Sommerpause 2041SaisonfazitWir haben eine gute Saison hinter uns, mit 47 Zählern unsere zweitbeste Premier League-Ausbeute bisher und hätten vielleicht sogar noch in Richtung Europa schielen können, wäre der Akku nicht frühzeitig leer gewesen. Mein größter Erfolg in dieser Saison ist meiner Meinung nach allerdings der erfolgreiche Umbruch auf einigen Positionen. Einige Youngster haben neue Stammplätze gewonnen, der Stamm der Mannschaft geht nun wieder als jung und talentiert durch.

SpielerleistungenStars der Saison Das waren die üblichen Verdächtigen.
Phil Harding hat vorne natürlich wieder sehr gute Arbeit geleistet, wobei das in dieser Saison auch für seinen Backup
Luke Burrows gilt.
Auch die Innenverteidiger waren trotz unserer Defensivmängel, die vor allem taktischer Natur sind (später dazu mehr), ziemlich stark. Vor allem Abwehrchef
Jason Tebble ging mit gutem Beispiel voran.
Weitere unserer gewohnten Leistungsträger brachten zwar gute Leistungen auf den Rasen, waren allerdings auch häufig verletzt, vor allem
Dean Williams-Cooke und
Simon Rogers. Wenn beide die gesamte Spielzeit fit gewesen wären, wer weiß, was möglich gewesen wäre?
Aufsteiger der Saison Klar, die "Neuen". Mit
Rhys Davies,
Marc Evans,
Alan Driscoll,
James Bradley und
Connor Dixon haben sich gleich fünf Youngster Stammplätze erspielt, teilweise weil ich das wollte (Davies, Evans, Dixon), teilweise weil sie einfach überzeugten (Driscoll, Bradley). Aufgrund des stetig steigenden Alters von Jungs wie Dylan Taylor, Nick Williams, John Evans und wie sie nicht alle heißen (alle 30+!) war das auch dringend notwendig. Dass wir diesen Übergang scheinbar geschafft haben, stellt mich sehr zufrieden.
Gleichzeitig muss ich hier einige Jungs erwähnen, die mich mit guten Leistungen überraschen konnten, obwohl sie schon länger im Verein sind. Das wären vor allem die Außenbahnspieler
Ben Scantlebury und
Jon Edwards sowie Mittelstürmer
Luke Burrows, der von den Fans sogar zum Spieler des Jahres gewählt wurde. Alle drei hatten einen ordentlichen Anteil an unserer erfolgreichen Saison und spielten sich in mein Blickfeld für die anstehende Spielzeit.
Absteiger der Saison Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die erfahrenen Männer, die unserem Umbruch zum Opfer fielen, sind
Rikki Jones,
Nick Williams,
Jake Elliott,
John Evans und
Dylan Taylor. Nur Letztgenannter wird wohl im kommenden Jahr noch im Kader stehen.
Neben ihnen sollen hier zwei stagnierende Talente genannt sein,
James Collins und
Martin Richards. Beide bekommen ihre Einsätze, überzeugen aber kaum. Sehr schade, da ich in beiden noch zentrale Figuren für die Zukunft sehe.
AbgängeZwei (sentimental betrachtet) schmerzhafte Abgänge müssen wir verzeichnen.
John Evans, Jahrgang 2024, 501 Pflichtspiele, Ø-Note 6,88Unser langjähriger Kapitän und Stammkeeper verlässt den Verein. Von der vierten bis in die erste Liga war John Evans in über 500 Spielen unser solider Rückhalt, der sich nie etwas zu Schulden kommen ließ. Einer der ganz Großen!
Nick Williams, Jahrgang 2026, 482 Pflichtspiele, 10 Tore, 17 Vorlagen, Ø-Note 6,86Nur knapp seltener lief Nick Williams für uns auf. Der Sechser war ein unauffälliger, grundsolider Mann, der seine Position genau so bekleidet hat, wie man das von einem Sechser erwartet. Er geht zu Birmingham City in die League One, ich schaue ihm wehmütig nach, da mein neuer Wunschsechser leider noch gezeugt werden muss.

Neben diesen beiden Haudegen spielen auch
Rikki Jones (wie schon im Vorjahr) und
Jon Edwards (taktisch bedingt) keine Rolle mehr, sie werden mangels Angeboten in der zweiten Mannschaft auflaufen.
Youth IntakeZwei sehr gute Jungs mit Hay und Bellshaw.
Jon Bellshaw: Antrittsstarker, technisch bereits ordentlicher Mann für die linke Außenbahn - die ja wegfällt. Bringt allerdings auch das Zeug für's offensive Mittelfeld mit, lediglich sein geringer Teamwork-Wert stört mich.
Lloyd Hay: Connor Dixon und Dylan Bartley-Jones lassen grüßen - ein ziemlich guter Allrounder im zentralen Mittelfeld. Aufgund der eher schmächtigen Figur und der geringen Bravery eher kein Mann für die Sechs, wo wir Bedarf hätten. Bringt eine recht zweifelhafte Einstellung mit und weist auch sonst mentale Schwächen auf, die es auszumerzen gilt.
Der Rest begeistert mich nur wenig.
AufrückerZwei neue Jungs rücken in den Profikader auf.
Lee Giles ist die neue Nummer 2 und ersetzt John Evans,
Dylan Bartley-Jones übernimmt die vakante Planstelle im zentralen Mittelfeld, die durch den Williams-Abgang zustande kam.
TaktikNachdem wir im Vorjahr den personellen Umbruch vollzogen haben steht nun der taktische Umbruch an. Ich begebe mich auf dünnes Eis, werde ein stürmerloses System ausprobieren. Der Grund dafür ist simpel - all unsere Außenbahnspieler und Stürmer sind gelernte zentrale Mittelfeldspieler der offensiven Prägung. Schon immer, warum auch immer. Davon ausgehend, dass sich das in den nächsten Jahren nicht großartig ändern wird, halte ich ein 4-1-2-3-0 für eine gute Alternative, die zudem perfekt auf unser Spielermaterial passt.
Grundsätzlich möchte ich allerdings an unserem Spielstil festhalten, die sehr fluide und offensive Marschroute hat sich in den letzten ~15 Jahren ja bewährt. Also, Vorhang auf.
Nun gut, viel ist noch nicht zu sehen. Keine zusätzlichen Instruktionen, dazu eine recht generische Rollenverteilung. Der Grund ist simpel, ich habe einfach keine Ahnung, wie ich das Ganze ans Laufen bekomme. Vor allem die Rollen im Mittelfeld sind noch völlig offen. In der Vorbereitung habe ich mehrere Varianten ausprobiert und war grundsätzlich recht zufrieden. Das wird sich zunächst in die Saison ziehen, ich rechne fest damit, die Hinrunde regelmäßig Änderungen vorzunehmen und werde euch diesbezüglich auch auf dem Laufenden halten.
KaderIm Tor ist Rhys Davies natürlich unangefochten gesetzt, Giles bekommt wohl die Pokalspiele, wenn er nicht noch kurzfristig verliehen wird.
Die Abwehrzentrale wird aus Ilan Norman, Jason Tebble und Alan Driscoll entstehen. Klar, wir spielen nur mit zwei Innenverteidigern, aber alle drei sind wirklich komplett gleichauf. Martin Richards springt ein, wenn es eng wird.
Auf den Außenbahnen agieren Joe Baker (links, offensivere Rolle) und Marc Evans (rechts, weniger stürmisch). Backups links sind James Collins und Alex Clarke, den ich weiterhin ranführen möchte, sowie Jake Elliott und Rhys Searle (fehlt im Kaderscreen) auf rechts. Elliott passt absolut nicht mehr ins System und dürfte zumeist in der zweiten Mannschaft aushelfen.
In der Mittelfeldzentrale können wir munter rotieren, abgesehen vom defensiven Part. Den füllt je nach Gegner entweder der körperlich starke, defensive Martin Richards oder unser Passwunder James Bradley ein, dem allerdings die defensiven Qualitäten abgehen. Davor kann ich mit Ricky Butler, Connor Dixon, Dylan Taylor und Dylan Bartley-Jones (in dieser Reihenfolge) jede Menge experimentieren.
Bleibt die offensive Dreierreihe, in der ebenfalls zahlreiche Optionen bestehen, namentlich Phil Harding, Dean Williams-Cooke, Gethin Owen, Luke Burrows, Simon Rogers und Wayne Stanton ebenfalls zahlreiche gute Optionen zur Verfügung stehen. Der Fokus der neuen Taktik soll übrigens auch darauf liegen, das Maximum aus Gethin Owen herauszuholen. Der Mann hat alle Anlagen zu einem großartigen, wenn auch etwas eindimensionalen Spielmacher. Das will ich nutzen.
SonstigesKleine traurige Randnotiz: Ein langjähriger Gefolgsmann auf der Position des Assistenztrainers beendet seine Karriere - ein gewisser
Raúl. Er war dafür verantwortlich, dass wir in den letzten zwölf Jahren zahlreiche Spanier in den Verein holen konnten, die unser Training schon in der Drittklassigkeit Premier League-tauglich werden ließen und hat damit sicherlich einen gewichtigen Anteil an unserer großartigen Entwicklung der letzten Jahre. Gracias por todo.
AusblickEine weitere Übergangssaison erwartet uns, sofern ich taktisch nicht den heiligen Gral entdecken sollte, wovon ich einfach mal nicht ausgehen will. Die Ziele sind klar gesteckt: Nicht absteigen, die Youngster entwickeln und am Ende der Saison eine einigermaßen fertige Taktik für die Zukunft gefunden haben.
