Sind zwei Landeshauptstädte, und damit sollte die Sache auch gut sein.
Dazu kann ich jetzt nicht erkennen, dass Mainz in den letzten Jahren (seit 2013/14) massig überschätzte "Stars" für nen Sack voll Asche geholt hat. Adler, Beister und jetzt de Jong sind/waren ablösefrei, Krkic war geliehen, und Ujah wird in dem halben Jahr in China das Fußballspielen schon nicht verlernt haben, dazu ist das Risiko mit 3,8 Millionen vergleichsweise überschaubar. Außerdem werfen die Mainzer auch generell die Geldverbrennungsmaschine nicht in gleichem Maße an wie der HSV - der das Geld ja eigentlich auch nicht hat und bekanntlich an einem kühnen Stock geht (letztes Jahr lt. Abendblatt 13,4 Millionen Verlust, insgesamt lt. MoPo 81 Millionen Schulden, ebenfalls lt. MoPo seit mindestens 2012 keinen Gewinn ausgewiesen). Ein Worst-of aus dem hanseatischen "Money for nothing":
- Filip Kostic für 14 Millionen
- Walace für 9,2 Millionen
- Pierre-Michel Lasogga für 8,5 Millionen
- Douglas Santos für 7,5 Millionen
- André Hahn für 6 Millionen
- Alen Halilovic für 5 Millionen
Auf der Habenseite sehe ich eigentlich nur mit Papadopulos (für 6,5 Millionen fest verpflichtet) einen wirklich guten Einkauf.
Im Gegenzug die teuren Transfers in Mainz:
- Jhon Cordoba für 6,5 Millionen: Das Lachen aus der Mainzer Geschäftsstelle kann ich heute noch bis Köln hören, aber auch in Mainz trotz überschaubarer Trefferquote durchaus vorzeigbare Leistungen (kicker-Durchschnittsnote letzte Saison 3,37)
- Abdou Diallo für 5 Millionen: Stammspieler, und das mit Recht (kicker-Durchschnittsnote aktuell 3,00)
- Jean-Philippe Gbamin für 5 Millionen: Letzte Saison solide, in dieser Saison sensationell (kicker-Durchschnittsnote 2,79)
Dem gegenüber stehen derzeit an Transferflops in dieser Größenordnung:
- Fabian Frei für 3,6 Millionen
- Viktor Fischer für 3 Millionen
- Alexandru Maxim für 3 Millionen
Die Bilanz ist also einfach wesentlich ausgeglichener, und zeig mir als Gegenbeweis weitere Spieler außer Papadopulos, bei denen der HSV in den letzten Jahren keine nicht vorhandenen Millionen in der Elbe versenkt hat.
Und zu Aubameyang: Er hat kürzlich erst seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2021 verlängert.
http://www.goal.com/de/meldungen/bvb-stuermer-aubameyang-bestaetigt-vertragsverlaengerung-es/17oaiq2suefnk11wkjsn49cjiy
In dem Zusammenhang halte ich die neuen China-Geschichten für pure Spekulation, zumal sein Traum ja bekanntlich noch ein anderer ist.
Mir ist klar, dass du diese Vereinfachung bewusst gewählt hast, aber ich bin damit nicht einverstanden.
Warum ist Kostic ein Flop? Sicherlich hatte man noch höhere Erwartungen an ihn, trotzdem ist er wohl nach Nicolai Müller der beste Offensivspieler in den letzten Jahren beim HSV. Den könnte man vermutlich sofort ohne Verlust weiterverkaufen, bei einem Wechsel in die Premier League könnte man sogar einen Gewinn machen.
Douglas Santos ist ziemlich im Kommen. Wenn der sein vorhandenes Potenzial dauerhaft abruft, werden 7,5 Mios zum Schnäppchen.
Schipplock hast du hingegen vergessen. Wie man für so einen limitierten Spieler Ablöse zahlen konnte, ist tatsächlich merkwürdig.
Die Mainzer "Flops" Maxim und Fischer waren von Anfang an Risikotransfers. Großes Risiko, aber eben enormes Potenzial. Diese beiden nach einer halben Saison bereits abzuschreiben, ist evtl. etwas früh. Kann schon verstehen, dass man diese beiden Spieler oder der HSV Halilovic für vergleichbar kleines Geld holt.
@Aubameyang
Ist vollkommen egal, ob er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat oder nicht. Die Absprache aus dem letzten Sommer wird auch für das nächste Sommertransferfenster gelten. Wenn die Summe und der Zeitpunkt passt, dann gibt der BVB ihn ab. Ich kann mit beiden Varianten leben, mittlerweile würde ich vielleicht sogar einen Abgang bevorzugen, falls man einen adäquaten Ersatz an Land zieht.
Es ging mir hauptsächlich darum, aufzuzeigen, wie im Vergleich der beiden Vereine ein Club seine (eigentlich oder tatsächlich) knappen Mittel mit wesentlich mehr Verstand einsetzt als der andere. Daher auch die verkürzte Darstellung.
Von Kostic halte ich persönlich eigentlich auch viel - alleine vom Potenzial stimme ich Dir auch zu. Allerdings erwarte ich von einem Spieler, für den 14 Millionen auf Pump gezahlt wurden, dass er dieses zweifellos vorhandene und auch immer wieder aufblitzende Potenzial auch über einen längeren Zeitraum auf den Platz bringt. Und genau das sehe ich leider, besonders in den letzten beiden Saisons, überhaupt nicht, es sind zu viele Partien dabei, in denen er neben den Schuhen steht - was natürlich auch an seinen Nebenleuten liegt.
Und kleines Geld sind 5 Millionen für einen Halilovic nicht unbedingt - für einen FC Bayern vielleicht, aber für einen HSV, der bis zum Hals in Verbindlichkeiten steckt, nicht wirklich.
Douglas Santos scheint sich gerade zu fangen, muss allerdings in seiner zweiten Saison noch zeigen, dass er dieses auch langfristig auf den Rasen bringt. Vielleicht zu früh abgeschrieben, darüber können wir uns, genau wie über Maxim und Fischer, nach Saisonende unterhalten. Die beiden letztgenannten sind auch hauptsächlich deshalb in der Liste, weil der Name Fischer im Vorfeld gefallen ist, und ich dies als Indiz dafür genommen hatte, dass er in der Wahrnehmung auf diese Liste gehört.
Schipplock hatte ich eigentlich nur deshalb nicht erwähnt, weil mein Fokus auf den teuren Spielern lag - was nichts daran ändert, dass er ein weiteres Beispiel für verfehlte Transferpolitik ist.
Und @ flyinguwe: Lasogga habe ich deshalb reingenommen, weil der HSV diese Art Transfers schon seit mehr als zwei Jahren tätigt - das ist wohl unbestritten. Bei Kostic und Santos sehe ich, wie bereits aufgeführt,
Stand jetzt (noch) kein positives Verhältnis zwischen der erbrachten Leistung (über das Potenzial spreche ich hier nicht) und der Ablösesumme. Diese spielt für mich sehr wohl eine Rolle, da Vereine wie der HSV ihr Geld etwas bewusster ausgeben müssen als z.B. der FC Bayern, der auch mal ein Verlustgeschäft auffangen kann. Dadurch ist eine Ablösesumme hier auch ein Vertrauensvorschuss, der durch Leistung gerechtfertigt werden muss. Wenn dies nicht geschieht, sind dies halt schlechte Transfers, oder um in der Sprache der Medien zu bleiben, Transferflops.
Da diese sich in Hamburg nun einmal unter den höherpreisigen Transfers in besonderer Weise häufen, stürzen sich im offensichtlich unruhigen Hamburger Umfeld auch die Medien entsprechend darauf - ist hier in Köln nicht anders, in solch einem Umfeld bist Du der Held oder der Depp, dazwischen gibt es nichts. Da haben es andere Vereine wesentlich einfacher, bei denen die ersten Reporter nicht vom Express (oder dem entsprechenden Gegenstück in Hamburg) kommen und den Ton angeben.