Bei mir waren sowohl Bachelor- als auch Masterarbeit aufgrund des hohen Praxisanteils relativ dünn.
Ohne Anhänge war die Bachelor-Arbeit 30 Seiten lang (Anhänge schon enthalten, der Fließtext war am Ende vielleicht 15 Seiten lang), dafür habe ich vorher aber auch knapp 5 Monate im Labor verbracht. Maximalzeit waren eigentlich 3 Monate (schreiben der Arbeit inklusive), aber dadran hat sich in der Chemie bei uns eh niemand gehalten.
Bei der Master-Arbeit habe ich den Rahmen ziemlich ausgereizt, 100 Seiten war das Maximum und ich habe am Ende auf 99 runtergekürzt - dieses Mal in der Chemie-Didaktik. Allerdings hab ich da auch fast ein ganzes Jahr lang für im Labor gestanden (verknüpft mit einem anderen Studienteil, der sich bei uns Forschungsarbeit nannte) und das Wort "kürzen" beinhaltet ja schon, dass ich wesentlich mehr hätte schreiben können (mindestens 200 Seiten), vor allem da alle Anhänge (Versuchsanleitungen aller berücksichtigten Versuche, Spektroskopie-Ergebnisse+Auswertungen, Arbeitsmaterial von entworfenen Konzepten für die Schule etc) alle in den 100 Seiten enthalten sein mussten und ich alleine dort aussortieren musste wie blöde. Und all das, obwohl ich ein Mensch der prägnanten Formulierungen und kurzen Versuchsprotokolle bin und da schon nicht großartig rumgeschwafelt habe. Naja, der Aufwand war letztlich eigentlich viel zu hoch für diese Arbeit (die im Master auch noch einen verschwindend geringen Anteil hatte), aber dafür habe ich auch die entsprechende Note bekommen und im Staatsexamen war die Note dann plötzlich ziemlich viel Wert.
Und das alles, um am Ende Lehrer zu werden.

Fürs zweite Staatsexamen musste ich da dann auch nochmal zwei kürzere Abschlussarbeiten schreiben.. aber die waren immerhin nicht ganz so lang und gingen auch nur zu 10% in die Gesamtnote mit ein.