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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 1915389 mal)

DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12140 am: 14.Juni 2021, 17:49:46 »

Ich bin nicht zwiegespalten, ich find das völlig Banane. Zuschauer meinetwegen dort, wo eine entsprechend niedrige Inzidenz ist. Aber wenn man die Bilder aus den Stadion sieht, ist mir persönlich das zu viel Publikum mit zu wenig Abstand und dann noch völlig maskenfrei auf den Rängen.
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Towelie

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12141 am: 14.Juni 2021, 18:38:40 »

Die Zuschauer bei den Spielen an den ersten Spieltagen waren aber nicht getestet oder? Glaube nicht, dass die Auslastung der EM-Stadien so einen großen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hat.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12142 am: 14.Juni 2021, 23:15:52 »

Doch. 3G-Regel gilt mWn.
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Benny

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12143 am: 16.Juni 2021, 01:33:19 »

Google mal "totalitäre Ideologie Grüne". Tichys Einblick und drei, vier rechte Schwurbler haben dazu bereits Pamphlete verfasst, denen sich Eulenspiegel gleich bedienen wird

Schade. Ich wollte auch nicht überzeugt werden. Nur eine Erklärung für eine geäußerte Behauptung.


Wollte nochmal einen Nachtrag zu den beiden obigen Beiträgen liefern, nach denen der Vorwurf Grüne folgen einer latent totalitären Ideologie ungerechtfertigt sei und der Beweis für diese Behauptung nur auf einschlägigen rechten Seiten zu finden sei. Warum soweit in die Ferne schweifen, sprich nach irgendwelchen rechten Websites googlen, wenn das Gute doch so nahe liegt, sprich Bundestag oder Europaparlament.
Anbei eine Rede von Renate Künast(Grüne), in der sie offen finanzielle Unterstützung für Antifa Gruppen fordert.
Randnotiz: Antifa ist ein loser Verbund linksextremistischer Gruppen, die das Grundgesetz ablehnen, den Umsturz des existierenden Wirtschaftssystems fordern und in Teilen antisemitisch sind.

https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/Linksextremismus/die-antifa-antifaschistischer-kampf-im-linksextremismus.html

https://www.youtube.com/watch?v=7TSWcRtHC10

Ich glaube, wenn sich eine Mitgliederin (Entschuldigung für mein schlechtes gendern aber gibt es schon eine feminine Form von das Mitglied?) in demokratischen Institutionen wie dem Parlament offen für finanzielle Unterstützung verfassungsfeindlicher Organisationen ausspricht, der Vorwurf der totalitären Ideologie nicht wirklich von der Hand zu weisen ist. Zitat: "Ich bin es ehrlich gesagt leid, wie wir seit Jahrzehnten kämpfen darum, dass NGOs und Antifa Gruppen, die sich engagieren, immer um ihr Geld ringen und von Jahr zu Jahr nur Arbeitsverträge abschließen können. Das reicht nicht. Sie müssen eine verlässliche Finanzierung bekommen. Wir sind es leid, dass einigen das Geld gestrichen wird. Wir brauchen das Demokratieförderungsgesetz."
Demokratieförderungsgesetz als Euphemismus für Finanzierung verfassungsfeindlicher Organisationen? Antifa Gruppen , die Arbeitsverträge bekommen und das seit Jahrzehnten? WTF? Gibt es Arbeitsverträge für Verfassungsfeinde?

Nachschlag:

https://twitter.com/skakeller/status/483883550044073984?lang=hi

Auch die Grünen im Europaparlament haben keine Berührungsängste mit verfassungsfeindlichen Organisation und tun dies sogar im Plenarsaal des Europaparlaments kund. Pikantes Detail am Rande: Ska Keller kandidierte als Spitzenkandidaten der Grünen für das Amt der EU-Parlamentspräsidentin.
Ich glaube, dass eine Partei, die sich für demokratisch hält, für die Bundesregierung kandidiert und somit der Verfassung verpflichtet ist aber gleichzeitig offen und völlig selbstverständlich mit verfassungsfeindlichen Organisationen sympathisiert bzw. demgegenüber offen ist, sich durchaus den Vorwurf der totalitären Ideologie gefallen lassen muss.

Grüße aus Spanien.
« Letzte Änderung: 16.Juni 2021, 01:36:25 von Benny »
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12144 am: 16.Juni 2021, 08:29:13 »

das ist jetzt natürlich schön, dass du dir solche Mühen gemacht hast, aber leider gehst du bei der Rede von Künast komplett der bewussten Fehlinterpretation gewisser Blasen auf den Leim:

https://www.mimikama.at/aktuelles/kuenast-rede/

Was du machst ist folgendes: du scherst alle antifaschistischen Gruppierungen und Organisationen über einen Kamm, und wirfst ihnen Extremismus vor. Dass dem nicht so ist, ist sogar dem Verfassungsschutz klar, denn, wie er selbst in deinem verlinkten Artikel schreibt:

Zitat

Der Begriff Antifaschismus ist umstritten, eine einheitliche Definition kaum möglich. Für die einen ist Antifaschismus ein demokratisches Grundprinzip, für die anderen ein linksextremistischer Kampfbegriff. Bedeutsam für das jeweilige Verständnis ist vor allem, was die jeweiligen Akteure konkret unter dem Begriff des Faschismus verstehen.

"Antifaschismus" wurde in Deutschland ursprünglich Anfang der 1920er Jahre von der "Kommunistischen Partei Deutschlands" (KPD) als antikapitalistischer Kampfbegriff eingeführt.

Seitdem hat sich der Begriff allerdings weiterentwickelt und diverse Ausprägungen erfahren. So entwickelte sich bereits in der Zeit des Nationalsozialismus ein staatstragender, bürgerlich-liberaler "Antifaschismus", der für den Erhalt beziehungsweise für die Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintrat und den man heute mit dem Kampf gegen Neonazismus und Rechtsextremismus im Allgemeinen verbindet.

Meint Künast also die finanzielle Unterstützung von Straftätern? Mitnichten. Sie meint damit Organisationen wie zb die Amadeu Antonio Stiftung oder das ZIVD.
Ist aber klar: die einzigen, die sich öffentlich über diese Rede echauffierten, sind rechte Medien wie die Junge Freiheit oder rechte Parteien wie die AfD. Alle anderen haben verstanden, was sie meint.
Des Weiteren hast du die Sache mit den Arbeitsverträgen komplett missverstanden.
Es geht hier darum, dass die von mir genannten Organisationen aktuell auf "Projektbasis", also befristet, Arbeitsverträge mit dem Bund eingehen. Das bedeutet, dass eine kontinuierliche Finanzierung antifaschistischer Arbeit nicht gesichert ist, und diese Organisationen von Vertrag zu Vertrag rennen, ohne langfristig planen zu können.

Zu Ska Keller: das bloße Zeigen einer Antifa-Flagge heißt absolut gar nichts, denn, wie gesagt, nicht jede Antifa-Gruppierung ist automatisch extrem und ein Fall für den VS.
Ich persönlich solidarisiere mich ebenfalls mit einigen Aktionen der Antifa: friedliche Gegendemonstrationen, Aufklärung, soziale Hilfe, Inklusionsarbeit und dergleichen.
Bei mir hört es auf, wenn Gewalt ins Spiel kommt.
Aber natürlich, anhand des Bildes von Keller weißt du natürlich sofort, dass für sie Gewalt ok ist.

Witzig auch dein Seitenhieb auf genderneutrale Sprache: Mitglied ist bereits neutral (DAS Mitglied).
« Letzte Änderung: 16.Juni 2021, 08:40:22 von Joe Hennessy »
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Tony Cottee

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12145 am: 16.Juni 2021, 08:53:50 »

Antifaschismus als demokratiefeindlich darzustellen sagt alleine schon alles über Dein Demokratieverständnis aus.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12146 am: 16.Juni 2021, 09:06:08 »

Hab noch was vergessen: Benny, du behauptest, die Antifa wäre in Teilen antisemitisch. Das hätte ich gern belegt. Das wäre nämlich genau das Gegenteil ihres Ansinnens.
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Tony Cottee

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12147 am: 16.Juni 2021, 09:35:21 »

Was du machst ist folgendes: du scherst alle antifaschistischen Gruppierungen und Organisationen über einen Kamm, und wirfst ihnen Extremismus vor. Dass dem nicht so ist, ist sogar dem Verfassungsschutz klar, denn, wie er selbst in deinem verlinkten Artikel schreibt:

Zitat

Der Begriff Antifaschismus ist umstritten, eine einheitliche Definition kaum möglich. Für die einen ist Antifaschismus ein demokratisches Grundprinzip, für die anderen ein linksextremistischer Kampfbegriff. Bedeutsam für das jeweilige Verständnis ist vor allem, was die jeweiligen Akteure konkret unter dem Begriff des Faschismus verstehen.

"Antifaschismus" wurde in Deutschland ursprünglich Anfang der 1920er Jahre von der "Kommunistischen Partei Deutschlands" (KPD) als antikapitalistischer Kampfbegriff eingeführt.

Seitdem hat sich der Begriff allerdings weiterentwickelt und diverse Ausprägungen erfahren. So entwickelte sich bereits in der Zeit des Nationalsozialismus ein staatstragender, bürgerlich-liberaler "Antifaschismus", der für den Erhalt beziehungsweise für die Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintrat und den man heute mit dem Kampf gegen Neonazismus und Rechtsextremismus im Allgemeinen verbindet.


Übrigens: Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags selbst stellt fest, dass es "die Antifa" eben kein loser Verbund von linksextremistischen Gruppen ist, die das Grundgesetz ablehnen und den Umsturz des existierenden Wirtschaftssystems fordern.

https://www.bundestag.de/resource/blob/557014/7e164d071a4a535dfb6bb4efdd5bca2c/wd-7-069-18-pdf-data.pdf

Wie Joe schon darstellt: Es gibt "die Antifa" als solche gar nicht.

Es gibt antifaschistische Gruppen, die sicherlich das Grundgesetz ablehnen und Kommunismus oder dergleichen einführen wollen. Das ist überhaupt nicht abzustreiten. Möglicherweise gibt es auch irgendwelche versprengten Antifaschisten, die antisemitische Äußerungen tätigen - ist zwar in sich unlogisch, aber heutzutage ist alles möglich.

Was aber sonnenklar ist: Es gibt weitaus mehr antifaschistische Gruppen, die unsere Demokratie vor Faschismus, Antisemitismus, Totalitarismus etc. schützen wollen - gewaltfrei.

Und dieser nicht-militante Antifaschismus sollte von jedem Freund der Demokratie - konservativ, liberal, links, egal - unterstützt werden.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12148 am: 16.Juni 2021, 09:42:45 »

Hab noch was vergessen: Benny, du behauptest, die Antifa wäre in Teilen antisemitisch. Das hätte ich gern belegt. Das wäre nämlich genau das Gegenteil ihres Ansinnens.

Ich denke, Benny spielt damit auf den ja durchaus existenten Antisemitismus aus linken/linksextremen Kreisen an. Inwiefern der bei Antifa-Gruppen vorhanden ist, kann ich nicht beurteilen, da kenne ich mich zu wenig aus. Aber "in Teilen" scheint mir zumindest bei extremen Antifa-Gruppen plausibel, warum auch nicht?

Ist das Problem nicht auch, dass der Begriff "Antifa" sehr unterschiedlich benutzt wird? Während bei der SPD, Grünen und Linken damit i.d.R. schlicht "Antifaschismus" gemeint ist (die mMn einzig sinnvolle Verwendung), setzen die Parteien weiter rechts im politischen Spektrum den Begriff "Antifa" mit verfassungsfeindlichen, linksextremen Gruppierungen gleich und werfen die Empörungsmaschinerie an, wenn mal wieder jemand sagt, man müsse Antifa-Gruppen unterstützen. Diese Unschärfe im Diskurs führt m.E. dazu, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung viel zu selten stattfindet und man sich lieber gegenseitig Vorwürfe an den Kopf schmeißt.

Was Benny da wiederum veranstaltet hat, ist bewusstes Missverstehen - oder zumindest die Wiedergabe davon. Sowas ist definitiv diskursschädigend. Daher Danke für deine Klarstellung Joe!
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Tony Cottee

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12149 am: 16.Juni 2021, 09:51:27 »

Hab noch was vergessen: Benny, du behauptest, die Antifa wäre in Teilen antisemitisch. Das hätte ich gern belegt. Das wäre nämlich genau das Gegenteil ihres Ansinnens.

Ist das Problem nicht auch, dass der Begriff "Antifa" sehr unterschiedlich benutzt wird? Während bei der SPD, Grünen und Linken damit i.d.R. schlicht "Antifaschismus" gemeint ist (die mMn einzig sinnvolle Verwendung), setzen die Parteien weiter rechts im politischen Spektrum den Begriff "Antifa" mit verfassungsfeindlichen, linksextremen Gruppierungen gleich und werfen die Empörungsmaschinerie an, wenn mal wieder jemand sagt, man müsse Antifa-Gruppen unterstützen. Diese Unschärfe im Diskurs führt m.E. dazu, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung viel zu selten stattfindet und man sich lieber gegenseitig Vorwürfe an den Kopf schmeißt.

Aber das ist doch in vielen Bereichen (nicht nur Politik) mittlerweile die Diskussionskultur. Ich vereinfache, pauschalisiere, verkürze oder überspitze bewusst einen Sachverhalt, um ein bestimmtes Narrativ bzw. meine Agenda voran zu treiben.

Ein echter Diskurs ist nicht gewollt - es geht darum pauschal und immer wieder zu diskreditieren. Wenn ich jemanden andauern mit Scheiße bewerfe oder eine bestimmte Falschaussage nur lange genug wiederhole, dann bleibt in der allgemeinen Wahrnehmung schon etwas hängen, und mein Ziel ist erreicht.

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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12150 am: 16.Juni 2021, 10:26:49 »

Volle Zustimmung.
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JochenG

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12151 am: 16.Juni 2021, 10:34:47 »

Im Rahmen eines Schulprojektes in den späteren 80er-Jahren haben wir als Schüler uns mit den Schrecken des Nationalsozialismus befasst. Unsere Ergebnisse haben wir dann mittels Schaubildern, Infotafeln und Infozetteln auf dem örtlichen Marktplatz präsentiert.

Viel Zuspruch, aber auch die unvermeidlichen unschönen Erlebnisse folgten: Zum einen die Rentner ("Früher hätte man Leute wie euch..." oder "Geht erst mal arbeiten") und die "Besorgten": "Ja aber die Ausländer..."

Es dauerte nicht lange und die örtliche Fascho-Szene tauchte auf. Es folgten Pöbeleien, Sachbeschädigungen, Drohungen bis hin zu körperlichen Attacken.

Nun, es war eine kleine, aber engagierte Antifa-Gruppe, die uns geholfen und beschützt hat. Die Jungs und Mädels sorgten auch dafür, dass wir sicher nach Hause kamen, als wir zum Abend hin abbauten. Die ebenfalls vor Ort befindliche Polizei griff bei den Fascho-Pöbeleien übrigens nicht ein. Die grinsten nur und schauten weg.
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FM 21 Spielbeginn 10.03.2021
SC Weiche Flensburg 08 (Regionalliga Nord) bis 30.06.26
1. FC Magdeburg (3. Liga) ab 01.07.26

DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12152 am: 16.Juni 2021, 10:36:36 »

Ich verstehe allerdings nicht, warum man das Wort nicht aufgibt als Politikerin. Manche Wörter sind verbrannt und Antifa gehört für mich dazu. Jeder der "die Antifa" betrachtet wird sagen, dass da Gruppen und Elemente drin sind, die man unterstützen kann und muss. Da stimme ich zu. Antifaschismus ist wichtig.  Man darf die Gruppen nicht über einen Kamm schären. Joe hat zwei der vielen Beispiele genannt.

Aber man kann eigentlich nicht von Antifa reden, ohne diese Trennstriche zu ziehen. Man könnte einfach Antifaschistische Gruppierungen, NGOs oder sonst irgenwas sagen und hat das Symbol erstmal auf der Seite. Damit würde man die Schnappatmung bei dem Wort vermeiden.
Man muss für Ablehnung gar nicht so weit nach rechts gehen bis man am Rand ankommt. Die CDU ist der Antifa auch ablehnend gegenüber eingestellt, mit der Begründung, dass die Trennung zwischen "gut" und "schlecht" schwer fällt. Und der Begründung stimme ich zu. Hier relativiert gerade auch jeder: "Die Antfia ist super. Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber Antifaschismus ist eben wichtig." Aber wenn man ständig implizit einen Trennstrich in ein Wort einfügen muss, ist das für eine Rede kein gutes Wort.
Was eigentlich gesagt werden müsste: Antfaschitische Arbeit ohne Gewalt und Extremismus ist wichtig. Und das trifft das Wort Antifa meiner Meinung nach leider nicht. Wenn man alle Gruppierungen unter dem Namen in einen Sack steckt und zufällig eine rauszieht, kann es sein, dass man eine linksextremistische Gewalt-Gruppe in den Händen hält. In dem Sack sollte man aus politischer Sicht deswegen vermeiden herumzustochern. Zumal es einfache andere Bezeichnungen gibt, die den Nagel auf den Kopf treffen und die richtigen Gruppen anerkennen, die man auch wirklich meint.
« Letzte Änderung: 16.Juni 2021, 10:39:21 von DragonFox »
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12153 am: 16.Juni 2021, 10:41:54 »

Falls du mit "Man muss für Ablehnung gar nicht so weit nach rechts gehen" auf meinen Post anspielst: das meinte ich auch.

Ansonsten: klar wäre es smarter, Antifa als Begriff nicht zu nutzen, um keine falschen Assoziationen zu wecken. Man kann den Spieß aber auch umdrehen und sagen, dass dieses bewusste Missverstehen aufhören muss.
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DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12154 am: 16.Juni 2021, 10:57:12 »

Ich wollte damit nicht auf einen Post eingehen. Ich meinte damit nur, man muss nicht bis zur AFD oder Internetseiten die am rechten Rand kleben, gehen. Die Antifa ist ein zweideutiger Begriff. Aber eine Deutung ist eben linksextremer und zum Teil auch gewaltbereiter Rand. Und je weiter man im politischen Spektrum nach rechts zieht, desto mehr kann da gefordert und politisch gespielt werden, welche der Deutungen verstanden wird. Das ist rethorischer Alltag...
Wenn es ein Wort gäbe, dass für sinvolle/gute konservative Arbeit oder aber für rechtextreme Gruppen steht, würde ich das auch nicht mehr nutzen. Ich will nunmal nicht falsch verstanden werden und auch gar nicht die Chance bieten falsch verstanden werden zu können. Ich nenne die gute konservative Arbeit dann beim Namen.

Ich gebe dir aber recht. Bewusstes Missverstehen zu beenden wäre toll. Aber der Klügere muss nunmal nachgeben und Rethorik ist auch die Kunst, keine Fläche für Angriffe zu lassen. Während einer Bundestagsrede in dieser Art von der Antifa zu sprechen könnte man auch als Provokation zum Missverstehen interpretieren. Wobei ich nicht weiß, ob ich das tun würde.  :P

Ich wollte einfach mal nur meinen Senf zum Begriff abgeben und auf das Missverstehen weniger eingehen. Die ganzen Sachen am rechten Rand (und auch am linken), die Querdenker, die Verschwörungsgläubigen und so weiter funktionieren nur indem man massiv Informationen verkürzt, falsch interpretiert oder ganz weglässt. Wer sich vollumfänglich informiert hat so viel Meinung und Perspektive, dass er gar nicht mehr weiß, worauf die Gewalt zu richten sein müsste. Er hat dann aber auch keine Zeit und Energie mehr es zu tun.  ::)
Wie habe ich vor kurzem in einer Doku über dieses Nazidorf vom Dorfältesten gehört (paraphrasiert): "Man darf die Ausländer nicht zu sehr kennen lernen. Wenn man sie kennt kann man sie nicht mehr hassen."  :blank:
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Tony Cottee

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12155 am: 16.Juni 2021, 11:09:47 »

Ich verstehe allerdings nicht, warum man das Wort nicht aufgibt als Politikerin. Manche Wörter sind verbrannt und Antifa gehört für mich dazu. Jeder der "die Antifa" betrachtet wird sagen, dass da Gruppen und Elemente drin sind, die man unterstützen kann und muss.

Ich weiß nicht. Ein Begriff wird solange bewusst diffamiert, bis man sich einen neuen Begriff suchen muss, um der Diffamierung zu entgehen?

Das erinnert mich so ein wenig an Täter-Opfer-Umkehr.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12156 am: 16.Juni 2021, 11:18:55 »

Die ebenfalls vor Ort befindliche Polizei griff bei den Fascho-Pöbeleien übrigens nicht ein. Die grinsten nur und schauten weg.

Mit der Rhetorik der Rechten, die die gesamte Antifa als demokratiefeindliches, gewaltbereites Gesindel bezeichnet, kann man feststellen: Polizisten sind Nazis.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12157 am: 16.Juni 2021, 12:01:45 »

Ich verstehe allerdings nicht, warum man das Wort nicht aufgibt als Politikerin. Manche Wörter sind verbrannt und Antifa gehört für mich dazu. Jeder der "die Antifa" betrachtet wird sagen, dass da Gruppen und Elemente drin sind, die man unterstützen kann und muss.

Ich weiß nicht. Ein Begriff wird solange bewusst diffamiert, bis man sich einen neuen Begriff suchen muss, um der Diffamierung zu entgehen?

Das erinnert mich so ein wenig an Täter-Opfer-Umkehr.


Man muss aber such sagen, dass das Logo (die rote und schwarze Flagge) eben such von beiden Seiten missbraucht wird, eben auch von Linksextremisten. Oft genug sind die Flaggen mit dem Logo nämlich auch bei Ausschreitungen zu sehen. Wenn am 1. Mai wieder Autos brennen oder bei Schlachten mit der Polizei bei der Räumung besetzter Häuser. Oft genug ist eine solche Flagge zu sehen. Daher ist es dann schon nachvollziehbar, wenn der Durchschnittsbürger, der die Flagge und das Logo zwar "der Antifa" zuordnen kann, aber diese eben meist in Zusammenhang mit Ausschreitungen und Gewalt sieht, Bedenken aufbaut. Vielen ist dann eben nicht bewusst, dass Antifa eben für 99% friedliche Aktivisten steht und nicht für das eine Prozent sn fanatischen Radikalen. In diesem Zusammenhang ist die Nutzung des Wortes Antifa halt einfach schwierig. Und Rechte schlagen ja genau in diese Kerbe und propagieren, dass "die Antifa" ja nur Autos anzündet und Polizisten angreift.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12158 am: 16.Juni 2021, 12:35:44 »

Ich verstehe allerdings nicht, warum man das Wort nicht aufgibt als Politikerin. Manche Wörter sind verbrannt und Antifa gehört für mich dazu. Jeder der "die Antifa" betrachtet wird sagen, dass da Gruppen und Elemente drin sind, die man unterstützen kann und muss.

Ich weiß nicht. Ein Begriff wird solange bewusst diffamiert, bis man sich einen neuen Begriff suchen muss, um der Diffamierung zu entgehen?

Das erinnert mich so ein wenig an Täter-Opfer-Umkehr.


Man muss aber such sagen, dass das Logo (die rote und schwarze Flagge) eben such von beiden Seiten missbraucht wird, eben auch von Linksextremisten. Oft genug sind die Flaggen mit dem Logo nämlich auch bei Ausschreitungen zu sehen. Wenn am 1. Mai wieder Autos brennen oder bei Schlachten mit der Polizei bei der Räumung besetzter Häuser. Oft genug ist eine solche Flagge zu sehen. Daher ist es dann schon nachvollziehbar, wenn der Durchschnittsbürger, der die Flagge und das Logo zwar "der Antifa" zuordnen kann, aber diese eben meist in Zusammenhang mit Ausschreitungen und Gewalt sieht, Bedenken aufbaut. Vielen ist dann eben nicht bewusst, dass Antifa eben für 99% friedliche Aktivisten steht und nicht für das eine Prozent sn fanatischen Radikalen. In diesem Zusammenhang ist die Nutzung des Wortes Antifa halt einfach schwierig. Und Rechte schlagen ja genau in diese Kerbe und propagieren, dass "die Antifa" ja nur Autos anzündet und Polizisten angreift.

Auch da ist die Frage, was ist Huhn und was ist Ei.

Würden konservative/rechte Politiker Sprache verantwortlich nutzen, könnten sie ja davon sprechen, dass sie gewalttätige Antifaschisten meinen und nicht "die Antifa" und eingestehen, dass die Mehrzahl der antifaschistischen Initiativen durchaus befürwortenswert sind. Das tun sie aber bewusst nicht und schüren damit das "alle über einen Kamm scheren" der Allgemeinheit.

Aus meiner Sicht gehört das zur Agenda. Große Teile der CDU, die gesamte AfD und andere WOLLEN nämlich auch die aus meiner Sicht befürwortenswerten Initiativen wie die Amadeo Antonio Stiftung gar nicht unterstützen und WOLLEN sie in die Nähe von gewalttätigen Chaoten bringen und WOLLEN keine Rechtsextremismusstudien bei der Polizei und WOLLEN nicht die Aufklärung des Todesfalls Oury Jalloh und WOLLEN auf dem rechten Auge blind sein. Das ist eine ganz bewusste Entscheidung und keine versehentliche sprachliche Ungenauigkeit.

Das ist in meinen Augen im Übrigen deutlich demokratiefeindlicher und totalitärer als das was im Ursprung hier Annalena Bärbock, Renate Künast und den Grünen unterstellt wurde. Aber das ist eine politische Einschätzung.

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #12159 am: 16.Juni 2021, 12:44:54 »

Ja, das scheint durchaus korrekt zu sein. Der Begriff wird eben in zu vielen negativen Zusammenhängen verwendet und ist dadurch auch einfach schwierig. Der Normalbürger kann einfach nicht differenzieren.
Was mich sber interessiert. Würden die gemäßigten Initiativen wie die Amadeo Antonio Stiftung und ähnliche überhaupt Antifa plus Logo für ihre Arbeit verwenden. Also bewusst eine Zugehörigkeit zu "der Antifa" bestätigen? Oder wird ihnen das nur von außen angetragen wegen der antifaschistischen Arbeit. Kann nämlich auch behindern, weil eben der Begriff im allgemeinen Sprachbegrauch zu sehr mit Extremismus und Gewalt und weniger mit positiven Dingen in Verbindung gebracht wird.
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