Sommerpause 2038SaisonfazitEs ist erneut geschafft. Die vergangene Saison war verdammt aufreibend, in meinen Augen gar deutlich aufreibender als die erste Saison in der Premier League. Erstmals seit knapp 18 Jahren (damals Abstiegskampf in Liga 6...) kam so etwas wie Unruhe in den Kader. Diese drückte auf die Moral der Mannschaft, was sich wiederum auf die Leistungen auswirkte. Durch zahlreiche Pleiten gegen die direkte Konkurrenz machten wir den Klassenerhalt noch richtig spannend. Aber wir haben es geschafft. Das "second season syndrome" ist bezwungen.
SpielerleistungenDer beste Mann der Saison war eindeutig und ohne jeglichen Zweifel
Phil Harding. In 41 Pflichtspielen gelangen ihm 20 Tore und 7 Vorlagen, das alles bei einer Durchschnittsnote von 7,53. Überragend. Nicht nur in der Offensive, auch als erster Verteidiger ist der flinke Jung-Nationalspieler eine Wucht. Ich bete, dass er sich in den kommenden Jahren nicht schwerer verletzt.
Unter den tollen Leistungen von Phil Harding litt vor allem
Luke Burrows, der einfach kein Bank-Spieler zu sein scheint. Zwei Tore, eine Vorlage, die schlechteste Durchschnittsnote seiner bisherigen Karriere. In der neuen Saison sehe ich es als meine Aufgabe an, ihm sein Selbstvertrauen zurückzugeben. Zum Ende der Saison bestritt er einige Spiele im zentralen Mittelfeld, dort liegt auch in der neuen Saison seine Chance.
Weitere positive Ausreißer waren
Simon Rogers, der vor allem mit gefährlichen Standards zum Klassenerhalt beitrug, die gewohnt solide Innenverteidigung mit den gleichstarken
Tebble,
Jones und
Norman und die starke zweite Garde mit überraschenden Performern wie
Dean Penlington.
Negativ hingegen stachen vor allem das in dieser Saison im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächere zentrale Mittelfeld (v.a.
Butler) sowie die Linksverteidiger-Position in persona
Steve Parry. Dort kommt es im Sommer zu Veränderungen taktischer Natur.
KaderveränderungenZwei verdiente Spieler im gehobenen Alter verlassen den Verein.
Adrian Wilson, Jahrgang 2019, 2019-2030 und 2036-2038 im Verein, 295 Pflichtspiele, Ø-Note 6,87Einer der wenigen Spieler in der Vereinsgeschichte, die sowohl in der Conference North, als auch in der Premier League auf dem Rasen standen. Zudem steht er in den Rekordbüchern - mit seinem Spiel im FA Cup gegen Chelsea ist der damals 34-Jährige nun der älteste Spieler der Vereinsgeschichte, zumindest laut FM. Und in meiner Ägide sowieso.

In den letzten beiden Jahren war er ein solider Backup-Keeper, der nie Stunk machte und sich immer in den Dienst der Mannschaft stellte. Hoffentlich steht er bald als Mitarbeiter zur Verfügung.
Jordan Dixon, Jahrgang 2025, 335 Pflichtspiele, 29 Tore, 10 Vorlagen, 26x SdS, Ø-Note 7,05Ein weiterer ganz großer Name verlässt den Verein. Jordan Dixon ist einer dieser Spieler, deren Talent eigentlich nicht ausreichte, um Großes zu erreichen, deren Professionalität das allerdings wettmachte. Über acht Jahre und drei Ligen war Jordan als Abwehrrecke nicht aus unserer Innenverteidigung und als Führungsspieler nicht aus unserer Mannschaft wegzudenken. Er wechselt in die fünfte Liga zu Oldham Athletic, wo er den Owls beim Aufstieg in die Football League helfen soll.
Schon symptomatisch, dass ehemalige Schlüsselspieler, die uns auf hohem Niveau gute Dienste geleistet haben, im besten Fußballalter in die Fünftklassigkeit wechseln.

Youth IntakeEs geht doch! Wahnsinns-Jahrgang.
Rhys Davies (Bericht): Pünktlich zum 30. Geburtstag von John Evans bekomme ich seinen Nachfolger geschenkt, besser geht es nicht! Perspektivisch bereitete mir diese Position leichte Kopfschmerzen, das hat sich nun erledigt. Davies ist jetzt schon besser als Adrian Wilson oder Daniel Davies und rückt somit auf die Position der Nummer 2. Der Junge könnte über lange Jahre unser Gehäuse hüten.
Gethin Owen (Bericht): Noch so ein Riesentalent für unsere Verhältnisse. Technisch verdammt stark, die Anlagen für alles weitere sind da - guter Mann. Sicherlich noch nicht ganz so weit wie Davies, aber ebenfalls verdammt talentiert. Ihn werden wir ruhig aufbauen, langfristig soll er auf unserer linken Außenbahn und im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen.
Carl Smith (Bericht): Nicht ganz so begeisternd wie die anderen beiden, aber immer noch ein toller Spieler mit jeder Menge "Utility", wie es auf Neudeutsch so schön heißt. Ein beidfüßiger Außenverteidiger mit ordentlichen Anlagen, wie könnte ich ihn verschmähen?
Connor Dixon (Bericht): Ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler der Machart "Taylor/Butler". Sehr ausgeglichener Spieler, wenn man von den pur offensiven Qualitäten wie Dribbling und Abschluss absieht. Könnte in Zukunft eine gute Rolle spielen.
Craig Farhat (Bericht): Bei Craig Farhat brauchte ich einige Momente, um festzustellen, dass er eigentlich ziemlich gut ins Konzept passt. Als Rechtsverteidiger hat er gute Chancen, in die Fußstapfen des alternden Matthew Lewis zu treten, auch wenn ich kopfballstärkere Außenverteidiger bevorzuge. Mit seinem guten Passspiel würde er auch ins Mittelfeld passen, wenn er nicht mit der Übersicht eines Rennpferdes gesegnet wäre...
AufrückerIch erweitere den Kader um fünf Spieler auf 28 Mann. Der Grund ist simpel: Ich habe nicht das Gefühl, dass meine größten Talente auf Leihbasis so gut gefördert werden, wie das der Fall wäre, wenn ich sie mit den Profis trainieren lasse und gelegentlich mal ins kalte Wasser schmeiße. Zudem hilft die erhöhte Kaderbreite bei etwaigen Verletzungen, wie die letzten Jahre belegen. Einsatzzeiten bekommen die Youngster in der U21 oder U18 auch so.
Hier also die fünf Neuen:
Rhys und Daniel Davies streiten sich um die Nummer 2 und ersetzen gemeinsam Routinier Adrian Wilson. Fun fact: Gemeinsam sind sie nur knapp einen Monat älter als eben jener Wilson.

Rhys Searle erhöht die Breite im Mittelfeld, wo die Kaderdecke sowieso schon recht dünn ist, wir mit KWC einen langfristigen Ausfall und mit Ash Rogers einen sehr verletzungsanfälligen Backup haben. Auch Gethin Owen soll hier helfen, nebenbei aber ganz behutsam aufgebaut werden.
James Collins ist unser dritter Linksverteidiger, der vor allem auf Steve Parry Druck machen soll. Aber dazu in wenigen Abschnitten mehr.
TaktikBevor wir zum Kader kommen muss ich auf die leicht veränderte Taktik eingehen. Grundsätzlich bleibt es beim gewohnten Korsett (4-1-4-1), allerdings wird die linke Seite grundlegend umgekrempelt. Der Gedanke dahinter ist simpel: Wir hatten in den letzten Jahren dauerhaft Probleme, die linke Seite befriedigend zu besetzen. Auch in der letzten Saison hatten wir für die gesamte Außenbahn nur einen PL-tauglichen Spieler, Joe Baker. Ein Linksaußen, der seine Stärken in der Defensive hat. Steve Parry, Shane Lambert, Kieran Evans - alles gute Jungs, aber nicht ganz Premier League-Material. Mit dem Transfer von Dean Williams-Cooke hatte ich nun ein Überangebot an Spielern für die rechte Außenbahn, auf links sah es dafür düster aus.
Quintessenz: Wir ziehen Joe Baker vom linken Flügel auf die linke Abwehrseite, dafür rückt Simon Rogers von rechts nach links und interpretiert seine "Wide Midfielder (A)"-Rolle quasi als Inside Forward (Cut Inside und Cross Less als Instruktionen). Baker sorgt mit seiner Offensivstärke für die notwendige Breite. Damit rückt Schwachpunkt Steve Parry ins zweite Glied. Grundsätzlich werden wir damit in der kommenden Saison wohl offensiver auftreten als gewohnt, mal sehen wie das läuft.
Unser Kader für die neue Saison sieht wie folgt aus.
Im Tor ist die Situation recht eindeutig.
John Evans ist die unangefochtene Nummer 1, der Mannschaftskapitän wird bei voller Gesundheit zumindest alle Ligaspiele bestreiten. Die Pokalspiele gebe ich wahrscheinlich dem blutjungen
Rhys Davies.
Daniel Davies ist ein guter Backup, mehr aber auch nicht.
In der Innenverteidigung bleibt alles beim Alten.
Jason Tebble,
Rikki Jones und
Ilan Norman sind gleichberechtigte Rotationspartner,
Martin Richards ist die Zukunft und wird ebenfalls seine Einsätze bekommen.
Links hinten wird wie bereits erwähnt
Joe Baker auflaufen. Er soll ständig mit nach vorn arbeiten, auf der linken Seite für Breite sorgen und seine offensiven Stärken ausspielen. Dahinter warten mit
Steve Parry und
James Collins zwei Alternativen, die die Position etwas defensiver interpretieren würden. Parry ist mit seinen 28 Lenzen ein Auslaufmodell, Collins gehört die Zukunft.
Rechts hingegen nichts Neues.
Jake Elliott und
Matthew Lewis machen ihre Sache als Duo seit nunmehr sechs Jahren sehr ordentlich, dabei darf es bleiben. So langsam müssen wir uns allerdings um die Lewis-Nachfolge Gedanken machen. Er ist unser letzter aktiver Spieler, der bereits in allen Spielklassen für die Seagulls auflief.
Im defensiven Mittelfeld geht
Nick Williams in seine zehnte Saison als Stammspieler. Souveräner Rückhalt, guter Spielaufbau, mehr kann ich gar nicht verlangen. Sein Backup ist der defensivstärkere
Penlington, dessen fußballerische Klasse sich zwar in Grenzen hält, der seine Sache in Anbetracht seines begrenzten Talents aber gut macht.
Die Schaltzentrale wird auch in der neuen Saison aus
Dylan Taylor und
Ricky Butler bestehen, dahinter wird es allerdings dünn.
Kieran Williams-Cooke hat sich nach Saisonende den Fuß gebrochen, die Vorbereitung komplett verpasst und wird noch weitere fünf Wochen fehlen, zudem hat der alte Mann dramatisch abgebaut. Bleiben noch Dauerpatient
Ashley Rogers und Trainingsweltmeister
Rhys Searle. Hier darf sich einfach niemand verletzen, dann sind wir gut besetzt. Zum Glück können zahlreiche andere Offensivspieler zumindest den offensiveren Part im Mittelfeld übernehmen.
Die linke Außenbahn ist die zweite Position im taktischen Gerüst, an der ich geschraubt habe. Hier wird
Simon Rogers angelernt. Der kann offensiv abgesehen vom linken Mittelfeld alles spielen, von daher bin ich optimistisch, dass er das schnell hinbekommt. Ansonsten steht noch
Kieran Evans bereit, der in der Vorbereitung in neuer Rolle durchaus überzeugen konnte. Auch der junge
Gethin Owen zeigte gute Ansätze.
Rechts setze ich mein Vertrauen in Rückkehrer
Dean Williams-Cooke. Er bringt alles mit um als Rechtsaußen zu überzeugen, durfte diese Position in der Vergangenheit aber eher selten ausfüllen, zumeist musste er im Sturm ran. Hinter ihm warten
Wayne Price und
Ben Scantlebury auf Einsätze. Keinen der beiden werde ich derzeit los, von daher kann ich sie auch als Optionen für die Kaderbreite behalten. Einer von beiden ist sowieso immer verletzt...

Im Sturm bleibt alles beim Alten. Der Star der Mannschaft,
Phil Harding, bleibt an vorderster Front gesetzt, Vereinslegende
Luke Burrows müsste so langsam mal wieder in Tritt kommen, wenn er eine Zukunft im Verein haben möchte.
SonstigesInfrastrukturell geht es weiter aufwärts.
Youth Recruitment und die
Trainingseinrichtungen für Profis und Jugend werden einmal mehr verbessert und erreichen ein immer besseres Niveau.
AusblickNach dem zweiten gelungenen Klassenerhalt in Folge würde ich natürlich sehr gern den Blick nach oben werfen, doch soweit sind wir noch nicht. Mindestens 5 Jahre wird es noch dauern, bis wir uns wirklich im oberen Mittelfeld der Liga etablieren können. Bis dahin müssen die Jungs aus dem aktuellen Jugendjahrgang ihr Potenzial einigermaßen abrufen, wir brauchen Verstärkungen auf einigen wichtigen Positionen (sprich: Rechtsverteidiger) und müssen die alternde Garde um Taylor und Rogers angemessen ersetzen. Bis dahin gibt es nur ein Ziel: den wiederholten und wiederholten Klassenerhalt.