Klingt jetzt hart und ist vielleicht überzogen, aber... wenn man seine Aussagen so liest könnte man auf die Idee kommen dass er vor allem Marx und Lenin gelesen hat, seine Ansichten sind doch einigermassen erstaunlich und es klingt in erster Linie danach dass er mit dem Profistatus nicht zurecht kommt. Wie wenn alle Fußballer Dummköpfe wären....
ich hab mit einigen ehemaligen Profis der ersten und zweiten Bundesliga früher zusammengespielt und da gibt es auch jemanden der die meisten Profis als Primitivlinge sah und über 'Ungerechtigkeiten' klagte.
Was mich nur immer etwas hellhörig macht ist, dass diese Kritik immer von den Spielern kommt, welche es nie sehr weit gebracht haben oder nur Kurzauftritte hatten.
Die Aussagen von Poves liest man jetzt überall, doch ich glaube hier ist eher der Frust ein Auslöser.
Das es im Fussball um Geld und Macht geht, ist genau wie in der Politik und in der Wirtschaft. Ein Spiegelbild der Gesellschaft. Was erwartet man, schließlich spielen Menschen Fussball und keine Ausserirdischen. Weshalb sollten sie plötzlich auf dieser Ebene ein völlig anderes Verhalten an den Tag legen.
Und nochmal zu den angeblich Dummen Profis. Aus Kabinenberichten weiß ich dass es schon sehr Machomäßig zugeht. Die üblichen Themengebiete wie Frauen, Auto's, neueste Elektronik und natürlich alles garniert mit Kraftausdrücken.
Aber da ist Fussball doch keine Außnahme.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Es war nie anders.
Jedoch sehe ich eine neue Genertion an Fussballern aktuell, die sich schon etwas anders geben. Das hat den Vorteil dass man ihnen mehr Niveau zutraut, doch auf der anderen Seite haben wir in einem anderen Thread hier schon diskutiert, dass es zu wenig kantige Profis gibt.
Es gibt wie immer zwei Seiten der Medallie, doch bei Poves würde ich es zu 55% auf den Frust, sich nicht durchgesetzt zu haben, schieben.
Zu aller erst sollte man immer vor der eigenen Haustüre kehren. Würden das alle beherzigen, hätten wir weit weniger Probleme.