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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 2071132 mal)

Henningway

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1380 am: 04.August 2011, 16:50:35 »

Muss das leider in 2 Posts packen, da es irgendwie ein Limit für 20.000 Zeichen pro Post gibt (warum eigentlich?!) ;)

Ich glaube nicht, dass das vor Dir jemals jemand ausgereizt hat. ;)
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1381 am: 04.August 2011, 18:44:20 »

Muss das leider in 2 Posts packen, da es irgendwie ein Limit für 20.000 Zeichen pro Post gibt (warum eigentlich?!) ;)

Ich glaube nicht, dass das vor Dir jemals jemand ausgereizt hat. ;)

Doch, Veni Vedi Vici...
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Octavianus

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1382 am: 04.August 2011, 19:18:41 »

Muss das leider in 2 Posts packen, da es irgendwie ein Limit für 20.000 Zeichen pro Post gibt (warum eigentlich?!) ;)

Ich glaube nicht, dass das vor Dir jemals jemand ausgereizt hat. ;)

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Ich bin da auch schon mehrfach an die Grenzen gestoßen, aber ich zähle wahrscheinlich nicht. ;D
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veni_vidi_vici

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1383 am: 04.August 2011, 22:20:47 »

Wenns danach geht, zähle ich auch nicht. Einmal musste ich sogar schon in drei Parts teilen.

LG Veni_vidi_vici

PS: Ja, ich lese überall mit, auch wenn ich nicht überall schreibe  ;)

mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1384 am: 04.August 2011, 23:37:05 »

Die Geschichte Deutschlands hat nicht mit Adolf Hitler angefangen. Leider ist es so, dass einem das immer seit 60 Jahren ins Hirn geprügelt wird und bestimmte Begriffe einfach tabu sind. Aber nur weil diese Begriffe für ne ziemlich üble Sache misbraucht worden sind, und die ich auch in keinster Weise gutheiße, muss man doch in der Lage sein, diese auch fernab von Krieg/Massenmord/Rassismus der 32-45er Jahre zu betrachten.


Zitat
Das würde mich auch sehr interessieren, vor allem wo denn die Gemeinsamkeiten zwischen Rechten und Linken historisch groß sein sollen.

Also unter der Annahme, dass mit "Rechts" die Nationalsozialisten gemeint sind, sollte man wissen, dass der Begriff Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Und zwar durch Ferdinand Lasalle - Gründer der ersten sozialdemokratischen Partei Deutschlands (Allg Deutscher Arbeiterverein) aus der später die SPD (und die KPD) hervorgingen.

Hier mal ein Auzug aus Wiki:

Mit seinen genossenschaftlichen und vor allem seinen an preußisch-nationalstaatlichen Interessen orientierten Sozialismus-Vorstellungen geriet er in intellektuellen Konflikt mit der revolutionär und internationalistisch ausgerichteten, im 19. Jahrhundert von Karl Marx und Friedrich Engels dominierten Lehre des Marxismus;

Also für mich sind das grundlegende Gemeinsamkeiten in der politischen Ausrichtung. Einzig und allein die Abgrenzung Nationalismus (Staat/Lasalle)/Internationalismus (Weltstaat/Marx) ist hier der Unterschied.


Auch die NSDAP später hatte folgende Punkte in ihrem Programm:

- allgemeine Arbeitspflicht
- Abschaffung des Arbeits- und mühelosen Einkommens
- Brechung der Zinsknechtschaft
- Einziehung aller Kriegsgewinne
- Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe
- Gewinnbeteiligung an Großbetrieben
- Ausbau der Altersversorgung
- Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung
- Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende
- eine unentgeltliche Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke
- Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation

Wenn das keine linke Politik ist, was dann?


Zitat
Dass der Nationalsozialismus gar kein sozialistisches System installiert hat, ist dir hoffentlich schon klar oder?

Die SPD (sozialistische Interanationale) hat auch nie ein sozialistisches System installiert, und war (ist?) unzweifelhalt links.


Zitat
Dass der Begriff dazu benutzt wurde, frustrierten Menschen aus der Arbeiterschicht, die damals im Zuge der Industrialisierung locker 80% der Gesamtbevölkerung ausmachten und mit Abstand die höchste Geburtenrate hatten, zu locken ist dir doch hoffentlich auch klar?

Ach Göttchen, die bösen Politiker machen falsche Versprechungen um Wähler anzulocken. Das ist ein Phänomen was alle politischen Richtungen betrifft (egal welcher Coloeur) und somit nur eine weitere Gemeinsamkeit.

Zitat
Dass der Nationalsozialismus von deutschen Großkapitalisten extrem gefördert wurde, die davon ebenfalls profitierten muss ich doch hoffentlich auch nicht erwähnen??

Deutsche Großkapitalisten haben alles gefördert, wo auch nur ein Fünkchen Profit drin war. Und da man neben den "linken" Programmpunkten, auch ganz dick "Imperialismus" drin stehen hatte, hatten die Großunternehmen natürlich alle feuchte Augen. Die betriebene Wirtschaftspolitik war auf jedenfall eher zentrale Planwirtschaft als Marktwirtschaft....sprich eine eher linke, denn rechte Politik.

Zitat
Dass Sozialismus auch protektionistisch und überhaupt nicht internationalistisch funktionieren muss, ist auch geläufig?

Davon rede ich doch die ganze Zeit. Nichts anderes ist doch Nationalsozialismus.

Zitat
Also ich hoffe doch auch sehr auf einen informativen Beitrag dazu, wie du die Sache meinst.

Ich meine die Sache so, wie ich sie geschrieben habe.  :P

Sorry, Meister. Nimms mir nicht übel, aber das das finde ich doch etwas unsinnig. Der Nationalsozialismus hat sich durch eine Expansionspolitik "ausgezeichnet" und die Wirtschaft hat vor allem von Zwangsarbeit profitiert. Derartiges findet sich zumindest im europäischen Sozialismus seit 1945 nirgends. Der Stalinismus weist da schon eher Parallelen auf. Desweiteren gibt es im Sozialismus keine Rassenlehre, die Menschen aufgrund biologischer Merkmale zur Vernichtung freigibt. Ich finde, das ist ein riesiger Unterschied. Protektionistisch war der Sozialismus auch nicht. Im Gegenteil. Es gab einen sozialistischen Staatenbund (RGW). In diesem wurden Straßenbahnen in der CSSR gebaut, Busse in Ungarn, Flugzeuge in der Sowjetunion, Eisenbahnen in Rumänien, Schiffe in der DDR. Diese Art der Arbeitsteilung hat allerdings nicht optimal funktioniert, aber das ist eine andere Frage.

Ganz persönlich würde ich sagen: Der Nationalsozialismus hat zum Glück nicht lange "funktioniert" und der Sozialismus hat sich leider diskreditiert, weil ihm die Demokratie fehlte und er jegliche Phantasie in seinen Reihen abtötete. Es war ja nicht so, dass nur Idioten Sozialisten waren. Doch gerade die Besten wurden nur allzu oft mundtot gemacht oder außer Landes verwiesen. Eigentlich aber Schnee von gestern. Mich interessiert vielmehr, ob der derzeitige Kapitalismus funktioniert. Und vielleicht liegen die Antworten ja auch nicht im Denken in diesen Ismen, sondern der Frage, wie wir als Individuen miteinander umgehen wollen. Und da finde ich die Reduzierung des Menschen auf einen Marktteilnehmer, der einseitig auf seine Vorteile schaut, als unzureichend, wenn nicht sogar irreführend.
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1385 am: 05.August 2011, 02:10:13 »

Du hast das nicht ganz verstanden. Es geht nur um die Begrifflichkeiten Links/Rechts! Nationalsozialismus ist quasi eine linke Politikströmung. Da kannst du noch tausendmal "Unsinn" schreiben, es ändert nichts an der Tatsache. "Gemeinnutz vor Eigennutz" z.B. - Wie würdest du so eine politische Agenda einordnen? Rechts oder links? ;)

Rechte Politik nur anhand von Vorhandensein von Rassismus festzumachen, ist ja wohl total beschränkt. Nimm beim Nationalsozialismus der 32-45er Jahre einfach mal die rassistische Komponente raus. Was übrig bleibt ist rote Soße mit Weltmachtbestrebungen, sprich Sowjetunion 2.0

Nationaler Sozialismus war vor 1920 überhaupt kein Ding. Warum auch!? Lasalle und Marx waren fast sowas wie Kumpels.  ;) Die einzigen die davor Angst haben mussten, waren die Kapitalisten - die "Rechten" sozusagen!  ;D

Zitat
Mich interessiert vielmehr, ob der derzeitige Kapitalismus funktioniert.


Wenn du denkst, dass Kettenbriefe funktionieren, dann funktioniert auch der heutige "Kapitalismus", denn mehr ist das nicht.

Hier mal ein Link, letztends drauf gestoßen. Nennt sich Crash Course und fasst relativ kompakt die derzeitigen und kommenden Finanz-, Energie- und Ökologieprobleme unserer Welt zusammen. Ein klein wenig Zeit muss man sich aber nehmen.  ;)

Crash Course - Chris Martenson

Zitat
Und vielleicht liegen die Antworten ja auch nicht im Denken in diesen Ismen, sondern der Frage, wie wir als Individuen miteinander umgehen wollen.


Ja, die Frage wird sich früher oder später stellen. Man kann echt gespannt sein.
« Letzte Änderung: 05.August 2011, 02:15:25 von pudel »
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Friedel Funkhelm

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1386 am: 05.August 2011, 17:38:10 »

Nunja, ein national ausgerichteter Sozialismus wäre, wenn ich Konnis Bipolaritätsmodell endlich mal richtig verstanden habe, wohl tatsächlich eher "links" einzuordnen. Es sei denn, man gewichtet bestimmte Aspekte einer Ideologie und sagt: "Sobald eine sozialistische Idee nicht mehr internationalistisch ist, ist die per Definition nicht mehr links."

Davon aber völlig Unabhängig sollte man sehr vorsichtig mit den Begrifflichkeiten umgehen! "Nationaler Sozialismus" wird von Neonazis als Begriff für ihre Ideologie verwendet, die sich im wesentlichen nicht vom Nationalsozialismus der Jahre '33-'45. Unterscheidet. In dieser Ära wurde der historische Begriff "Nationalsozialismus" bzw. "Nationaler Soziaismus" geprägt und sollte es vorher einmal einen andersartig definierten, gleichlautenden ideologischen Begriff gegeben haben, wurde dieser, aufgrund der einschneidenden historischen Ereignisse dieser Ära, unwiderruflich mit überprägt. Damit ist der begriff "Nationalsozialismus" eindeutig - historisch wie ideologisch - belegt und man sollte sich hüten diesen Begriff durch irgendwelche Wortklaubereien zu relativieren, zu verharmlosen oder sogar ins Gegenteil zu verkehren.

Als Beispiel sei hier mal der Begriff "Antisemitismus" angeführt: Semit ist die Bezeichnung für den Angehörigen eines Volkes dessen Sprache der im nahen Osten und Nordafrika verbreiteten semitischen Sprachgruppe zugeordnet wird (ähnlich wie in der Zoologischen Systematik werden auch Sprachen in hierarchisch geordnete Gruppen eingeteilt). Zu dieser Sprachgruppe gehören u.a. das in Israel gesprochene hebräisch aber auch arabisch. Antisemitismus hat mit Linguistik aber garnichts zu tun sondern ist eine Weltanschauung, in der Juden (also eine Religions- und keine Sprachgruppe) als minderwertig betrachtet werden. Dieser Begriff wurde von den Judenhassern selbst geprägt und hat sich (nicht zuletzt bedingt durch den Holocaust) in eben jener Bedeutung eingeschliffen obwohl er von der Bedeutung der einzelnen Wortbestandteile sachlich eigentlich etwas anderes Bezeichnen müsste.
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1387 am: 05.August 2011, 20:27:09 »

Zitat
Nunja, ein national ausgerichteter Sozialismus wäre, wenn ich Konnis Bipolaritätsmodell endlich mal richtig verstanden habe, wohl tatsächlich eher "links" einzuordnen. Es sei denn, man gewichtet bestimmte Aspekte einer Ideologie und sagt: "Sobald eine sozialistische Idee nicht mehr internationalistisch ist, ist die per Definition nicht mehr links."

Oder man hört einfach mit diesem Links/Rechts Gedöns auf und nennt die Dinge einfach beim Namen.

Zitat
Davon aber völlig Unabhängig sollte man sehr vorsichtig mit den Begrifflichkeiten umgehen! "Nationaler Sozialismus" wird von Neonazis als Begriff für ihre Ideologie verwendet, die sich im wesentlichen nicht vom Nationalsozialismus der Jahre '33-'45. Unterscheidet. In dieser Ära wurde der historische Begriff "Nationalsozialismus" bzw. "Nationaler Soziaismus" geprägt und sollte es vorher einmal einen andersartig definierten, gleichlautenden ideologischen Begriff gegeben haben, wurde dieser, aufgrund der einschneidenden historischen Ereignisse dieser Ära, unwiderruflich mit überprägt. Damit ist der begriff "Nationalsozialismus" eindeutig - historisch wie ideologisch - belegt und man sollte sich hüten diesen Begriff durch irgendwelche Wortklaubereien zu relativieren, zu verharmlosen oder sogar ins Gegenteil zu verkehren.

Das halte ich aber für falsch. An nationalem Sozialismus gibt es an sich ja nichts auszusetzen (ausser man hat was gg Sozialismus/Nationalstaat). An Antisemitismus/Rassismus schon. (den es übrigens in allen Schichten und politischen Richtungen gibt/gab)
Warum soll man das nicht so sagen können? Hätte ja auch den Vorteil, dass solchen Leuten die politische Grundlage komplett entzogen wird. ;)
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smonan1900

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1388 am: 06.August 2011, 04:26:04 »

Zitat
Ratingagentur S&P stuft US-Bonität herab

Washington (dpa) - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat nach US-Medienangaben die US-Bonität auf «AA+» herabgestuft. Erstmals in der Geschichte habe die US-Kreditwürdigkeit damit nicht die Bestnote «AAA». S&P hatte bereits während des Schuldenstreits mit Konsequenzen gedroht, falls sich der Kongress nicht zu massiven Einsparungen durchringen könne.

Quelle: dpa

Ich frag mal als unwissender, ist es so tiefgreifend wie es sich anhört?
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jez

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1389 am: 06.August 2011, 08:49:31 »

Muss das leider in 2 Posts packen, da es irgendwie ein Limit für 20.000 Zeichen pro Post gibt (warum eigentlich?!) ;)

Ich glaube nicht, dass das vor Dir jemals jemand ausgereizt hat. ;)

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Ich bin da auch schon mehrfach an die Grenzen gestoßen, aber ich zähle wahrscheinlich nicht. ;D

Dazu kurz noch ein Einwurf meinerseits: Hintergedanke ist vor allem der, das sehr lange Beiträge teilweise eine etwas "abschreckende" Wirkung haben. Wird der Inhalt auf mehrere Beiträge aufgeteilt, sieht das ganze etwas aufgelockert aus und es lesen mehr Leute mit (so zumindest meine Hoffnung). Falls das Limit die hauptsächlich Betroffenen (die üblichen Verdächtigen haben sich ja hier eigentlich alle schon gemeldet ;)) zu sehr stört, können wir da aber auch gerne im Feedback-Forum nochmal drüber reden.
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Das ist Fußball. Da geht es nicht um Leben und Tod. Dafür ist die Sache zu ernst! (© Jürgen Becker)

FM2012 Ligenerweiterung für Luxemburg. Alle Ligen, alle Vereine!

Konni

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1390 am: 06.August 2011, 15:42:07 »

Schade dass ich die letzten Tage zu sehr mit der Arbeit beschäftigt war um hier reinzuschauen. Da steht dann auf Seite 74 dieses Threads sowas wie "Nationalsozialismus" ist im Kern links. Ich hoffe, dass das keine Kinder mitlesen und irgendwo wiedergeben, das wäre peinlich.

Ich möchte erstmal darauf hinweisen, dass die Zuordnung des Nationalsozialismus in die "linke Ecke" rechtspopulistisches, vielleicht sogar rechtsextremes Gedankengut ist. Das ist jetzt keine Unterstellung, dass du Lassalle im Zusammenhang mit Nationalsozialismus erwähnst zeigt ja einfach, dass du dich mit der Sache nicht richtig auseinandergesetzt hast. Jedenfalls ist die Parole moderner Rechtspopulisten "Gebt Sozialismen keine Chance". Als Logo ist dann das berühmte Müllmännchen zu sehen, dass nicht nur das Hakenkreuz in die Tonne wirft, sondern eben auch den Sowjetstern. Es ist ja nichts schlimmes dabei, beide Ideologien abzulehnen, aber sie im Kern zu vergleichen und ihnen dieselbe Ideologie zu unterstellen ist schlicht Blödsinn.

Dabei spielen, wie Funkhelm schon erwähnt hat, die Begrifflichkeiten eine große Rolle.
Es gibt den Nationalen Sozialismus (Lassalle), der eben in der Tat nationalstaatlich ausgerichteter Sozialismus ist. Stalin war auch ein nationaler Sozialist, Mao auch, genauso wie Kim Jon-Il (wenn man letzteren als Sozialisten bezeichnen möchte). Die heutige chinesische Staatsführung betreibt das Gegenteil von nationalem Sozialismus.
Neben dem nationalen Sozialismus gibt es den Nationalsozialismus. Das kennzeichnende Merkmal des Nationalsozialismus ist eine Rassenideologie, geprägt durch Herrenmenschendenken (oder der allgemeinen Klassifizierung von Menschen, was zutiefst gegen den Gleichheitsgedanken des Sozialismus spricht) Imperialismus, Antisemitismus und Antikommunismus (ja, das wird gerne mal vergessen, es sind fast genausoviele Kommunisten in den KZs ermordet worden, weil sie Kommunisten waren).
Auch wirtschaftlich hat der Nationalsozialismus nichts Sozialistisches. Die ganzen Punkte, die du dort aufgezählt hast, sind ja ganz toll. Das sind Wahlversprechen, um denen von mir erwähnten fast 80% der Gesamtbevölkerung, die der Arbeiterschicht angehörten, eine Wahlstimme zu entlocken. Wieviele dieser "sozialistischen" Wahlversprechen wurden denn tatsächlich umgesetzt? Wo fand denn eine Enteignung statt, wenn der Betrieb vorher nicht gerade Juden oder anderen unerwünschten Elementen gehört hat? Wie vereinbarst du denn den Aufstieg der Familie Krupp, Ferdinand Porsches und den ganzen anderen Großkapitalisten (zu denen auch Oscar Schindler gehörte, nur mal beispielhaft, da gab es massig!) mit einem "linken","sozialistischen" System?
Nur weil das Wort Sozialismus in der Ideologie Nationalsozialismus auftaucht, macht es diesen doch nicht zu einer linken Politikströmung. Die NSDAP gab sich ja auch als Arbeiterpartei aus (dafür steht das "A" ja bekanntlich), wurde aber schon vor ihrer Machtergreifung in erheblichem Umfang von großen Firmen und reichen Familien unterstützt. Das "Arbeiter" im Namen der Partei hatte genauso eine Tarnfunktion wie das "Sozialismus" in der Bezeichnung der Ideologie. Die Nazis wollten eben Arbeiter anlocken, die gar nicht zu ihrer elitären Ideologie passten. Das einzige, was die Nationalsozialisten je für die Arbeiter getan haben, war den nationalen Tag der deutschen Arbeiter einzuführen am 1. Mai 1933, nur um am Morgen des nächsten Tages alle Gewerkschaften zu verbieten, die Gewerkschaftsräume zu stürmen und Funktionäre in den Knast zu werfen oder gewaltsam zu unterdrücken. Wow, was für eine linke Politik.
Der Autobahnbau hatte natürlich auch den Zweck, als staatliches Konjunkturprogramm zu dienen.


Lassalle als Vorreiter des Nationalsozialismus darzustellen, ist auch eine fantasievolle Leistung.
Lassalle war kein Nationalsozialist, er war Jude. Das vielleicht erstmal vorweg. Der Nationalsozialismus hat sich ideologisch aus dem italienischen Faschismus entwickelt, die Bezeichnung vielleicht nicht. Mit den verhassten Sozialisten und Kommunisten wollten die Nazis doch nichts zu tun haben, nein sie haben sie sogar massenhaft abgeschlachtet.
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1391 am: 06.August 2011, 17:49:10 »

Zitat
Ich möchte erstmal darauf hinweisen, dass die Zuordnung des Nationalsozialismus in die "linke Ecke" rechtspopulistisches, vielleicht sogar rechtsextremes Gedankengut ist. Das ist jetzt keine Unterstellung, dass du Lassalle im Zusammenhang mit Nationalsozialismus erwähnst zeigt ja einfach, dass du dich mit der Sache nicht richtig auseinandergesetzt hast. Jedenfalls ist die Parole moderner Rechtspopulisten "Gebt Sozialismen keine Chance". Als Logo ist dann das berühmte Müllmännchen zu sehen, dass nicht nur das Hakenkreuz in die Tonne wirft, sondern eben auch den Sowjetstern. Es ist ja nichts schlimmes dabei, beide Ideologien abzulehnen, aber sie im Kern zu vergleichen und ihnen dieselbe Ideologie zu unterstellen ist schlicht Blödsinn.

Dabei spielen, wie Funkhelm schon erwähnt hat, die Begrifflichkeiten eine große Rolle.
Es gibt den Nationalen Sozialismus (Lassalle), der eben in der Tat nationalstaatlich ausgerichteter Sozialismus ist. Stalin war auch ein nationaler Sozialist, Mao auch, genauso wie Kim Jon-Il (wenn man letzteren als Sozialisten bezeichnen möchte). Die heutige chinesische Staatsführung betreibt das Gegenteil von nationalem Sozialismus.
Neben dem nationalen Sozialismus gibt es den Nationalsozialismus. Das kennzeichnende Merkmal des Nationalsozialismus ist eine Rassenideologie, geprägt durch Herrenmenschendenken (oder der allgemeinen Klassifizierung von Menschen, was zutiefst gegen den Gleichheitsgedanken des Sozialismus spricht) Imperialismus, Antisemitismus und Antikommunismus (ja, das wird gerne mal vergessen, es sind fast genausoviele Kommunisten in den KZs ermordet worden, weil sie Kommunisten waren).


Also ich fasse mal kurz zusammen. Es gibt für dich einen "nationalen Sozialismus" und einen "Nationalsozialismus". Ersterer ist links, letzterer rechts. Diese "diametrale" Unterscheidung beruht dabei lediglich auf einem Punkt: Rassismus. Links und rechts bedeutet somit nur Rassimus nein/ja - richtig?


Zitat
Auch wirtschaftlich hat der Nationalsozialismus nichts Sozialistisches. Die ganzen Punkte, die du dort aufgezählt hast, sind ja ganz toll. Das sind Wahlversprechen, um denen von mir erwähnten fast 80% der Gesamtbevölkerung, die der Arbeiterschicht angehörten, eine Wahlstimme zu entlocken. Wieviele dieser "sozialistischen" Wahlversprechen wurden denn tatsächlich umgesetzt? Wo fand denn eine Enteignung statt, wenn der Betrieb vorher nicht gerade Juden oder anderen unerwünschten Elementen gehört hat? Wie vereinbarst du denn den Aufstieg der Familie Krupp, Ferdinand Porsches und den ganzen anderen Großkapitalisten (zu denen auch Oscar Schindler gehörte, nur mal beispielhaft, da gab es massig!) mit einem "linken","sozialistischen" System?
Nur weil das Wort Sozialismus in der Ideologie Nationalsozialismus auftaucht, macht es diesen doch nicht zu einer linken Politikströmung. Die NSDAP gab sich ja auch als Arbeiterpartei aus (dafür steht das "A" ja bekanntlich), wurde aber schon vor ihrer Machtergreifung in erheblichem Umfang von großen Firmen und reichen Familien unterstützt. Das "Arbeiter" im Namen der Partei hatte genauso eine Tarnfunktion wie das "Sozialismus" in der Bezeichnung der Ideologie. Die Nazis wollten eben Arbeiter anlocken, die gar nicht zu ihrer elitären Ideologie passten. Das einzige, was die Nationalsozialisten je für die Arbeiter getan haben, war den nationalen Tag der deutschen Arbeiter einzuführen am 1. Mai 1933, nur um am Morgen des nächsten Tages alle Gewerkschaften zu verbieten, die Gewerkschaftsräume zu stürmen und Funktionäre in den Knast zu werfen oder gewaltsam zu unterdrücken. Wow, was für eine linke Politik.
Der Autobahnbau hatte natürlich auch den Zweck, als staatliches Konjunkturprogramm zu dienen.


Also die zentrale Planwirtschaft der 32-45er Jahre ist bei dir nichts sozialistisches?

Aber ich gebe zu, dass die Wirtschaftspolitik dieser Jahre schwer zu beurteilen ist, da man ja von Anfang an auf Krieg gepolt war.

Zitat
Lassalle als Vorreiter des Nationalsozialismus darzustellen, ist auch eine fantasievolle Leistung.
Lassalle war kein Nationalsozialist, er war Jude.

Wie wäre es mit: "Lasalle war nationaler Sozialist UND Jude." ?  (Hört sich sonst so komisch an. Als ob "Jude" eine politische Richtung wäre, denn eine Volksbezeichnung)
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1392 am: 06.August 2011, 19:33:28 »

Zitat
Ratingagentur S&P stuft US-Bonität herab

Washington (dpa) - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat nach US-Medienangaben die US-Bonität auf «AA+» herabgestuft. Erstmals in der Geschichte habe die US-Kreditwürdigkeit damit nicht die Bestnote «AAA». S&P hatte bereits während des Schuldenstreits mit Konsequenzen gedroht, falls sich der Kongress nicht zu massiven Einsparungen durchringen könne.

Quelle: dpa

Ich frag mal als unwissender, ist es so tiefgreifend wie es sich anhört?

Würde mich auch sehr interessieren. Die Chinesen, als größter "Dollar-Kunde" (Kreditgeber), haben die Amis ja schon lange abgewertet (auf "A").  Eines ist sicher. Die Refinanzierung ihrer Schulden, wird dadurch definitiv erschwert.
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Dr. Gonzo

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1393 am: 07.August 2011, 01:10:46 »

Die Refinanzierung der Schulden wird dann vor allem noch teurer. Wie "tiefgreifend" sich das auswirkt, muss sich zeigen. Wenn die Bonität nicht wieder hochgestuft wird und Moody's, Fitch (wobei S&P am mächtigsten ist) und allen voran die Märkte ebenfalls so reagieren, wird es richtig heiß.
Viele andere Länder haben auch nicht die Höchstwertung, aber die USA sind nun mal der Fixpunkt der Weltwirtschaftsordnung (gewesen). Das wird zu großen Verwerfungen führen und die Märkte werden wohl noch hektischer reagieren.
« Letzte Änderung: 07.August 2011, 01:17:36 von Dr. Gonzo »
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1394 am: 07.August 2011, 12:38:28 »

Zitat
Also ich fasse mal kurz zusammen. Es gibt für dich einen "nationalen Sozialismus" und einen "Nationalsozialismus". Ersterer ist links, letzterer rechts. Diese "diametrale" Unterscheidung beruht dabei lediglich auf einem Punkt: Rassismus. Links und rechts bedeutet somit nur Rassimus nein/ja - richtig?

Nein, ich schrieb doch, dass der Nationalsozialismus auch wirtschaftlich gesehen mit dem Sozialismus nichts zu tun hatte. Der Nationalsozialismus war auch in ökonomischer Hinsicht überhaupt nicht sozialistisch. Der Nationalsozialismus war durch eine bürgerliche Klassenherrschaft geprägt, das war zutiefst unsozialistisch (im Marxismus ist die klassenlose Gesellschaft das Ziel). Du hast doch ein paar plakative Grundsätze des 25-Punkte Programms der NSDAP von 1920 aufgelistet. Die klingen teilweise sozialistisch. Wieviele dieser Punkte wurden nach der Machtergreifung/-übernahme umgesetzt und warum listest du die ersten 10 und die letzten 5 Punkte nicht auf, aus denen deutlich hervorgeht, dass der Nationalsozialismus schon 1920 nichts mit Sozialismus zu tun hatte? Das ist fast schon bewusste Täuschung.

Dem Nationalsozialismus wohnten auch antikapitalistische Gedanken inne. Diese assozierten allerdings vornehmlich das sogenannte "Weltjudentum" als Herrscher über das Weltfinanztum. Insofern war der Antikapitalismus innerhalb der NSDAP nichts weiter als ein verkappter Antisemitismus. Es lohnt sich auch ein Blick darauf, wie es in Deutschland aussah, nachdem die Nazis die Macht übernommen hatten. Von einer Umstürzung der Produktionsverhältnisse, wie etwa Marx sie gefordert hatte, war keine Spur. Viel eher wurde Monokapitalismus gefördert, weshalb einige Familien so verdammt reichen während dieser Zeit werden konnten. Staatliche Häftlinge, also etwa Kommunisten und Juden, wurden als Zwangsarbeiter an die Betriebe vergeben. Das zentrale Merkmal des Sozialismus "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" wurde in der Wirschaftspolitik der NSDAP nachdem sie die Macht hatte, jedenfalls nicht ausgelebt, zumindest fällt mir kein Beispiel dafür ein.


Und ja, nicht nur ökonomisch, sondern auch am Rassismus unterscheidet sich Nationalsozialismus von Sozialismus. Rassismus ist aber nicht nur einfach eine plakative Besonderheit des Nationalsozialismus, die es erlaubt, ihn zu einer Spielart des Sozialismus zu machen (wie du es ja nahegelegt hast). Rassismus ist die Ausformung einer Ideologie und eines Menschenbildes, die Menschen in verschiedene Wertigkeiten einteilen, abhängig von ihrer Herkunft. Es war auch der rassische Gedanke, über den sich das "nationale" Überhaupt erst definierte. Es ging nämlich nicht um Deutschland, es ging vor allen Dingen um "Deutsche", die durch Abstammungsnachweise belegen mussten, dass sie nach der rassistischen Lehre überhaupt Deutsche sein konnten. Juden konnten noch so lange in Deutschland leben, nationale Interessen vertreten (also ihren "Beitrag" für Deutschland leisten) und wurden trotzdem im nationalen Gedanken der NS-Ideologie nicht akzeptiert. Auch dort ist ein erheblicher Widerspruch zum nationalen Sozialismus zu finden, Lassalle ging es nicht um das Individuum, sondern um das Kollektiv, also die Volksgemeinschaft in der jeder in dem Land lebende eine gleiche Wertigkeit besaß.
Auch wenn es mal zu Enteignungen von Produktionsmitteln oder Privateigentum kam (also ein sozialistisches Element, wenn man so will), dann wurden die Betroffenen auf Grund ihrer Rassenzugehörigkeit ausgewählt. In der "Arisierungsphase" wurden vor allem Juden, ausländische Betriebe und Betriebe, die von unerwünschten Elementen geführt wurden (starke Gewerkschaftsstruktur, Sozialdemokraten) enteignet. 

Zitat
Also die zentrale Planwirtschaft der 32-45er Jahre ist bei dir nichts sozialistisches?

Aber ich gebe zu, dass die Wirtschaftspolitik dieser Jahre schwer zu beurteilen ist, da man ja von Anfang an auf Krieg gepolt war.

Nein. Planwirtschaft gab es auch in den USA in Form des New Deals. Es gab sie auch als Kriegswirtschaft in Großbritannien und in Deutschland vor und im 1. Weltkrieg. In Frankreich gab es meines Wissens sogar eine Zentralverwaltungswirtschaft nach dem 2. Weltkrieg. Es gibt sowohl kapitalistische, als auch sozialistische Planwirtschaft. Der Unterschied besteht im Eigentum der Produktionsmittel und die lagen während der Naziherrschaft jederzeit in privateigentümlicher Hand.

Zitat
Wie wäre es mit: "Lasalle war nationaler Sozialist UND Jude." ?  (Hört sich sonst so komisch an. Als ob "Jude" eine politische Richtung wäre, denn eine Volksbezeichnung)

Ich wollte bloß deutlich machen, dass nach nationalsozialistischer Auffassung kein Jude Deutscher und erst Recht kein Nationalsozialist sein konnte. Ich kenne auch keine nationalsozialistischen Juden. Ich kenne auch keinen Schwarzen im Ku-Klux-Klan. Lassalle war kein Nazi und auch kein ideologischer Vorreiter des Nationalsozialismus. Das wollte ich felsenfest klarstellen, weil ich es widersprüchlich dargestellt fand. Das mag jetzt pedantisch sein, aber Jude ist nicht nur eine Volksbezeichnung, sondern auch eine Religionsbezeichnung.
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1395 am: 07.August 2011, 16:05:32 »

Zitat
Also ich fasse mal kurz zusammen. Es gibt für dich einen "nationalen Sozialismus" und einen "Nationalsozialismus". Ersterer ist links, letzterer rechts. Diese "diametrale" Unterscheidung beruht dabei lediglich auf einem Punkt: Rassismus. Links und rechts bedeutet somit nur Rassimus nein/ja - richtig?

Du hast doch ein paar plakative Grundsätze des 25-Punkte Programms der NSDAP von 1920 aufgelistet. Die klingen teilweise sozialistisch. Wieviele dieser Punkte wurden nach der Machtergreifung/-übernahme umgesetzt und warum listest du die ersten 10 und die letzten 5 Punkte nicht auf, aus denen deutlich hervorgeht, dass der Nationalsozialismus schon 1920 nichts mit Sozialismus zu tun hatte? Das ist fast schon bewusste Täuschung.

Ich habe die nicht mit aufgezählt, weil das die Antisemitismus/Imperialismus Punkte sind und m.E. keine Grundlage für eine sogenannte Links/Rechts Kategorisierung bilden.

@Wirtschaft:

Die Wirtschaft hatte aber nix mit Marktwirtschaft zu tun, sondern wurde gezielt vom Staat gesteuert. Inwiefern man das dann noch als Kapitalismus bezeichnen will, ist jedem selbst überlassen. Aber wie gesagt, ist halt schwer zu beurteilen, da der Zeitraum für eine eindeutige Klärung sehr kurz war, und eine einzige Ausnahmesituation darstellte (Kriegswirtschaft).

Zitat
Ich wollte bloß deutlich machen, dass nach nationalsozialistischer Auffassung kein Jude Deutscher und erst Recht kein Nationalsozialist sein konnte. Ich kenne auch keine nationalsozialistischen Juden. Ich kenne auch keinen Schwarzen im Ku-Klux-Klan. Lassalle war kein Nazi und auch kein ideologischer Vorreiter des Nationalsozialismus. Das wollte ich felsenfest klarstellen, weil ich es widersprüchlich dargestellt fand. Das mag jetzt pedantisch sein, aber Jude ist nicht nur eine Volksbezeichnung, sondern auch eine Religionsbezeichnung.

Und ich wollte nur deutlich machen, dass es vor 32-45, schon Ideen eines nationalistischen Sozialismus gab, nur ohne die Antisemitismus/Imperialismus Komponente.
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"Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft."

J.P. Sartre

pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1396 am: 08.August 2011, 01:04:03 »

War ja ordentlich was los am Wochenende. Freitag werden die Amis abgwertet. Samstag teilen die Italiener mit, dass sie zahlungsunfähig sind. Und vorhin hat die EZB mal schnell nach einer Telefonkonferenz bekanntgegeben, dass sie italienische (und spanische) Anleihen "kaufen" wird.

Wie oft will man eigentlich noch gegen seinen eigenen auferlegten Vertrag (Lissaboner Vertrag) verstoßen und andere EU Mitglieder aus der Pleite kaufen?

Auch interessant, was man im deutschen Parlament bis September durchboxen will. Der derzeitige europ. Rettungsschirm, soll dann 2013 vom ESM (Europäischen Stabilitätsmechanismus) abgelöst werden. Dies wird eine dauerhafte Transferunion besiegeln und die Souveränität Deutschlands faktisch abschaffen. Hier mal ein Einblick, was auf einen zukommt: ESM

Müsste man da nicht mal vorher das Volk fragen, ob man in Zukunft dazu bereit ist, andere Länder zu finanzieren, weil diese dazu selber nicht in der Lage sind? Ich meine, die innerdeutsche Transferunion (West->Ost) ist ja schon nicht so "super" angekommen. Was soll das jetzt erst werden? Und Schulden hat Deutschland ja auch selber, so ist es ja nicht. Die Verfassungsbeschwerden laufen auf Hochtouren (PK der Kläger), aber in Karlsruhe möchte man die Sachen wohl lieber aussitzen.  >:(

Spiegel-Cover von heute/Montag:



« Letzte Änderung: 08.August 2011, 01:06:57 von pudel »
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J.P. Sartre

HcLugano

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1397 am: 08.August 2011, 01:19:56 »

Müsste man da nicht mal vorher das Volk fragen, ob man in Zukunft dazu bereit ist, andere Länder zu finanzieren, weil diese dazu selber nicht in der Lage sind?

Auf Bundesebene gibts keine Volksentscheide, ausser bei geographischen Neugliederungen. Das nennt sich repräsentative Demokratie  ;)
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White

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1398 am: 08.August 2011, 01:24:02 »

Ich hab keinen von denen gewählt... -.-
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1399 am: 08.August 2011, 01:47:05 »

Müsste man da nicht mal vorher das Volk fragen, ob man in Zukunft dazu bereit ist, andere Länder zu finanzieren, weil diese dazu selber nicht in der Lage sind?

Auf Bundesebene gibts keine Volksentscheide, ausser bei geographischen Neugliederungen. Das nennt sich repräsentative Demokratie  ;)

Ist das keine geographische Neugliederung, wenn Brüssel (oder sonstwer) demnächst die fiskalische Hoheit über Deutschland besitzt? Mit einer Transferunion ist man endgültig "nur" ein "europäischer Bundesstaat" - quasi sowas wie Kalifornien oder Texas in den USA. (nur gibts in den USA keine Transferunion.)
 
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