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Arztpraxis Henningway
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DVNO:
Wenn Ärzte aber nunmal schon so viele Patienten haben, dass sie kaum nachkommen, ist es doch verständlich? Ein Arzt will ja auch nicht jeden Tag bis spät in den Abend arbeiten.

Bei ganz akuten Geschichten ist das natürlich etwas anderes, ansonsten finde ich, sollte einem Patienten zumindest ein Alternativarzt genannt werden.
Leland Gaunt:
Das meine ich ja damit.
Der Arzt muss zumindest eine Alternative nennen...aber wenn ich lese, dass er x-mal abgewiesen wurde, dann läuft definitv was falsch

Wahrscheinlich spielt nämlich nicht die mangelnde Zeit eine Rolle, sondern das bereits aufgebrauchte Quartalsbudget...
Henningway:
Und das spricht dann nicht gegen den Arzt, sondern gegen das System. Es gibt genug Ärzte, die kurz vor Quartalsende ihre Praxen schließen. Jeder Arzt erhält eine Regelleistung pro Patient pro Quartal, das bedeutet: kommt der Patient einmal, bringt das zwischen 30 und 50 Euro. Kommt er zehn Mal, bringt das immer noch nur 30 - 50 Euro. Budgetüberschreitungen werden dem Arzt direkt vom Honorar abgezogen. Quartalsunterschreitungen werden aber nicht gleichbedeutend gutgeschrieben, sondern verfallen. Therapiegünstige Medikamente werden teilweise mit einem Regress versehen, weil ein günstigeres Medikament zur Verfügung steht (obwohl die Therapie dann schlechter ist).

So ein System kann niemand toll finden, und wir hier in Deutschland haben schon ein gut funktionierendes System. Frag mal die US-Amerikaner oder, wenn Du nicht so weit weg willst: die Spanier.
Leland Gaunt:

--- Zitat von: Henningway am 29.März 2013, 13:11:46 ---Und das spricht dann nicht gegen den Arzt, sondern gegen das System. Es gibt genug Ärzte, die kurz vor Quartalsende ihre Praxen schließen. Jeder Arzt erhält eine Regelleistung pro Patient pro Quartal, das bedeutet: kommt der Patient einmal, bringt das zwischen 30 und 50 Euro. Kommt er zehn Mal, bringt das immer noch nur 30 - 50 Euro. Budgetüberschreitungen werden dem Arzt direkt vom Honorar abgezogen. Quartalsunterschreitungen werden aber nicht gleichbedeutend gutgeschrieben, sondern verfallen. Therapiegünstige Medikamente werden teilweise mit einem Regress versehen, weil ein günstigeres Medikament zur Verfügung steht (obwohl die Therapie dann schlechter ist).

So ein System kann niemand toll finden, und wir hier in Deutschland haben schon ein gut funktionierendes System. Frag mal die US-Amerikaner oder, wenn Du nicht so weit weg willst: die Spanier.

--- Ende Zitat ---

Jein...in erster Linie meine ich ja das System
Aber dennoch hat der Arzt eine gewisse Pflicht und muss zumindest Alternativen bieten, oder meinethalben einen Termin zum nächsten Quartalsbeginn o.ä.

Ich habe überhaupt keinen tieferen Einblick in unser Gesundheitssystem, aber sobald es mal um das Erhalten von Leistungen geht...ist erstmal Sense...da stimmt dann was nicht
Warum machen, bzw dürfen Krankenkassen eigentlich Gewinne erwirtschaften?
Sie müssen sich 'am laufen' halten und gewisse Rücklagen bilden, falls mehr Geld rausgeht für die Kundschaft als reinkommt...aber wofür dann Gewinne??
Hank:
Da hab ich ja was losgetreten.  :P

Also bei "akuten" Erkrankungen werd ich nicht abgewiesen. Also wenn ich mit Grippe o.ä. dahin gehe bzw. im Allgemeinen ne AU brauche ist das kein großes Problem, abgesehen davon, dass man da 2 Stunden warten muss..

Aber was dann Vorsorge oder sowas angeht siehts düster aus ohne Hausarzt. Alternative wird/wurde genannt, nur gehst du dann zum Empfohlenen nimmt der auch keine mehr an und schickt dich wieder zu nem anderen, der dich dann fragt wo du wohnst und darauf meint, dass das zu weit weg sei und ich zu dem in meiner Nähe (dem ersten) gehen soll. Fail..
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