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Miro, Miro, HSV - (vormals: 1. FC Kaiserslautern)
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StephanB.:
Schade, das hier seit einem Jahr nichts mehr passiert ist. Wäre Interessant gewesen, wie sich dein FCK weiter in der Bundesliga geschlagen hat.
Texas Alaska:
Ja, sorry. Ich komme gerade kaum zum Zocken und wenn dann nutz ich meine neue XBox - dort dann eher Fallout als FM...

Aber ich hab bald Urlaub. Vielleicht dann?
Texas Alaska:

--- Zitat von: StephanB. am 22.August 2021, 05:11:23 ---Schade, das hier seit einem Jahr nichts mehr passiert ist. Wäre Interessant gewesen, wie sich dein FCK weiter in der Bundesliga geschlagen hat.

--- Ende Zitat ---

Also: Ich hab mir am Wochendene auf deinen Beitrag hin nochmal das Savegame angeguckt und ein paar Partien gespielt. Ohne zuviel vorwegzunehmen: Lief nicht ganz so wie erwartet. Und wie das so ist, wenn etwas nicht läuft wie geplant: Es lässt mir keine Ruhe. Ich bin wieder angefixt, und bastel im Geiste gerade an einer neuen FCK-BuLi-Taktik. Heißt: Es geht weiter. Kann aber noch ein bisschen dauern, bis ich es zu Papier bringe.
StephanB.:
Bin gespannt wie es weitergeht. ;)
Texas Alaska:
Foto: Robin Böttcher, CC BY-ND 2.0


Bundesliga 2020/2021 - Läuft nicht so richtig....

Der Saisonauftakt gegen Wolfsburg war wie gemalt und hat natürlich Erwartungen geweckt. Im Umfeld des FCK werden schon wieder Träume wach: Vielleicht nicht vom ganz großen Ding wie damals in der Saison 1997/1998 als man als Aufsteiger direkt Meister wurde, dafür ist selbst der FCK-Anhang realistisch genug, um zu wissen, dass im Fußball mittlerweile andere Zeiten angebrochen sind. Aber Europa - das müsste doch drin sein!

Denkste. Schon am zweiten Spieltag holt uns die Realität wieder ein und wir kriegen mehr als deutlich gezeigt, dass wir uns in dieser Liga ganz hinten anstellen müssen.

Im ersten Heimspiel der Saison geht es gegen Bremen. Ausgerechnet. Werder ist neben Lautern einer der großen Herzensvereine von Miroslav Klose, immerhin hat er hier seinen großen Durchbruch als Spieler erlebt, wurde Torschützenkönig der Bundesliga und hat sich als Stammspieler in der Nationalmannschaft etabliert. Werder Bremen ist in dieser Saison und in meinem Save aber auch eine gestandene Bundesligamannschaft, die kratzt und beißt und bekannt dafür ist zu wissen, wo das Tor steht. Anders als in der Realität orientiert sich Werder in meinem Save eher Richtung Europa als in Richtung Abstiegskampf.

Umso größer die Augen bei den mitgereisten Gästefans, als uns Spalvis nach drei Minuten gleich mal in Führung bringt. Es scheint so, als ginge es hier genauso weiter wie es vor einer Woche in Wolfsburg aufgehört hat: Der FCK im Vorwärtsgang, die Welt ist rosarot. Leider braucht Werder nur kurz, um zu sich zu kommen. Ab ca. Minute 30 spielt hier nur noch Grün-Weiß. Wir halten irgendwie den Laden dicht und gehen mit der knappen Führung in die Pause.

In Halbzeit zwei dann das gleiche Bild: Werder drückt, Lautern wackelt. Ich weiß bis heute noch nicht, wie wir es geschafft haben, weitere 15 Minuten ohne Gegentreffer durchzuhalten. Und dann klingelt es doch. Fehler von Kraus - und Bäm! 1:1. Doch dann zeigt der Schiri an: Moment mal! Im Videokeller guckt man sich die Aufnahmen an und entscheidet auf Abseits. Tor zählt nicht. Nochmal Glück gehabt.

Wieder 15 Minuten später ist es dann aber eindeutig. Ecke, Kopfball, Tor. Werder trifft zum hochverdienten Ausgleich. Der Fußballgott scheint heute aber trotzdem auf unserer Seite zu sein. Trotz weiterer 7 (!) Schüsse aufs Tor in der letzten Viertelstunde halten wir (bzw. unser Keeper Fabian Bredlow) den einen Punkt fest und wir gehen mit einem Unentschieden vom Platz. Ein kleines Fußballwunder. Werder hätte den Sieg heute mehr als verdient gehabt, aber so ist Fußball manchmal.




Wir ihr seht: In den folgenden Spielen haben wir weniger Glück. RB Leipzig überrollt uns regelrecht, wir sind mit der 0:3 Niederlage noch sehr gut bedient. Gegen Mainz und Hannover ist es dann zweimal Not gegen Elend und wiederum können wir von Glück reden, aus beiden Spielen jeweils einen Punkt mitzunehmen. Der BVB ist für uns dann zwei Nummern zu groß, hat aber auch ein kleines Defensivproblem, was Lukas Spalvis gekonnt zu nutzen weiß. Auch hier: die 2:3 Niederlage hätte auch locker deutlich höher ausfallen können.

Es ist mehr als offensichtlich: So geht es nicht weiter. Miro muss was ändern! Die Frage ist nur: Was? Wir spielen nach wie vor überwiegend in unserem erprobten 4-2-4 und praktizieren jenen Stil, mit dem wir in den vergangen zwei Spielzeiten so gut gefahren sind: Also eher den direkten Pass als zu viel Klein-Klein und immer schön nach vorne. Gegen Gegner wie Dortmund oder Leipzig war mir das zunächst aber zu offensiv, so dass wir auf 4-2-3-1 umgestellt haben und ich die Mentalität auf “kontrolliert” zurückgefahren habe. Hat wie gesagt überhaupt nicht funktioniert.

In den folgenden Spielen gegen Nürnberg, Frankfurt, Leverkusen und Freiburg probiere ich deshalb einiges aus - letztlich sind es aber immer nur Abwandlungen des Bestehenden. Hier mal eine andere Mentalität, da eine kleine Formationsänderung oder andere Rollen. Das Ganze natürlich nicht wahllos, sondern anhand von Beobachtungen.

Falls es jemanden interessiert kann ich darauf auch ausführlicher eingehen, an dieser Stelle vielleicht nur soviel: Mir ist in den bisherigen Partien vor allem aufgefallen, dass plötzlich unsere Pässe nicht mehr ankommen und wir außerdem überhaupt kein Zugriff mehr auf das berühmte “Zentrum” haben. Das Spiel läuft oft an uns vorbei, wir bekommen kaum den Ball und wenn wir ihn haben, ist er gleich wieder weg. Mein Gegenmittel war dann: Kürzer passen, enger stehen, geordnet aufbauen und ein Formationswechsel von 4-2-4 auf das schon erwähnte 4-2-3-1 (mit zwei DM und einem ZM).

Das hat zwar erstmal wunderbar geklappt, wir hatten plötzlich mehr Ballbesitz und unser Keeper deutlich weniger zu tun, aber dafür ging dann auch nix mehr nach vorne. Weil - so meine Analyse - uns schlicht die Kreativität fehlt, um aus dem Ballbesitz auch was zu machen und mehr Druck nach vorne zu entwickeln. Meine Lösung: einen der zentralen Mitttelfeldspieler weiter nach vorne. So wurde aus dem 4-2-3-1 ein 4-1-4-1. Hat aber auch nix gebracht. Im Gegenteil: Plötzlich haben wir nichtmal mehr einen Punkt geholt, sondern schlicht gar nix mehr. Zwei Niederlagen hintereinander, gegen Freiburg und Leverkusen, und mir war klar: Nee, so auch nicht.

Gegen Hoffenheim hab ich deshalb Tabula Rasa gemacht und nochmal von vorne angefangen. Mit einem klassischen 4-4-2, so gut wie keinen Einstellungen (außer Konter und einer tiefen Defensiv- und Pressinglinie) und einer defensiven Mentalität. 20 Minuten habe ich damit gegen Hoffenheim durchgehalten. Die Bälle sind uns nur so um die Ohren geflogen, Bredlow hat gehalten wie eine Krake und hat sich einen phänomenalen Notenwert erarbeitet. Nach 20 Minuten ist dann aber auch er machtlos und Hoffenheim geht in Führung. Ich verändere die Mentalität auf “ausgewogen” und lass geordnet aufbauen. Das erhöht zwar unseren Ballbesitz merklich und wir kommen auch mal in des Gegners Hälfte. Aber wie gehabt treffen wir nicht. Obwohl ich sagen muss, dass es ein paar Mal ganz gut aussah, was die Jungs da gemacht haben. Am Ende ist das aber auch nur hätte, hätte, Fahrradkette. Wieder einmal bringt uns das alles nichts ein und wir gehen als Verlierer vom Platz. Knapp zwar aber nicht ganz unverdient.

In der Tabelle wird es damit nun auch langsam brenzlig:




Ich bin echt ein bisschen ratlos. Die klassischen Underdog-Taktiken scheinen im FM ja ohnehin nicht so richtig zu funktionieren, und mit unserer mittlerweile ansgeschlagenen Moral wird es dann doppelt schwierig. Als nächstes steht das Spiel gegen den VfB an. Das ist dann jetzt Abstiegskampf pur. Ein Sieg wäre ein ganz ganz wichtiger Schritt. Mein aktueller Plan sieht so aus, wieder zum 4-2-4 zurück zu kehren, das sah unterm Strich immer noch am stabilsten aus und wir hatten zumindest Zug zum Tor. Was Spielweise und Mentalität angeht, werde ich aber einiges ändern müssen: Ruhiger passen, mehr Ballbesitz, (noch mehr) über die Flügel aufbauen. Und ich werde die beiden zentralen Mittelfeldspieler in unserem alten System weiter nach hinten ziehen, also aus den ZMs zwei DMs machen. So will ich hinten kompakter stehen. Schauen wir mal ob das aufgeht.
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