Ich glaube möglich ist es schon noch, aber es bedarf enorme Eigeninitiative des Studenten. Da er einerseits eben den Notendruck hat und diesem irgendwie nachkommen will und muss (die Notenvergabe an sich ist eh ein Witz, es gibt Studiengänge, wo man keine Chance hat, wenn man schlechter als 1,5 ist - aber das ist wieder ein anderes Thema und betrifft überwiegend Lehrämtler), sind alle anderen Veranstaltungen, die sich nicht oder nur schlecht anrechnen lassen, eben rein aus Kapazitätsgründen eben in erster Linie eine Belastung. Gehen tut das aber grundsätzlich schon - und wenn man eine gute Begründung hat, kann man eben auch ein oder zwei Semester länger studieren. Die Begründung muss dann eben nur für einen selber und eventuellen Geldgebern (Stipendien bei angestrebter Promotion, Jobs außerhalb der Uni, etc) nachvollziehbar sein.
Ich habe beispielsweise im Master zwei Spezialisierungen machen wollen und mich nicht für eine entscheiden wollen, das hat dann halt 6 Semester gedauert. Letztlich konnte ich damit sogar zwei Abschlüsse erwerben, was natürlich den Nachweis für mögliche Jobs leichter macht, aber das war nicht der Grund.
Nicht falsch verstehen, ich finde die Verschulung enorm nervend und sehr nachteilig, sehe zudem die Problematik, dass mittlerweile zu viele Leute studieren und das Studium enorm verwässert ist, aber auch in diesem System kann man sich das passabel gestalten.