. Bis in die Tiefen der Drittklassigkeit hat es den 1. FC Kaiserslautern verschlagen. In der Realität ist er dort immer noch - und hat dem Niedergang mit der jüngsten Insolvenz sogar noch weitere Dramatik verliehen. Hier, in dieser Story liegen die Dinge ein bisschen anders. Miro, der verlorene Sohn, ist zurückgekehrt und hat vor knapp zwei Jahren den Trainerstuhl übernommen. Seitdem geht es aufwärts. Und heute ist der Moment gekommen, an dem sich endgültig alles wieder zum Guten wenden kann: Mit einem Heimsieg gegen Kiel wären wir für Nürnberg uneinholbar und damit sicher in die Bundesliga aufgestiegen. Entsprechend groß ist die Nervosität vor dem Spiel: In der Mannschaft, im Umfeld, bei mir. In der Woche vor der Partie hat mein gesamter Stab alles getan, damit wir optimal vorbereitet sind. Kiel mit seinem eher limitierten, zurückhaltenden Mauerfussball liegt uns eigentlich ganz gut, taktisch sind wir sattelfest. Alle Leistungsträger sind einsatzbereit und bis auf den eben erst genesenen Julius Biada auch fit. Und die eigens einberufene Mannschaftssitzung am Tag vor dem Spiel lief auch super. Und trotzdem bin ich nervös. Das Fritz-Walter-Stadion ist richtig gut gefüllt, nicht ausverkauft, aber das merkt man kaum. Die Stimmung ist von Anfang an super und dass Lukas Spalvis zwei Tore für uns in der ersten halben Stunde erzielt sorgt dafür, dass es auch so bleibt. In der Pause herrscht allenthalben der Eindruck, dass wir das hier voll im Griff haben. Und trotzdem bin ich nervös. Kaum ist das Spiel wieder angepfiffen, bewahrheiten sich meine Befürchtungen. Wir machen es mal wieder unnötig spannend. Ein ziemlich doofer Abspielfehler vom sonst eigentlich weitgehend fehlerfreien Mads Albaek führt zum Ballverlust und zur einzigen nennenswerten Chance für Kiel bislang. Weil mein Innenverteidiger Chiosa pennt und unser Keeper Bredlow falsch steht, wird aus der Chance natürlich prompt ein Tor. Nur noch 2:1. Normalerweise dürfte das ja kein Beinbruch sein. Würde etwa der FC Bayern zuhause gegen Saisonende gegen - sagen wir mal - den SC Paderborn spielen und im entscheidenen Spiel den Anschlusstreffer kassieren, wäre das in der Regel kein Problem. Schießen sie halt nochmal zwei Tore. Oder lassen den Gegner halt nicht mehr an den Ball. Oder sonst irgendwas. Jedenfalls würden sie sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen. Sowas nennt man dann Souveränität. Und die geht uns gerade flöten. Plötzlich ist Kiel nämlich wie ausgewechselt. Die eben noch lethargische Absteigertruppe, die keinen Ball über mehr als zehn Meter sauber gespielt kriegt und bei allen Zweikämpfen immer zu spät kommt, entpuppt sich von jetzt auf gleich als Champions-League-Kandidat. Auf einmal sitzt jeder Pass, die Spieler laufen wie auf Schienen, Kiel reiht einen brandgefährlichen Angriff an den nächsten. Und wir? Wir können “uns kaum mehr befreien”, wie der FM-Kommentator es formuliert. Bis kurz vor Schluss geht das so. Ich warte minütlich auf den Ausgleich, habe innerlich schon fast kapituliert, weil weder meine taktischen Anpassungen noch meine Einwechslungen wirklich gezündet haben. Doch dann kommt Lukas Spalvis. Ballverlust Kiel, es geht über zwei Stationen in das gegnerische Drittel, Dardai spielt von außen den perfekten Querpass, Spalvis steht optimal - und zimmert das Ding humorlos in die Maschen. Tor! 3:1.Die Erlösung. Und nur noch zwei Minuten zu spielen. Das muss es gewesen sein. Ich ertappe mich dabei, wie ich die Beckerfaust mache. Wenige Minuten später hat Mbaye dann in der Höhe der Mittellinie den Ball und will gerade zum langen Pass in die Spitze ansetzen, wo sich der eingewechselte Biada von seinem Verteidiger löst. In dem Augenblick in dem Mbaye mit dem rechten Bein nach hinten ausholt, ertönt der Schlusspfiff. Und die Hölle bricht los. Nein eigentlich der Himmel. Wobei der ja nicht losbrechen kann. Egal: Alle springen auf (sofern sie nicht eh schon längst stehen...), das Stadion ist außer Rand und Band und Lautern ist aufgestiegen. Der FCK ist zurück in der Bundesliga. Und Miro hat sein Ziel erreicht: Er hat seinen Heimatclub zurück ins Rampenlicht geführt. Hallelujah! So feiert man auf dem Betzenberg: Platzsturm nach dem Klassenerhalt gegen Köln im Jahr 2008 Foto: Thomas Hilmes / http://www.der-betze-brennt.de, CC-BY-SA-3.0-DE |
| OppaChonk:
Aufstieg! |
| Texas Alaska:
Foto: Sven Mandel / CC BY-SA 2. Bundesliga 2019/2020 - Lautern is back Was @akumaru weiter oben so kurz und prägnant mit “Aufstieg!” zusammenfasst, sickert auch so langsam bei mir, bzw. bei meinem virtuellen Alter Ego Miro durch. Wir haben es geschafft und werden in der kommenden Saison wieder dort auflaufen, wo dieser großartige Verein nach Ansicht aller, die es mit ihm halten, eigentlich hingehört: In der Bundesliga. Endlich wieder erstklassiger Fußball, Primetime in der Sportschau und Punktspiele gegen Bayern, Dortmund, Schalke - statt gegen Haching, Halle, Heidenheim. Das Save hatte ich ja mit genau diesem Ziel gestartet: Dass Miro “seinen” FCK wieder in die erste Liga führt. Dass es so schnell geht und wir in gerade mal zwei Spielzeiten einfach so durchmarschieren, hätte ich nie für möglich gehalten. Nun ist es so - und die eigentliche Aufgabe liegt noch vor mir: Den FCK in der Erstklassigkeit halten und wieder zu einem ernstzunehmenden Faktor in der Bundesliga machen. Das wird wahrscheinlich nicht so leicht gelingen, wie die beiden Aufstiege in Folge. Der aktuelle Kader des FCK ist nämlich eher Zweitligamittelmaß und ein Blick auf den Transfermarkt ist auch eher ernüchternd. Echte Verstärkungen sind für uns schlicht unbezahlbar - es wird sicher Jahre dauern, bis wir wieder die finanziellen Ressourcen aufgebaut haben, um die Gehälter und Ablösen zahlen zu können, die in der Bundesliga mittlerweile üblich sind. Die acht Jahre Abwesenheit aus der Bundesliga machen sich in dieser Hinsicht deutlich bemerkbar. Aber das sind Dinge, um die ich mich kümmere, wenn es soweit ist. Noch stehen bis zum Saisonende ja drei weitere Partien aus. Hier die Ergebnisse. 32. Spieltag Fortuna Düsseldorf - 1. FC Kaiserslautern 1:2 33. Spieltag 1.FC Kaiserslautern - VfL Bochum 1:3 34. Spieltag 1.FC Köln - 1. FC. Kaiserslautern 1:1 Eher durchwachsene Ergebnisse, angesichts der Gegner schon okay, aber eben auch nichts wirklich Großartiges. Für uns geht es zwar bis zum Schluss noch um den Zweitligatitel, aber wenn man ehrlich ist, ist das auch eher eine Auszeichnung zum übers Klo hängen. Entscheidend ist der direkte Aufstieg, finde ich. Ob man dann Erster oder Zweiter ist - sei’s drum. Nach einem guten Auftritt in Düsseldorf und einer unterirdischen Leistung Zuhause gegen Bochum ist das letzte Spiel der Saison in Köln dann aber doch das Entscheidungsspiel um eben diese goldene Ananas. Köln ist am vorletzten Spieltag an uns in der Tabelle vorbeigezogen und geht auch früh in dieser Partie in Führung. Wir brauchen einen Sieg, um die Tabellenspitze zurückzuerobern. Der gelingt uns nicht, wir schießen nur ein Tor, den Ausgleichstreffer. Der aber hat es in sich. Mein 15-jähriger Newgen Tom Bartel durfte heute von Anfang an ran und er macht ein gutes Spiel. In der 72. Minute hat er dann seine Sternstunde. Er bekommt den Ball in unserem Drittel auf der linken Seite und sprintet mit Ball am Fuß über den halben Platz. Unterwegs macht er gefühlt jeden einzelnen Kölner Spieler nass, zieht kurz vorm gegnerischen Strafraum dann nach innen und ballert aufs Tor. Drin. Was für ein Ding! A new star is born. In der Abschlusstabelle sind wir nun also nur Zweiter. Köln holt sich den Zweitligatitel, Nürnberg darf in die Relegation. Ebenso Uerdingen. Für die es sich aber eher wie ein müssen und nicht wie ein dürfen anfühlen wird, immerhin sah es weite Teile der Saison für sie so aus, als hätten sie mit den Abstiegsrängen nichts zu tun. Werfen wir nun noch einen Blick auf die Bundesliga, in der wir ja kommende Saison antreten werden (tädä!). Dort gibt es auch ein paar kleine Überraschungen. Ihr seht es auf den ersten Blick: Mit Überraschung meinte ich nicht den Meister. Der heißt nämlich wie gefühlt immer: FCB. Ebenso wenig überraschend sind die Champions-League-Teilnehmer und die Clubs auf den Europa-League-Rängen. Allenfalls den VfB hat man dort schon seit längerem nicht gesehen. Die Überraschung die ich meine, ist am Tabellenende. Die Hertha steigt ab… Zumindest droht mir so keine Persönlichkeitsspaltung, wenn ich parallel mein Klinsi-Save (bei der Hertha) weiterzocke. Aber schade ists allemal. Die Hertha hat echt ein paar fähige Jungs am Start, der Abstieg macht dort viel zunichte. Pokalsieger wird übrigens der BVB, die Champions-League gewinnt Barcelona (gegen Juve) und die Europa League Liverpool (gegen Valencia). So und bevor der FCK nun in den Sommerurlaub abzwitschert gibt es hier noch ein paar brandneue Infos vom Transfermarkt. Ich war im Hinblick auf die anstehende Saison nämlich bereits aktiv und hab zwei Verstärkungen geholt, von denen ich hoffe, dass sie für das raue Geschäft Bundesliga die nötige Erfahrung mitbringen. Ein bisschen Bammel hab ich nämlich schon, dass wir mit unserer jetzigen Truppe gegen solche Kaliber wie die Bayern oder Dortmund schlicht untergehen. Und wenn man sich mal anschaut mit welchem Kader die Hertha gerade abgestiegen ist - da wird’s einem ganz anders. Deshalb begrüßen wir nun zwei gestanden (Ex-)Bundesligaprofis auf dem Betzenberg: Für die bei einem Underdog ja nicht ganz unwichtige Innenverteidigung holen wir uns mit Ermin Bicakcic nicht nur eine Riesenportion Erfahrung, sondern auch einen enorm schnellen, physisch präsenten Spieler, der zudem bei den beiden wichtisten Attributen Deckung und Tackling Spitzenwerte vorweisen kann. Außerdem kommt er ablösefrei aus Hoffenheim, was angesichts unseres knappen Transferbudgets (1,8 Mio) ein zusätzliches Plus ist, das für ihn spricht. Nicht ganz so günstig kriegen wir Alexandar Ignjovski, er kostet immerhin eine runde Million, was aber immer noch ein Schnäppchen ist. Sein Ex-Verein Magdeburg ist ja eben erst in die dritte Liga abgestiegen, die können jeden Euro gut gebrauchen - und wir brauchen einen Spieler der a.) als Rechtsverteidiger auflaufen kann und der b.) im Zentrum für mehr Breite sorgt. Check, Check - in diesen beiden Punkten. Und win, win - was den Transfer ingesamt angeht. Falls ihr euch über Aussage a.) wundert, dass wir einen Rechtsverteidiger brauchen: Mit Florian Dick hatten wir in der vergangenen Saison auf dieser Position einen unserer besten Spieler, das stimmt. Aber: Dick hat bereits in dieser Spielzeit in Liga 2 weit über seinen Möglichkeiten gespielt und in den letzten Wochen, sah das ehrlich gesagt auch nicht mehr ganz so gut aus. Er geht auf die 36 zu und ich bin nicht zu hundert Prozent davon überzeugt, dass er noch eine komplette Saison auf Bundesliganiveau in sich hat. Natürlich ist er angesichts seiner Verdienste und seiner Bedeutung fürs Team weiter ein elementarer Bestandteil meiner Mannschaft, aber ich will trotzdem einen Plan B haben, falls sich rausstellen sollte, dass Dick besser den Kehl macht und von der Bank aus die Mannschaft unterstützt. Es wird auf alle Fälle ein spannendes Rennen um den Stammplatz als RV, denn auch Patrick Strauß steht in den Startlöchern. Eine spannende Saison liegt also vor uns - in jeglicher Hinsicht. Und das Schönste - man kann es gar nicht oft genug sagen: Sie wird in der Bundesliga stattfinden. See you there! |
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