Diese Diskussion führt-wie alle diese Diskussionen die in die Richtung gehen- höchstwahrscheinlich zu gar nichts.
Auf der einen Seiten habe ich selbst schon mehrmals erlebt, wie problematisch Asylantenheime sein können, auf der anderen Seite finde ich das Rufen nach "Flüchtlingslagern" nach dem Motto "Asylanten ja, nur nicht bei mir um die Ecke" ebenfalls höchst problematisch.Pauschalisieren nach dem Motto "Alle Asylanten sind kriminell" hilft genausowenig wie die Schlussfolgerung, dass jemand ausländerfeindlich ist, weil er keine Asylanten aufnehmen will.Ich gebe allerdings Henningway recht und lege noch einen drauf: ich denke es ist eine absolute Pflicht der sog.industralisierten Nationen, Flüchtlinge aufzunehmen und sich entsprechend um sie zu kümmern.Sprüche wie "hat sie ja niemand gebeten herzukommen" finde ich höchst überflüssig, es hat sie sicher auch niemand gefragt, ob sie in einem Bürgerkriegsgebiet leben wollen oder es toll finden, verfolgt zu werden weil sie eine andere politische Meinung haben.Wenn man sich die Zahlen anschaut merkt man auch sehr schnell wie sehr die ganze Flüchtlingsdiskussion an der Realität vorbeigeht, faktisch wird glaube ich in Deutschland ein Asylantrag auf 1000 angenommen.
Bei diesem letzten Punkt, dem "Kümmern" nämlich,liegt in meinen Augen der Hund begraben: meist werden die Flüchtlinge irgendwo "abgesetzt" und man macht sich nicht weiter Gedanken, wie man sie beschäftig und von der Strasse runterhält.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sinnvolle Arbeit den Menschen meist davon abhält, ins Kleinkriminelle zu verfallen.Ich rede hier nicht von hochbezahlten Akademikerjobs, sondern von kleinen Aufgaben, die auch ein Flüchtling in einer Gemeinde übernehmen könnte.Ausserdem leben auch Asylanten nicht jenseits des Gesetzes: wenn irgendwo "auf der Strasse gedealt" wird sollte es doch ein leichtes Sein, die Polizei einzuschalten.Meckern ja, Zivilcourage nein, oder wie?
Was Ata´s Problem angeht: was du mit deinem Haus machst, ist alleine deine Entscheidung, und du solltest sie fern von jediglicher Politisierung treffen.Ich kenne Leute, die seit Jahren ihr leerstehenden Haus für Asylanten bereitstellen und noch nie ein Problem hatten.Ich kenne aber auch das Gegenbeispiel.Schwierige Entscheidung...wenn du nicht willst, solltest du dich auch von den "Ausländerfeind"-Unkenrufen nicht umstimmen lassen.
Trotzdem würde ich mich freuen, wenn du in Zukunft von Stammtischargumenten à la "Die kriegen doch soviel Spenden, dann sollen sie sich halt besser verwalten" oder "hat sie ja niemand gebeten herzukommen" absehen würdest.