Ja völlig richtig, an den §119 hatte ich blöderweise gar nicht gedacht, danke! Ja, meiner Meinung nach kommt auch Falsa demonstratio non nocet in Frage basierend auf §133 BGB in Frage. Das ist sogar ziemlich klug und sehr geschickt, da hierdurch eine Anfechtung des Vertrages verhindert werden kann. Fragt sich, ob soetwas im common-law Rechtssystem vorgesehen ist. Aber nach deutschem Recht erscheint mir dies die einfachste aller Lösungen. Chapeau, Hasan!
Andererseits gab es doch auch öfter Vertragsklagen von (suspendierten) Spielern, die sich zurück ins Mannschaftstraining geklagt haben. Jüngsten und prominentes Beispiel Tevez bei ManCity. Insofern müssen die Verträge doch sehr wohl Tätigkeitsgebunden sein, oder wie ist das sonst zu erklären?
Ich habe keine Ahnung welche Art von Vertrag englische Lizenzspieler unterschreiben. In den USA funktioniert das Sportsystem ganz anders, da liegen die Angestelltenrechte bei der jeweiligen Liga (also Footballspieler sind erstmal Angestellte der NFL und werden "verliehen", beziehungsweise findet eine Rechteverleihung statt). Da ich die Umstände im Falle Tevez nicht kenne und auch nicht sagen kann, wie dort das Vertragsgefüge funktioniert, kann ich dazu leider nichts sagen. Ich bezweifel auch, dass ich es auf die Schnelle herausfinde aber ich werde mal schauen ob ich nachher etwas Zeit habe, um das mal zu recherchieren (die nächsten 4 Stunden wollte ich dann doch erstmal schlafen

).
Bei Interesse an der Vertragsproblematik im Profifußball aus juristischer Sicht, sei dieser Link "empfohlen" (ich habe ihn inhaltlich nur überflogen, aber die Gliederung sieht vielversprechend aus).
http://www.sportrecht.org/Publikationen/MenkeMagisterarbeit.pdfEDIT: Wir sind alle einem Bären aufgesessen
http://www.bildblog.de/38321/zu-viele-nullen/